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Pro-Erdogan-Demo fördert Unrecht?

Sollte die Pro-Erdogan-Demo verboten werden?

  • Ja

    Teilnahmen: 13 65,0%
  • Nein

    Teilnahmen: 7 35,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    20
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Jusehr

Sehr aktives Mitglied
Am kommenden Wochenende soll in Köln eine Pro-Erdogan-Demonstration stattfinden.

Die Hürden für ein Demonstrationsverbot sind (aus guten Gründen) relativ hoch in unserem Land.

NRW-Innenminister Jäger möchte die Demo wohl stattfinden lassen. Einschränkend sagt er: "Sollte diese Kundgebung für Gewaltaufrufe missbraucht werden, wird die NRW-Polizei rigoros einschreiten".

Eine in meinen Augen absolut lasche, nicht durchdachte Einstellung. Eine Demo für einen Gewalttäter ist bereits ein Gewaltaufruf!

In meinen Augen wäre bereits eine Demo gegen Übergewichtige ein Akt von Gewalt. Hier soll aber zudem für einen Gewalttäter, dem Gestalter eines Unrechtsstaates demonstriert werden.

Zudem sollte man sich einmal überlegen, in wieweit man hier bei uns ein Einwirken von Erdogan zulassen möchte. Auch möchte ich an die Demos in den 90ern erinnern ("Kurdenkrawalle"). Jeder verletzte Polizist am kommenden Wochenende wäre mir für diesen Unfug einer zuviel.

Kurz zusammengefasst: eine Demo für Unrecht ist Unrecht. Und Unrecht sollte ein Staat wie die Bundesrepublik verhindern und nicht fördern.
 
Da werden etliche Kontra-Erdogan-Gruppen, die nicht nur aus Kurden bestehen werden, ebenso mitmischen wollen. Da ist Rabatz vorprogrammiert, die Anwohner sollten besser schon mal die Zugbrücken hochziehen und die Haustüren vernageln. Aber wenn rechte Gruppen oder die AfD Demos machen dürfen, dann leider auch die Anhänger eines "rechtmäßig gewählten" Diktators.
In diesem Sinne, laßt sie marschieren!
 
Bei einem Verbot könnte Erdi hinterher zur Merkel sagen: Was willst Du, in der BRD gibt es doch auch keine Demokratie.
 
Die können bitte schön in ihrem eigenen Land "Pro Erdogan" demonstrieren.
Bei mir gegenüber hängt leider nach dem Putsch eine türkische Flagge aus dem Fenster. Ich verstehe das nicht. Wenn Menschen, Journalisten, Richter massenweise inhaftiert werden, stimmt doch etwas nicht.
Warum sehen gerade die hier in Deutschland lebenden Türken nicht parallelen zu 1933? Warum sehen die nicht, daß Inhaftierungen nach dem Putsch von fast 3000 Richtern mit Demokratie nichts zu tun hat.

Deutschland bzw. die Gesetze sind eindeutig zu lasch

eine Demo für Unrecht ist Unrecht. Und Unrecht sollte ein Staat wie die Bundesrepublik verhindern und nicht fördern.

gut auf den Punkt gebracht

Kolya
 
Bei einem Verbot könnte Erdi hinterher zur Merkel sagen: Was willst Du, in der BRD gibt es doch auch keine Demokratie.
Das Recht auf Kundgebung seiner Meinung hört dann auf, wenn man anderern Menschen Unrecht antut.

Wenn tausende von Leuten schreien "Unrecht ist gut. Bitte mehr Unrecht!" (in meiner Übersetzung) so dürfte man das kaum Demokratie nennen. Damit stärkt man nur die Folterknechte in der Türkei.

Wer halb bei Verstand ist, durchschaut die sogenannte Argumentation von Erdogan sofort. Dem, der nicht unter Wahnvorstellungen oder Verschwörungstheorien leidet, bietet sich ein klares Unrechtsbild von Erdogan und seinen Mitläufern.
 
Das stimmt nicht. Eine Demo kann nur verboten werden, wenn Gefahr für die Teilnehmer oder die Zuschauer droht.
Ein Unrecht - was immer das sein soll - ist zwar in der BRD sicher Unrecht, in der Türkei aber offensichtlich nicht. Und es geht ja nicht um Recht oder Unrecht in der BRD.
Außerdem geschieht allein durch Meinungsäußerungen niemand Unrecht. Das sollte man aber merken.
 
Da werden etliche Kontra-Erdogan-Gruppen, die nicht nur aus Kurden bestehen werden, ebenso mitmischen wollen. Da ist Rabatz vorprogrammiert, die Anwohner sollten besser schon mal die Zugbrücken hochziehen und die Haustüren vernageln. Aber wenn rechte Gruppen oder die AfD Demos machen dürfen, dann leider auch die Anhänger eines "rechtmäßig gewählten" Diktators.
In diesem Sinne, laßt sie marschieren!

Vielleicht sollte man dann entsprechend die Gegendemos verbieten. Denn das sind ja die welche jedesmal Stress machen.

Wenn niemand mehr demonstrieren darf wegen evtl. Gewalt von Gegendemonstranten, haben wir ja eine tolle Demokratie.
 
Wer halb bei Verstand ist, durchschaut die sogenannte Argumentation von Erdogan sofort. Dem, der nicht unter Wahnvorstellungen oder Verschwörungstheorien leidet, bietet sich ein klares Unrechtsbild von Erdogan und seinen Mitläufern.
Die Leute auf der Pro-Demo sind doch eh von Erdogan finanzierte Jubelperser, Verzeihung, Jubeltürken natürlich. 😛
Inzwischen wachen ja auch unter den hiesigen Türken immer mehr auf und erkennen deutliche Parallelen zu unguten Zeiten Deutschlands.
 
Warum sehen gerade die hier in Deutschland lebenden Türken nicht parallelen zu 1933? Warum sehen die nicht, daß Inhaftierungen nach dem Putsch von fast 3000 Richtern mit Demokratie nichts zu tun hat.

Auch ich sehe diese Parallelen. Früher lernte man sowas in der Schule (Erscheinungsweisen, Gründe des "Nationalsozialsmus" etc.). Da gibt es überhaupt nichts mehr zu deuteln.

Es mag ja in der Vergangenheit oft zu weit gegangen sein, wenn man den Vergleich mit dem Nationalsozialismus der 30er und 40er Jahre des letzten Jahrhunderts herangezogen hat. Hier aber müssen einem als historisch und politisch gebildeten Menschen die Parallelen in die Augen fallen. Wenn man die Aussagen bundesrepublikanischer Politiker in den letzten Wochen und Monaten verfolgt, so scheint diese Interpretation der türkischen Verhältnisse endlich auch in der politschen Kaste angekommen zu sein. Ich gehe davon aus, dass sie sich bislang nicht trauten, ihre Meinung zu sagen.
 
Vielleicht sollte man dann entsprechend die Gegendemos verbieten. Denn das sind ja die welche jedesmal Stress machen.
Wenn niemand mehr demonstrieren darf wegen evtl. Gewalt von Gegendemonstranten, haben wir ja eine tolle Demokratie.
Weil die Erdogan-Anhänger garantiert alles harmlose Schäfchen sind, die garantiert keinen Streß machen? 🙄
 
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