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Problem mit Mitbwohner

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wgproblem

Mitglied
Hi,

ich bin jetzt wegen meinem Studium ausgezogen und auch weit weg gezogen.

Da ich aus Zeitmangel schnell eine Wohnung finden musste und meine Mutter die Idee einer WG aufgrund meines Autismuses (Hoffnung auf Besserung) gut fand, hat sich es eben so ergeben, dass ich mit einem jungen Mann zusammenwohne.

Ich habe so kein Problem mit ihm, nur will er sich nicht absprechen, sondern ignoriert mich komplett.

Ich bezahle hier fast 90% des gesamten Gemeinbedarfs (Toilettenpapier, Müllbeutel und sonstiges was man so gemeinsam braucht).
Das wäre schonmal das 1. was mich stört.

Das 2. ist, dass wenn ich ihm Infos gebe, er sich gleich gestört fühlt.
Ich habe ihm heute eine Nachricht via WhatsApp geschickt, weil er bei seinem Vater ist, dass ich Bluterin bin und daher leicht schnell Blut verliere. Er solle sich dann keine Sorgen machen, wenn er mal etwas Blut sieht.
Da hat der voll den Aufstand gemacht, ich soll das wegputzen etc.
Natürlich entferne ich das, es geht nur darum, wenn ich mich mal verletzte und ich übersehe irgendwelche Flecken aufgrund meines Autismuses (Ich hab nen Tunnelblick) oder muss mich gerade mal verarzten, dass er keine Panik bekommt.

Das dritte ist, dass er oft viel Besuch da hat. Dann ist es häufig laut hier in der Wohnung und das kann ich nicht besonders ab haben. Ich sag da nichts, möchte aber nur anmerken, dass das nicht ideal wegen meinem Autismus für mich ist. Einmal hatten wir sogar die Polizei bereits da, weil er zu laut gefeiert hatte. Ich habe in der Nacht meine eigene Wohnung verlassen und bin zeitweise ziellos durch die Stadt geirrt.


Die Vorstellung meiner Mutter war ganz anders. Sie dachte sich, man teilt zusammen das Geschirr, unterstützt sich beim Abwasch etc.
Das ist hier nicht gegeben.
Er leiht mir nicht mal seine Töpfe, obwohl ich anfangs sogar noch seinen Kram mit abgewaschen habe.
Ich mache seinen Dreck mit weg, weil es hier ansonsten einfach aussehen würde, wie bei Schweinen.
Heißt, ich putze das Bad und die Küche und er macht nix.
Es stehen leere Flaschen von ihm rum, im Backofen klebt verbranntes Fett von ihm, das ich nicht abkriege.

Ich habe mir daher überlegt, hier so schnell wie möglich wieder auszuziehen und in eine eigene Wohnung zu ziehen, weil ich mich hier einfach nicht willkommen fühle.
Ich werd hier wie eine Untermieterin behandelt, die hier putzt und das Zeug stellt.

Ich bin ja lieb und nett und dulde viel, aber irgendwann wird es auch mal mir zu bunt.
Da ich Streit nicht leiden kann, sage ich häufig nichts.
Heute habe ich ihm geschrieben, dass auch ich hier wohne und mich mit ihm in bestimmten Sachen absprechen muss. Das putzen habe ich gar nicht angesprochen, das habe ich einfach schon aufgegeben, weil er ein Mann ist.
Ich habe nichts dagegen für ihn mitzuputzen und putze auch eigentlich gerne, aber ich möchte hier gleichrangig behandelt werden und akzeptiert werden.
Ansonsten habe ich so eine Unmotivation, weil ich mich dann einfach nur noch schlecht fühle.

Ich weiß auch nicht, was ich falsch mache.
Ich tu hier wirklich alles was ich kann.



Problem ist vorwiegend, dass es eine Geldfrage ist, ob ich ausziehen kann.
Ich suche derzeit einen Nebenjob und habe auch welche in Aussicht.
Allerdings kann ich kein Auto fahren und so ein Möbeltransport kostet eben.
Kann ja nicht alles durch die Stadt tragen.
Dafür müsste ich erstmal meine Ersparnisse wieder aufstocken.
Derzeit arbeite ich eher um meine Bilanz wieder ins Plus zu kriegen, da ich noch kein Bafög bekomme.
 
AW: Problem mit Mitbwohnerü

Hallo,

ich denke der Prozeß kam vermutlich
schleichend.

Du hast einfach nicht frühzeitig gesagt :
Stop.....so nicht. Jedenfalls nicht mit mir.

Du hast viel toleriert und auch im
Haushalt einiges für ihn erledigt.

So kann er sich natürlich bequem
zurücklehnen und muss sich nicht mehr um
viel kümmern. Denn du nimmst ihm ja
vieles ab.
Besonders empathisch und rücksichtsvoll
scheint er auch nicht zu sein.

Kannst du nicht bestimmter auftreten?
Ihn mal in die Schranken weisen?

Ich weiss, es ist schwer da jetzt mal
das Ruder herumzureißen.
Doch musst du versuchen deine Intressen
durchzusetzen. Sonst ändert sich
vermutlich nicht viel bis überhaupt nichts.

Toll wäre es natürlich wenn du dir bald
etwas eigenes suchen könntest.
So hättest du alle Sorgen los und auch
diesen Schmarotzer.

Auf alle Fälle würde ich mich jetzt nur
um meine eigenen Belange kümmern.
Z.Bsp. lass seinen Abwasch stehen .
Alles was in seinen Bereich fällt,
soll er selbst erledigen. Wirklich alles.
Mache da bitte keine Ausnahmen.

Wenn das alles nichts hilft, lass deinen
Kram auch liegen. Putzt er nicht das
Bad, mache du es auch nicht.
Ist nichts jedermann Sache und kostet
jedem Menge Überwindung, doch
vielleicht würde es ihn zum Nachdenken anregen.

Wenn er wieder die Musik aufdreht
und der Besuch so laut ist, rufe die
Polizei. Erkläre den Beamten im Vorfeld
das es sich um deinen Mitbewohner handelt.
Du möchtest nicht persönlich in
Erscheinung treten. Die Polizei kann dann
immer noch sagen, es hätte ein
Mieter aus dem Haus angerufen und sich über
die laute Musik beschwert. Die meisten
Polizisten sind ok und lassen diesbezüglich
mit sich reden.

Er von sich aus, wird sich vermutlich
nicht von alleine ändern. Warum auch,
er genießt alle Vorteile mit dir die
Wohnung zu teilen.
Entweder sieht er dich als Putzfrau
oder als seine Mutter die ihm alles
hinterher räumt.


Ich weiß natürlich nicht, ob meine
Vorschläge für jemanden mit Autismus
zu schaffen sind. Bin da nicht so belesen.

Leider kann ich dir nicht wirklich
weiterhelfen. Das ist gerade mal das,
was mir dazu einfällt.

Viele Grüße und alles Gute.
Muir
 
Ja, du hast Recht, ich habe bewusst zu viel durchgehen lassen.

Ich hatte die Angst wegen meinem Autismus nicht beliebt zu sein oder irgendwie anderweitig zu stören und dachte, ich könnte das mit Gefälligkeiten ausgleichen, sozusagen als Entschuldigung.

Ich habe jahrelang eingetrichtert bekommen, wenn es irgendwo im sozialen happert, bin ich schuld, egal was erstmal ist. Und als dann die Autismusdiagnose kam, war ich erst recht schuld, weil ich bin ja diejenige mit dem Fehler, dem Schuss in der Birne etc.


Da ich mich jahrelang von Gleichaltrigen abgeschottet hatte bzw. auch keine jüngeren Geschwister nun habe fällt es mir schwer hier Grenzen zu ziehen ohne gleich wie ein totales A* zu wirken.

Ich habe es daher sachlich versucht und gesagt, dass wir beide hier wohnen, ich keine Untermieterin bin und somit die gleichen Rechte habe und es eben Dinge gibt, die ich mit ihm besprechen muss. Z.B. Stromkostenaufteilung, Internetkosten etc. Auch kann ich nicht den ganzen Gemeinschaftsbedarf von meinen Kosten decken. Das schaff ich einfach finanziell nicht.

Dass ich eine Art Bluterin bin war nur in der Hinsicht gemeint, dass er nicht irgendwie falsch reagieren soll wie z.B. meine Mutter, die dann gerne mal fast den Notarzt ruft.



Das mit der Polizei hatte ich mir an dem Abend auch schon überlegt. Als ich raus bin, hörte ich ihn noch 2 Straßen weiter, weil er die Fenster auf hatte. Wenn die Fenster auf sind hört man natürlich die Musik nach draußen, aber nicht bis 2 Straßen weiter.
Nur so als grobe Orientierung wie laut es war.

Als ich die Wohnung verlassen habe muss kurz darauf irgendwann die Polizei gekommen sein. Er hatte es mir erzählt.

Ich hatte mir auch überlegt, wenn ich wiederkomme und es immernoch so laut ist, die Polizei zu rufen.

Grund meines Weggangs war, dass ich in meiner eigenen Wohnung meinen Fernseher nicht mehr hören konnte.
Irgendwann fiel dann auch das Internet aus und dann hatte ich zweck frischen Umzugs gar nichts mehr zur Beschäftigung außer einem Buch, aber an lesen war hier nicht zu denken bei dem Krach.
Jemand musste an den Router gestoßen sein. Ich klopfte deshalb an seiner Tür aber niemand machte auf.
Entweder hörte man mich nicht oder man wollte mich nicht hören.

Dann wurde es mir einfach zu viel und ich habe die Flucht ergriffen.
Wenn in meiner eigenen Wohnung gefeiert wird, ohne dass ich einbezogen werde und ich die Leute nicht kenne ist mir das nicht behaglich.
Mein Zimmer kann ich abschließen, was ich aber meistens nicht tue, da ich alles wertvolle, sprich Bargeld, bei mir trage. Alles andere wäre zu groß für Gelegenheitsdiebe. In bei der Unordnung traut sich eh niemand rein.

Das mein Mitbewohner in mein Zimmer geht glaube ich auch nicht und es würde mich auch nicht sonderlich stören, zumal er rein müsste, wenn was am Router wäre, der jetzt bei mir steht.


Evtl. hält er das Studium auch nicht durch. Er meckert jetzt in der 2. Woche schon über sein Studium.
Ist wahrscheinlich auch ein Grund für seine Launigkeit, aber da kann ich nichts dafür.



Das einzige, was auch mich ankotzt, sind meine ganzen Kartons vom Umzug, die hier noch rumstehen.
Ich muss nur noch einen Schrank aufbauen und daher steht noch etwas im Flur, aber das mach ich diese Woche. Bin nur noch nicht dazu gekommen wegen den Vorlesungen und der Arbeitssuche.

Noch dazu bin ich alleine und habe niemanden, der mir beim Aufbau hilft. Ihn frage ich nicht mehr. Ich habe schon Probleme die Teile nur 1cm hochzuheben. Die wiegen 2/3 von mir. Eigentlich packe ich es gar nicht, aber ich versuche es irgendwie mit drehen und ziehe. Bei uns galt immer, als Frau muss man alles alleine schaffen, weil die Männer eben nicht gut genug für Gott waren. Daher wurde auch Eva erschaffen (ja, ich kenne die eigentlich wahre Geschichte des alten Testaments auch...).

Ich gebe auch zu, ich lasse gerne mal das Geschirr bis zum nächsten Tag stehen, weil ich auch irgendwann mal Feierabend brauche. Ich bin es noch von Zuhause gewöhnt nach dem Essen nicht sofort abzuspülen und während dem kochen oder essen sowieso nicht. Bei mir kommt immer eins nach dem anderem ganz systematisch.
 
Da hast du aber wirklich kein Glück gehabt bei deinem Mitbewohner. Glaub mir, es kann nur besser werden!
Komm in Kontakt mit anderen Studenten! Gibt immer viele Verantsaltungen wo man Leute kennenlernen kann und auch viele Gruppen auf FB für Erstsemester und Neuzugezogene! Viele haben mit der ersten WG nicht viel Glück. Es suchen oft noch Leute nach einer neuen WG. Vielleicht hast du Gück und du findest jmd mit dem du dich verstehst!
Hör dich einfach mal um und frag ob dir jmd helfen könnte, es gibt eigentlich immer jmd der bereit ist zu helfen, da es ihnen meist nicht anders geht! Sonst lassen die meisten sich für ein Bier überreden 😉

LG
 
Hallo,

danke für deine ausführliche Rückmeldung.

Wie meine Vorschreiber schon geschrieben
haben wäre ein Zimmer in einer neuen WG
vielleicht schneller zu finden als was eigenes.

Wegen deinem Schrank. Es gibt doch in jeder
Uni ein schwarzes Brett. Hänge doch einfach
mal das Gesuch aus.....Suche Hilfe beim
Schrankaufbau.....Im Gegenzug ein nettes Essen.
Jedenfalls so sinngemäß.

Manchmal, in größeren Städten gibt es auch
Internetseiten mit Angeboten.
Nachbarschaftshilfe heißt das glaube ich.
Dort kann man Hilfe bekommen.
Kostet nichts. Meistens läuft es auf gegenseitige
Hilfe hinaus. Der eine kann dies und du kannst
vielleicht das. Quasi.. eine Hand wäscht
die andere, wenn du diesen Spruch kennst.


Auf wen läuft den eigentlich der Mietvertrag?

Was die Kosten angeht, bitte trenne diese.
Bezahle bitte nichts für ihn mit.
Egal um was es geht und wenn du
das Klopapier in deinem Zimmer bunkern
musst.

Mein Neffe ist auch Bluter.
Ich hoffe du spritzt regelmäßig und
vor allen Dingen prophylaktisch.
Mein Neffe hat das oft vernachlässigt.
So kam es sehr häufig vor, dass er sich
im Krankenhaus wiedergefunden
hat. Also sei da bitte vorsichtig.

Was die Lautstärke angeht, geht gar nicht.
Schließlich musst du schlafen, denn die
Uni verlangt dir ja auch einiges ab.
Du kannst ja nicht in den Vorlesungen
unaufmerksam sein weil du nicht ausreichend
geschlafen hast.
Überlege wirklich dann die Polizei zu rufen.
Die sorgen schon für Ruhe.
Sollten Sie öfters kommen müssen,
werden sie auch mal die richtigen Worte
in Richtung deines WG-Partners sagen.
Bzw. sollten Sie mehrmals in der gleichen Nacht
kommen müssen, weil dein WG-Partner die
Musik wieder aufdreht, wenn die Polizei dann
weg ist, nehmen Sie die Musikanlage mit.
Kann er sich dann am nächsten Tag von
der Dienststelle abholen.
Hier schreibe ich aus Erfahrung, so einen
Kandidaten hatte ich hier auch im Haus.

Du bist bestimmt ein liebenswerter Mensch.
Man braucht nicht immer allen gefallen,
dass geht sowieso nicht. Wichtig und richtig ist,
dass Menschen dich so mögen wie du bist.
Nicht weil du dich so verbiegst und dir selber
untreu wirst um anderen zu gefallen.
Das würde auf Dauer sowieso nicht klappen.
Außerdem ist es auch mega anstrengend.

Wir können nicht allen gefallen, denn alle
gefallen uns auch nicht.
Doch ich weiss schon wie du es meinst.
Als ich so jung war wie du dachte ich ähnlich.
Doch aus Erfahrung kann ich dir schreiben,
es funktioniert nicht auf Dauer.
Wir vergessen uns darüber selbst.

So nun habe ich viel geschrieben und
hoffe du kannst davon irgend etwas
davon verwenden.

Viele Grüße,
Muir
 
Ich hab vergessen zu erwähnen, dass die Entscheidung für eine WG auch aus Geldgründen gefallen ist.
Meine Mutter zahlt mir im Moment Miete und Krankenkasse. Den Rest muss ich selber zahlen.
Also alles was Nahrung, Verpflegung und Strom anbelangt.

Ich bin damit total in einem Bilanzminus.
Ich versuche daher so schnell wie möglich einen Job zu kriegen, aber hexen kann ich nicht.

Dumm ist, dass meine Zeugnisse immernoch bei meiner Mutter liegen. Ich habe ihr schon x-mal gesagt, sie muss mir das Zeug endlich hochschicken (Sie wollte keinen Umzugswagen, sondern alles per Post schicken. Also muss sie sich jetzt auch drum kümmern. Ich kann das schlecht bei 750km Entfernung.).
Ich habe zwar Sicherheitskopien auf dem PC, aber wenn ich mal die Originale brauche wird es schwer.


Schlaf brauch ich demnächst wirklich. Ich muss am Mo bereits um 5 Uhr aufstehen, damit ich meinen Zug rechtzeitig kriege. Ich hab da ein Vorstellungsgespräch in einer anderen Stadt und die Verkehrsanbindungen hier sind etwas weiter entfernt. Ich brauch 2 Stunden Fahrt dort hin, weshalb ich bereits um halb 7 losfahren muss.
Dumm ist nur, dass ich erst um Viertel vor 11 einen Zug für die Rückfahrt kriege, das andere wäre ein ICE, was kostentechnisch nicht geht. Daher komme ich zu spät in die Vorlesung, aber ich brauche erstmal das Geld und hoffe, das es gut geht.

Danach wollte ich noch irgendwie etwas lernen. Ich glaub, ich häng hinterher. Man soll ja eigentlich noch selber Bücher lesen, aber wann bei Schrankaufbau, Mitbewohnerfaulheit und Arbeitssuche?


Das ganze kostet mich um die 30 Euro, was mir im Moment finanziell sehr weh tut. Dann muss ich nochmal für einen Lehrgang 2 Wochen hinpendeln und das tut mir dann finanziell nochmal weh, aber anders krieg ich den Job nicht.



Mit Kontakten knüpfen habe ich es schwer. Die Leute hier sind zwar alle sehr nett, aber ich habe festgestellt, dass besonders im Studiengang Jura am Anfang viele Damen sind, die eher aus finanziell besser gestellten Familien kommen und wenn man eben aus einer Hartz IV Familie kommt wie ich, dann schauen die einen nicht mal an.
Nicht nur, dass ich vom Schminken keine Ahnung habe bzw. keine Zeit dazu, meine Klamotten sind seit Jahren eher zweckmäßig bzw. noch aus Schulzeiten (ich wachs ja nicht mehr).

Bei den Herren sieht das schon anders aus. Ich kann mit Männern eh besser. Die sind nicht so etepetete.

Hatte auch bei der Erstsemesterwoche nicht Glück, was das angeht. Waren zwar alle ganz nett, trinken aber mehr als sie wirkliche Freunde sind. Ich weiß gar nicht, wie viel die alle gesoffen haben. Bei mir war nach 3 Schnappsgläsern definitiv Schluss und die waren nicht mal stark. Ich bin dann irgendwann Heim, weil ich einfach keine Diskos ab haben kann. War mir zu voll.


Für den Aufbau könnte ich meinen Nachbarn fragen. Ich hab den vor ein paar Wochen bei mir übernachten lassen, weil er seinen Schlüssel vergessen hatte und von seiner WG an dem Abend keiner da war. Die waren wohl alle feiern.
Kann die Leute ja schlecht draußen sitzen lassen. Sowas macht man nicht.
Ich hab einfach ein Notlager eingerichtet und den Boden mit Kissen und Klamotten ausgepolstert.
Geschlafen haben wir beide dann in Klamotten. Am Morgen hab ich den jungen Mann dann entlassen.



Ich hab gehört, dass in einem Studentenwohnheim viele feiern. Zudem sind die oft auch hier WG-Zimmer.
Ich bin definitiv kein WG-Mensch, das hab ich schon vorher gesagt, aber meine Mutter meinte mal wieder, das würde sich schon geben.
Ich fühle mich ehrlich gesagt alleine am wohlsten und hab damit auch kein Problem.
Sie hat nur schon immer ein Problem damit gehabt zu akzeptieren, dass ich nicht wie alle anderen Mädchen bin/war.


Die Gegend könnte ich evtl. tauschen.
Ich wohne zwar sehr zentral, aber hier kann ich nachts kein Fenster aufmachen. Hinten ist direkt die Hauptstraße mit den Autos und vorne ist eine Straße mit vielen Geschäften und Bistros, weshalb da immer Besoffene Studenten rumtorkeln, die auch jetzt gerade wohl mit Flaschen werfen, so wie ich das gehört habe.

Im Sommer wird das eine Qual werden.
Manche sagen, man gewöhnt sich dran. Seit dem sich das Fenster einmal selbstständig gemacht hat und morgens plötzlich offen stand, war es so laut, dass ich von einem LKW-Horn aus dem Bett geworfen wurde.


Neue WG wäre ich bereit. Allerdings bin ich Nichtraucherin und zu meiner Verwunderung rauchen hier viele WGs. Das kann ich definitiv nicht ab haben. Zieht alles in die Klamotten etc. und mir wird davon schlecht.
Kiffer gehen auch gar nicht. Hab damit schlechte Erfahrungen gehabt.
Und ich bin etwas penibel, was das vorhandensein eines Herds betrifft. Ohne gescheites Essen werde ich zum Tier.



Achso ja, der Mietvertrag läuft auf uns beide. Er bezahlt sein Zimmer und ich meines.
Kosten für Küche und Bad tragen beide Parteien zu je 70%.
Heißt, wenn seine Freundin hier ständig duscht, bezahle ich das mit.
Ein Auszug kommt vertraglich nur in Frage, wenn ich einen Nachmieter finde.
Das dürfte bei der Bude hier schwer werden.



Meine Bluterkrankheit wird nicht behandelt. Ich soll zusehen wie ich damit klarkomme. Man tut einfach so, als sei ich normal. Meine Mutter verschweigt es. Erbsünde und so.
Genauso wie mein Autismus. Da ich den erst als Erwachsene diagnostiziert bekommen habe, weigern sich die Ärzte auf Kasse zu therapieren. Also versuch ich selber irgendwie durch zu kommen. Die normalen Therapien schlugen nicht an. Ich versuchs gerade mit Gingko und glaube mal an eine Besserung.
Ebenso habe ich einen Hauttumor, bei dem die weitere Therapie von meinen ehem. Ärzten abgelehnt wurde, da ich damals nur Hartz IV bezog und daher sowieso nicht lange leben bräuchte.

Aufgrund meines Autismuses habe ich auch sehr sensible Körperempfindungen.
Die haben mir total viele Füllungen gesetzt, weil ich sehr empfindliche Zähne hatte, aber es hat nicht geholfen.
Meine Kopfschmerzen kommen immer in Stressphasen. Hab jetzt schon fast 8 Tabletten genommen und 2 Spezialtabletten. Für das Amt ist dies aber kein Grund, dass ich neber dem Studium nicht noch arbeiten gehen könnte.

Ich bin daher froh meinen alten Ort verlassen zu haben. Der war so "asozial".
Hab mich aber ärztetechnisch schon aufgegeben. Bin für mein Alter schon zu kaputt.

Leider humpele ich etwas, weil ich als Kind Fußschmerzen hatten, die bagatellisiert wurden.
Ich versuche daher es mit einer Tasche zu kaschieren als ob ich schwer tragen müsste, aber es fällt trotzdem auf.
Die Leute tun dann immer so, als ob man geistig grenzdebil wäre, bald tot wäre oder nicht arbeiten könnte.
Das nervt so ab.


Probleme über Probleme...


Aber es ist besser als bei mir Zuhause. Da hat es zum Schluss nur noch richtig gekracht, weil meine Mutter mich nicht ausziehen lassen wollte, da ich noch "zu klein" dafür sei. Wie gesagt, ich wachs nicht mehr und bleibt 1,62m groß. Das ist bei Italienern eben so.
 
Ich vermute, du hast Asperger? Meinst du wirklich, dass ein WG-Leben da das richtige ist?

Nur eine sachliche und ernst gemeinte Frage.
 
Ja, habe ich.

Aber wie ich schon sagte, war das nicht nach meinem Wunsch.

Es ging um zeitlich, finanzielle Belange und den Vorstellungen meiner Mutter.


Die Mieten hier betragen so schon um die 450 Euro warm.
Das geht einfach nicht für mich.
Momentan bezahle ich 330 Euro warm, was selbst jetzt schon im Minus ist.
 
Erstaunlich, wie nett Du das alles schreibst, und dann auch noch ohne Selbstmitleid durchscheinen zu lassen.
Hut ab!!

Mir ist das mit dem Hauttumor etwas bitter aufgestoßen. Es kann doch wohl nicht sein, dass da niemand eine Meinung zu hat? Was wäre denn wenn du "ständig Schmerzen daran hättest" und ein Krankenhaus aufsuchst?

Die nächste WG-Lage kannst Du vielleicht mit einem kleinen Trick lösen. Du schreibst, Dass Du zum Glück nichts von viel Parties und nächtlichen Aktionen hälst und mit dir selbst gut auskommst. Also heisst die Lösung: ausserhalb wohnen. Schau mal nach, wie die Bahnlinien von der Uni aus der Stadt führen. Geh dann auf der Karte entlang der Bahnlinien nach draussen und such Dir einen Ort ne halbe Bahnstunde entfernt. Ding ist halt, dass Du genauso gut eine halbe Stunde in der Bahn sitzen kannst wie Du eine halbe Stunde mit verschiedenen kleineren Bahnen in der Stadt herum eiern und Umsteigen und warten kannst, um zur Uni zu kommen. Und ausserhalb sind die Mieten halt deutlich günstiger, und ruhiger kann es auch werden.
Wegen der Umzugsgeschichte würde ich mir echt keine Gedanken machen. Selbst auf die Gefahr hin, dass Du allen Ernstes zehn mal mit der Bahn hin und her fahren musst und nur jedes mal ein Teil und eine Tasche voll dabei hast.

Ist das mit der Bezahlung deiner Mutter alles so richtig? Kein Bafög, nix? Krankenversicherung selbst zahlen? Als Studentin hat man doch einen Anspruch auf Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle und Kindergeld müsste eigentlich auch über einen Abzweigantrag bei dir eingehen?

Geh mal zu Deiner Fachschaft und frage mal nach, wie andere das machen. Wenn man fleißig, intensiv und ernsthaft studieren will, kann man schlecht viel nebenbei arbeiten gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war mit dem Hauttumor im Krankenhaus, aber das heißt nicht, dass die Ärzte dort besser sind.
Dieses Krankenhaus ist immer nur auf Profit aus und nimmt die Patienten nicht ernst.

Als das Ding geschuppt hat, haben die bloß gesagt, ich hätte nervöse Probleme und dran rumgekratzt.
Ich hab daran gar nicht gemacht und finde diese Aussagen einfach nur sexistisch, weil Frauen erstmal immer auf psychisch krank eingestuft werden.:mad:


Ich kann nicht außerhalb wohnen.
Das Fahrtgeld bezahlt schließlich niemand.
Muss ich leider so mit einberechnen, ansonsten hätte ich gerne zugesagt.

Diesbezüglich müsste ich auch die Einkaufsmöglichkeiten beachten. Ein PKW steht nicht zur Verfügung.
Daher gibt es hier nichts geeignetes für mich.

Ich kann auch keinen Schrank von 30kg durch die Gegend schleppen. Das geht einfach nicht.


Die Bezahlung ist korrekt. Ich krieg im Moment von ihr um die 400 Euro.
Bafög dauert noch, weil der Antrag nochmal korrigiert werden musste. Die haben den Hartz-IV-Bescheid meines Vaters nicht anerkannt.
Folgt im Dez.



Bitte nicht automatisch davon ausgehen, dass alle Studenten 18 Jahre alt sind.
Das hat prinzipiell nichts mit dem Alter zu tun, auch wenn es die Mehrheit ist.

Daher besteht kein Anspruch auf Kindergeld mehr.



Ich könnte evtl. einen Nebenjob haben, müsste dazu aber erstmal einen Lehrgang in einer anderen Stadt machen.
Prinzipiell kein Problem, nur würde mich das 300 Euro an Fahrtkosten kosten.
Ich hab das Geld einfach derzeit nicht und ob ich danach eingestellt werde, ist fraglich, ebenso ob das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt, da ich erfahrungsgemäß sagen kann, dass dies aufgrund meines Autismuses oft schief gegangen ist.
Daher suche ich mir aus finanzieller Sicherheit wohl wieder etwas im Gesundheitssektor in der Stadt, wo ich herkomme.

Auch die Ahnung von Autismus schien in dieser Firma nicht gegeben zu sein. Die üblichen Parolen, wie Autisten lebten in ihrer eigenen Welt etc. lassen an der Aufklärung zweifeln.

Bitte nicht falsch verstehen. Es liegt nicht an meiner Faulheit, ich bin heute extra um 4:30 Uhr losgeflitzt, um rechtzeitig vor Ort zu sein (dumme Bahnverbindungen).
Aber diese Firma hat weder Ahnung von Autismus, noch ist mir das Arbeitsverhältnis im Bezug auf die Investition sicher.

Ob ich das Studium mit Arbeit schaffe, interessiert das Amt nicht.
Die haben mir auch geschrieben, meine Behinderung sei kein Grund für eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, weil ich erst einen geeigneten Nachweis durch die Agentur für Arbeit erbringen müsste, der sich auf meine Kosten (500 Euro) beläuft.

Daher werde ich diese Mülltonnendiagnose einfach ignorieren.

Der Plan ist wie folgt:
Morgens irgendwo arbeiten, nachmittags (bis auf Do, Fr) in die Vorlesung, abends recherchieren.
 
Status
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