Landkaffee
Urgestein
Ich denke schon dass es helfen kann, sich nach und nach wieder mit Füssen an zu freunden.
Schrittweise.
Neben dem eine Verhaltenstherapie zu machen, besteht ja auch die Möglichkeit, selber zu versuchen, mit dem Thema "Füsse" besser klar zu kommen.
Lieber Gast, hier meine "Fussgeschichte" in der Hoffnung, Du traust Dich, Dir weiter Gedanken über Füsse zu machen und Dich so auch Deinen eigenen an zu nähern... :
Ich habe seit Jahren immer ´mal wieder Stress mit meinem Fuss (Verletzung) und weiss noch, wie mir damals ein Physiotherapeut sagte, ich müsse lernen, meinen Fuss zu lieben. Als ich seine Worte hörte, war ich schier entsetzt! "Wie, ich? Ich und deeen Fuss lieben...?"
"Ja!" meinte mein Physiotherpeut und lächelte mich aufmunternd an.
Dann er zählte er mir, was mein Fuss so alles kann, leistet, so als würde es sich bei dem Fuss um eine Person handeln, die ich stets nur eben in falschen Licht gesehen habe.
Ich staunte und dachte, der kann unmöglich diesen Fuss meinen.... .
Dann bat er mich, meinen Fuss ganz liebevoll zu streicheln.
Also, da ging mir doch bald die Hutschnur hoch. - Auch das noch!!!
Nein, das konnte ich noch nicht.
Das Thema liess mich nicht los. Nein, ich hatte ja vorher garnicht so gewusst, dass ich den Fuss nicht mag. - Ja, war aber wohl wirklich so, damals mochte ich den nicht und auch andere Füsse würdigte ich kaum eines Blickes. Okay, waschen muss sein, aber mehr bitte auch nicht. - So meine Einstellung damals.
Wie gesagt, mich liess das Thema nicht los und ich schrieb noch am selben Abend meinem Fuss einen imaginären Brief:"Lieber Fuss!..."
Nein, ich zerknüllte das Papier auf dem die Buchstaben standen, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte. Dann:"Blöder Fuss, was ich Dir schon immer ´mal sagen wollte.... . "
Nein, ging auch nicht, denn da hatte der Physio schon Recht gehabt, so ein Fuss, der ist garnicht ´mal so übel 😉. Schliesslich trägt und er-trägt er mich schon so lange Zeit.
Und unfair wollte ich ja auch nicht sein.
Aber so kam ich nicht weiter... .
Ich erzählte (so wie Du jetzt hier im Forum schriebst🙂) einer Freundin von dem Problem.
Die schmunzelte erst und lachte dann laut: "Waaas, Du hast Deinem Fuss schreiben wollen?
Geht´s noch?" Auch sie erzählte mir gleich von Fussfetischisten, von diesem und jenem.
Ich fühlte mich unverstanden.
- War aber im Nachhinein betrachtet garnicht so schlecht *denk*, denn eh´ich mich versah, fing ich an, meinen Fuss zu verteidigen.
Dass ich das tun würde, damit hatte ich selber nicht gerechnet. *lach*
Ein Freund schenkte mir ein Buch über Füsse. Nein, nichts wissenschaftliches oder so. Es ging um Zeichnungen von Füssen und war ganz witzig, ehr zum Lachen eben.
Meine Freundin, die mich erst nicht ernst genommen hatte, schenkte mir ein Paar Socken und auf einem Socken hatte sie ein Smiley gestickt und ich sollte sie wenigstens über den anderen Strümpfen im Haus tragen, damit ich immer sehe, wie gut es mein Fuss mit mir meint.
Ich dachte inzwischen selber schmunzelnd:"Sind denn jetzt hier alle bekloppt geworden?"
Meine Wahrnehmung veränderte sich. Füsse, überall Füsse.
Lange Füsse, breite Füsse, grosse Füsse, kleine Füsse, dicke Füsse und und und.
Ich erzählte meinem Physio davon und der lachte, holte einen Edding und malte auf meinen Fuss: einen Smiley. Entsetzt liess ich es geschehen.
Dann schlug er mir vor, ich solle meinem Fuss etwas Schönes gönnen: Rosenöl.
Boah! Das auch noch?!
Er merkte, das war mir zu viel.
Gleich kam er auf ein anderes Thema und dann wieder zum Fuss zurück.
Er erklärte mir ruhig und sachlich, ich würde meinen Fuss verlieren, wenn ich nicht lerne, ihn liebevoll zu beachten und zu versorgen.
- Naja, den Fuss verlieren, das wollte ich ja nun auch nicht.
Hätte ja u.a. bedeutet, nicht mehr so auf eigenen Füssen stehen zu können .... .
Damit hatte er mich, der Physio.
Ich träumte Nachts von Füssen, was ich nicht gerade so als angenehm empfand.
Aber es änderte sich etwas.... .
Eines Morgens stand ich auf, betrachtete meinen Fuss und sagte zu ihm:"Hallo, Kleiner, auf geht´s in den Tag und das Leben!" 🙂 (Er sagte leise."Ja und zwinkerte mir zu!" - Nein, *lach*, natürlich tat er das nicht. Aber ab da waren mein Fuss und ich wieder ein Team und heute gehört er schon lange richtig zu mir. Und er hilft mir, nein, nicht nur darüber, dass er mich trägt..... . Er ist mein Seismograph. Und immer wenn ich jetzt Ärger mit ihm habe, weiss ich, ich bin irgendwo als Mensch über meine eigenen Grenzen gegangen.)
DANKE, LIEBER FUSS! 🙂🙂
Wer weiss, lieber Gast, was Dir Deine Angst vor Füssen zu sagen hat..... . 😉🙂
Folge der Spur Deiner Angst!🙂🙂🙂
GLG
Landkaffee
Schrittweise.
Neben dem eine Verhaltenstherapie zu machen, besteht ja auch die Möglichkeit, selber zu versuchen, mit dem Thema "Füsse" besser klar zu kommen.
Lieber Gast, hier meine "Fussgeschichte" in der Hoffnung, Du traust Dich, Dir weiter Gedanken über Füsse zu machen und Dich so auch Deinen eigenen an zu nähern... :
Ich habe seit Jahren immer ´mal wieder Stress mit meinem Fuss (Verletzung) und weiss noch, wie mir damals ein Physiotherapeut sagte, ich müsse lernen, meinen Fuss zu lieben. Als ich seine Worte hörte, war ich schier entsetzt! "Wie, ich? Ich und deeen Fuss lieben...?"
"Ja!" meinte mein Physiotherpeut und lächelte mich aufmunternd an.
Dann er zählte er mir, was mein Fuss so alles kann, leistet, so als würde es sich bei dem Fuss um eine Person handeln, die ich stets nur eben in falschen Licht gesehen habe.
Ich staunte und dachte, der kann unmöglich diesen Fuss meinen.... .
Dann bat er mich, meinen Fuss ganz liebevoll zu streicheln.
Also, da ging mir doch bald die Hutschnur hoch. - Auch das noch!!!
Nein, das konnte ich noch nicht.
Das Thema liess mich nicht los. Nein, ich hatte ja vorher garnicht so gewusst, dass ich den Fuss nicht mag. - Ja, war aber wohl wirklich so, damals mochte ich den nicht und auch andere Füsse würdigte ich kaum eines Blickes. Okay, waschen muss sein, aber mehr bitte auch nicht. - So meine Einstellung damals.
Wie gesagt, mich liess das Thema nicht los und ich schrieb noch am selben Abend meinem Fuss einen imaginären Brief:"Lieber Fuss!..."
Nein, ich zerknüllte das Papier auf dem die Buchstaben standen, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte. Dann:"Blöder Fuss, was ich Dir schon immer ´mal sagen wollte.... . "
Nein, ging auch nicht, denn da hatte der Physio schon Recht gehabt, so ein Fuss, der ist garnicht ´mal so übel 😉. Schliesslich trägt und er-trägt er mich schon so lange Zeit.
Und unfair wollte ich ja auch nicht sein.
Aber so kam ich nicht weiter... .
Ich erzählte (so wie Du jetzt hier im Forum schriebst🙂) einer Freundin von dem Problem.
Die schmunzelte erst und lachte dann laut: "Waaas, Du hast Deinem Fuss schreiben wollen?
Geht´s noch?" Auch sie erzählte mir gleich von Fussfetischisten, von diesem und jenem.
Ich fühlte mich unverstanden.
- War aber im Nachhinein betrachtet garnicht so schlecht *denk*, denn eh´ich mich versah, fing ich an, meinen Fuss zu verteidigen.
Dass ich das tun würde, damit hatte ich selber nicht gerechnet. *lach*
Ein Freund schenkte mir ein Buch über Füsse. Nein, nichts wissenschaftliches oder so. Es ging um Zeichnungen von Füssen und war ganz witzig, ehr zum Lachen eben.
Meine Freundin, die mich erst nicht ernst genommen hatte, schenkte mir ein Paar Socken und auf einem Socken hatte sie ein Smiley gestickt und ich sollte sie wenigstens über den anderen Strümpfen im Haus tragen, damit ich immer sehe, wie gut es mein Fuss mit mir meint.
Ich dachte inzwischen selber schmunzelnd:"Sind denn jetzt hier alle bekloppt geworden?"
Meine Wahrnehmung veränderte sich. Füsse, überall Füsse.
Lange Füsse, breite Füsse, grosse Füsse, kleine Füsse, dicke Füsse und und und.
Ich erzählte meinem Physio davon und der lachte, holte einen Edding und malte auf meinen Fuss: einen Smiley. Entsetzt liess ich es geschehen.
Dann schlug er mir vor, ich solle meinem Fuss etwas Schönes gönnen: Rosenöl.
Boah! Das auch noch?!
Er merkte, das war mir zu viel.
Gleich kam er auf ein anderes Thema und dann wieder zum Fuss zurück.
Er erklärte mir ruhig und sachlich, ich würde meinen Fuss verlieren, wenn ich nicht lerne, ihn liebevoll zu beachten und zu versorgen.
- Naja, den Fuss verlieren, das wollte ich ja nun auch nicht.
Hätte ja u.a. bedeutet, nicht mehr so auf eigenen Füssen stehen zu können .... .
Damit hatte er mich, der Physio.
Ich träumte Nachts von Füssen, was ich nicht gerade so als angenehm empfand.
Aber es änderte sich etwas.... .
Eines Morgens stand ich auf, betrachtete meinen Fuss und sagte zu ihm:"Hallo, Kleiner, auf geht´s in den Tag und das Leben!" 🙂 (Er sagte leise."Ja und zwinkerte mir zu!" - Nein, *lach*, natürlich tat er das nicht. Aber ab da waren mein Fuss und ich wieder ein Team und heute gehört er schon lange richtig zu mir. Und er hilft mir, nein, nicht nur darüber, dass er mich trägt..... . Er ist mein Seismograph. Und immer wenn ich jetzt Ärger mit ihm habe, weiss ich, ich bin irgendwo als Mensch über meine eigenen Grenzen gegangen.)
DANKE, LIEBER FUSS! 🙂🙂
Wer weiss, lieber Gast, was Dir Deine Angst vor Füssen zu sagen hat..... . 😉🙂
Folge der Spur Deiner Angst!🙂🙂🙂
GLG
Landkaffee