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Plötzliches Heimweh

G

Gast

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Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und eher zufällig auf dieses Forum gestoßen. Eigentlich wollte ich kein neues Thema eröffnen, aber leider (oder zu Glück) konnte ich noch keinen Beitrag zu diesem Thema finden.
Ich studiere nun bereits im 5. Semester 600km entfernt von der Heimat und bin gerade wieder "frisch" in der Studiumsstadt angekommen. Letztes Semester war schon der Horror, was mein Heimweh betraf, da ich bezüglich meiner ersten Bachelorarbeit und dem restlichen Stress völlig überfordert war und richtig gehend Angstzustände und Panikattacken hatte. Allein das Gefühl, dass ich meine Familie und die gewohnte Umgebung für längere Zeit nicht mehr sehen werde und erst diese "Hürden" nehmen muss, bis ich wieder zurückkehren darf, machte mich völlig fertig.
Ich dachte, nachdem ich das letzte Semester dennoch erfolgreich (notentechnisch) abschließen konnte, wird es dieses Semester anders und ich zweifel nicht mehr so stark an mir. Diese "Selbstzweifel" sind auch weniger geworden, nun überwiegt das Heimweh. Es zerreißt mich innerlich zu wissen, dass ich meine Familie für diese lange Zeit nicht mehr in die Arme nehmen kann.
Ich habe hier zwar einen ganz guten Freundeskreis, aber das mindert meinen Schmerz in keinster Weise. Ich weiß, dass ich das einfach durchziehen muss, aber es fühlt sich ungerecht an, nicht dort sein zu dürfen, wo man sein will. Und ich verstehe nicht, warum mich das erst seit dem vierten Semester bewegt.

Gibt es Mitleidende oder Tipps gegen Heimweh?

Ganz liebe Grüße!
 
A

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Re: Plötzliches Heimweh
Hey!

Warum ziehst Du nicht in die Nähe Deines Heimatortes? Hast Du Dich schon erkundigt, inwieweit Du Dir Lesitungen anrechnen lassen könntest?

Du kannst das Ganze natürlich auch aussitzen.

Aber jetzt im Studium bist Du noch recht flexibel, warum nicht einfach an einem anderen Ort weitermachen? 600 km sind ja schon eine ziemliche Entfernung!
 
Das ist leider nicht ganz so einfach :/ Ich bin mit einer Freundin hier hin gezogen und will sie nicht "im Stich" lassen! Darüber nachgedacht hab ich schon, aber irgendwie fühlt sich das dann wie flüchten oder aufgeben an... ich kann es kaum beschreiben!
 
Das kenne ich noch sooo gut von meinem Studium!

Du bist damit nicht allein. Wirklich nicht!

Mir fiel es auch im 6. Semester noch schwer, meine Familie wieder zu verlassen und zu meinem Studienort zu fahren. Ich habe regelmäßg geweint und wollte zurück. Trotzdem ging die Zeit weiter. Das ist ja das schöne daran. Egal wie es einem geht, sie läuft weiter.

Du hast deine Freundin bei dir. Du studierst und wirst während des Semester wieder genug zu tun haben. Verlier dich nicht in der Sehnsucht nach dem Bekannten und Geborgenem. Das Studium ist auch irgendwann vorbei und dann wirst du sehr stolz auf dich sein, dass du es geschafft hast.
Und mensch.. 5. Semester ist doch schon klasse !!!!
 
Du kannst, wie empfohlen, versuchen, wieder in Richtung 'Heimat' zu kommen und es als Niederlage empfinden... oder du kannst dein Heimweh untersuchen. Wonach genau hast du 'Heimweh'?
Was heißt
... meine Familie für diese lange Zeit nicht mehr in die Arme nehmen kann.
?
Vermisst du wirklich den physischen Kontakt? Oder geht es mehr um ein Gefühl der Geborgenheit, der Nähe? Ist ein Teil deines Heimwehs vielleicht auch Trauer, weil du auf der Schwelle zu einem eigenständigen Leben stehst und von jetzt ab immer mehr für dich selbst verantwortlich bist? Dass jetzt wirklich der Abschied von der Kindheit ansteht?

Wenn du dich zu sehr auf dein Heimweh konzentrierst wirst du mit der Zeit immer mehr die sich dir bietenden Chancen verpassen.
Du vermisst die vertraute Umgebung? Mach dir deine jetzige Umgebung vertraut.
Du vermisst die verlorene Gemeinschaft mit Familie und Freunden? Lerne neue Leute kennen und engagiere dich.

Mach dir außerdem klar, dass dein Leben sich auch geändert hätte, wenn du zu Hause geblieben wärst. Deine ehemaligen Freunde zerstreuen sich, gründen Familien, deine Eltern werden irgendwann sterben...
Du glaubst, die nicht zur Verfügung stehende Alternative (die Heimat) wäre der Grund für deinen Schmerz. Ist es aber nicht. Es ist die Illusion der du anhängst.

Der einzige 'Tipp' den es gegen Heimweh gibt ist, sich nichts draus zu machen und etwas zu tun.
Was soll's, wenn du deine Familie vermisst. Du kannst sie vermissen und trotzdem Sport treiben, ins Kino oder Tanzen gehen, mit Leuten in eine Kneipe, einen Kurs belegen. Geh unter Leute und gewöhne dich dran, dass das Leben nicht gerecht ist. So what? Man kann trotzdem seinen Spaß haben.
 

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