Gelangweilt1986
Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,
mich würde mal eure Meinung zu folgendem Sachverhalt interessieren:
Seit dem 01.10. bin ich arbeitslos, da mein Vertrag nicht verlängert wurde und ich muss sagen, dass ich anfangs nichtmal so unglücklich darüber war, da die Stelle eh Mist gewesen ist. Natürlich bemühe ich mich täglich um einen neuen Job (Stellensuche, Bewerbungen schreiben).
Mein Partner ist in einem IG-Metall-verankerten Betrieb angestellt und arbeitet 35h in der Woche, hat zudem keine 5 min Anfahrtsweg und ist somit nie länger als 8 Stunden außer Haus. Ich will damit sagen, er ist kein Workaholic und hat auch einen recht gediegenen Job, in dem es selten stressig zugeht, wie er selber sagt.
Trotzdem ist er der Meinung, jetzt, wo ich arbeitslos bin, könne ich ja den kompletten Haushalt übernehmen und er müsse keinen Finger mehr krumm machen. Klar ist es für mich selbstverständlich, dass ich den Großteil erledige, da ich ja neben meinen Bewerbungen quasi den ganzen Tag dafür Zeit habe. Was mir aber sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass er alles stehen und liegen lässt, wie er grad lustig ist und wirklich GAR NICHTS mehr macht.
Sprich, er geht auf die Toilette, macht das Klopapier leer und ist sogar zu faul, eine neue Rolle hinzuhängen. Er lässt schmutziges Geschirr auf der Küchenplatte stehen, statt es mit einem Handgriff in die Spülmaschine zu räumen, überall wirft er seine Klamotten hin und wenn er nachhause kommt, erwartet er im Grunde, dass ich (zur Zeit ohne Auto, da ich es mir nicht leisten kann) bereits den Großeinkauf erledigt und was Tolles für ihn gekocht habe.
Ich bin eigentlich den ganzen Tag nur am rödeln, gehe dreimal mit dem Hund, mache Wäsche, putze, sauge, bringe den Müll runter, eben alles was so anfällt, und dann kommt er nachhause und beschwert sich z.B. über nicht geputzte Fenster oder darüber, dass ICH mal was stehenlasse und nicht sofort wegräume. Oder dass ich nicht jeden Tag eine super Idee habe, was ich denn kochen könnte. Da kommen dann Sprüche wie "Warum hast du dies / jenes nicht gemacht? Du hattest doch den ganzen Tag Zeit!?"
Ganz ehrlich, die ersten Tage meiner Arbeitslosigkeit habe ich wirklich genossen. Ich hatte genug Zeit für den Haushalt, es blieb nix liegen und ich konne alles ohne Stress über den Tag erledigen. Aber inzwischen fühle ich mich eigentlich nur noch unter Druck, dass ich möglichst alles fertighaben muss, wenn er um 15 Uhr von der Arbeit kommt.
Zudem fühle ich mich förmlich kontrolliert von ihm. Kaum ist er außer Haus, trudelt schon die erste SMS ein: "Was machst du? Bist du schon aufgestanden? (Natürlich bin ich das, ich stehe ganz normal morgens um 6 Uhr mit ihm zusammen auf und mache dann mein Zeug)" und diese Fragen kommen alle 1-2 Stunden. Er will immer genau wissen, was ich tue oder ob ich XY schon gemacht hätte.
Ich muss dazusagen, dass wirklich alles picobello ist, wenn er heimkommt und das JEDEN Tag. Es liegt nichts rum, alles ist aufgeräumt und ich sauge und wische auch täglich, da wir wie gesagt einen Hund haben, der nicht gerade wenig haart. Er hat NICHTS mehr zu erledigen und das Wenige, was bleibt, ist ihm zuviel.
Ich habe auch immer mehr das Gefühl, dass er es nicht ertragen kann, wenn ich mal nichts mache. Sobald ich mich hinsetze und z.B. auf dem Handy was lese, TV schaue oder was auch immer, fällt ihm grundsätzlich was ein, das ich tun soll. Das war im Übrigen schon immer so, nicht erst, seit ich arbeitslos bin. Er hat es nie ertragen, dass ich einfach nur mal dasitzen und meine Ruhe haben möchte. Und jetzt versteht er das noch viel weniger, denn "du hast doch den ganzen Tag eh nix tun tun!"
Was meint ihr zu der Sache?
mich würde mal eure Meinung zu folgendem Sachverhalt interessieren:
Seit dem 01.10. bin ich arbeitslos, da mein Vertrag nicht verlängert wurde und ich muss sagen, dass ich anfangs nichtmal so unglücklich darüber war, da die Stelle eh Mist gewesen ist. Natürlich bemühe ich mich täglich um einen neuen Job (Stellensuche, Bewerbungen schreiben).
Mein Partner ist in einem IG-Metall-verankerten Betrieb angestellt und arbeitet 35h in der Woche, hat zudem keine 5 min Anfahrtsweg und ist somit nie länger als 8 Stunden außer Haus. Ich will damit sagen, er ist kein Workaholic und hat auch einen recht gediegenen Job, in dem es selten stressig zugeht, wie er selber sagt.
Trotzdem ist er der Meinung, jetzt, wo ich arbeitslos bin, könne ich ja den kompletten Haushalt übernehmen und er müsse keinen Finger mehr krumm machen. Klar ist es für mich selbstverständlich, dass ich den Großteil erledige, da ich ja neben meinen Bewerbungen quasi den ganzen Tag dafür Zeit habe. Was mir aber sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass er alles stehen und liegen lässt, wie er grad lustig ist und wirklich GAR NICHTS mehr macht.
Sprich, er geht auf die Toilette, macht das Klopapier leer und ist sogar zu faul, eine neue Rolle hinzuhängen. Er lässt schmutziges Geschirr auf der Küchenplatte stehen, statt es mit einem Handgriff in die Spülmaschine zu räumen, überall wirft er seine Klamotten hin und wenn er nachhause kommt, erwartet er im Grunde, dass ich (zur Zeit ohne Auto, da ich es mir nicht leisten kann) bereits den Großeinkauf erledigt und was Tolles für ihn gekocht habe.
Ich bin eigentlich den ganzen Tag nur am rödeln, gehe dreimal mit dem Hund, mache Wäsche, putze, sauge, bringe den Müll runter, eben alles was so anfällt, und dann kommt er nachhause und beschwert sich z.B. über nicht geputzte Fenster oder darüber, dass ICH mal was stehenlasse und nicht sofort wegräume. Oder dass ich nicht jeden Tag eine super Idee habe, was ich denn kochen könnte. Da kommen dann Sprüche wie "Warum hast du dies / jenes nicht gemacht? Du hattest doch den ganzen Tag Zeit!?"
Ganz ehrlich, die ersten Tage meiner Arbeitslosigkeit habe ich wirklich genossen. Ich hatte genug Zeit für den Haushalt, es blieb nix liegen und ich konne alles ohne Stress über den Tag erledigen. Aber inzwischen fühle ich mich eigentlich nur noch unter Druck, dass ich möglichst alles fertighaben muss, wenn er um 15 Uhr von der Arbeit kommt.
Zudem fühle ich mich förmlich kontrolliert von ihm. Kaum ist er außer Haus, trudelt schon die erste SMS ein: "Was machst du? Bist du schon aufgestanden? (Natürlich bin ich das, ich stehe ganz normal morgens um 6 Uhr mit ihm zusammen auf und mache dann mein Zeug)" und diese Fragen kommen alle 1-2 Stunden. Er will immer genau wissen, was ich tue oder ob ich XY schon gemacht hätte.
Ich muss dazusagen, dass wirklich alles picobello ist, wenn er heimkommt und das JEDEN Tag. Es liegt nichts rum, alles ist aufgeräumt und ich sauge und wische auch täglich, da wir wie gesagt einen Hund haben, der nicht gerade wenig haart. Er hat NICHTS mehr zu erledigen und das Wenige, was bleibt, ist ihm zuviel.
Ich habe auch immer mehr das Gefühl, dass er es nicht ertragen kann, wenn ich mal nichts mache. Sobald ich mich hinsetze und z.B. auf dem Handy was lese, TV schaue oder was auch immer, fällt ihm grundsätzlich was ein, das ich tun soll. Das war im Übrigen schon immer so, nicht erst, seit ich arbeitslos bin. Er hat es nie ertragen, dass ich einfach nur mal dasitzen und meine Ruhe haben möchte. Und jetzt versteht er das noch viel weniger, denn "du hast doch den ganzen Tag eh nix tun tun!"
Was meint ihr zu der Sache?
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