weisserose
Mitglied
Hallo,
meine Schwester ist am 12.09.09 unerwartet im 55 Lebensjahr an einem Herzinfarkt gestorben. Ich habe sie seit 7 Jahren nicht mehr gesehen. Sie mochte meine Kinder nicht, das schrieb sie in einem Brief an meine Mama, und daher wollte sie keinen Kontakt.
Ich hab das nie verstanden, weil ihr die Jungs nie was getan haben. Die Kinder geben ihr kein Bussi, sie machten keinen Freudentanz, wenn sie kam und das störte sie, wenn sie da war wollte sie uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Ich versuchte ihr zu erklären, dass wir uns zu selten sehen, da ich in NÖ und sie in OÖ lebte, daher ist das nicht so ein Nahverhältnis und wenn meine Kinder keinen Körperkontakt möchten, dann habe ich das auch nicht verlangt von den beiden Buben.
Es war aber trotzdem wie ein Schlag ins Gesicht als ich von Ihrem Tod erfuhr und mir zog es den Boden unter den Füssen weg.
Mit Ihrem Mann haben wir wieder Kontakt und er hat das glaub ich auch nicht verstanden.
Sie hatte auch immer Probleme mit ihrem Sohn (33) und seinen Ehefrauen (2x verheiratet) die sie nie akzeptiert hat weder die eine noch die andere, warum auch immer ich weiss das nicht.
Ich denke sehr sehr viel nach, warum sie so verbittert war, warum sie das Leben nicht so nahm wie es war, warum sie immer auf anderen herum hackte, nie war ihr was recht, nur ihre Meinung zählte, nur sie hatte immer recht. Sie hatte sogar mal 2 Jahre keinen Kontakt zu Mama und Papa, weil sie wegen irgend was beleidigt war. Ich denke mir heute, dass das vielleicht ein Hilfeschrei war ihr Verhalten und wir das nicht erkannt haben.
Ich denke mir wirklich, dass sie an zerbrochenem Herzen gestorben ist. Meine Trauer ist unterschiedlich, mal bin ich gelassen und dann habe ich Tage wo ich sehr viel weine und dauernd an sie denke. Ich habe ihr einen Abschiedsbrief geschrieben und ihr diesen mit gegeben bei der Beerdigung.
Aber das ist ja nichts im Vergleich zu den seelischen Schmerzen die meine Eltern haben und ich kann ihnen da leider nicht helfen.
Nun man sagt ja die Zeit heilt alle Wunden, aber ob eine Mutter die ihrem Kind nachschauen muss jemals wieder glücklich sein kann??
Meine Eltern sind sehr stur, die gehen zu keinen Psychologen, weil sie nicht böde sind, sagen sie. Die beiden sind 72 und 75, die können auch nicht aus Ihrer Haut raus. Ich hab mir gedacht, wenn sie mit Gleichgesinnten sich austauschen wär das schon was, aber nein sie brauchen das nicht, sie schaffen das schon alleine. Ich mach mir da ehrlich gesagt große Sorgen, zumal ja Papa heuer Darmkrebs hatte und eine sehr schwere OP und man sagt ja, dass seelische Schmerzen den Krebs wieder ausbrechen lassen.
So jetzt hab ich mich ein bisschen ausgeweint, bin neugierig ob es User hier gibt die ähnliches erlebt haben. Danke und LG Weisserose
meine Schwester ist am 12.09.09 unerwartet im 55 Lebensjahr an einem Herzinfarkt gestorben. Ich habe sie seit 7 Jahren nicht mehr gesehen. Sie mochte meine Kinder nicht, das schrieb sie in einem Brief an meine Mama, und daher wollte sie keinen Kontakt.
Ich hab das nie verstanden, weil ihr die Jungs nie was getan haben. Die Kinder geben ihr kein Bussi, sie machten keinen Freudentanz, wenn sie kam und das störte sie, wenn sie da war wollte sie uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Ich versuchte ihr zu erklären, dass wir uns zu selten sehen, da ich in NÖ und sie in OÖ lebte, daher ist das nicht so ein Nahverhältnis und wenn meine Kinder keinen Körperkontakt möchten, dann habe ich das auch nicht verlangt von den beiden Buben.
Es war aber trotzdem wie ein Schlag ins Gesicht als ich von Ihrem Tod erfuhr und mir zog es den Boden unter den Füssen weg.
Mit Ihrem Mann haben wir wieder Kontakt und er hat das glaub ich auch nicht verstanden.
Sie hatte auch immer Probleme mit ihrem Sohn (33) und seinen Ehefrauen (2x verheiratet) die sie nie akzeptiert hat weder die eine noch die andere, warum auch immer ich weiss das nicht.
Ich denke sehr sehr viel nach, warum sie so verbittert war, warum sie das Leben nicht so nahm wie es war, warum sie immer auf anderen herum hackte, nie war ihr was recht, nur ihre Meinung zählte, nur sie hatte immer recht. Sie hatte sogar mal 2 Jahre keinen Kontakt zu Mama und Papa, weil sie wegen irgend was beleidigt war. Ich denke mir heute, dass das vielleicht ein Hilfeschrei war ihr Verhalten und wir das nicht erkannt haben.
Ich denke mir wirklich, dass sie an zerbrochenem Herzen gestorben ist. Meine Trauer ist unterschiedlich, mal bin ich gelassen und dann habe ich Tage wo ich sehr viel weine und dauernd an sie denke. Ich habe ihr einen Abschiedsbrief geschrieben und ihr diesen mit gegeben bei der Beerdigung.
Aber das ist ja nichts im Vergleich zu den seelischen Schmerzen die meine Eltern haben und ich kann ihnen da leider nicht helfen.
Nun man sagt ja die Zeit heilt alle Wunden, aber ob eine Mutter die ihrem Kind nachschauen muss jemals wieder glücklich sein kann??
Meine Eltern sind sehr stur, die gehen zu keinen Psychologen, weil sie nicht böde sind, sagen sie. Die beiden sind 72 und 75, die können auch nicht aus Ihrer Haut raus. Ich hab mir gedacht, wenn sie mit Gleichgesinnten sich austauschen wär das schon was, aber nein sie brauchen das nicht, sie schaffen das schon alleine. Ich mach mir da ehrlich gesagt große Sorgen, zumal ja Papa heuer Darmkrebs hatte und eine sehr schwere OP und man sagt ja, dass seelische Schmerzen den Krebs wieder ausbrechen lassen.
So jetzt hab ich mich ein bisschen ausgeweint, bin neugierig ob es User hier gibt die ähnliches erlebt haben. Danke und LG Weisserose