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Planlos und verzweifelt durch die Welt

  • Starter*in Starter*in Gast999
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Hallo in_a_dream!

da muss man sich nur jugendforschungen zum thema perspektivlosigkeit anschauen und man wird merken, dass unzählige faktoren eine rolle spielen, warum viele 18-jährige heutzutage noch lange nicht wissen, wo es hingehen soll.
Kannst Du bitte mal die vier oder fünf wichtigsten von diesen "unzähligen Faktoren" benennen?
 
Hallo in_a_dream!


Kannst Du bitte mal die vier oder fünf wichtigsten von diesen "unzähligen Faktoren" benennen?

- herkunftsmilieu: niedriger status der familie geht einher mit niedrigen chancen in ausbildung und späterem berufsleben. nicht alle bekommen automatisch ein gutes "kulturelles kapital" von zu hause mit und werden es dementsprechend schwerer haben, ihre wünsche zu verwirklichen, sollten diese denn vorhanden sein.

- ein guter schulabschluss bedeutet heute noch lange nicht, auch den gewünschten beruf zu bekommen. zumal studieren teuer ist, selbst, wenn man das abitur geschafft hat. das ist jungen leuten bekannt und meiner meinung nach einer der hauptgründe für die perspektivlosigkeit ("warum soll ich mir denn gedanken machen, klappt doch eh alles nicht.")

- die identitätsentwicklung läuft bei weitem nicht mehr so eindeutig ab wie früher; viele verschiedene teilkulturen, jugendliche vergleichen sich oft mit anderen und stehen daher unter leistungsdruck; kein fester lebensmittelpunkt kann schnell zu verwirrung führen; weniger sicherheit und soziale orientierungsmuster als früher.

- leistungsdruck kann man eigentlich direkt nochmal extra aufführen, ich denke, die aktuellen diskussionen darüber (siehe verkürztes abi) sind bekannt.

- mehr möglichkeiten (globalisierung, individualisierung, etc) gehen tendenziell auch mit einer größeren gefahr einher, dass man scheitert; selbstorganisation gelingt nicht automatisch - überforderung.


soweit erstmal, sicher könnte man die einzelnen punkte noch mit inhalt füllen. ich würde mich einfach dem forschungsstandpunkt anschließen, dass die jugendphase krisenhaft verlaufen kann und nicht jeder sofort und ohne weiteres seinen weg gehen kann. sicher gibt es unzählige möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen. ich selbst würde allerdings auch gern etwas anderes machen, als das, was ich momentan tue. aber dazu fehlt mir einfach das geld, ich kann mir eine bessere ausbildung nicht leisten. so wird es vielen gehen. selbst wenn man perspektiven hat, lassen sich diese oftmals nicht ohne weiteres verwirklichen und aus frustration folgt resignation.
 

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