Fliegt es auf, fliegt es eben auf was dann nunmal in vielen Fällen gleichzeitig das Ende der Beziehung oder gar Ehe bedeutet.
Eine Beziehung, wie man sie sich ausmalt(e)?
Ich glaub, wir sind geprägt, weil es ja Formen gibt, die für uns undenkbar sind, zb wo ein Mann mit vielen Frauen und Kindern lebt und für diese Frauen ist das total normal. Hier bei uns ist das meist verbunden mit einer Identitätskrise, oder was ist das nur, weil das derart schwer wiegt?
Bei mir ist hintenrum bumsen so etwas wie ein absichtliches Zerstören heiliger Werte. Das Seltsame ist, wenn ich nie davon erfahre, bin ich weiter komplett herzlich, weiß ja nichts. Also ist das eher eine Egosache? Ich weiß jedenfalls, ab dem Moment, wo so etwas raus ist, bin ich auch raus. Man könnte auch verstehen, oder nachsehen, oder das nicht so fies nehmen- ist ja eigentlich keinem real geschadet worden, aber so ticke ich nicht. Das ist wie Lebensende, unsere Liebe hat bis zu diesem Tag gelebt, ab da fühlt sie sich tot an. Bis der Tod uns scheidet... so käme es, käme es so?
Mein Vater ging fremd, es kam raus, sie lebten weiter, zusammen, aber anders wie vorher. Gehässig. Ich habe durch andere erfahren, dass mein Ex sehr lustig unterwegs war und es nicht genau genommen hat mit Treue- bei meiner Mutter, wie bei mir auch war ab da eine Beziehungsform, die alles andere als Wohlfühlen war. Getrennt und doch noch zusammen. Ähnlich wie kapieren, dass man mit einem Monster lebt.
Man hat es aber nicht überall so- also wird das wohl eine Kultursache sein.