Ist doch die ganz alte Kiste: der eine macht sich rar und gibt den unabhängigen lone wolf ... das zieht dich total an (ist bei einer Menge Menschen ein psychologischer Reflex) ... und der Mensch der eigentlich gut in dein Leben passen würde, bedient diesen Reflex eben nicht.
Selten schafft es ein Mensch diese Dynamik zu durchbrechen, bevor er nicht mind. 3-4 derbe auf die Nase gefallen ist. Also viel Spaß mit dem Oldie 😀
Wie meinst du das? Kannst du mir Links empfehlen zu dem Thema? Naja, der Mann, in den ich nicht verliebt bin, ist gewissermaßen auch Familienmensch, wie mein Exmann, er wünscht sich genau das mit mir zu haben, was ich mit meinem Exmann hatte. Familienurlaub, Spieleabende, gemeinsam Fernsehen, Wein trinken, Konzerte besuchen, Familiengeburtstage, Gartenarbeit, Werkeln im Haus. Das ist mein Leben, ja, ich tu genau das, nur jetzt allein. Ich würde mir ja auch wünschen, das eines Tages nicht mehr allein tun zu müssen, aber andererseits kann ich so jemanden gar nicht in mein Leben lassen. Es würde sich ganz mies anfühlen und falsch, besonders für meine Kinder. Mein Freund ist gewissermaßen der Gegenentwurf, er ist auch für andere da und durchaus hilfsbereit, aber er macht es niemandem recht, wenn´s ihm überhaupt nicht in den Kram passt. Er steht ein für seine Bedürfnisse und Interessen (manchmal ein bisschen hart, wie ich finde). Er ist so gar kein Peoplepleaser, und das mag ich irgendwie auch, weil das in meiner Ehe immer ein großes Problem war (unausgesprochene Bedürfnisse). Er ist aber sehr kommunikativ und ihm versiegen nie die Worte (auch wenns noch so unangenehm ist). Ich habe auch deswegen immer Zuversicht gehabt, weil ich mit ihm alles besprechen kann und auch den Eindruck habe, dass seine Worte Gewicht haben. Er ist kein Mensch, der anderen etwas vormacht. Der Fakt, dass er umzieht (weg von seinen Kindern), nach über 20 Jahren die Wahlheimat verlässt und ich dafür der Anlass bin, sollte mir zeigen, wie wichtig ich ihm bin. Andererseits - er hängt auch nicht übermäßig an Dingen, die zum Scheitern verurteilt sind. Schon mehrmals hat er sein Leben ausgemistet und auch Menschen, von denen er sich nicht supportet gefühlt hat. Er hängt da nicht irgendwelchen Emotionen hinterher. Ich bin anders - ich habe schon Angst, dass es mir eines Tages ergeht wie seiner Exfrau. Insofern bin ich auch vernunftsmäßig davon überzeugt, dass getrennte Wohnungen und meine Unabhängigkeit eine gute Entscheidung sind - ich würde bestimmt dazu neigen, mich seiner Dominanz unterzuordnen und darüber unglücklich und schwach zu werden.