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Problem ein Pflichtpraktikum zu finden

R311

Mitglied
Hallo, ich weiß aktuell nicht wirklich weiter. Ich habe so viele Probleme und Ängste (Sozialphobie), fühle mich absolut leer und habe zu nichts Lust, selbst einfach Dinge zu Hause fallen mir schwer. Aber ich will nicht weiter jammern und alles aufzählen dann bin ich morgen noch nicht fertig und so bin ich nicht, ich fresse eher alles in mich rein, ist halt so muss ich mit klar kommen irgendwie.

Aber der Grund warum ich hier schreibe ist, ich habe alle meine Prüfungen und so bestanden und muss nun ein 12wöchiges Praktikum machen und anschließend die Bachelorarbeit schreiben. Mittlerweile habe ich aber schon 1 Jahr vergeudet... Es war auch keine einfache Zeit, das richtige Praktikum zu finden ist schwierig, ich mag keine Stellen mit Montage und da bleibt nicht viel in meiner Nähe, weiter weg ist ja auch ungünstig muss man sich dann für 3 Monate eine Wohnung nehmen, kostet auch wieder... dann hatten wir noch einen Trauerfall in der Familie... dazu noch die Corona Problematik und die Monate vergingen so schnell...
Jetzt hab ich eigentlich ein Unternehmen was mir zusagen würde. Habe sie schon 2mal per email angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Dachte das man wenigstens nach einigen Wochen mal eine Antwort bekommt.
Angerufen habe ich noch nicht, da mir das extrem schwer fällt, ich hasse Telefonate, ich weiß nicht was ich sagen soll auf die schnelle, man erwischt die Person meist im ungünstigen Moment, und wenn ich mich nicht so gut ausdrücken kann ist das Mist, und habe am Telefon schon so viele extrem negative Sachen erlebt, ich zittere bei jedem Gespräch und mein Herz rast, ich habe dieses Jahr noch nicht ein Telefonat geführt.
Ich habe einen Kommilitonen gefragt er hat in dem Unternehmen mal ein 2wöchiges Praktikum gemacht, er hat dafür 4 mal dort angerufen, weil sie so viel zu tun haben und es immer wieder vergessen habe.
Das Unternehmen bietet Praktikas an, hat es auch auf der Homepage stehen und hat aktuell kein Praktikanten.

Ich weiß nur nicht was ich nun tue, wie wäre es die Bewerbung schriftlich zuschicken?
Danke!!!
 

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SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

Es heißt nicht umsonst "Pflichtpraktikum"! Bist du körperlich oder (wie in deinem Falle) geistig nicht in der Lage, dieses Praktikum zu absolvieren, so bist du nach deinem Studium beruflich einfach nicht handlungsfähig. Das heißt, dass du dann deinen Studienberuf einfach nicht ausüben kannst.

Klar, die Zeiten sind schwierig, Trauerfall, Angststörung, Sozialphobie, Corona, böde Telefonate... etc. aber im Endeffekt interessiert das niemanden. Von daher solltest du dich anstrengen und zusammenreißen.

Fühlst du dich geistig nicht in der Lage, das Praktikum zu absolvieren, so solltest du ein Semester Pause machen und dich in Therapie begeben. Sonst hat das alles doch keinen Wert.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 

R311

Mitglied
ok das selber abgeben würde gehen, aber an wen richtige ich es (also sehr geehrte Damen und Herren sollte man ja vermeiden, sondern die jenige Person reinschreiben die es ließt) Auf der Homepage werden nur 2 Personen als "Ansprechpartner für die Geschäfts- bzw. Fachbereiche" aufgeführt. Aber ich weiß ja nicht ob diese Person in den Fachbereich wo ich das Praktikum machen möchte, auch wirklich meine Bewerbung ließt und nicht jemand anders.
 
A

Advice

Gast
Hallo R311,

ich erkenne bei dir einige Parallelen aus meinem Studium. Ich hatte auch ein Pflichtpraktikum zu absolvieren, habe es aber vor mir hergeschoben, weil ich Angst vor dem ganzen Bewerbungsprozess hatte. Telefonieren empfand ich ebenfalls als sehr unangenehm (und empfinde es immer noch so) und hatte mit Herzrasen und Nervosität zu kämpfen. Irgendwann hatte ich dann alle Prüfungen abgelegt, konnte aber nicht mit der Bachelorarbeit beginnen, da die Vorraussetzung für diese das Absolvieren des Praktikums war. Weil jeder Bewerbungsprozess sehr viel Vorlaufszeit benötigt (bei einem Praktikum mindestens 2 Monate, bei größeren Unternehmen auch bis zu 6 Monaten), hat sich mein Studium deswegen auch unnötig verlängert. Oft ist ja auch nicht die erste Bewerbung schon erfolgreich, d. h. es kommt dann zu weiteren Verzögerungen. Daher würde ich dir raten, dich auch noch parallel bei anderen Unternehmen zu bewerben.

Was dein Problem mit dem Telefonieren anbelangt: Da musst du einfach die Zähne zusammenbeißen und durch, sorry. Aber du hast ja gemerkt, dass du per Email keine Antwort bekommst. Das ist sicher auch keine böse Absicht des HR-Teams, vermutlich sind die einfach so ausgelastet oder unterbesetzt, dass sie andere Prioritäten haben und einfache Anfragen untergehen. Daher ruf an, dann bekommst du auch gleich eine Antwort. Es kostet Überwindung und ich hatte anfangs oft das Problem, dass meine Stimme aus Nervosität weggebrochen ist. War mir dann auch immer peinlich, aber irgendwann wurde ich abgeklärter und es passiert mir mittlerweile nur noch selten. Gegen die Nervosität hilft es, wenn du das Gespräch schon im Vorfeld durchspielst und Formulierungen überlegst. Also dich kurz vorstellen, wer du bist, was du machst/studierst und das du Interesse an einem Praktikum in dem Unternehmen hast. Aber wirklich nur kurz, bei Bedarf können die ja nochmals nachfragen.
Falls sie dir sagen, dass sie tatsächlich eine offene Stelle haben, dann kannst du die Formalitäten abklären. Also Länge des Praktikums, Startdatum, an wen du das Anschreiben adressieren kannst, Kontaktdaten etc. Vielleicht haken sie etwas nach und fragen, was du im Studium so belegt hast und was du interessant fändest. Es schadet also nicht, sich im Vorfeld über das Unernehmen zu informierten. Die unangenehmen Fragen kommen erst im Telefoninterview/Vorstellungsgespräch. Wichtig ist auch, dass du es nicht persönlich nimmst, wenn du abgewimmelt wirst. Wie du schon geschrieben hast, sind Praktika durch Corona ohnehin erschwert, da die Einarbeitung nur noch schwer möglich ist ohne persönlich vor Ort sein zu können. Eine negatives Feedback muss daher nicht unbedingt daran liegen, dass du unsicher am Telefon rüberkommst.
 

trigital

Aktives Mitglied
Hallo R.,
ich kenne dieses Problem auch und ich finde es auch ein sehr Schwieriges. Aber man kann damit klar kommen, weil früher oder später mußt du es doch sowieso für deinen Beruf können. Das ist eine Sache, die zum Arbeitsalltag dazu gehört, dass sich ein Praktikant bei einer Firma meldet. Und viele Firmen machen solche Dinge einfach nicht und sind oft kurz und knapp angebunden. Da muß man denke ich lernen sich darüber zu empören, wie es persönlich zu nehmen. Ich nehme es aber auch persönlich, verarbeite die Dinge aber in mir. Gut, so sind die Menschen manchmal, sag ich mir dann. Habe ja genügend schlechte Erfahrungen mit dieser Spezies gesammelt. Aber egal.
Mein Tip ist Firmen anzurufen, wo zur zweiten oder zur dritten Wahl gehören. Man kann ja sagen, dass man noch andere Bewerbungen am laufen hat und sich nach einer Entscheidung bei Ihnen melden würde. Und so kannst du vielleicht unbefangener ein Telefonat führen und üben, wie so ein Gespräch abläuft. So hab ichs jedenfalls gemacht. Weil die ersten Bewerbungen und Bewerbungsgespräche laufen sowieso nicht so toll. Weil es eine wichtige Sache ist und man es ernst nimmt. Deshalb muß man denke ich Erfahrungen in solchen Dingen sammeln und sich austesten und üben. Und dann, wenn du ein paar Telefonate über ein paar Tage verteilt gemacht hast, dann kannst du dich denke ich mit einem besseren Gefühl bei der Firma melden.
Ich hoffe du schaffst den Schritt und überwindest deine Angst und Aufregung. Es ist einfach gut für einen selbst, wenn man später mal ein super Telefonat führt und danach erst feststellt, wie anders man ist im Gegensatz zu früher. Ich hoffe du möchtest auch solch schöne Momente für dich haben!
lg
 

R311

Mitglied
Danke erstmal für eure Schreiben!

Naja ob ich bei Telefonaten und Gesprächen was bei lerne und vorallem verbessern kann, Zweifel ich stark an! (Das habe ich einfach schon zu oft gehört diese Sprüche z.B. in Sachen Vorträge halten... ich habe im Studium viele Vorträge gehalten, ich persönlich war beim letzten genauso nervös wie auch beim ersten, wenn ich das 100 mal machen würde, es würde nicht besser werden... und auch wenn ich Dinge nicht so gut machen sollte, schön wenn ich es weiß, aber gar nicht weiß wie man es besser machen könnte) Es nützt ja nichts wenn ich entweder nicht weiß wo ich was falsch gemacht habe und es nützt genauso wenig wenn ich nicht weiß wie es richtig geht. Ich würde es jedes mal also gleich machen. Außerdem wenn ich was richtig Vermassel, hab ich ja beim nächsten Versuch kein besseres Gefühl, also kann es eigentlich nur schlechter werden...

Aber ich kann es eigentlich immer noch nicht verstehen warum telefonieren für Mitarbeiter einfacher sein soll als eine eMail zu beantworten. Wenn sie viel zu tun haben, arbeiten sie gerade an einer Sache und dann klingelt das Telefon, geht man da gern ran? Da denke ich mir doch muss meine Arbeit weiter machen... dann kommt einer und stellt Fragen zum Praktikum was ja dann einige Minuten dauern wird. Da kann man doch wenn man eMails checkt und das müsste man ja eigentlich, weil da ja auch sicher mal ein Auftrag reinkommt oder so? Dann öffnet man sie doch sowieso und schreibt dann schnell, Ja wir haben noch eine offene Praktikumsstelle, schicken sie uns ihre Bewerbung zu wir melden uns dann bei Ihnen. Die 2 Sätze sind ja wohl schneller geschrieben als ein Gespräch, noch dazu kann man sich aussuchen wann man es schreibt.
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Ein Telefonat geht nicht so schnell unter. Die in der Personalabteilung bekommen jeden Tag viele, viele E-Mails. Wenn dann noch Personalmangel in der Personalabteilung herrscht, kann es vorkommen, dass gar nicht alle Mails gelesen werden. Oder sie wird gelesen, der Bearbeiter denkt sich noch "das beantworte ich später, xy ist gerade dringender" - und vergisst es, weil in der Zwischenzeit wieder haufenweise Mails eingehen, davon 5 mit Vermerk "DRINGEND!!!" vom Chef.

Außerdem herrscht gerade in vielen Abteilungen Chaos wegen Corona. Zumindest unsere HR Abteilung - normal definitiv nicht unterbesetzt - wird gerade fleißig von uns Mitarbeitern auf Trab gehalten, die sich wegen aktueller Coronasonderregelungen unsicher sind. Schließlich ist die HR nicht nur für Bewerber da, sondern auch für die bereits vorhandenen Mitarbeiter. Eine meiner HR-Kolleginnen ist gerade z.B. fleißig damit beschäftigt, uns Mitarbeitern Päckchen ins HomeOffice zuzuschicken mit Dingen, die wir normal einfach kurz abgeholt hätten. Das ist extra Aufwand.

Was glaubst du wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Mail zwischen all den Mails mit "ich brauche dies", "ich brauche jenes", "kannst du mir sagen wie diese neue Regel in der Praxis genau aussehen soll?", "kann ich nicht auch...?" schlicht untergeht? Sei mir nicht böse, aber zumindest bei uns sind Praktikanten gerade die kleinste Sorge. Da sitzt niemand vor seinem Postfach und denkt sich "hoffentlich bewirbt sich einer".

Ansonsten kannst du auch direkt deine Bewerbung einreichen. Schreib einfach "Sehr geehrter Herr xy (Name von Ansprechpartner in der Annonce", sehr geehrte Damen und Herren..". Ist doch egal, wenn es dann später an jemand anderen weitergereicht wird. Das interessiert in der Regel niemand wirklich, relevant ist, was sonst noch im Anschreiben kommt und natürlich Lebenslauf und Zeugnisse. Achte besser auf die im Anschreiben genannte Motivation (also warum du genau jenes Praktikum machen willst).
 

R311

Mitglied
Ja gut das kann ich nachvollziehen. Nur denke mir halt das Anrufe doch denen auch nerven müssen wenn sie viel beschäftigt sind. Meistens kommt man doch sowieso nicht bei der dafür zuständigen Person raus und wird weiter verbunden, oder die Person ist nicht da und muss nochmal anrufen, oder was weiß ich.

Wie kommt denn eine schriftliche Bewerbung, ohne vorherigen Anruf an?
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
Ich würde sagen eine direkte schriftliche Bewerbung kommt ganz normal an. Du meintest doch, dass sie sogar Stellen für Praktika ausgeschrieben haben, also dürfte es nicht ganz aus dem Blauen kommen, wenn sich tatsächlich einer drauf bewirbt.

Ich habe auch nie bei einer Bewerbung vorher angerufen, wozu? Ich habe immer direkt die Bewerbung geschickt, meist auch erfolgreich (also mit Einladung zum Bewerbungsgespräch und häufig auch ner anschließender Zusage für die Stelle). Dass ich vorher nicht angerufen habe, hat da noch niemanden gestört, weder beim Pflichtpraktikum noch bei meiner Jobsuche nach dem Studium.
 

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