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Probleme mit Arbeitskollegin wegen Flüchtlinge

G

Gast

Gast
Hallo Forum!

Ich hatte diese Woche eine Auseinandersetzung mit einer Arbeitskollegin. Es ging um das Thema Flüchtlinge und Moslems. Die ganze Sache blieb eine Weile sachlich bis sie persönlich wurde. Da ich gebürtiger Türke und Moslem mit türkischem Pass bin usw... Plötzlich war ich als Türke nicht als Arbeitskollege als Türke daran schuld das die Flüchtlinge zu uns nach Europa kommen. Aus einer Diskussion wurde eine Auseinandersetzung die ganze Abteilung (8 Kollegen und innen) haben sich an dem Thema beteiligt. Am Schluss stand ich mit einer älteren Kollegin die Verständnis für die Flüchtlinge hatte gegen 6 andere die gegen Flüchtlinge uns vor allem Moslems waren.

Die Vorurteile waren teils nicht mehr zu ertragen, ich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch und dass mitten in der Arbeit. Aus der Problematik mit den Flüchtlingen wurde zu einem Problem mit Moslems abgeleitet. Ich wusste gar nicht das meine Kollegen so gegen Moslems sind.

Ich hatte heute wegen dieser Auseinandersetzung keine Lust mehr zur Arbeit zu gehen, deshalb habe ich mir frei genommen. Wenn ich so nachdenke will ich gar nicht mehr dahin. Die wollen mich ja so wieso nicht.
 

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bird on the wire

Aktives Mitglied
Es gibt ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz danach müßte der Arbeitgeber dafür sorgen, daß die Arbeitsbedingungen so gestaltet sind, daß seine Mitarbeiter nicht herabgewürdigt werden.

Du kannst Deinen Arbeitgeber auffordern, einzuschreiten. Außerdem würde ich mich an den Betriebsrat wenden.

Bist Du denn persönlich angegangen worden oder hast Du die Abwertung der Muslime auf Deine Person bezogen? Das kann eine Rolle spielen bei der Beurteilung des Sachverhaltes.

Das, was Deine Kollegen da machen, kann evtl. eine Störung des Betriebsfriedens darstellen. Bei uns sind schon mehrfach Mitarbeiter abgemahnt worden, die andere wegen ihrer Religion oder sex. Orientierung herabgewürdigt haben. Ein guter Arbeitgeber duldet das nicht.

Es geht hier nicht um die Frage, ob die Dich wollen oder nicht. Das würde ich in diese Diskussion auch nicht hereininterpretieren.

Du hast diesen Arbeitsplatz. Er sichert Deinen Lebensunterhalt. Du machst Deine Arbeit und Du erhälst Deinen Lohn. Solange Du Deine Arbeit gut machst, hast Du ein Anrecht auf diese Arbeitsstelle und Deinen Lohn.

Sollte sich das Klima nicht verbessern und Du weiterhin Anfeindungen ausgesetzt sein, dann würde ich mir überlegen, mir eine andere Firma zu suchen, in der die Kollegialität und das Betriebsklima stimmen. Aber bis Du eine andere adäquate oder sogar bessere Stelle gefunden hast, geh da ganz normal weiterhin und liefere Deine Arbeit ab und hol Dir den Dir zustehenden Lohn dafür.
 

Invvo88

Aktives Mitglied
Hi,

tut mir leid, dass dir das passiert ist -.-

Ich kann ehrlich gesagt nicht behaupten, dass mich das wundert - aber genau zu solchem Kram führen viele Artikel und Fernsehbeiträge. Zu einem fertigen und festen Bild von "dem Moslem".

Wäre auch nur einer deiner Kollegen so gescheit gewesen sich zu fragen, ob es "den Christen" überhaupt gibt - hättest du dir solch eine verallgemeinernde Diskussion nicht geben müssen... Aber - offensichtlich sind die Kollegen so gescheit nicht - was ich schade finde.

Allerdings nur fast so schade wie die Tatsache, dass du bei sowas einfach aufgibst.

Jetzt gibt es erst mal ausnahmsweise wirklich einen Grund die Rassismus und Nazi-Karte auszupacken - und du gehst und bleibst daheim? (Und nein - normalerweise bin ich auch kein Fan von solcher Handlungsweise - aber endlich mal wäre diese hier gerechtfertigt gewesen...)

LG
 
G

Gast

Gast
Kann es sein, daß du es etwas zu persönlich genommen hast?
Da wir nicht wissen was genau gesagt worden ist, oder was du gesagt hast...

Aber wenn du nicht mehr hingehen willst, kann ich das verstehen, denn ich glaube nicht, daß die ihre Meinung jemals ändern.
 

Kätzin

Aktives Mitglied
Möchtest du mit dieser Kollegin wirklich diskutieren?

Ich würde es erstmal damit probieren ihr klarzumachen, dass du über bestimmte Themen nicht sprechen möchtest. Dies könnte so aussehen, dass du ihr sagst, dass du nicht über politische, kulturelle usw. Themen sprechen möchtest. Dann gehst du einfach weg oder gehst zum Arbeitsgeschehen über. Grundsätzlich schadet es nichts bestimmte Themen aus dem Arbeitsalltag fernzuhalten.

Erst wenn das nichts hilft kannst du über weitere Maßnahmen nachdenken.
 
G

Gast

Gast
Lieber TE, ich glaube, es muß teilweise schwer sein für Muslime... Ich denke, daß Deine Kollegen nichts gegen DICH haben, sondern einfach unwissend sind, was den Islam angeht. Al Kaida und IS schüren hier eher Ängste, und so richtig weiß hier kaum einer, was den Islam ausmacht. Viele sehen hier nur Frauen mit Kopftüchern und wissen, daß Tiere geschächtet werden, und können das nicht verstehen, da man hier anders sozialisiert wurde, und auch nicht weiß, was genau für einen Moslem dahintersteht. Es ist Unwissenheit, und daraus entsteht Angst. Die B***-Zeitung tut ihr übriges mit ihren Hetzparolen.

Ich kann mir vorstellen, daß Deine Kollegen gar nicht wissen, wie sehr sie Dich mit ihren Äußerungen verletzt haben...

Du solltest aber mit Deinem Arbeitgeber sprechen, denn es kann nicht sein, daß Du aufgrund der Uninformiertheit und Dummheit (ich sage es jetzt mal so drastisch) Deiner Kollegen leidest und Deine Arbeit nicht erledigen kannst. Vielleicht hilft da mal ein allgemeines Gespräch.
 

meant to be

Mitglied
Liebe Threaderstellerin,

es tut mir leid, dass du so angegriffen wurdest. Ich habe auch schon erlebt, dass ich am Firmenparkplatz morgens kaum noch aus dem Auto aussteigen konnte, weil ich gemobbt wurde. Das ist schlimm.

Sieht du die Aussagen der Kollegen als persönliches Mobbing gegen dich? Oder waren es "nur" Stammtischgespräche und du fühlst dich angegriffen, weil du betroffen bist?

So oder so, die Situation erfordert eine Klärung, sonst wird du mit der Arbeitsstelle wohl nicht mehr klar kommen. An wen du dich wenden kannst und welches Vorgehen das Beste ist, das hängt von der Situation am Arbeitsplatz ab, die ich nicht kenne. Idioten gibt es leider überall, aber wenn sie dich persönlich angreifen, dann muss der Chef dich unterstützen und sie in ihre Schranken verweisen, wenn du das nicht selber schaffst.
Alles Gute
meant to be
 
G

Gastin1

Gast
Hallo liebe TE.

Ich schliesse mich den Vorrednern an, Du solltest den Arbeitgeber informieren und um klährung bitten.
Solche Gespräche gehören meiner Meinung nach nicht auf die Arbeit. Ich würde mich an sowas nicht beteiligen und meiner Arbeit nachgehen.

Ich habe leider öfter erlebt das man gleich als rechts eingestellt abgestempelt wird wenn man nicht ganz einverstanden ist mit der moslemischen Religion. Ob wir sie nun kennen oder nicht, wir haben ein Recht eine eigene Meinung zu haben und ich bin ganz ehrlich-mir sträuben sich bei allen Religionen die Jaare zu berge. Deswegen hab ich aber nix gegen Menschen die Gläubig sind. Ich finds nur nicht gut und mittelalterlich. Deine Kollegen haben ein recht ihre Meinung zu haben. Deswegen müssen sie aber nichts gegen Dich persönlich haben.
Damit wirst Du leben müssen.
Ich versteh allerdings nicht wieso Du zu hause geblieben bist ohne vorher die Situation nochmal zu klären oder mit dem Chef zu reden?
Das hätte Eindruck gemacht und zeigt das Du bemüht bist. Zu hause zu bleiben wegen einer Auseinandersetzung finde ich nicht so gut. Dein Arbeitgeber kann ja nix für die Diskussion unter Euch Kollegen aber ihn triffst Du wenn Du der Arbeit fernbleibst.

Halt Durch und lass Dich nicht unterkriegen!
 

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