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Papa :-(

  • Starter*in Starter*in lumiere_de_ciel
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lumiere_de_ciel

Gast
Hallo

Zur Zeit weiss ich einfach nicht was ich machen soll..........
Meinem Vater geht es sehr schlecht.........
Vermutlich hatte er wieder einen Schlaganfall oder einen Epeleptischenanfall.
Nachdem meine Schwestern ein riesen Theater gemacht haben von wegen Abschied nehmen habe ich heute noch mal mit meiner Mama telefoniert.
Der Mann ist immerhin 83 Jahre alt.
Es scheint wirklich so zu sein das seine Uhr abläuft.
Er schläft nur noch und regaiert nicht mehr wirklich.
Nun er will nicht mehr ins Krankenhaus was ich auch verstehen kann denn die Pflege und Umsorgung die er zu hause hat, hat er im Krankenhaus nicht.

Ich weiss einfach nicht was ich machen soll ich habe Angst meinen Geschwistern und meiner Mama vor den Kopf zu stossen wenn ich sage nein ich will nicht dabei sein wenn er geht.
Oder auch wenn er gegangen ist ihn noch mal an zu sehen.
Ich will einfach nicht dabei sein ich will ihn wenn so in Erinnerung behalten wie er war.
Dann mache ich mir noch Gedanken ob ich meinen Kinder (14 und 9) jetzt schon was sagen soll das ihr Opa wahrscheinlich sterben wird.
Es ist ein absolutes scheiss Gefühl dieses dazwischen hängen dieses warten auf den Tod.........
Könnt ihr mir vielleicht Tips geben ?

Danke Euch Olive
 

Hallo lumiere_de_ciel,

schau mal hier: Papa :-(. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Und wenn sie dann wirklich sauer sind, finde ich das nicht fair. Es ist doch normal das jeder mit so etwas anders umgeht. Ich würde dir raten erstens rede mit deinen Geschwistern drüber und versuch ihnen klar zu machen wie schwer das alles is. Sag ihnen auch das du trotzdem für sie und ihre trauer da bist. Zweitens würde ich sagen ja rede auf jedenfall mit deinen Kindern und mache ihnen bedeutsam das ihr Opa bald erlöst wird, versuch aber es nicht als schrecklich hin zu stellen sondern ihnen klar zu machen, dass es okay ist wenn sie traúrig sind aber das sie auch dran denken sollen, dass ihr Opa sich dann auch nicht mehr so quälen muss. Denn so wie es ihm geht quält er sich wirklich! 3. Lass deinen Kindern die Wahl ob sie ihn nocheinmal sehen möchten und wenn ja dann erfüll ihnen diesen Wunsch, insofern das möglich ist.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig?

Lieben Gruß
Desertrose

"Ich war die kerze,die die Flamme brauchte, du hast mich angezündet und gelacht."
 
Hallo Olive,

ich kann Dich sehr gut verstehen, daß Du Angst vor dem Tod Deines Vaters hast und auch Deine Verzweiflung. Ich selbst habe meinen Vater vor 5 Jahren verloren, aber ich hatte keine Zeit zum Abschiednehmen. Er ist einfach umgefallen und war tot mit 53 Jahren. Die Ärzte konnten uns damals nicht sagen, ob es ein Herzinfarkt oder ein Gehirnschlag war, was hätte es auch genutzt, es genau herauszufinden, er war ja schon gestorben.

Mir fehlt immer noch, daß ich nicht ein letzes Mal mit ihm sprechen konnte. Ich habe aber, als er aufgebahrt war, noch ein letztes Mal seine Hand drücken können, und das hilft mir.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft.

Sabine
 
Also, erstmal tut es mir sehr leid, es ist egal wie alt ein Mensch ist, es ist immer zu früh wenn er geht.
Ich würde an deiner stelle meinen Kids noch nichts konkretes sagen, was den Tod betrifft.
Du sollst für dich selber entscheiden ob du bei ihm sein möchtest, und ob du ihn dann wenn es soweit ist noch einmal sehen möchtest. Es muss jeder für sich selber tragen.
Als meine Schwester am 01.07.2006 im sterben lag, hatte ich einfach das verlangen zu ihr zu fahren und mich zu verabschieden. Es hat mir einfach gut getan.....noch einmal an ihrer seite zu sein, wenn sie auch nicht mehr ansprechbar war.
Aber das ich sie nocheinmal gesehen habe, als sie für immer gegangen ist, damit kämpfe ich heute noch ganz schrecklich.
Nicht das es ein schlechter anblick war, nein im gegenteil.....nur kann ich es nicht verstehen, wie man da so liegt und nie wieder einen Atemzug macht.

Aber ich weiß auch, wenn man nicht bei ihnen ist in den letzten stunden, macht man sich ewig vorwürfe.
Glaube mir, es ist bestimmt ein schwerer weg für euch, aber ich denke mal er ist dei Papa.
Tu das was deine Gefühle zulassen und was du mit dir vereinbaren kannst. Sag allen was du möchtest und warum du es so möchtest, sie sollten es akzeptieren und auch verstehen.
Deine Kids sollten ihn auf jeden Fall so in erinnerung behalten wie sie ihn kannten.

Und nun lass dich mal ganz fest drücken....du musst jetzt stark sein.
War vielleicht keine große hilfe, aber so denke ich darüber.

LG
Schutzengel
 
hallo olivchen,

was du beschreibst habe ich zwei mal erlebt, einmal mit 6 und einmal mit 12..

bei meiner uroma war die sache für mich mit 6 eigentlich ganz "ok" meine eltern haben es mir ein wenig erklärt (geht weg, schläft für immer ein usw.) doch ansonsten haben sie mich denke ich mal ganz gut abgeschirmt sodas ich meine uroma in guter und lieber erinnerung habe.

naja als ich dann so 12 war, erkrankte mein opa an krebs..
es war ein sehr langer und schwerer leidens weg. da sich meine eltern auch zuhause um ihn kümmerten, bekamm ich alles direkt und täglich mit..
ich habe meinen opa sehr geliebt, doch es überforderte mich einfach, wenn er mich immer sehen wolle, auch wenn ich nur hallo sagen sollte. in diesem alter war es einfach zu viel einen leidenten und im sterben liegenden man zu sehen.. er war 56 und die sache zog sich über fast ein jahr.. mal abgesehen von der zeit danach in der sich alles nur um erbe nachlass usw. drehte..
vorher hatte er immer alles für mich getan, ich war sein ein und alles wie es so schön heißt.. doch plötzlich schien ich nicht mehr zu exsitieren egal was ich anstellte oder wie sehr ich mich zurück zog..

damals stand ich am anfang der pubertät und ich verbrachte jeden tag bis auf die gemeinsamen essen allein.. sicher konnte ich mit keinen anderen 12jährigen über das wimmern und leiden meines opas reden, auch meine familie die sich tagelang ins dunkel setzte und anschwig (was ich bis heute nicht verstehe) konnte ich nicht verstehen..
nun ich wurde ja ein "mann" wie sollte ich also auf die frage: ist es ok wenn wir im moment so wenig zeit für dich haben? antworten..
natürlich sagte ich ja, mein got ich brauch keinen, und ich kann auch schon alleine zur schule, hausaufgaben machen oder meine zeit verbringen..

wenn ich ehrlich bin und ob das jetzt jemand verteufelt oder nicht.. ich denke dass ich schon ein wenig eifersüchtig war.. er bekamm alle nur erdenkbare aufmerksamkeit und ich musste ihm auch noch welche geben, jeden tag.
was ich damals so cool und einfach fand, war das ich jede schlechte note damit rechtfertigen konnte.. nun ja es war auch weiter keine zeit zum schimpfen.. leider 🙁
ich habe meinen opa über alles geliebt, doch ich war bis heute nicht ein einziges mal an seinem grab.

ich weiss nicht ob dir meine geschichte hilft,
doch vieleicht verstehst du was ich sagen möchte, gerade in diesem alter findet ein wichtiger entwicklungsprozess deiner kinder statt..
und Du musst niemanden etwas recht machen, triff bitte deine eigene entscheidung mit der du für dich allein gut leben kannst.
wenn jemand stirbt oder geht, will er sicher nicht dass das leben der hinterbliebenen aufhört glücklich zu sein..

ich wünsche dir alles erdenklich gute
leta
 
Liebe Olive,
leider sitzt du alleine vor dem Rechner, viel lieber würde ich jetzt neben dir sitzen und deine Hand halten, denn ich kann sehr gut nach empfinden wie es in dir aussieht. Es tut mir sehr leid, daß es deinem Vater so schlecht geht und vielleicht in naher Zukunft für immer gehen muß. Von meinen Eltern mußte ich mich vor 13 (Mutter) bzw. vor 11 Jahren (Vater) verabschieden, beide waren gerademal 57 Jahre und jetzt vor einem Monat ist meine Schwiegermutter im Alter von 73 Jahren verstorben. Meinen Vater und meine Schwiegermutter habe ich auf ihrem letzten Stück des Lebens begleiteten dürfen und ich meine sie spüren es, wenn sie nicht alleine sind. Auch wenn es nicht einfach ist, ich würde es immer wieder tun. Schutzengel hat recht, den Moment wo sie für immer gegangen sind werden wir nie begreifen - warum soll der Mensch nun tot sein? - er sieht doch gar nicht anders aus wie vorher auch? - wieso ist das so? Das wird einen immer beschäftigen und begreifen werden wir dies nie können. Leider konnte ich mit meiner Mutter nicht dieses letzte Stückchen gehen. Sie ist ganz plötzlich am Herzinfarkt, ganz alleine in ihrem Auto gestorben. Sie wurde erst in den frühen Morgenstunden von jemanden gefunden der zur Arbeit fuhr. Das ich nur noch vor ihrer leblosen Hülle stehen konnte, belastet mich mehr als hätte ich sie auf dem letzten Stück begleiten können, aber ohne Abschied hätte ich auch sie nicht gehen lassen können. Die Angst vor dem gewissen Moment wird auch bei mir nicht weniger, aber das Gefühl bis zum Schluß bei ihnen gewesen zu sein und das sie nicht alleine waren lässt einen die Angst überwinden. Schlußendlich kannst nur Du selber entscheiden. Vielleicht findest du ja mal die Ruhe dich irgendwo ganz alleine für dich hinzusetzen und an vergangene Zeiten mit deinem Vater zu denken - was ihr so zusammen erlebt habt - alles was dir so in den Sinn kommt - es wird eine riesen Flut an Erinnerungen und man staunt wieviel man doch mit ihm erlebt hat auf seinem Lebensweg. Vielleicht hast du dann ganz von alleine den Wunsch ihn das letzte Stück auch noch zu begleiten.
Deine Kinder würde ich nicht direkt damit konfrontieren, sie können das noch gar nicht richtig verstehen, wie auch wenn wir Erwachsene es noch nicht mal können. Das er sehr, sehr krank ist haben sie doch bestimmt schon mitbekommen und das Verhalten der Erwachsenen wird sie von ganz alleine mit dem richtigen Gefühl vorbereiten. Kinder haben ein viel sensibleres Empfinden als wir meinen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nun auf dich zukommende Zeit und das dich dein Gefühl auch die richtige Entscheidung treffen lässt.
Sei lieb umarmt!

Zaubermaus
 
Hallo Olive,

auch ich kann dich gut verstehen, doch bedenke, dass dir es dir u.U. später leid täte, wenn du dich von deinem Vater nicht persönlich verabschiedet hättest. Ich kenne da einige Leute, die auch unbedingt die Eltern in gesunder Erinnerung behalten wollten und deshalb nicht mehr hingegangen sind, als sie so schrecklich krank waren. Heute bereuen sie zutiefst, dass sie nicht dorthin gegangen sind, es verfolgt sie richtig.

Ich habe mich von meinem Vater verabschiedet und war auch dabei, als er gestorben ist. Ich konnte danach viel besser mit der Trauer umgehen, da ich ihn dort habe liegen sehen, kraftlos, gezeichnet und einfach nicht mehr in der Lage weiterzuleben. Manchmal, auch wenn es jetzt manche nicht nachvollziehen können, ist der Tod gnädig. Davon kann man sich allerdings nur überzeugen, wenn man selber hingeht und schaut.

Mit den Kindern solltest du schon reden, vor allem, wie krank der Opa ist und dass man auch damit rechnen muss, dass er bald stirbt. Kinder haben eine eigene Art, damit umzugehen. Am Besten jedoch, wenn man offen mit ihnen spricht. Ob sie den Opa nun nochmal sehen sollten, dass liegt in deiner Entscheidung, je nachdem, wie krank dein Vater ist. Da würde ich eher dazu tendieren, dass die Kinder den Opa so in Erinnerung behalten, wie sie ihn zuletzt gesehen haben.

Ich kann dir diese Entscheidung leider nicht abnehmen. Hoffe aber für dich, dass du einen guten Weg für dich und die Kinder findest. Ich drück dich ganz lieb.
 
Ich denke jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob er einen engen Angehörigen noch mal vor oder auch nach seinem Tod sehen möchte .

Als mein Opa sehr krank war ( Leberkrebs ) sind wir mit beiden Kindern da gewesen . Opa saß da und hat sich die Kinder immerzu angesehen als ob er sie aufsaugt . Reden konnte er leider nicht mehr . Der Große war da 6 und der Kleine grade geboren , Opa hat extra "gewartet" .

Dem Großen hab ich gesagt das Opa sehr krank ist und es sein kann das er bald in den Himmel kommt .

Wir waren auch zur Beerdigung dort ,aber ich wollte ihn auch nicht mehr sehen als er gestorben war, denn ich weiß ich hätte dieses Bild niemals vergessen . Mein Sohn war nicht an der Beerdigung dabei , wollte ihm das ersparen die Trauergemeinde zu sehen .

Denn er sah darin nicht trauriges, ok er war traurig Opa nicht mehr zu sehen ,aber Opa war jetzt bei den Engeln und er ist wieder gesund . Er hat im Himmel ein schönes "Leben".

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die nächste Zeit und Deinem Vater das er ruhig , friedlich und ohne Schmerzen diese Welt verlassen darf......


Alles Liebe Shalimar
 
Hallo Olive!

Erstmal möchte ich dir sagen, wie sehr ich mit dir mitfühle! Ich selbst habe vor zweieinhalb Jahren meine über alles geliebte Oma verloren, ich weiss sehr gut, wie du dich jetzt fühlst.

Auch ich hatte immer Angst davor, dass meine Oma in meinem Beisein sterben könnte. Ich dachte immer, ich würde das nicht aushalten. Aber als sie dann innerhalb einer Woche plötzlich schwer dahinsiechte und mir innerlich eigentlich klar war, dass es jetzt zum letzten kommen würde, da hielten mich dann keine zehn Pferde mehr. Ich war fast täglich im Krankenhaus und ich bereue es heute noch zutiefst, dass ich an dem Tag an dem sie starb, statt mittags auf mein übermächtiges inneres Gefühl, SOFORT ins Krankenhaus zu fahren nicht gehört habe. Ich wollte ja am nachmittag hin und wollte nicht einfach von der Arbeit verschwinden, wegen eines "dringenden Gefühls". In dem Moment am nachmittag, als ich aus der Haustür wollte um zu meiner Oma zu fahren, klingelte das Telefon und meine Tante teilte mir mit, dass meine Oma kurz vorher gestorben war.
Ich habe heute immer noch starke Schuldgefühle, weil ich nicht auf meine innere Stimme gehört habe.

Du musst nun auch tun, was deine innere Stimme dir sagt. Wenn du das Bedürfnis hast, deinem Vater beizustehen, dann tue das. Wenn du stattdessen das Gefühl hast, du schaffst es nicht, in seinen letzten Momenten dabeizusein, dann lass es auch. Deine Mutter und deine Geschwister müssen das akzeptieren. Es geht um deinen Seelenfrieden. Und wenn du im letzten Moment doch noch das Bedürfnis hast, deinen Vater Lebewohl zu sagen, dann spricht ja nichts dagegen, es zu tun.

Deinen Kindern solltest du meiner Ansicht nach die Wahrheit sagen. Sie sind in einem Alter, in dem sie sehr wohl verstehen was Tod bedeutet. Es "wegzuschweigen" hilft ihnen nicht. Heutzutage könnten sie jederzeit mit dem Tod lieber Menschen konfrontiert werden, daher meine ich, darf man das Scheiden des Opas und das Thema Tod nicht tabuisieren. Wenn deine beiden ihren Opa noch mal besuchen wollen, dann würde ich ihnen das gestatten. Vielleicht fällt es ihnen dann leichter, sich mit dem Sterben ihres Opas auseinanderzusetzten. Wenn sie das nicht möchten, ist es auch ok. Meine beiden waren damals 15 und 13. Sie wollten ihre Uroma nicht besuchen.

Ich drücke dich ganz fest .
 
Hallo du,

Ja es ist schwer, mein opa hat ein gehirn tumor, aber geht auchg bald von dannen aber sehr langsam. Sie müssen das akzeptieren, das du ihn nicht sehen kannst. Es tut verdammt weh, wenn man einen geliebten menschen "sterben"sieht. auch wenn es hart und kalt klingt. Sag es deinen Kinder, meine mutter hat mir auch erst verschwiegen was opa hat, mein vater hat es mir gesagt, weil ich schlimme befürchtungen hatte.

Kopf hoch und ich denk an dich, drück dich ganz fest
 

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