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Panische Angst vor Spinnen

Ich hatte als Kind und auch später noch Angst
vor Spinnen, Weberknechten, großen Mücken
etc. ... was letztlich dauerhaft half war, dass wir
ein altes Haus renoviert haben, in dem seit
Jahren nichts mehr gemacht wurde und sich
dort wirklich Hunderte von Spinnen aller Größen
eingenistet hatten. Es dauerte ungefähr 5-7 Jah-
re, bis wir alle gefangen und rausgetragen sowie
alle Ritzen abgedichtet hatten.

Es musste einfach sein. Zuerst nahm ich große
Gläser und feste Kartons zum Drunterschieben,
dann immer kleinere und inzwischen kann ich
sogar kleinere Exemplare in die Hand krabbeln
lassen, um sie rauszutragen.

Das war für mich der Schlüssel: nicht mehr zu
töten, was mein Adrenalin hochgetrieben hat,
sondern mit ihnen zu sprechen, sie zu schonen,
sie genau anzuschauen und ihnen ihr Leben zu
gönnen. Ich habe mir auch vorgestellt, wie viel
Angst diese wunderbaren Tiere wohl vor mir
haben müssen 😉

Du könntest mal anfangen, Spinnen zu malen
und ihnen lustige Hüte aufzusetzen, die Lippen
rosa anzumalen etc. – so änderst du die Ver-
knüpfungen in deinem Gehirn. Auch ihnen einen
Namen zu geben, kann helfen. Weberknechte
heißen bei uns z. B. jetzt alle "Mathilda".
 
Wow, danke für eure vielen Antworten! Es ist interessant, dass einige sogar ihre Angst überwunden haben.


Wenn du Angst hast, lass sie von einem Mitbewohner oder Nachbarn rausbringen.
Mein Mann ekelt sich leider auch🙈 Aber ich werde die neuen Nachbarn mal vorsichtig fragen, wie sie zu Spinnen stehen😊
Übrigens geht eine Spinne dem Menschen aus dem Weg, wenn sie kann. Also, sie wird sich nicht auf dich stürzen.
Ich weiss, du hast natürlich recht. Es ist eine sehr irrationale Angst.

An der Stelle möchte ich meine schlimmste Spinnenstory der letzten Jahre mit euch teilen.
In meiner alten Wohnung gab es im Bad über der Badewanne einen Lüftungsschacht mit Abdeckgitter. Eines Abends bemerkte ich in der Badewanne seltsame Staubflocken, die aus dem Schacht stammen mussten. Ich dachte mir nicht viel dabei. Plötzlich hörte ich Geräusche aus dem Schacht, und als ich hinsah sah ich lange Beine aus dem Gitter hängen. Das musste eine riesige Spinne sein! Ich geriet total in Panik und rannte aus der Wohnung. Zum Glück war ein Nachbar zu Hause und eilte zu Hilfe. Ich konnte nicht in die Nähe des Bads, das hätte ich nicht ausgehalten.
Das befreite Tier entpuppte sich allerdings als Hornisse😂
 
Spinnen kann man meist einsaugen. Oder wenn du mutig bist: Glas überstülpen, Pappe drunter und sie draußen freilassen.

Ich habe selbst ein gewisses Unbehagen vor Spinnen, doch in Vergleich zu Wespen und Co, würde ich Spinnen im Haus immer vorziehen.
Ähm der Thread ist zwar ziemlich alt aber egal: es gibt auch spezielle "Spinnengreifer", sehen aus wie Bürsten die die Spinne quasi umarmen und schadlos transportieren können. Gibt sicher auch Teleskopstäbe für besonders viel "Sicherheitsabstand" zur Spinne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar, der Thread ist alt, aber irgendwie zeitlos. Ich bin ja auch absolut gegen das Töten, besser finde ich es, Spinnen, Insekten und anderes Getier, das man nicht im Hause will, behutsam nach draußen zu befördern. Und da die Thread-Eröffnerin gesagt hat, die kleineren Spinnen fände sie weniger schlimm, gäbe es doch die Möglichkeit, sich zunächst mit diesen zu konfrontieren. Also ein kleines Exemplar in ein Glas sperren und kurze Zeit zu beobachten, ehe man es ins Freie setzt. Oder z.B. eine Kreuzsspinne im Garten beim Netzbau und Beuteerwerb beobachten usw. Später kann man sich dann eventuell an größere Exemplare heranwagen. Aber Vorsicht! Denn nicht erst einmal ist es geschehen, dass ehemalige Arachnophobiker nach ihrer Konfrontation mit den Objekten ihrer Angst regelrecht besessen von den Achtbeinern waren und sich Vogelspinnen als Haustiere anschafften...
 
Ich rate dazu sich den Biestern zu stellen - es sind nur Insekten - und auch noch sehr sennsible und empfindliche!
Sensibel ist schwierig ohne Hirn in dem Sinne...
Insekten haben nicht einmal ein Schmerzempfinden, sie merken nur, dass was nicht stimmt, wenn sie verletzt sind.

Meine Spinnenphobie wurde deutlich besser, als ich mir einige Filme über Kraken angesehen habe, die ja ähnlich sind, da habe ich mich an die Form gewöhnt und das positiver verknüpft.
 
Sensibel ist schwierig ohne Hirn in dem Sinne...
Insekten haben nicht einmal ein Schmerzempfinden, sie merken nur, dass was nicht stimmt, wenn sie verletzt sind.
Zuerst einmal gehören Spinnen gar nicht wirklich zu den Insekten, auch wenn sie mit ihnen gern in einen Topf geworfen werden. Man kann sie beileibe nicht zu den niederen Tieren rechnen, als welche man ihnen immer und überall nach dem Leben trachtet. Und ja, sowohl Insekten wie auch Spinnentiere haben sehr wohl ein Gehirn, das sich zwar im Aufbau von jenem der Wirbeltiere gravierend unterscheidet, jedoch letztendlich aus den gleichen Neuronen aufgebaut ist wie bei uns. Unterhalb des Schlundes verbindet es sich zu einem weiteren Nervenknoten (etwas vergleichbar mit unserem Kleinhirn) und setzt sich durch den gesamten Körper in einem Strickleiternervensystem fort, verbunden über viele Knoten, welche zum Teil die Tätigkeit des Gehirns im Kopf der Tiere ergänzen. Insekten und Spinnentiere haben oft hochentwickelte Instinkte und auch ein Lernvermögen wurde bei ihnen inzwischen nachgewiesen. Zum Vorhandensein eines Schmerzempfindens sind keine genauen Aussagen möglich, einige wissenschaftliche Untersuchungen weisen jedoch zumindest darauf hin. Doch davon einmal abgesehen gibt es tausend Gründe, auch diesen kleinen, aber unglaublich komplexen Mitgeschöpfen mit Achtung und Respekt zu begegnen und ihnen nicht nach dem Leben zu trachten...
 

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