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Perspektivlosigkeit, unzufriedenheit

BF109

Mitglied
Hallo Liebe Community :)

Ich möchte gerne meine Situation schildern, und muss dazu ein wenig ausholen, um auf den Punkt zu kommen an dem ich jetzt gerade bin.
Also ich werde jetzt bald 25 Jahre alt, männlich. Habe irgendwie das Gefühl in die vollkommen falsche Richtung zu gehen, sehe aber keinen weg da raus. Ich bin vom Typ her sehr ruhig, in mich Gekehrt, nachdenklich und eher der Klassische Aussenseiter, mit sehr eigenen Ansichten und Interessen, die auf viele sehr "eigen" wirken, war schon immer mehr ein Einzelgänger, und ich habe jetzt solangsam das Gefühl einfach nirgends richtig dazuzugehören.

Ich komme nirgends so richtig an, weder in der Beziehung ( hatte nur einmal eine sehr kurze Beziehung ) , noch im Beruf. Nach meiner Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker habe ich auf drängen meiner Eltern hin, da sie der Meinung sind man muss sich heutzutage weiterbilden, die Techniker Ausbildung begonnen, 4 Jahre lang per Fernstudium.

Jetzt habe ich das Beendet, und habe im Prinzip einen Beruf erlernt in der Oberen Führungsebene, wo die Alphatierchen rumlaufen mit ihren Großen Klappen und ihrer Ellbogen Raus mentalität, wenn ich nur zu einem Vorstellungsgespräch gehe erkennt das ein Personaler sofort, das ich da nicht der Richtige Typ dazu bin.

Man erwartet dort Kommunikative, extrovertierte Personen, was ich absolut nicht bin, ist es mir vorbestimmt immer nur einfacher Arbeiter an der Maschine zu bleiben, und mich der willkür Vorgesetzter schutzlos hinzugeben? Ich glaube ja, weil es mir an diesen Characterlichen Fähigkeiten fehlt.

Ich bin jetzt 25 habe einen Beruf ergriffen der mich ankotzt, wollte aus diesem durch die Techniker weiterbildung fliehen, und mehr in den "theorethischen" Bereich. Habe aber keine Führungskompetenzen, und das ist eben Voraussetzung. Ich weiß jetzt nicht wie es weitergehen soll, ich fühle mich total unwohl und als ob mir die Zeit davonläuft, ich hab das Gefühl komplett das falsche zu tun...

Und dann noch der Druck meines Vaters dazu, ich weiß, er will nur das beste aber ständig Vergleicht er mich mit anderen, mit den Söhnen seiner Arbeitskollegen da hat einer eine Technikerstelle bekommen, der andere schon ein Eigenheim gekauft u.s.w, er sieht immer nur die vermeintlich " besseren". Mein Vater ist absoluter pessimist, seine negative Art färbt auch auf mein Unterbewusstsein ab, seine Sprüche wie " was ist wenn du jetzt nicht bekommst, die anderen haben immer Glück und bei uns immer Pech" u.s.w die verunsichern mich ja auch in eventuellen Vorstellungsgesprächen , ohne das ich das überhaupt merken kann, unterbewusst eben.

Der schafft es auch jedesmal mir ein schlechtes Gewissen zu machen, Beispiel : seit letzter Zeit nehme ich mir eine Auszeit, da ich nun nichtmehr nebenberuflich Lernen muss, ich Chille viel und tue einfach nach der Arbeit nichts, dies genieße ich gerade sehr. Heute nach der Frühschicht war ich so müde das ich eingepennt bin, und habe den ganzen Mittag geschlafen, ein Fehler da ich heute abend nichtmehr kann, das ist mir klar. Aber ich bin 25 Jahre alt, da hat kein einziger Mensch auf dieser Welt ein persönliches Urteil dazu abzugeben, das ist mein Problem!!! sowas kotzt mich an, diese Situation war auch der Auslöser für den Text. Jetzt sagt er wieder ich soll mir doch einen Nebenjob suchen, einer aus der Arbeit dessen Sohn(!!!) macht das so, wenn man was werden will muss man das so machen, andere(!!!) machen das auch so, und du liegst nur den ganzen mittag rum, unglaubliches Streitpotential, habe dann die flucht ergriffen da mir das zu blöd ist und es sonst komplett ausgerartet wäre.

Ich weiß nicht was die dem bei der Arbeit den ganzen Tag erzählen, aber mein Vater sieht immer nur diejenigen die Besser sind, vergleicht mich mit denen und redet die ganze Zeit scheiße von " was Erreichen" . Vlt will ich gar nichts erreichen in diesem Sinne, mir reicht es wenn ich ein ganz einfaches Bescheidenes Leben führen kann, und mir dafür nicht so dermaßen den A**** aufreisen muss das ich 12 Std am Tag arbeite, lieber habe ich mehr Freizeit und weniger Geld.

Ich weiß jetzt auch nicht, wenn ich nächstes Jahr keine Techniker stelle bekomme habe ich mir überlegt das ich vlt noch ein Lehramt studium aufnehmen möchte, das bedeutet bis knapp 30 kein Geld, wie soll ich dem das nur klar machen das würde der nie akzeptieren, und auch da diese ungewissheit, komme ich so wie ich bin überhaupt damit klar? ich will eh ausziehen aber wie soll das funktionieren ohne Geld, will auf eigenen Beinen stehen, aber der würde das nie anerkennen, für den zählt nur das ich ein haufen Geld verdiene und Erfolgreich bin, so wie die Söhne seiner Kollegen.
Aber was bringt es mir einen weiteren (Traum) Beruf zu studieren, den ich dann nicht ausüben kann weil ich den Character dazu nicht habe.
Ich erkläre halt sehr gerne dinge und habe da auch ein Talent dafür, mir macht es Spaß aber mit meiner Art keine Ahnung ob ich da reinpasse..



Ich habe niemanden dem ich mich öffnen kann, diese ganzen Gedanken und Ängste existieren nur in meinem Kopf, nie kann ich es jemandem sagen, und das tue ich jetzt es tut gut.

Danke fürs Lesen
 

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Gast

Gast
Das Leben findet außerhalb der 0 + 1 statt.
Unsicherheit entspringt meist dem negativen denken über sich selbst.
Ich bin nichts , ich kann nichts , bin nicht interessant, langweilig, da ist nichts was andre interessiert.
Mach mal folgendes:
Stell dich in einer belebten Straße hin und schaue nach oben, auf irgend ein Dach.
Nach kurzer Zeit werden immer mehr dazukommen, stehen bleiben, nach oben schauen.
Bis einer fragt, was ist den da oben.
Warum wohl, da ist nichts ,aber du hast Aufmerksamkeit erregt.
Ist also nicht so schwer was auszulösen, auch wenn da ( Nichts ), ist.
So auch im Umgang miteinander, nennt sich Small Talk, also belanglose Gespräche ohne das da was ist oder sein Muß.
Da kannst du nichts falsch machen, geht ja um nix.
Geht selbst das nicht, bist du wohl der Autist oder Einsiedlern, die gibt es ja auch:
Einsiedler werden
 
G

Gast

Gast
Hallo!

Interessanter Text! Ich kann dich sehr gut verstehen, ich bin auch introvertiert und auch ich merke gerade das mir mein aktueller Job keine Erfüllung mehr gibt. Aber du hast einen entscheidenden Vorteil, du bist noch sehr jung! Mit 25 Jahren hast du noch 40 Jahre Arbeit vor dir, na da lohnt sich doch ein Jobwechsel für mehr Zufriedenheit im Job.

Aber erstmal zu deiner Persönlichkeit. Du fühlst dich zwar als Einzelgänger, aber das bist du nicht. Es gibt sehr viele Introvertierte denen es genauso geht. Man erkennt sie nur nicht so schnell, weil wir uns nicht so deutlich öffnen und reden wie Extrovertierte. Je älter du wirst umso mehr Introvertierte wirst du kennenlernen und auch deutlicher wahrnehmen und du wirst merken wie schnell du dich mit diesen wie "auf einer Wellenlänge" fühlst und was für interessante Gespräche man da führen kann. Vielleicht hilft dir für den Anfang das Buch "Versteh mich bitte" von David Keirsey, da sind die verschiedenen Persönlichkeitstypen beschrieben und mir hat das sehr geholfen mich selbst besser zu verstehen.

Wie du schon selbst erkannt hast, ich würde an deiner Stelle auch ausziehen um etwas unabhängiger von deinem Vater zu werden. VIelleicht kannst du ja erstmal in eine WG ziehen, das ist ja auch wesentlich günstiger und man muss sich nicht die ganze Wohnung erst einrichten (und man lernt dabei oft interessante neue Leute kennen;) und sei nicht sauer auf deinen Vater, wahrscheinlich hatte er mit den gleichen Problemen bei seinem eigenen Vater zu kämpfen und gibt das einfach nur weiter weil er es selbst nicht anders kennt.

Wegen deiner beruflichen Veränderung: Wieso machst du nicht einfach mal ein Praktikum in einer Schule um besser einschätzen zu können ob dir der Beruf besser gefallen würde? Dann kannst du dich auch informieren ob es mögliche Unterstüzungen für das Studium (BaFög, Stipendium, etc) geben würde... Probiere einfach mal ein paar Sachen aus, mach Praktikas, ein paar kurze Wochenendseminare etc. nur um mal deinen Horizont zu erweitern und in andere Gebiete reinzukommen, dann bekommst du auch schnell weitere Ideen und Erkenntnisse dazu was dir gefällt und was nicht...

ich drück dir ganz fest die Daumen das du bald wieder ein Ziel vor Augen hast :)
Alles Gute
Mia
 
F

Fliiiiege89

Gast
Hi!
Ich kann dir nur einen Ratschlag geben: Ignoriere deinen Vater, wenn er anfängt über die tollen Kinder von seinen Kollegen zu reden. Ich bin 26, weiblich und meine Mutter macht das bei mir immer noch sehr gerne über die tollen braven Töchter von ihren Nachbarinnen....ich finde, es hat da wenig Sinn darüber zu diskutieren, vor allem sich selbst zu rechtfertigen. Mit den Vergleichen hat sie nie aufgehört und bei mir kam zum Glück irgendwann der Punkt, wo ich selbst gesagt habe "Was du denkst, ist mir scheiß egal".
Versuche im ersten Schritt unabhängig zu werden. In dem Moment, wo du ausziehst, hat dein Vater nicht mehr so viel Sagen über dich und das ist sehr viel Wert. Ich weiß, Geld spielt eine große Rolle, aber schaue mal, ob du mit dem was du verdienst über die Runden kommt und dir eine kleine Wohnung oder WG leisten kannst.
Und wenn du mit dem Studium anfängst (glaube mir, du bist nicht zu alt dafür) kannst du schauen ob du mithilfe vom Bafög zurechtkommst. Ich hatte damals Bafög bekommen und hatte nebenbei (weil ich Abwechslung zum Studium wollte) gearbeitet. Bei mir hat das gut funktioniert.
MAche dich als Erstes unabhängig und höre nicht auf deinen Vater....dadurch dass er dich mit den anderen Söhnen vergleicht scheint er selbst irgendetwas bei sich ausgleichen zu wollen. Es ist also sein Problem und nicht deins.
Wünsche dir alles Gute!
Fliege
 

BF109

Mitglied
Danke für die Antworten.

Zu meinem Vater : ja ihr habt recht, ich muss unbedingt weg und ein wenig abstand Gewinnen, er hat einen zu großen Einfluss auf mich. Er selbst ist in einer großen Familie aufgewachsen, und war dort immer das "ungeliebte" Kind, wurde immer mit seinem Bruder verglichen und das trägt er heute noch in sich, warum er das ähnlich dann bei mir genauso macht weiß ich nicht.

Er ist auch sehr sehr pessimistisch , ein schwarzseher und denkt immer alle anderen sind Klüger, machen es besser u.s.w

Ich habe mich jetzt beim Arbeitsamt gemeldet um zu klären welche Schritte ich einleiten müsste um Lehrer zu werden, werde mich dort Beraten lassen.

Dann gibt es nochmal etwas das mir sehr auf dem Herzen liegt.
Ich Träume davon ein Jahr work and Travel in Neuseeland zu machen, dazu habe ich einige Gedanken.

Ich habe jetzt den staatlich geprüften Techniker fertig und keine Berufserfahrung darin. Auch das würde mir zusagen, deshalb habe ich ja 2011 damit begonnen. Tn gewissen Bereichen wie z.b Organisatorische Dinge, Arbeitsvorbereitung , oder Ausbilder etc, dafür habe ich ein Talent es liegt mir und macht mir Spaß. Wenn ich aber jetzt ohne Berufserfahrung ein Jahr weg bin, sind da die Chancen wohl eher schlechter als Besser... Aber ich spüre ganz genau das dies die einzige möglichkeit sein wird das in meinem Leben noch zu tun, denn wenn ich mal ausgezogen bin, Mietwohnung habe etc oder eine Wohnung abbezahle , oder schon 30 bin dann ist der Zug abgefahren.
Ich denke mir dann immer das wenn ich mal, im besten Fall vlt mit 80 oder so sterbend in meinem bett liege, das ich das dann Bereuen werde, wenn ich es ist nicht tue.

Ich weiß, dieses eine Jahr ist so gesehen ein "verlorenes" Jahr, ohne Einkommen, ohne Sparen, und mit dem Risiko verbunden danach noch übler dazustehen als jetzt, nichtmal einen Job zu haben.

Und doch Glaube ich es ist ein Fehler wenn ich es nicht tue, es ist so schwierig, ich will einfach unbedingt mal raus, und etwas von der Welt sehen, mein Leben gefällt mir derzeit überhaupt nicht, der Alltagstrott das immer gleiche ich habe das Gefühl vieles zu verpassen.
Mir war immer wichtig das mein Vater Stolz auf mich ist, er hat mir das einmal gesagt das er sehr Stolz ist mit meiner weiterbildung, das es mit den Noten so gut klappt u.s.w das war ein sehr schöner Moment ich habe mir nichts anmerken gelassen aber mir sind fast die Tränen gekommen.
Doch diese Entscheidung würde er niemals akzeptieren, das würde glaube ich sogar soweit gehen das es zum Bruch kommt, wenn ich es einfach durchsetze und mache. Er würde in seinem Pessimismus mein Leben zugrunde gehen sehen, für ihn wäre das der erste Schritt eines Weges der mich irgendwann als Arbeitslosen Hartz 4 Empfänger oder unter die Brücke bringt, das wäre ein Gewaltiger Streit, und zusätzlich natürlich auch die ganzen Risiken die ich schon genannt habe, gerade Beruflich ich weiß nicht was ich machen soll, ich weiß nicht richtig was ich will und fühle mich unter Zeitdruck, als ob mein Leben an mir vorbeizieht und mir wie Sand aus den Fingern gleitet, dazu noch die Angst später vieles zu Bereuen.

Ich denke mir immer, was ist schon ein Jahr kein Geld aufgerechnet auf ein ganzes Leben, und dann denke ich mir was ist überhaupt Geld im Vergleich zu meinem Leben, das Leben vergeht einfach und es ist Schrecklich es zu verschwenden für ein bisschen mehr Geld, ich würde diese Entscheidung wohl ewig bereuen wenn ich es nicht tue, genauso ist mir auch klar das ich sie zunächst im Hier und jetzt wahrscheinlich Bereuen würde, z.b wenn ich danach Arbeitslos bin, oder erst Recht keine Technikerstelle bekomme, oder dann erst mit 26 noch ein Studium anfange, oder oder oder... Ich weiß nicht weiter, es ist ja nicht so das mir der Gedanke einfach so durch den Kopf geschossen ist und ich das jetzt will, das geht schon länger so doch die Angst lässt mich Zweifeln...

Das sind so die Dinge die mich derzeit beschäftigen, so eine Ungewissheit, das Abstand Gewinnen von meinem Vater, das Schlechte Gewissen ihm gegenüber wenn ich alles in seinen Augen einfach " wegwerfe" was ich bis jetzt habe.

Freue mich über eure Meinungen dazu, ich habe leider keinen zum reden und ich denke eine andere Sichtweise von verscheidenen Menschen kann mir nochmal ganz andere Möglichkeiten oder wege zeigen, danke fürs Lesen
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Hallo nochmal!

Die IDee mit Neuseeland finde ich super! Die würde dich definitiv aus deinem festgefahrenen Alltag raus bringen, du würdest neue Leute kennen lernen und du hättest Abstand zu deinem Vater. Der Zeitpunkt ist doch auch ideal! Es ist doch völlig üblich nach der Ausbildung oder dem Studium ein Jahr Auszeit zu nehmen und zu verreisen, klar kann es passieren das du, wenn du zurück bist in DE erstmal ein paar Monate einen Job suchen musst, aber wenn man das mit einplant ist das ja kein PRoblem und außerdem kann es auch gut sein das du dann sogar bevorzugt wirst von den Arbeitgebern, z.B. wegen deiner Englisch-Kenntnisse und Auslandserfahrung.

An deiner Stelle würde ich mir eine Liste machen mit allen Pro und Contras. Und dann vor allem auf dein Bauchgefühl hören, das ist meiner Meinung nach die beste Entscheidungshilfe denn alles andere kannst du nicht vorhersehen, wir sind nunmal keine Hellseher und in einem Jahr kann sehr viel passieren. Solltest du dich für die Reise entscheiden würde ich deinem Vater erst kurz vorher davon erzählen und ihm klar machen das du dein eigenes Leben leben möchtest und für ihn vermutlich deine Entscheidung nicht nachvollziehbar ist aber das er sie bitte respektieren soll.

Ich drüdk dir die Daumen für die richtige Entscheidung! Ich glaube, tief in dir drin ist die Entscheidung sowieso schon gefallen ;)

Alles Gute
Mia

PS: ein gutes ZEichen ist auch das du die Idee schon länger mit dir rum trägst, das ist für mich immer ein deutliches Zeichen dafür das man es ernst meint mit der idee...
 
G

Gast

Gast
Hallo,

mein Vater ist ein ganz ähnlicher Typus - im Grunde armselige Gestalten, die ihre eigene Unzufriedenheit mit dem Leben auf andere, und bevorzugt auf die eigenen Kinder, übertragen müssen. Ich halte deine Charaktereigenschaften für äußerst positiv. Wir bräuchten auf dieser Welt viel mehr solcher Leute. Die Ellenbogen-Typen und Alphatierchen mit den großen Egos werden jedenfalls nicht für den Fortschritt der Menschheit sorgen - ganz im Gegenteil. Ich sehe mich momentan in einem ähnlichen Konfliktfeld. Zwar bin ich in meinem Beruf im Grunde schon gut aufgehoben, aber diese Branche ist leider ziemlich durchsetzt mit selbstgerechten Egomanen. Mittlerweile zählt dort Eigenpräsentation fast mehr als Können, Wissen, Kompetenz. Und dank der "Erziehung" meiner Eltern habe ich nun eines leider nicht: Selbstbewusstsein. Nun ja, ich weiß momentan auch nicht richtig, wie es weitergehen soll. Zumal meine befristete Stelle, die ich nach dem Studium auch nur mit Mühe gefunden habe, nun im März endet.

In deinem Fall sieht es aber durchaus gut aus, denke ich. Einmal hast du den Techniker in der Tasche, was auf dem MINT-lastigen, deutschen Arbeitsmarkt sicher nicht schlecht ist. Und das hast einen Arbeitsplatz, was etwa einen Auszug möglich machen würde. Auch ich würde dir das dringend empfehlen. Ein Lehramtsstudium wäre sicher eine Option - dein Vater müsste in Höhe des Bafög-Satzes dafür auch aufkommen, theoretisch. Oder ein Duales Studium in ein ähnlichen Richtung, da gibt es heute ja einige Auswahl. Das hätte den Vorteil, dass du in dieser Zeit auch schon etwas Geld verdienst. Oder du gehst in eine ganz andere Richtung. Du hast jedenfalls schon einiges geleistet. Und, das wurde hier ja auch schon angemerkt, du bist relativ jung. Da ist noch vieles möglich. Mit meinen 31 denke ich mir heute manchmal, warum ich vor ein paar Jahren nicht doch dies oder jenes gemacht habe. Alles Gute jedenfalls.
 

BF109

Mitglied
Hallo zusammen.

Es gibt neue Ereignisse zu verkünden :) Ich habe mich am Montag letzte Woche entschlossen es sicher zu machen, habe sogar schon dem Ag bescheid gegeben. Die größte Hürde lag noch vor mir, mein Vater ... Ich habs ihm vorgestern gesagt, das erste was er meinte war Zitat : "Das ist dein Untergang"

Ich weiß, man kann sich zwar einreden hör nicht auf den, aber wenn man sich so viele Jahre lang so Abhängig von seinem Urteil gemacht hat, dann schwirrt einem das Regelrecht im Kopf rum, ich hoffe ihr könnt das Verstehen.
Dieser Satz, der schwebt wie ein böses Omen über mir als ob er sich bewahrheiten wird, er mit allem Recht behält und ich als gescheiterte Existenz enden werde... Ja, so ist mein Vater einem ein schlechtes Gewissen machen das kann er !!!
ich Träume sogar schon davon. Es ist sogar noch schlimmer Ausgegangen als Befürchtet. im Nachinein hat er nichtmal rumgebrüllt etc, sondern eher resigniert als wäre ich ein hoffnungsloser Fall, er konnte es nicht verstehen das dass ein Traum von mir ist. Er zeigt keinerlei Intresse an der Unternehmung und ihn juckt es nicht was ich mache... Ich lass mir das nicht kaputt machen aber die Situation ist gerade sehr schwierig, das einzige was mich noch stützt ist die Überzeugung es im tiefsten inneren machen zu wollen, und endlich einmal wirklich einen Traum zu Leben, etwas tun das nur ICH so will.

Es kommen jetzt trotzdem erheblichste Zweifel auf, ich hatte die Angst das das passieren wird, deshalb habe ich gleich ganz einschneidend begonnen, und zunächst gekündigt, das es also kein zurück mehr gibt.
In der jetzigen Situation bekommt gerade heute, an meinem Tiefpunkt ein Freund kalte Füße, der auch mit wollte, was mich natürlich noch mehr verunsichert!!
Wobei man sagen muss das ich recht froh darüber bin und es nie besonders Toll fand das er mit geht, da ich es dann doch gerne alleine machen wollte, er ist mehr ein Klotz am Bein, ein sehr sprunghafter Character der bei kleinstem Widerstand immer alles sofort aufgibt, die falsche Person um ein Jahr auf sich allein gestellt zu sein muss man leider so sagen.

Bitte, sprecht mir Mut zu ich brauche wieder positive Gedanken dazu und ich finde sie nicht mehr :)

Lg, BF
 

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