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Perspektive?

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V

Versager

Gast
Hallo,

jetzt wollte ich mal nachfragen, ob hier jemand irgendeine Idee hat, wie es mit mir weiter gehen sollte.
Ich habe 2010 angefangen zu studieren. Erst habe ich einen Bachelorabschluss in einer Naturwissenschaft gemacht, und danach einen Bachelor of Music. Schon bereits während meines Studiums bin ich vereinsamt. Irgendwie war ich ohnehin nie gut genug für meine Mitmenschen, aber während meines Musikstudiums ist das mit der Einsamkeit extrem geworden.

Nun bin ich fertig mit dem Studium, und finde rein gar nichts als mögliche Berufsperspektive. Dabei werde ich in einem Monat 30.
Mit meinem Musikstudium (das als zukunftsfähig und modern beworben wurde) habe ich alles auf eine Karte gesetzt und muss jetzt feststellen, dass ich auch da versagt habe. Niemand braucht Musiker auf dieser Welt. Davon gibt es mehr als Sand am Meer. Und auch sonstige Audiotechnik-Jobs, etwa Sounddesign, Film-Mischung, Sprachbearbeitung und Hörbuchschnitt, sind nicht erwünscht. Jobsuche in diversen, einschlägigen Facebook-Gruppen ergibt nichts, bei Xing und Linkedin gibt es keine Stellen, und auf Initiativbewerbungen bekomme ich meist nicht mal eine Absage.

Eigentlich möchte ich nur noch aufhören zu existieren. Ich habe kein Privatleben, habe auch nie wirklich was erlebt, habe keine berufliche Perspektive und alles wofür ich hin gearbeitet habe war umsonst. Ich bin wertlos.
 

Hallo Versager,

schau mal hier: Perspektive?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Würdest du gerne Musik unterrichten?
Musiklehrer werden gesucht.
Mit einer Naturwissenschaft und Musik kriegst du sofort eine Stelle.
 
@swisswitch: Ich kann komponieren (Popmusik wie auch Film-, Theater und Videospielmusik), deskriptive Sounddesigns erstellen, Mikrofonierung und Aufnahme von Gesang, Instrumenten und Sprache, Musikmischung, die Vorarbeiten bei Filmmischungen - Filmmischungen selbst eigentlich auch, aber da hab ich noch nicht so viel Routine, Nachbearbeitung von Sprache (z.B. bei Werbung oder Hörbuch), und Restauration von Audiomaterial. Und ich bin ein recht passabler Gitarrist. Aber wie gesagt, das braucht eigentlich niemand.

@Schroti: Das habe ich mir auch schon überlegt. Jedoch weiß ich nicht, ob ich überhaupt eine Stelle bekommen würde. Ich kann kein Klavier spielen oder einen Chor leiten. Ich hab eben nicht klassische Musik studiert. Außerdem habe ich Probleme mit Angst und Panik vor Leuten. Was es für mich nebenher auch unmöglich macht, in einer Band zu spielen. Und dummerweise werden bei mir Ängste eher nur schlimmer, wenn ich mich damit konfrontiere.
 
Okay, das ist ja schon mal was.
In der Musikbranche läuft wohl vieles über Beziehungen, zumindest kenne ich das aus anderen Medienbranchen so, stimmt's? Dann bräuchtest du wohl erst mal ein Netzwerk an Leuten, die dich und deine Fähigkeiten kennen. Wenn du Angst vor Menschen (vor vielen, oder generell?) hast, wird auf Events herumzulungern eher nicht zielführend sein.
Hast du denn einen Onlinekanal (eigene Website oder z.B. youtube, spotify, etc) worüber du dich selbst vermarkten, also bekannt machen kannst?
Was ist denn deine Lieblingsbeschäftigung, Lieblingsarbeit?
 
@swisswitch : Ich habe eine Website, und hab wie gesagt auch ein wenig auf Facebook versucht zu netzwerken. Aber es antwortet niemand darauf.
Meine Lieblingsarbeit war jedefalls mal irgendwann die Komposition.
 
Btw habe ich grade nach Stellen als Musiklehrer gesucht. Dort gibt es derzeit auch fast nur gruselige Angebote für virtuelle online-Musikschulen, oder als Check24-Musiklehrer. Wo ich sofort an einer Schule eine Stelle bekommen könnte, sehe ich ehrlich gesagt gar nicht.
 
Je nach Bundesland musst du unterschiedliche Portale anklicken.
In NRW gehst du über "Leo NRW"
 
Frag mich oft wie Menschen ohne Internet und Facebook früher überhaupt eine Arbeit gefunden haben.
Traurig oder niedergeschlagen zu sein, eine Leere zu verspüren ist verständlich und
diese Gefühle darfst Du auch zulassen.
Wichtig ist, daß du ruhig bleibst und deine Lage nüchtern analysierst.
Verschaffe dir einen Überblick über deine Möglichkeiten und wäge deine Handlungsoptionen klug ab. Dazu gibt es keine allgemeingültige Strategie, weil sich die Berufschancen landesweit stark unterscheiden und zu verschieden sind.
Berufliche Entwicklungschancen prüfen ist wichtiger Punkt.
Die Agentur für Arbeit kann Dir hier schon helfen., es gibt Möglichkeiten und Tests, individuelle Stärken und Begabungen zu analysieren.
Ggf. gibt es sogar Orientierungsseminare.
Wenn Du an gute Sachbearbeiter kommst, so kann dies ein Weg sein.
Frage ggf. mehrfach nach diesen Möglichkeiten höflich, aber bestimmt nach...
 
@ Alböguhl: Das Problem ist letztendlich, dass ich keine wirklichen Chancen habe. Die letzten 5 Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, ein guter Komponist zu werden, und bin damit gescheitert. Genauso, wie ich die letzten 2,5 Jahre sehr viel Sport gemacht habe und immernoch nicht normal aussehe. Oder dass ich mein ganzes Leben schon isoliert bin, und egal was ich mache wird es doch nur immer schlimmer.
Das, worin ich meine gesamte Lebensenergie gesteckt habe, war alles umsonst.
 

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