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Partnersuche Online/Offline - was hat sich verändert?

alo

Mitglied
Nachdem meine letzte Beziehung nach 3 Jahren nicht so recht in Gang kommen wollte, verflüchtigte sich über recht merkwürdige Art und Weise der Kontakt zu meiner Ex.

Meine bisherigen Beziehungen habe ich (35) so gut wie immer Offline kennengelernt, nur einmal Online. Kurioserweise passte das nicht wirklich, hielt aber fast 2 Jahre. Meine Beziehungen hielten sich jeweils 6 Monate bis 4 Jahre, ich war auch sehr lange Single, was für mich früher kein Thema war, mich heute zunehmend nervt und ich mich isoliert fühle.

Meine letzte Beziehung entstand über einen merkwürdigen Umstand, ein Einmaltreffen ehemaliger Studienfreunde fand statt und jemand brachte sie irgendwie mit, man baute Kontakt auf und leider entpuppte sich das ganze als extrem alltagsuntauglich. Ich - eigenständig, allein wohnend, mobil - Sie - bei den Eltern wohnend, Studentin, nicht mobil. Das funktionierte nicht, trotzdem wir uns gut verstanden, der Kontakt brach schleichend ab, ein merkwürdiger Prozess ohne echten Streit, ohne echtes Ende, sie meldete sich einfach nicht mehr ab diesem Jahr, als ob sie einen guten Vorsatz hatte, klar schlich sich der Teufel schon letztes Jahr ein aber gut. Es ist vorbei. Kurioserweise meldete sie sich vor einiger Zeit noch und wollte tatsächlich - ohne ein "Hallo wie gehts dir", dass ich ihren PC repariere, worauf ich nicht einging - ich empfand das als unverschämt.

Ich hatte mich vor einiger Zeit mal online versucht, in 2 Portalen, Lovescout und Parship. Ich habe früher mit den Onlineportalen recht gute Erfahrungen gemacht, mich meist aber wieder abgemeldet, da ich offline über Kontakte (die ich nicht mehr habe) oder Arbeitskollegen (was ich nach Erfahrung tunlichst meiden würde) immer recht gute Kontakte bis hin zu Beziehung aufbauen konnte.

Derzeit hängt bei mir sowohl die Off- als auch Onlineschiene. Ich habe vor einigen Jahren mein Leben gelebt, wie ich es heute auch getan habe und habe sogar deutlich weniger gesellschaftlich gemacht als heute. Ich war damals fast jeden Tag beim Sport, aber allein und Einzelkämpfermäßig unterwegs, Schwimmen, Radfahren, Laufen, ich hab mich auf den Sport konzentriert, ich bin nicht zum Schwimmen um jemanden kennen zu lernen und ich habe auch nie jemanden dort kennen gelernt. Und trotzdem irgendwie ging immer was. Irgendwie traf man hier und da mal jemanden, mit dem man was trinken ging, oder wo man neue Leute kennen gelernt hat.

Nachdem ich 3 Jahre lang recht viel Energie mit meiner Ex Freundin verbracht habe, da Treffen immer sehr viel Zeit in Anspruch nahmen und nahezu alles an mir hängen blieb, brachen wirklich alle restlichen und vor allem losen Kontakte zusammen. Gejammer hilft nichts, die sind einfach weg, ich hab stellenweise nicht mal mehr die Telefonnummern oder weiß wo die überhaupt wohnen. Vieles davon waren auch Frauen, die sich sowieso im Rahmen ihrer Beziehung, die sie mittlerweile haben, verabschiedet haben und ich da keinen Draht mehr hin aufbauen könnte.

Ich hab dann wieder mein Ding durchgezogen, aber schnell gemerkt, dass ich ziemlich allein da stehe, meine letzte Beziehung hat sich letzten Sommer mehr oder minder schon zum Ende abgezeichnet, ca 1 Jahr ist das her und es ist mir (andere Threads schon zum Thema geschrieben) weder gelungen soziale Kontakte aufzubauen, noch eine Frau kennen zu lernen.

Ich mache mein Ding so wie vor ca 5 Jahren, online habe ich mal angemeldet. Ich habe mich nicht verändert, außer dass ich älter geworden bin, aber nicht weniger fit, ich habe auch körperlich nicht abgebaut im Gegenteil. Und dennoch.....es geht seit knapp einem Jahr garnichts mehr.

Mich hat mal eine Frau aus der Nachbarschaft ziemlich massiv angeflirtet, meine Eltern, denen ich das erzählt habe, meinten zwar vorwurfsvoll, "Junge, du lehnst ja auch alles ab". Nunja, kann man so oder so sehen, wenn mich jemand so anbaggert, dass ich Fluchtreflexe entwickel ist das glaub ich kein guter Beginn, wenige Wochen hatte die gute Frau einen anderen Mann an ihrer Seite, also sie war wohl massiv auf Männersuche, hat ja geklappt.

Ich hab einiges unternommen, auch offline, Radsportgruppen, Schwimmgruppen, alles nur Frauen mindestens 10 Jahre älter als ich, da ist weder von meiner noch deren Seite ein Interesse da, die sind auch alle verheiratet und kämpfen gerade mit ihren pubertierenden Kids oder ihren Scheidungen herum, also ..... kommt nicht in Frage. Außer Sport ist auch da wenig Programm, die meisten sind mit ihrem Leben ziemlich verplant.

Online geht noch weniger, ich war in besagten Portalen unterwegs, Premium, sogar bezahlt, es ist völlig egal mit was man jemanden wie anschreibt, am Ende stellt sich wenige Wochen später heraus: Ein Fake nach dem anderen, sogar "normal" wirkende Profile scheinen Fakes zu sein. Ich habe mich nach knapp sechs Monaten wieder abgemeldet. Es kam wirklich nichts bei herum bis auf dass mich ein paar ältere Frauen mit Fake-Fotos (die uralt waren und Fake Geburtsdatum) angeschrieben haben. Es kam ein Treffen zu stande, das war unter aller Kanone, weil da ein Fake aufflog, ich habe mich dann abgemeldet.


Es ist derzeit verzwickt, also wo sind die Frauen hin? Im Fitness Studio rennen nur Frauen zwischen 20 und 25 herum, der Rest ist verschwunden, die einzigen netten Kontakte habe ich im Büro, halte mich da aber fern, weil ich hier schon viel mit bekommen habe und sicherlich nichts aufbauen werde, ich habe vor vielen Jahren fest den Entschluss gefasst, das strickt getrennt zu halten und es gelingt mir auch. Man erzählt sich was, mehr aber auch nicht. Zu schlecht sind die Erfahrungen.

Wollte mir das mal von der Seele schreiben, denn ich merke trotz gut gefülltem Wochenende mit tollen sportlichen Erlebnissen, dass mir einfach etwas fehlt, ich fühle mich seit Monaten so an als ob ich so nebenher auf "die Leute da draußen" schaue und durch eine Art Milchglas beobachte, aber einfach nicht dabei bin.

Ein Teufelskreis, mein Vorsatz: Ich werde mein Freizeitverhalten etwas verändern, Verein, Partei etc sind auf der Agenda, aber ich muss hier sondieren, weil ich im Kern schon etwas wählen möchte, was mich auch interessiert, sonst bleibe ich nicht dabei. Das größte Problem bei uns auf dem Land sind wohl die Altersstrukturen, dass hier fast überall Altersklassen 50plus dominieren. Außer im Fitness Studio, dort ist von 18 bis 25 alles dabei, oder wieder ab 45 bis 60. Meine Altersklasse scheint durch eine Erdspalte verschollen, verschluckt zu sein.
 
Hallo alo,

mach Dir nichts aus Deinen Problemen, es gibt genug Leute, die sie teilen und es nur nicht zugeben wollen. Das größte Problem unserer Zeit ist das Internet. Natürlich können wir viel anschauen, Informationen daraus beziehen oder Preise bei Produkten vergleichen. Leider neigen wegen Letzterem auch die Leute dazu, Menschen zu vergleichen. Ich finde es traurig, dass man immer auf der Suche nach etwas Besserem, Günstigerem, Tollerem oder sonst was ist... Findet mich einer toll, kann ich durch eine Hübschere ersetzt werden, weil mehr Auswahl Dank Internet da ist...

Ändere nicht Dein Privatleben für sowas. Vielleicht lernst Du mehr Leute kennen, aber ob es Dich glücklich machen wird, gezwungen etwas zu ändern, weiß ich nicht...

Komischerweise wählen viele auch genau das Gegenteil von dem, was sie suchen... Deshalb haben die tollsten Frauen die schlimmsten Männer, usw...

Hauptsache, Du liebst Dich selbst und bleibst Dir treu! 🙂

LG Johto_Flamara
 
Es gibt online sehr viele Frauen in Deiner Altersklasse, wenn man nicht gerade komplett in der Pampa wohnt.
Probiers einfach weiter.
 
Es gibt online sehr viele Frauen in Deiner Altersklasse, wenn man nicht gerade komplett in der Pampa wohnt.
Probiers einfach weiter.

Hmm, naja in den Großstädten mag das sein, aber meine Erfahrungen sind da andere. Zwischen Pampa und Großstadt gibt es ja noch kleinere Ortschaften, wo nicht unbedingt das Leben rockt aber schon mal was los ist. Ziemlich Mau sage ich da nur, oder ich bin in den falschen Börsen unterwegs, wo sich viele Fakes tummeln.

Hallo alo,

mach Dir nichts aus Deinen Problemen, es gibt genug Leute, die sie teilen und es nur nicht zugeben wollen. Das größte Problem unserer Zeit ist das Internet. Natürlich können wir viel anschauen, Informationen daraus beziehen oder Preise bei Produkten vergleichen. Leider neigen wegen Letzterem auch die Leute dazu, Menschen zu vergleichen. Ich finde es traurig, dass man immer auf der Suche nach etwas Besserem, Günstigerem, Tollerem oder sonst was ist... Findet mich einer toll, kann ich durch eine Hübschere ersetzt werden, weil mehr Auswahl Dank Internet da ist...

Ändere nicht Dein Privatleben für sowas. Vielleicht lernst Du mehr Leute kennen, aber ob es Dich glücklich machen wird, gezwungen etwas zu ändern, weiß ich nicht...

Komischerweise wählen viele auch genau das Gegenteil von dem, was sie suchen... Deshalb haben die tollsten Frauen die schlimmsten Männer, usw...

Hauptsache, Du liebst Dich selbst und bleibst Dir treu! 🙂

LG Johto_Flamara


Danke. Es ist leider so, dass ich gerade in den letzten Monaten extrem den Eindruck habe, dass es sich eher um einen Supermarkt handelt als um eine Partnerbörse. Anfragen werden nicht beantwortet, Nachrichten ignoriert oder es handelt sich um Fakes, vermutlich sogar seitens der Betreiber.
 
Oft ist es so, dass Leute in diesem Alter gebunden sind. (Zwischen 25 und 35)Viele sind es, aber nicht alle.

Datingportale sind ein schwieriges Pflaster. Wer da kein Händchen für ein Super Profil, inklusive Bilder hat, hat es eher schwer. Ich weiss ja nicht, wie du dich da präsentiert hast.

Du schreibst was von "in die Gänge kommen" was deine Beziehung betraf im ersten Posting. Was genau meinst du damit? Was hat denn gefehlt?

Man könnte dich nun zwar mit Tips überhäufen, was du selbst noch versuchen oder ändern könntest, aber ich weiss nicht, ob dir das etwas hilft?

Das Problem ist, man kann immer nur bei sich selbst weiterforschen und nichts an der Umwelt ändern, die man zum großen Teil noch nicht persönlich kennt.

Aber wie von anderen schon formuliert, wer weiss, ob das bei dir so eine gute Idee ist, an dir oder deinem Privatleben etwas zu ändern. 😕
 
Oft ist es so, dass Leute in diesem Alter gebunden sind. (Zwischen 25 und 35)Viele sind es, aber nicht alle.

Datingportale sind ein schwieriges Pflaster. Wer da kein Händchen für ein Super Profil, inklusive Bilder hat, hat es eher schwer. Ich weiss ja nicht, wie du dich da präsentiert hast.

Du schreibst was von "in die Gänge kommen" was deine Beziehung betraf im ersten Posting. Was genau meinst du damit? Was hat denn gefehlt?

Man könnte dich nun zwar mit Tips überhäufen, was du selbst noch versuchen oder ändern könntest, aber ich weiss nicht, ob dir das etwas hilft?

Das Problem ist, man kann immer nur bei sich selbst weiterforschen und nichts an der Umwelt ändern, die man zum großen Teil noch nicht persönlich kennt.

Aber wie von anderen schon formuliert, wer weiss, ob das bei dir so eine gute Idee ist, an dir oder deinem Privatleben etwas zu ändern. 😕


Da gebe ich Dir recht, als ich vor knapp 10 Jahren mein Profil "aufgebaut" habe, damals gab es allerdings noch kein Tinder, man musste also lesen, sich etwas Mühe geben, echtes Matching nach Inhalten. Da hatte ich einige gemachte Bilder drinnen, wo sich damals ein Freund, der Hobbyfotograf war, betätigt hat, aber ich muss sagen, ich sehe mich so nicht, ich habe dieses Mal Sportbilder, Alltagsbilder gehabt so wie ich mich selber sehe und fühle. Nicht im feinen Zwirn, nicht im MuscleShirt und nicht mit meinem Auto im Hintergrund, sondern so wie ich bin, in meinen Sportsachen beim Wettkampf, bei Feier und so weiter. Ich glaube das kommt so gut nicht an, weil viele dort Show erwarten oder weil viele dort das was sie sehen nochmal um 50% mindern und hast du keine 200% Fotos drinnen, hast du schon verloren. Angeschrieben haben mich merkwürdige Leute, mit Fake Profilen, in sofern auch echte User aber mit gefakten Fotos, die 10 Jahre alt waren etc. Ich habe aber auch fest gestellt, ich bin kein Onlinetyp "mehr". Statt mich jeden Abend vor die Kiste zu klemmen, bin ich lieber draußen Sport machen oder mach etwas anderes.

Kurioserweise habe ich dort auch das ein oder andere Mädel gefunden, was ich hier im Fitness Studio treffe, wo sie mit Blicken ausweichen, einem nicht einmal in der Lage sind Hallo zu sagen, aber ständig das Profil streifen. Komische Gesellschaft.

Das ist leider wahr. Ich habe in einem anderen Forum mal geschaut, weil ich wirklich beinahe verzweifelt bin, wieso einfach keiner antwortet in diesen Portalen, dort erhältst du dann den Tipp "Hey, mach doch mal das oder mach doch mal jenes", da frage ich mich halt, "bin ich das oder jenes", also nein, ich will so wie ich sein und ich muss sagen, das habe ich leider sehr selten, dieses Gefühl sich einfach nicht verstellen zu müssen.

Das Gefühl hatte ich bei meiner letzten Beziehung, meine letzte Freundin war so wie ich es mir immer erträumt habe, vor allem charakterlich. Sie war wie ich, nur weiblich würde ich fast sagen. Bei ihr durfte ich sein wie ich will. Aber es klappte einfach nicht. Wir haben zu unterschiedliche Leben gelebt, ich stehe voll im Job, habe Wohnung, feste Arbeitszeiten, einen festen Plan, bin finanziell unabhängig und mobil. Sie war noch Studentin, wohnte bei den Eltern, hatte kein Auto, konnte nie zu mir fahren, kein Job (weil Studentin), und und und. Anfangs haben wir das so geregelt, dass ich sie halt jedesmal mit dem Wagen abgeholt habe, ich habe aber recht schnell gemerkt, dass das überhaupt nicht funktionieren kann dauerhaft. Entweder ich gebe mein komplettes Privatleben auf, Hobbys etc und investiere auch mein Geld in diese Fahrerei (wir reden von 1 Stunde einfache Fahrt) oder es funktioniert nicht. Loslassen ging nicht, irgendwie waren es ständig faule Kompromisse á la Treffen zum Spazierengehen, Treffen zum Cafe, Treffen zum Ausflug, weil mir das einfach zu viel und nicht möglich war ständig hin und her zu fahren, zumal das ins Geld geht und zeitlich unglaublich bindet und ich auch nur noch genervt war. Zumal ich in den Jahren nicht einmal zu ihr eingeladen wurde, nicht einmal auf eine Feier zu ihr, ich habe sie ständig mit genommen zu Freunden, Eltern und Feiern und so weiter. Fast nichts war möglich, es sei denn ich habe alles organisiert, irgendwann haben mir Freunde nicht mehr geglaubt, dass es meine Ghost-Freundin überhaupt gibt, weil es mir halt einfach nicht möglich war sie ständig zu holen und heim zu fahren.

Das ganze ging fast 3 Jahre hin und her, ständig kamen dann auch Versprechen von wegen "Ich kauf mir ein Auto". Irgendwann hab ich es nicht mehr geglaubt, bei mir schliefen auch viele Gefühle ein, weil ich in meiner Beziehung zuvor ein ähnliches Erlebnis hatte, nicht so krass aber ähnlich und irgendwann hatte ich keine Energie mehr, die Beziehung war dann vorbei, auch wenn man sich noch ab und an gesehen hat, viel telefoniert und geschrieben hat. Als ich dann gesehen habe, dass sie zwar kein Geld für ein Auto hat oder eigene Wohnung aber Geld um um die Welt zu reisen wurde mir bewusst, wo die Prioritäten sind.

Ich habe mich anschließend gefragt, woran das liegt? Und ich komme zur Antwort, es liegt an mir, denn ich habe das zugelassen, schon 2x - ich habe anfangs alles organisiert, von Beginn an quasi war ich der, der sich krumm gelegt hat und das war bequem, wurde als Standard so hingenommen, als ich dann mal anstieß: Kommt doch mal zu mir, ohne dass ich dich hole, das ging dann plötzlich nicht, war nicht möglich und alles hing wieder an mir. Würde ich heute nochmal jemanden kennenlernen, würde ich das von Beginn an so nicht mehr handhaben, wer es nicht einmal schafft mich zu besuchen, es aber schafft quer um den Globus zu reisen, wäre für mich passé.

Ich bin häufig an Frauen geraten, die gern "genommen" haben.
 
Leider gibt es solche Menschen, die wie selbstverständlich von anderen nehmen und dies begründen mit Sätzen wie: Wenn man mir gibt und etwas dafür erwartet, dann war es nicht ehrlich gemeint."

Man sollte sicher nicht pauschal für alles klein in klein eine Gegenleistung erwarten, aber in mancher Beziehung ist es auffällig, dass es einseitig ist. Mich würde das auf Dauer auch nicht glücklich machen.

Heute würde ich sagen, es muss von anfang an passen und man sollte sich mit dem Partner einfach wohlfühlen. Sobald man an jemanden von anfang an irgendwie rumdoktern muss, damit es passt, ode runheimlich viel investieren muss, damit es überhaupt läuft, gerät das Ganze in Schieflage.

An deiner Stelle würde ich allein bleiben, ganz ehrlich. Du bist unabhängig, hast Hobby's und scheinbar früher auch einen größeren Freundeskreis gehabt, das ist auch etwas wert.

Ganz schnell befindet man sich in einer Beziehung, aus der man ohne viele Federn zu lassen nicht mehr heraus kommt, und in die man schon so viel investiert hat, dass man es auch nicht einfach aufgeben will.

Und dann kommt vielleicht der Punkt, wo das Alleinsein gar nicht mehr so beängstigend auf einen wirkt.

Man sollte sich nicht allzuviel davon erhoffen, in einer Beziehung zu sein. Menschen sind nicht perfekt und irgendwas wird einen immer stören. 🙁

Ist total doof, aber ich glaub' ein Patentrezept gibt's einfach nicht.
 
Leider gibt es solche Menschen, die wie selbstverständlich von anderen nehmen und dies begründen mit Sätzen wie: Wenn man mir gibt und etwas dafür erwartet, dann war es nicht ehrlich gemeint."

Man sollte sicher nicht pauschal für alles klein in klein eine Gegenleistung erwarten, aber in mancher Beziehung ist es auffällig, dass es einseitig ist. Mich würde das auf Dauer auch nicht glücklich machen.

Heute würde ich sagen, es muss von anfang an passen und man sollte sich mit dem Partner einfach wohlfühlen. Sobald man an jemanden von anfang an irgendwie rumdoktern muss, damit es passt, ode runheimlich viel investieren muss, damit es überhaupt läuft, gerät das Ganze in Schieflage.

An deiner Stelle würde ich allein bleiben, ganz ehrlich. Du bist unabhängig, hast Hobby's und scheinbar früher auch einen größeren Freundeskreis gehabt, das ist auch etwas wert.

Ganz schnell befindet man sich in einer Beziehung, aus der man ohne viele Federn zu lassen nicht mehr heraus kommt, und in die man schon so viel investiert hat, dass man es auch nicht einfach aufgeben will.

Und dann kommt vielleicht der Punkt, wo das Alleinsein gar nicht mehr so beängstigend auf einen wirkt.

Man sollte sich nicht allzuviel davon erhoffen, in einer Beziehung zu sein. Menschen sind nicht perfekt und irgendwas wird einen immer stören. 🙁

Ist total doof, aber ich glaub' ein Patentrezept gibt's einfach nicht.


Leider ja, es liegt an dem Gegenüber (in dem Fall an mir) das zu unterbinden. Also das nicht zuzulassen, wenn das mal so einfach wäre. Ich habe nach einer gewissen Zeit das Maß verloren für "Was ist normal zu geben" und mir irgendwann einreden lassen "Das muss so sein, dass ich einfach alles mache". Und dann durfte ich mir anhören, ich würde aus allem ein Problem machen, zumal eigentlich ich überhaupt keines hatte, weder mit den Treffen (war ja bei mir problemlos möglich) oder mit dem Fahren, ich hätte ja auch zum Treffen zu ihr fahren können aber das ging ja nicht, weil sie ja nicht allein wohnte und und und. Somit wurden ihre Probleme stets auf mich verlagert und ich hab sie brav gelöst, zumindest eine Zeit lang.

Ich hatte auch das Gefühl, jedesmal wenn sie merkte, dass ich keine Kraft mehr hatte für das ganze, kam dann "Ich kaufe bald ein Auto" aber natürlich nur wenn "die Beziehung erstmal richtig steht, denn aktuell ist das wirklich zu wenig". Tja......

Das mit dem Allein sein, das ist in der Tat "traurig", dass ich mich daran gewöhnt habe, also in so fern, dass ich mich nicht einsam fühle in der Form, aber trotzdem eine Partnerin vermisse. Es ist einfach so, dass einem körperliche Dinge fehlen, dass es auch gesellschaftlich "merkwürdig" ist, "komischer Typ" muss das sein, und ich mich merkwürdig fühle ohne.

Auf der anderen Seite sehe ich das wie du, es gibt Tage wo ich aufstehe und mir denke: Genial - ich kann jetzt weiterschlafen oder aufstehen oder dies tun und das, ohne mich abzusprechen. Zeitgleich stelle ich mir die Frage, das geht jetzt seit Jahren so, bin ich noch beziehungsfähig? Oder bin ich irgendwann ein Freak, der vor sich her wandert und sich nicht mehr anpassen kann, wenn die Richtige ihn trifft?

Zumindest möchte ich keine Frau mehr, die sich einfach vollständig zurück lehnt, leider bin ich vielen dieser Art begegnet.

Typische Treffen zuletzt sahen so aus: Ich kaufe ein, hole sie ab, koche daheim (meist allein) und Abwasch etc etc blieb an mir hängen, spät abends fahre ich sie wieder heim. So sah mein Wochenende aus, das bedeutete für mich dann - keine Freunde mehr treffen (die ich bis dato noch hatte, und die ein oder andere Freundschaft zerbrach daran) und auch sonst nichts mehr machen, auch weil keine Energie mehr da war. Das war anstrengend.

Kurioserweise denkt man im Nachgang nur ans Schöne zurück. Nie oder selten ans Schlechte, also wie das genervt hat.
 

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