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Pflege

Kotte

Mitglied
Hallo liebe Foren-Mitglieder,

ich brauche euren Rat.
Habt ihr Erfahrung mit Pflegeheimen, Pflegestationen, privater Pflege gemacht?
Es ist nicht ganz einfach sich damit auseinanderzusetzen und ich frage mich, was richtig wäre im Fall der Fälle.
Pflege im Heim oder Pflege zuhause.

Mich würde auch speziell die Erfahrung von Leuten interessieren, die seit Jahren zuhause einen Angehörigen pflegen, wie kommt ihr damit zurecht? Ist es eine Herzensangelegenheit für euch?
Ich will unbedingt mit Leuten darüber reden, hier hab ich per google mehr über 24 Stunden Pflege erfahren.

Freue mich auf eure Erfahrungen!!:):):)
 

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B

Blacksurfer

Gast
Es ist eine Herzenangelegenheit. Ja.
War aber für mich als Laien schon rein praktisch, emotional nicht machbar.
Selbst wenn man sich eine längere berufliche Auszeit nimmt.

Heute würde ich, je nach Pflegebedürftigkeit eine polnische 24h Pflegekraft ins Haus holen. Ist legal. Habe in letzter Zeit einige solcher Anzeigen gelesen. Ist finanzierbar.
Um diesen verdammten Krankenhaustod zu umgehen.

Fazit. Ich halte es für eine ungeheure emotionale Belastung, selbst wenn man sich pflegerische Kenntnisse aneignet.
 

sternenfeuer

Mitglied
Hallo Du,
meine Frau habe ich durch krebs verloren. Ich habe sie aus dem Krankenhaus nach den ganzen Operationen nach Hause geholt. Was heisst Pflege? Ich war für sie da, wie sie auch für mich da geween wäre. Meine Frau war meine Liebe. Mir wären unendliche Pflegezeiten egal gewesen, wenn ich sie hätte behalten können.

Die aber nicht aus Eigennutz, ich habe immer versucht, ihr einen schöntag zu schenken. Ihr meine Liebe zu zeigen, für sie dasein.

Liebe kann keine Last sein. Ich bin 76. Meine Frau war 62 Jahre!

Wenn du fragen hast, schreib einfach!
Sternefeuer
 

Selah

Aktives Mitglied
Meine Oma ist zu Hause gestorben und dort in der Zeit zuvor auch gepflegt worden. Es waren aber nicht Jahre, sondern einige Wochen bzw. insgesamt vielleicht drei Monate. Trotz der eher kurzen Zeit war das Ganze eine sehr schwierige Situation. Der größte Teil der Pflege oblag meiner Mutter, die aber trotzdem arbeiten gegangen ist (wenn auch nur 6 Stunden). Es zeichnete sich ab, dass so eine Situation auf Dauer nicht bewältigbar gewesen wäre. Wir hatten uns daher zumindest schon mal in einem Pflegeheim über die grundlegende Situation informiert. Es kam dann allerdings nicht mehr dazu...

Obwohl ich damals noch Teenager war, hab ich genug von der Situation mitbekommen, um sagen zu können: Es ist verdammt hart - körperlich und vor allem psychisch. Letzteres meist für beide Seiten, sofern der Kranke das Ganze mit klarem Geist mitbekommt. Ich meine, eine professionelle Pflege bietet da eine in diesem Fall gesunde Distanz (nicht mit mangelnder Emphatie zu verwechseln) als die Pflege durch Angehörige.

Letztlich muss jede Familie die Entscheidung selbst treffen, wobei am Ende wohl eher wenige Leute einfach mal ein halbes Jahr oder länger aus dem Job aussteigen könnten, um einen Angehörigen zu pflegen. Die Variante mit der polnischen Pflegerin findet glaube ich, immer mehr Anhänger. Denn letztlich muss Pflege eben auch finanzierbar sein. Schwieriges Thema.
 

Mondgesicht

Mitglied
hallo ,
also ich bin altenpflegehelferin.. ja pflege zuhause ist eine herzangelegenheit / pflege allegemein ist eine herzensangelegenheit ... ich bewundere die menschen die ihre angehörigen zuhause pflegen .. ich persönlich könnte es nicht... menschen die ich persönlich nicht kenne da habe ich kein problem mit .. aber ich könnte nicht meine oma od meine eltern pflegen... das wiederrum muss jeder für sich entscheiden.. ich arbeite in eine pflegeeinrichtung... man kann gute aber auch schlechte pflegeeinrichtungen finden .. man sollte sich richtig schlau machen was besser ist od nicht...
 
T

Tztz...

Gast
Ich habe es sechs Wochen gemacht, war hinterher ein Wrack und tragisch geendet ist es dazu.

Würde ich nie wieder machen - nicht einen Tag.
 
M

Monarose

Gast
Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:
Zunächst kommt es auf den Grund für die Pflegebedürftigkeit an. Mein Vater war dement, hatte Weglauftendenzen und wurde phasenweise aggressiv. Ich konnte ihn nicht aufnehmen, da ich nicht 24 Stunden auf ihn aufpassen wollte. Und ich wollte ebensowenig, dass meine Kinder unter solchen Bedingungen (Angst, Unruhe, Aggression) leben.
Meine Mutter lebt heute in einem Pflegeheim, weil sie lebensunlustig ist, nicht hinreichend essen und trinken will, ihre Enkel komplett ausgeblendet hat und die körperliche Nähe, die Pflege in ihrem Fall bedeuten würde, nicht von mir annehmen kann/möchte.
Da wären wir beim nächsten Grund:
Wenn die Beziehung spannungsgeladen und schwierig ist, bleibt sie das auch bei Pflegebedürftigkeit. Intimität kann man nicht erzwingen; ich verstehe, dass meine Ma nicht von der Tochter gepflegt werden will, deren Periodenblutung sie nicht ertragen hat.
Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach häuslicher Pflege.
 

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