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Peter Pan

baltar

Aktives Mitglied
Ich weiß nicht, wer alles schon von dem Peter-Pan-Syndrom gehört hat. Es treffen bei mir nicht alle Kriterien zu, aber in den Grundzügen sehe ich mich selbst darin. Mir wurden auch mal Züge einer dependenten Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, wahrscheinlich kommt hier ein Konglomerat zusammen.

Ich bin wie der Comic Book Guy bei den Simpsons, mit allen negativen Anteilen. Wer kennt noch den einen Teilnehmer von Schwiegertochter gesucht, der leidenschaftlich Diddl-Mäuse gesammelt hat, oder den Baked-Beans-Fan aus England, der sein Leben den Bohnen gewidmet hat (inklusive eines Tattoos)? In diese Schublade gehöre ich auch, und ich fühle mich zutiefst schlecht deswegen, weil ich auf andere Menschen als unerwachsener lächerlicher Mensch wirke.

Ich hab schon an anderer Stelle mehrfach geschrieben, dass ich den Wunsch nach dem klassischen Lebensmodell Frau, Ehe, Kinder usw. nicht habe, zutiefst. Vielleicht bin ich eine Mißgeburt, vielleicht bin ich falsch erzogen worden oder inzwischen schrullig geworden, aber ich lehne dieses Bild zutiefst ab für mich. Andererseits fühle ich mich trotzdem falsch, lächerlich, fremd, eine menschliche Karikatur. An meinen dependenten Zügen kann ich arbeiten, aber mein Wesen ändern, das was ich bin, das würde mich entfremden. Trotzdem hasse ich mich zutiefst und fühle mich wie ein Unkraut, das endlich rausgerissen werden sollte.
 

Hallo baltar,

schau mal hier: Peter Pan. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Es tut mir leid zu hören, dass du dich so schlecht fühlst und unter dem Peter-Pan-Syndrom und den Zügen einer dependenten Persönlichkeitsstörung leidest. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Mensch einzigartig ist und seine eigenen Stärken und Schwächen hat. Es gibt kein "richtiges" oder "falsches" Wesen, und es ist wichtig, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, so wie man ist.

Es ist auch normal, dass Menschen unterschiedliche Lebensmodelle bevorzugen und nicht jeder das klassische Modell von Ehe, Familie und Kindern anstrebt. Das bedeutet nicht, dass etwas mit dir nicht stimmt oder dass du falsch erzogen wurdest. Jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie es am besten zu ihm passt.

Es ist großartig zu hören, dass du bereit bist, an deinen abhängigen Zügen zu arbeiten. Ich ermutige dich, einen Therapeuten aufzusuchen, der dir helfen kann, deine Gedanken und Gefühle zu verstehen und dir dabei hilft, Strategien zu entwickeln, um damit umzugehen. Ein Therapeut kann dir auch helfen, deine Selbstakzeptanz und Selbstliebe zu verbessern.

Denke daran, dass es keinen perfekten Weg gibt, um zu sein, und es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, Fehler zu machen und sich weiterzuentwickeln. Versuche, dich auf deine Stärken zu konzentrieren und positive Eigenschaften an dir selbst zu erkennen. Schau dich nach Gleichgesinnten um, die deine Interessen und Leidenschaften teilen, und umgebe dich mit Menschen, die dich unterstützen und dich akzeptieren, wie du bist.

Du bist nicht allein, und es ist möglich, mit diesen Herausforderungen umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen. Halte durch und sei stolz auf dich selbst für den Mut, dich damit auseinanderzusetzen und dich weiterzuentwickeln.
 
Also auf mich wirkst du in deinem Selbstmitleid unangenehm, nicht, weil du vielleicht schrullig bist.

Du schreibst was von einem klassischen Lebensmodell, das du ablehnst. Ja und? Das tun so viele. Es gibt so viele andere Lebensmodelle, in denen andere Menschen glücklich werden.

Du meinst, du wirkest lächerlich in deiner Andersartigkeit. Lächerlich finde ich eher, wenn jemand so wenig zu sich, seiner Art steht und anderen dann vorwirft, sie würden ihn ablehnen. Wie viel davon kommt wirklich von anderen, und wie viel unterstellst du anderen nur?

Wenn du jeden Tag nur Baked Beans essen würdest und dir welche auf den Hintern tätowieren lässt: Das würde mich wenig stören. Wesentlich weniger auf jeden Fall als wenn jemand sich selbst als Unkraut bezeichnet (und meint, er könne irgendetwas an seinem kaputten Selbstwertgefühl reparieren, indem er für Sex zahlt).
 
dass ich den Wunsch nach dem klassischen Lebensmodell Frau, Ehe, Kinder usw. nicht habe, zutiefst. Vielleicht bin ich eine Mißgeburt, vielleicht bin ich falsch erzogen worden oder inzwischen schrullig geworden, aber ich lehne dieses Bild zutiefst ab für mich.

Das ist doch heutzutage absolut kein Muss mehr und kein Standard mehr.
Es gibt so viele freiwillige Singles und Kinderlose.
 
der leidenschaftlich Diddl-Mäuse gesammelt hat, oder den Baked-Beans-Fan aus England, der sein Leben den Bohnen gewidmet hat (inklusive eines Tattoos)? In diese Schublade gehöre ich auch, und ich fühle mich zutiefst schlecht deswegen,

Fühl dich nicht schlecht deswegen, sondern feiere deinen Lifestyle.
Ich finde es super wenn jemand special ist und das mit Freude auslebt.
 
Also auf mich wirkst du in deinem Selbstmitleid unangenehm, nicht, weil du vielleicht schrullig bist.

Du schreibst was von einem klassischen Lebensmodell, das du ablehnst. Ja und? Das tun so viele. Es gibt so viele andere Lebensmodelle, in denen andere Menschen glücklich werden.

Du meinst, du wirkest lächerlich in deiner Andersartigkeit. Lächerlich finde ich eher, wenn jemand so wenig zu sich, seiner Art steht und anderen dann vorwirft, sie würden ihn ablehnen. Wie viel davon kommt wirklich von anderen, und wie viel unterstellst du anderen nur?

Wenn du jeden Tag nur Baked Beans essen würdest und dir welche auf den Hintern tätowieren lässt: Das würde mich wenig stören. Wesentlich weniger auf jeden Fall als wenn jemand sich selbst als Unkraut bezeichnet (und meint, er könne irgendetwas an seinem kaputten Selbstwertgefühl reparieren, indem er für Sex zahlt).

Das mit der Prostituierten mache ich, weil ich ein Spezialfall bin. Ich habe neben den Depressionen und den Persönlichkeitsstörungen auch eine Störung der Sexualpräferenz (ist in mehreren Beiträgen von mir drin). Ich mache das zum einen aufgrund der Angst vor dem anderen Geschlecht (Minderwertigkeitsgefühl), zum anderen, weil ich von attraktiven Frauen, in die ich mich verliebe, nicht angesprochen werde (Sexualität), und weil ich bei der Frau nicht Gefühle hervorrufen möchte, die ich nicht erwiedern kann und möchte. Eine Dating-Seite für reine Sex-Kontakte kann ich aufgrund meiner Unerfahrenheit nicht nutzen, da die Leute dort ja auch selber ihre Freude haben wollen und bestimmt nicht als Hilfestellung für einen Neuling herhalten wollen. Also läuft alles nur darauf hinaus, dass ich nur zu einer Prostituierten gehen kann. Mein Leben ist leider kompliziert, ebenso mein Gefühlsleben. Ich hab es mir nicht ausgesucht.
 
Dating-Seite für reine Sex-Kontakte kann ich aufgrund meiner Unerfahrenheit nicht nutzen, da die Leute dort ja auch selber ihre Freude haben wollen und bestimmt nicht als Hilfestellung für einen Neuling herhalten wollen.

naja es gibt Vorlieben für alles mögliche und bestimmt hat es für einige einen Reiz, jemanden in die Welt der Sexulität einzuführen.
 
Ich hab schon an anderer Stelle mehrfach geschrieben, dass ich den Wunsch nach dem klassischen Lebensmodell Frau, Ehe, Kinder usw. nicht habe, zutiefst. Vielleicht bin ich eine Mißgeburt, vielleicht bin ich falsch erzogen worden oder inzwischen schrullig geworden, aber ich lehne dieses Bild zutiefst ab für mich.
Darf ich fragen ob Du das ablehnst, weil Du so die Probleme mit Dir hast und es Dir einredest oder waren deine Vorstellungen schon immer so?

Wie ich in meinem Selbsthass gebadet habe (soziale phobie, borderline), habe ich auch niemals an eine Beziehung geglaubt, da ich mich auch so ähnlich schlimm gesehen habe. Alles "gute" habe ich mir ausgeredet und ich könnte dies und das nicht. Ich wäre auch anders, würde niemanden bekommen etc. Bis heute, kann ich sogar nicht richtig sagen was ich genau alles möchte und was ich mir Jahre lang eingeredet habe zu mögen, - ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, sondern mich meiner Situation angepasst.

Jetzt erst, nach knapp 40 Jahren, versuche ich mich zu akzeptieren und es kommen interessante Vorlieben zum Vorschein. Ich dachte z.B. immer, ich würde mich der Dunkelheit hingezogen fühlen.. Seit meiner frühen Jugend. Schwaz, düstere Sachen, dunkle Bilder, vielleicht auch was "aggressiver" und vor allem, vieles was "depressiv" ist.
Nein. So bin ich und war es nie. Nicht wirklich... Ich mag es auch, ja. Aber es beschreibt mich nicht alleine!
Ich in frauliche Klamotten? Hah, peinlich würde das aussehen, dachte ich sogar schon als kleines Mädchen. Habe mich geschämt nur überhaupt an Kleider zu denken. Holzfällerhemden, weite Hosen, Klamotten wie mein Bruder wollte ich haben, denn ich sah eindeutig nicht hübsch genug aus. Wurde einem ja so eingeredet!

Ich habe mich gestern wahnsinnig geärgert, dass das schöne luftige Gelb, Grün-rote Sommerkleid ausverkauft war, ich hätte es gerne diesen Sommer getragen!

Was ich damit sagen möchte ist, überlege Dir erst einmal wie Du langsam mit Dir selbst klar kommst bevor Du Dir Gedanken über andere machst. Partner, Kind, welche Beziehung Du eingehen möchtest ist erst relevant wenn Du soweit auch wärst. Konzentriere Dich doch erst einmal auf:
Trotzdem hasse ich mich zutiefst und fühle mich wie ein Unkraut, das endlich rausgerissen werden sollte.
Danach sieht man vieles mit anderen Augen und deine Wahrnehmung könnte dann total anders sein.


Ich bin wie der Comic Book Guy bei den Simpsons, mit allen negativen Anteilen. Wer kennt noch den einen Teilnehmer von Schwiegertochter gesucht, der leidenschaftlich Diddl-Mäuse gesammelt hat, oder den Baked-Beans-Fan aus England, der sein Leben den Bohnen gewidmet hat (inklusive eines Tattoos)? In diese Schublade gehöre ich auch, und ich fühle mich zutiefst schlecht deswegen, weil ich auf andere Menschen als unerwachsener lächerlicher Mensch wirke.
Das Negative am Comic Book Guy ist eher, dass er sich manchmal sehr widerlich benimmt, indem er auf einer falschen Art und sehr gemein andere "von sich weg drückt".
Das leidenschaftliche Sammeln, die Eigenheiten und Vorlieben sind keinesfalls "unnormal" und haben viele andere Menschen auch. Der eine mehr ausgeprägter, der andere weniger.

Sei eher stolz darauf, dass Du es auslebst! So etwas würden sich viele wünschen, trauen sich aber nicht!

Ich kenne / kannte übrigens auch persönlich Borderliner und BPSler, die langjährige, stabile Beziehungen führen
Hier. Bei mir wurde Borderline diagnostiziert und ich bin jetzt über 10 Jahre in einer Beziehung. 🙂
Wie man mich lieben kann, obwohl ich es nicht tat/immer noch nicht richtig kann (aber versuche), weiß ich ehrlich gesagt nicht... Aber es kam halt dazu. Warum also nicht versuchen?
Wenn ein Mensch mir etwas geben möchte was mir gut tut, dann sollte ich dies nicht ablehnen.
 

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