Liebes Forum!
Danke für euer Feedback zu diesem Anliegen. Ich habe die letzten Tage, ich nenne es mal "still mitgelesen", um mir meine eigenen Gedanken zu den Beiträgen zu machen. Zugegeben, das Spektum der Beiträge ist nach meiner Interpretation sehr breit aufgestellt - von "lass ihr die Freiheit - sie soll sich ausleben", über "gleiches Recht für alle in einer Partnerschaft" bis zu "es handelt sich ganz klar um Fremdgehen - wenn auch mit dem Deckmantel der Legimitation".
Eine universelle Antwort zu erhalten - das wird es nicht geben und wäre auch mehr als naiv gewesen zu erwarten.
Jedoch kann ich mich selbst am besten mit einer geäußerten Meinung identifizieren, die ich, wie oben schon erwähnt, in Kurzform "gleiches Recht für beide in einer Beziehung" betitele. Meine Partnerin hat meines Meinung nach diesen Wunsch geäußert, da sie bisher immer sehr viel Freiraum von mir erhalten hat. Ich meine dies jetzt nicht in sexuellen Belagen sondern in den verschiedensten Aspekten des Lebens und Zusammenlebens. Vielleicht hat sich eine Art Grundhaltung / Erwartungshaltung dazu bei ihr gebildet, die jetzt auch von ihr im Ausleben der Sexulität erwartet wird. Wie soll ich sagen,....möglicherweise hab ich es "mit verursacht" a la es gibt kein Denkverbot von mir?
Eine Meinung von euch, ich habs jetzt nicht genau da von wem und den genauen Wortlaut, hat mir geholfen Klarheit für mich und meine Haltung zu gewinnen. Eigentlich selbstverständlich - es nochmal "von außen" zu hören hat aber eine ungemein stärkende Wirkung: "In einer monogamen Beziehung ist es die Pflicht von jedem für die gemeinsame Partnerschaft einzustehen. Die vielleicht sekundären Reize mögen vorhanden sein - die Beziehung und Liebe zum Partner stehen diskussionslos darüber".
Lasse ich ihre Äußerung von ihr nach Sex mit einer anderen Frau von meiner Seite noch unbewertet zur Diskussion im Raum zwischen uns stehen, so nehme ich mir auch das Recht, dies für mich ebenso zu verbalisieren. Zugegeben, mir geht der A**** dabei auf Grundeis...
Ich habe auch lange über die von ihr erwähnte Option des Zuschauens nachgedacht - umso länger ich darüber nachgedacht habe, umso mehr sehe ich es, ich weiß nicht direkt wie ich es für mich treffend benennen sollte, als Legitimierungsversuch an. Nach dem Motto " du warst ja auch dabei..." - also muss es für dich ok sein.
Rein gefühlt ist es absolut nicht möglich für mich - mir würde sich dabei der Magen umdrehen.
Wie von mehreren hier geschrieben - es wird eine Probe für das Vertrauen. Bei mir in der Stadt gibt es ganz pragmatisch gesehen doch mehr "Optionen" und eine gewisse Anonymität wie bei ihr auf dem Land. Ich werde nochmals mit ihr in ein tiefgründiges Gespräch gehen und hoffe und erwarte, dass mit der erwähnten Forderung nach "gleichem Recht für alle" für sie auch die emotionale Tragweite ihrer Wunschäußerung - gespiegelt wieder von mir zu ihr - klar hervortritt.
Wie auch hier jemand schrieb - "die absolute Sicherheit für die Beziehung gibt es nie".
Nochmals danke für euren Input!
LG T.