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Problem mit einvernehmlichem Sex

J

Jurassic

Gast
Die Frage mag erstmal affig wirken, also würde ich um respektvolle Beiträge bitten

Ich habe in meinem Leben nicht so super Erfahrungen mit Sex gemacht. Ich hatte vor meinem jetzigen Freund 2 sexpartner und die waren alle beide unsensibel, grob und nur auf ihre Befriedigung aus. Ob ich das wollte auf was sie Lust hatten war ihnen komplett egal.

Mein jetziger Freund jedoch legt total viel wert darauf dass es mir gut geht und hat gestern sogar abgebrochen als ich gesagt hab dass es mir zu viel wird und ich hatte ein total schlechtes Gewissen. Ich kann absolut nicht damit umgehen dass jemand auf mein nein hört und mir geht es total schlecht damit dass er aufgehört hat weil ich wusste, dass er eigentlich mit mir schlafen wollte. Jetzt geht es mir irgendwie mies deswegen

Ist das normal? Und was kann ich tun?
 

Schroti

Urgestein
Du wurdest durch deine bisherigen Erfahrungen darauf konditioniert, der physischen Erleichterung junger Männer zu dienen.
Nun erlebst du einen anderen Mann, der dich als MENSCHEN behandelt und musst dich erstmal umorientieren.
Lass dir Zeit. Die negativen Erfahrungen müssen überschrieben werden.
(Sag deinem neuen Partner, wie die Männer vorher waren. Er sollte wissen, warum du sexuell nicht "unbelastet" bist. Schön, dass du jetzt einen Guten hast. :)))
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du darauf konditioniert wurdest. Deine vorherigen Partner haben dir vielleicht Schuldgefühle eingeredet und dir den schwarzen Peter zugeschoben, wenn es dir nicht zugesagt hat, du nichts wolltest oder ihnen deine Reaktion nicht gefallen hat. Vielleicht haben sie dich dann auch gerade deswegen schlecht behandelt. Nun hast du verständlicher Weise Angst.
Aber das geht vorrüber. Halte daran fest, deinem Partner konsequent zu sagen, was du willst und nicht willst und wenn du möchtest, teil ihm auch mit, was los ist. Irgendwann wird sich das einspielen und die Schuldgefühle verfliegen.
Deine Reaktion ist für das, was du vorher erlebt hast, normal. Vielleicht liegt auch noch mehr dahinter, dass dir jemand eingeredet hat, dass es besonders wichtig ist, was andere denken und wollen und nicht zählt, was du möchtest.
Irgendwann wird das besser werden.
 

Lotus37

Aktives Mitglied
Sei froh das Du einen einfühlsamen Partner hast.
Jeder Mensch hat mal keine Lust oder möchte etwas nicht: Hab daher niemals Angst/Scheu das auch zu sagen.
Stell Dir vor Dein Partner hat mal keine Lust generell oder auf was spezielles. Wärst Du dann happy wenn er es nur für Dich trotzdem machen würde? Genau natürlich nicht. Daher nochmal betont: Steh zu Deinen Wünschen. Das schlechte Gewissen wird vergehen, sobald Du Dich an Deinen neuen Partner+Beziehung gewöhnt hast. Und sprech sowas dringend auch vor Deinem Partner an!
 
J

Jurassic

Gast
@Lotus37
Ich bin ja froh. Ich bin es einfach nur nicht gewöhnt dass mir so ein Verhalten entgegengebracht wird und weiß nicht wie ich damit umgehen soll und ob es normal ist, dass ich mich dabei ertappe ihn aufzufordern weiterzumachen obwohl es mir wehtut…

@Berdine
Ich finde es ja toll dass er sensibel ist aber nein, es passt nicht weil ich das absolut nicht gewöhnt bin und deswegen frage ich ja ob das normal ist und was ich tun kann. Ist das so schlimm dass ich nicht damit umgehen kann??
 
X

Xam

Gast
Ich finde es ja toll dass er sensibel ist aber nein, es passt nicht weil ich das absolut nicht gewöhnt bin und deswegen frage ich ja ob das normal ist und was ich tun kann.
Wenn du ihn liebst ist das u.U. normal. Manchmal können die Gefühle, dem Partner ein gutes Gefühl oder eine schöne Erfahrung zu bieten, eigene Unannehmlichkeiten ausgleichen oder übertreffen. BDSM Beziehungen haben oft solche Komponenten, aber ich kenne das auch aus ganz 'üblichen' Beziehungen. Zudem gibt es Menschen, die Körperlichkeiten schwerer werten als mentale Eindrücke, sowie solche, die es umgekehrt handhaben. Ich (m) habe öfters mal Schmerzen beim Sex weil ich eine sehr empfindliche Vorhaut habe, aber meist überwiegt mein Wille, mit ihr zu schlafen, deutlich. So, dass ich den Schmerz ignoriere und eine schönere Zeit habe, als anderenfalls. Ich halte das für gesund. Aber es ist stets eine Frage des Abwägens in den konkreten Situationen. Ziel sollten langfristige ausgeglichene Beziehungen zu sich selbst und zum Partner sein. Du musst also in dich gehen um zu erfahren, wie du am Besten damit umgehst.

Darüber hinaus ist es in anderen Beziehungen, wie die zu den eigenen Kindern, sehr verbreitet, Schmerz in Kauf zu nehmen um den geliebten Menschen Gutes zu tun. Meiner Auffassung nach sind Menschen, die das nicht auf auf romantische Beziehungen übertragen können, schlicht nicht reif genug für romantische Beziehungen.
 
N

niemandjmenad

Gast
Wenn du ihn liebst ist das u.U. normal. Manchmal können die Gefühle, dem Partner ein gutes Gefühl oder eine schöne Erfahrung zu bieten, eigene Unannehmlichkeiten ausgleichen oder übertreffen. BDSM Beziehungen haben oft solche Komponenten, aber ich kenne das auch aus ganz 'üblichen' Beziehungen. Zudem gibt es Menschen, die Körperlichkeiten schwerer werten als mentale Eindrücke, sowie solche, die es umgekehrt handhaben. Ich (m) habe öfters mal Schmerzen beim Sex weil ich eine sehr empfindliche Vorhaut habe, aber meist überwiegt mein Wille, mit ihr zu schlafen, deutlich. So, dass ich den Schmerz ignoriere und eine schönere Zeit habe, als anderenfalls. Ich halte das für gesund. Aber es ist stets eine Frage des Abwägens in den konkreten Situationen. Ziel sollten langfristige ausgeglichene Beziehungen zu sich selbst und zum Partner sein. Du musst also in dich gehen um zu erfahren, wie du am Besten damit umgehst.

Darüber hinaus ist es in anderen Beziehungen, wie die zu den eigenen Kindern, sehr verbreitet, Schmerz in Kauf zu nehmen um den geliebten Menschen Gutes zu tun. Meiner Auffassung nach sind Menschen, die das nicht auf auf romantische Beziehungen übertragen können, schlicht nicht reif genug für romantische Beziehungen.
Ich find die Situationen nicht so gut vergleichbar.
Es kann sinnvoll und richtig sein, die eigenen Bedürfnisse zurückzunehmen.
Dann kommt es aber darauf an, aus welchem Grund man dies tut.
Sie tut es, weil sie eine toxische Beziehungserfahrung mit Männern getan hat, du tust es, weil dein Lustgewinn insgesamt höher ist. In deinem Fall tust du letztendlich etwas für Dich, sie tut etwas gegen sich.
Es gibt viele Beziehungen, die so ablaufen. Und man hört ja auch immer von Frauen, die auf A****löcher stehen...
so gibt es also kein klares richtig und falsch.

Aber was für Beziehungen sollen Männer und Frauen führen? Eine auf "Ausbeutung" oder eine, die auf gegenseitiger Achtung basiert?

Wenn der Wunsch eine gesunde Beziehung zu führen ist.... Und gesund bedeutet für mich, sich gegenseitig zu achten, aneinander zu stärken und man selbst, verzichtet von selbstschädigendem Verhalten (in welcher Form auch immer), dann würde ich der Threaderstellerin raten, eine neue Beziehungserfahrung mit einem Mann zu machen. Für mich hört es sich so an, dass ihre Expartner mit Liebesentzug gedroht haben, wenn sie nicht wollte.

Hast Du, liebe TE, also Angst, dass dein Partner dich verlässt, wenn du mal deine Grenzen wahr nimmst?
Wenn Du merkst, dass es dir zu viel wird, warum nicht einfach eine Pause machen oder auf 'etwas anderes' umsteigen? Vielleicht einfach erstmal kuscheln, sich nahe sein?

Lern vielleicht die Erfahrung, dass Du Du sein darfst und trotzdem mit deinem Partner in Beziehung sein kannst.

Viel Spaß!
 

GrayBear

Aktives Mitglied
Hallo Jurassic,

Deine Gedanken finde ich überhaupt nicht "affig", denn ein "normal" gibt es im Grunde für das Erleben von Beziehungen nicht. Jeder Mensch löst im anderen Menschen andere Erinnerungen und Gefühle aus, fördert Eigenschaften zutage oder unterdrückt sie womöglich und auf manches davon könnte man ganz gut verzichten, wenn man es im Vorfeld gewusst hätte. Unsensible und egoistische Menschen machen es einem auf eine gewisse Art sogar leicht, denn für sie zählt nur ihr Wille. Man muss sich nicht abstimmen oder entscheiden. Aber "Demokratie" lässt einem nicht nur die Wahl, sondern ich MUSS mich auch entscheiden und ich MUSS dafür die Verantwortung übernehmen, erst recht, wenn es nicht so ganz läuft, wie gewünscht. Bei einem tumben Sturkopf ist das viel einfacher: er ist schuld.

Wenn Du Dich nicht mehr nur fragen musst, was Du noch ertragen kannst, sondern was Du tatsächlich selbst willst, kann einen das vor ganz neue Herausforderungen stellen, die beileibe nicht nur Freude und Beifallsstürme hervorrufen. Einen Weg zu gehen ist eine Sache, sich diesen Weg aber selbst zu suchen ist noch einmal etwas ganz anderes. Was, wenn Du gerade garnicht weist, was Du gerne hättest? Was, wenn Du auf Ablehnung stößt? Was, wenn ihr eben gerade dann keinen Zugang zu einander findet, selbst wenn ihr es euch noch so sehr wünscht? Was, wenn Du an Dir oder ihm Seiten entdeckst, die Dich einfach umhauen und nicht nur im positiven Sinn? Manches würde man/frau gerne tun, obwohl es nicht nur gut tut und dem eigenen Ego schmeichelt und dann? Freiheit ist nicht ungefährlich.

Ich finde Deine Erkenntnis, dass Du gerade damit nicht umgehen kannst sehr wichtig und gut, denn genau in dieser "Instabilität" liegt auch die Chance für eine Erweiterung des eigenen Horizonts. Du kannst Dich selbst und ihn "ausprobieren", kannst offen darüber reden, dass Du noch nicht weist, wohin die Reise geht und das ermöglicht euch beiden ein anderes "Kennenlernen", das sehr intim und persönlich sein kann und eben nicht mehr "normal" sein muss. Aber diese Freiheit braucht auch das Wissen, dass Fehler, Umwege und Sackgassen möglich sind, die man dann hinter sich lassen können muss. Hab Vertrauen in Dich, das Du DEINEN Weg schon finden wirst und lade ihn dazu ein, Mehr kannst Du nicht tun, denn er MUSS für sich selbst sorgen. Er sollte das genau so lernen, wie Du.
 
X

Xam

Gast
Dann kommt es aber darauf an, aus welchem Grund man dies tut.
Sie tut es, weil sie eine toxische Beziehungserfahrung mit Männern getan hat, du tust es, weil dein Lustgewinn insgesamt höher ist. In deinem Fall tust du letztendlich etwas für Dich, sie tut etwas gegen sich.
Der Grund meiner Anmerkung war offenbar, dass ich nicht denke, dass klar wäre, dass sie etwas gegen sich tut. Wenn dem so wäre, dann wäre die Antwort trivial.

Nebenbei bemerkt hast du meine Erklärung missverstanden, es geht nicht um meinen 'Lustgewinn', sondern um die Gesundheit der gemeinsamen Beziehung. Die gibt mir zwar gute Gefühle, aber 'Lust' würde ich diesen nicht zuordnen. Doch zu denken, Gefühle oder Emotionen müssten das Motiv sein, halte ich für kurzsichtig.
 

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