Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Pech

_Phoenix2_

Aktives Mitglied
Hey 👋
Ich möchte euch darum bitten, dass ihr bitte keine unfreundlichen Belehrungen macht. Alle anderen Kommentare erwünscht.

Ich habe oft Pech gehabt.
Ich hatte ein Erlebnis mit Gewalt, hatte Anfang dieses Jahres gesundheitliche Probleme und jetzt musste ein Verwandter wegen eines Unfalls ins Krankenhaus. Glücklicherweise konnte er inzwischen wieder entlassen werden.

Ich bin auf einer Warteliste für Therapieplatz.

So weit, so gut. Ich fühle mich nicht gut, habe sehr viel Ängste, Schmerzen und Schlaflosigkeit.

Meine Freundin und ich wir wollen eine Flugreise buchen, in ein ärmeres Land. Es macht mir aber Bauchschmerzen. Versteht ihr mich? Der Flug, das Land, verschiedene Gefahren, Flugzeugabsturz.

Alles andere auch. Die ganze Welt. Obschon ich weiß, dass es der falsche Weg ist, würde ich am liebsten nur noch zuhause bleiben. Ich muss mich regelrecht zu Aktivitäten, die mich erfreuen, zwingen.

Darüber hinaus habt ihr vielleicht von den Gewaltopfer von Bad Oeynhausen gehört. Ich habe diesen Mann nicht gekannt und doch hat es mich beschäftigt. Ich hätte so sehr gehofft, dass er durchkommt. Es sind in den letzten Wochen sehr viele Todesfälle durch zufällige Akte der Gewalt ereignet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo _Phoenix2_,

schau mal hier: Pech. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Naja, wenn man traumatische Sachen erlebt und dadurch eine Depression entwickelt, ist es ja verständlich, dass man sich am liebsten zu Hause einigeln würde und zu nix Lust hat. Auch für die Aktivitäten, für die man normalerweise brennt. Zumal du ja auch Schlafstörungen hast. Dadurch ist man zusätzlich noch dünnhäutiger.

Bzgl. Fliegen, davor habe ich auch ohne eine „Störung“ angst. Wenn das Land, in das ihr fliegt, jetzt nicht unbedingt Afghanistan oder so ist, würde ich mir nicht allzu große Sorgen machen. Achtet halt drauf, dass ihr euch in Touristen-Hot-Spots aufhaltet und nicht irgendwo, wo kaum Menschen sind.

Von daher finde ich es positiv, dass du trotz deiner Umstände am aktiven Leben teilnimmst. Auch wenn es weniger als früher sein sollte. Setz dich nicht so unter Druck. Auch wenn du dich zu Hause mal einigeln willst, mach es. Manchmal braucht man die Einsamkeit.
 
Naja, wenn man traumatische Sachen erlebt und dadurch eine Depression entwickelt, ist es ja verständlich, dass man sich am liebsten zu Hause einigeln würde und zu nix Lust hat. Auch für die Aktivitäten, für die man normalerweise brennt. Zumal du ja auch Schlafstörungen hast. Dadurch ist man zusätzlich noch dünnhäutiger.

Bzgl. Fliegen, davor habe ich auch ohne eine „Störung“ angst. Wenn das Land, in das ihr fliegt, jetzt nicht unbedingt Afghanistan oder so ist, würde ich mir nicht allzu große Sorgen machen. Achtet halt drauf, dass ihr euch in Touristen-Hot-Spots aufhaltet und nicht irgendwo, wo kaum Menschen sind.

Von daher finde ich es positiv, dass du trotz deiner Umstände am aktiven Leben teilnimmst. Auch wenn es weniger als früher sein sollte. Setz dich nicht so unter Druck. Auch wenn du dich zu Hause mal einigeln willst, mach es. Manchmal braucht man die Einsamkeit.

Ich brauche Einsamkeit nicht. Ich habe einfach nur Angst vor der Welt da draußen. Danke trotzdem für deine mitfühlenden Worte.

Nein, es ist nicht Afghanistan.
 
Ich denke, wir haben vor allem Angst vor dem Unbekannten. Wir malen uns Szenarien aus, die eine Art "worst case" sind. Was alles sein könnte.

Aber in den allermeisten Situationen nicht so ist.

Der beste Weg wäre wohl, hinauszugehen in die Welt und es mit eigenen Augen zu sehen. Der eigenen Fantasie die Realität entgegenzusetzen. Klar, es gibt immer wieder negative Erlebnisse, aber wie du sagst, sich Zuhause einzuschließen ist auch keine Lösung. Man verpasst sein Leben.

Alles Gute
 
Ich denke, wir haben vor allem Angst vor dem Unbekannten. Wir malen uns Szenarien aus, die eine Art "worst case" sind. Was alles sein könnte.

Aber in den allermeisten Situationen nicht so ist.

Der beste Weg wäre wohl, hinauszugehen in die Welt und es mit eigenen Augen zu sehen. Der eigenen Fantasie die Realität entgegenzusetzen. Klar, es gibt immer wieder negative Erlebnisse, aber wie du sagst, sich Zuhause einzuschließen ist auch keine Lösung. Man verpasst sein Leben.

Alles Gute

In der Tat.

Nehmen wir zum Beispiel Flugreisen. Ich habe schon viele Flugreisen gemacht und bin nie Opfer eines Flugzeugabsturzes geworden.
Dessen ungeachtet kann jeder Flugreisende potentiell bei jeder Reise Opfer eines Absturzes werden und man kann auf eine Reise auch Opfer von Raubüberfall, Krankheiten, Unfällen, schlechter medizinischer Versorgung und so weiter werden.

All dem kann man sogar ohne Reise zum Opfer fallen, doch fühlt es sich noch gefährlicher an, zu verreisen.

Meine Freundin übrigens ist nicht wirklich über meine Reise-Ängste im Bilde und ich möchte ihr zu Liebe wirklich sehr gerne reisen. Sie weiß, dass ich Ängste habe. Konkret, was mir gerade im Kopf herum geht, das weiß sie nicht.
 
Ich glaube, das ist ganz schwierig, da die richtige Balance zu finden.

Sich wegen Ängsten nur zu Hause einzuigeln, ist bestimmt nicht richtig. Mit Ängsten allerdings Urlaube so zu gestalten, dass diese im Vorfeld getriggert werden, ist vermutlich auch nicht richtig.

Ich verstehe, dass du vielleicht auch dir selbst beweisen möchtest, dass du gegen deine Ängste ankommst. Aber ist Urlaub dazu da? Sich selbst etwas zu beweisen?

Ich selbst habe Flugangst (und halte Fliegen auch für verantwortungslos, aber das ist ein anderes Thema). Also fliege ich nicht. Und ich finde Fernreisen, in sehr fremde Länder mit Wohlstandsgefälle und den daraus resultierenden Gefahren, stressig, für mich nicht erholsam. Und ich nehme das so hin, ich verzeihe mir das. Ich bleibe in Mittel-, West- und Nordeuropa und fühle mich wohl dabei.

Weißt du, wenn man z.B. Angst vor Hunden hat, dann ist es vielleicht gut, trotzdem in den Garten zu gehen. Man muss aber nicht die Hundeschlittentour machen, weil das bestimmt toll wäre und man sich selbst keine Gnade gegenüber walten lassen kann.
 
Ich glaube, das ist ganz schwierig, da die richtige Balance zu finden.

Sich wegen Ängsten nur zu Hause einzuigeln, ist bestimmt nicht richtig. Mit Ängsten allerdings Urlaube so zu gestalten, dass diese im Vorfeld getriggert werden, ist vermutlich auch nicht richtig.

Ich verstehe, dass du vielleicht auch dir selbst beweisen möchtest, dass du gegen deine Ängste ankommst. Aber ist Urlaub dazu da? Sich selbst etwas zu beweisen?

Ich selbst habe Flugangst (und halte Fliegen auch für verantwortungslos, aber das ist ein anderes Thema). Also fliege ich nicht. Und ich finde Fernreisen, in sehr fremde Länder mit Wohlstandsgefälle und den daraus resultierenden Gefahren, stressig, für mich nicht erholsam. Und ich nehme das so hin, ich verzeihe mir das. Ich bleibe in Mittel-, West- und Nordeuropa und fühle mich wohl dabei.

Weißt du, wenn man z.B. Angst vor Hunden hat, dann ist es vielleicht gut, trotzdem in den Garten zu gehen. Man muss aber nicht die Hundeschlittentour machen, weil das bestimmt toll wäre und man sich selbst keine Gnade gegenüber walten lassen kann.

Ich denke, dass mir geht es nicht darum, mir etwas zu beweisen. ein bisschen vielleicht schon, um ganz ehrlich zu sein, aber die Hauptmotivation ist es nicht.

Wir mögen dieses Land, waren schon mehrmals dort. Es ist dabei nie etwas passiert. Und jetzt?
Angst vor Flugzeugabsturz, Angst vor Kriminalität, Angst vor Nahrungsmittelvergiftung, Angst vor schlechter medizinischer Versorgung.
 
Mache dir nicht soviel Kopfkino.
Du gewinnst nichts dadurch und sonderlich realistisch sind deine Befürchtungen wahrscheinlich auch nicht. Wenn das ein halbwegs normales Reiseland ist, dann habt ihr kein höheres Risiko als in Deutschland nachts auf die Straße zu gehen. Mit der medizinischen Versorgung genauso. Es gibt in jedem Land sehr gute Krankenhäuser mit guten Ärzten und als Tourist ist es, je nach Reiseland, sogar einfacher an diese heranzukommen wie als Einheimischer.

Falls ihr außerhalb der EU fliegt: Auslandskrankenversicherung abschließen.

Ja, es ist ein beliebtes Urlaubsland, für das man Pauschalreisen buchen kann.

Wir würden niemals auf die Idee kommen in Ländern, wie Afghanistan oder Nordkorea Urlaub zu machen.
 
Ich denke, du solltest deine Ängste deiner Freundin gegenüber auf jeden Fall äußern.

Als ich merkte, dass beim Fliegen für mich das Verhältnis aus Angst und schlechtem Gewissen der Umwelt zuliebe zu Reisevergnügen nicht mehr passt, habe ich das angesprochen. Wir lagen im Bett, ich konnte nicht schlafen, nachts um 2 platzte es aus mir raus.

Es war großartig. Meine Frau sagte, dass sie auch gar nicht unbedingt so die Lust hätte zu fliegen.

Flug verfallen lassen, Hotel storniert, vom zurückerstatteten Geld ein Wochenende im deutschen Mittelgebirge gemacht.

Ich würde zumindest offen zu den Ängsten stehen. Ob man sich denen dann beugt oder sie besiegt, ergibt sich dann, denke ich. Beides sind legitime Wege.
 
Sich seinen Ängsten zu stellen, kann die eigene Bubble sehr wohl erweitern und auch beim Umgang mit den eigenen Ängsten helfen. Aber man kann sich auch überfordern und damit das Gegenteil bewirken. Es hört sich so an, als ob Deine Freundin die Abenteurerin von euch beiden ist und Du sie nicht einengen willst. Aber es wird auch deutlich, dass sich Deine Ängste vergrößert haben, oder? Wie hast Du sie bisher in Schach gehalten? Eine gute Reisevorbereitung kann helfen. Wo sind die "hotspots", die man meiden sollte? Eine Auslandskrankenversicherung ist ein gute Tipp. Oder befeuert das erst recht Deine Sorgen?

Das Schlimme an Ängsten ist, dass sie viel Kraft brauchen und kaum andere Gefühle neben ihnen aufkommen. Auch der tollste Anblick lässt einen etwas kalt und in einer Beziehung wirkt es, als ob man ständig abwesend und nicht bei der Sache wäre, als ob der andere zur Last wird. Da ist ein Urlaub dann ganz schnell kein Urlaub mehr. Ist es das, was Dir Sogen macht?
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben