Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Opportunismus

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Könnt ihr so was? Das einfach abhaken? Mir fällt das wahnsinnig schwer. Ich denke, es liegt daran, dass ich es nicht verstehe. Da bleibt immer die Frage, ob ich es verzockt habe.

Wenn sich mein Verhältnis zu einem Menschen verschlechtert, er mich angreift, kritisiert, plötzlich schlecht über mich redet, etc...dann nehme ich mir die Zeit, drüber nachzudenken. Was ist pasiert? Was habe ich zu der Person gesagt? Wie habe ich gehandelt? Ich versuche einfach zu hinterfragen und bin dabei ehrlich zu mir.

Wenn dabei herauskommt dass ich ein Idiot war und Scheiße gebaut habe, gehe ich hin und entschuldige mich aufrichtig - was ich beispielsweise bei 2 Menschen hier im Forum schon getan habe.

Und wenn dabei herauskommt dass die Anschuldigungen mir ggb. ungerechtfertigt und an den Haaren herbeigezogen sind, weiß ich, was ich von dem Menschen zu halten habe. Er hat mit seinem Verhalten / seinen Worten letztlich eine Aussage über sich selbst getroffen.

Und dann kickt man denjenigen aus seinem Leben.
So einfach ist das. 😉

Dr. Rock
 

Hallo Dr. Rock,

schau mal hier: Opportunismus. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Wenn sich mein Verhältnis zu einem Menschen verschlechtert, er mich angreift, kritisiert, plötzlich schlecht über mich redet, etc...dann nehme ich mir die Zeit, drüber nachzudenken. Was ist pasiert? Was habe ich zu der Person gesagt? Wie habe ich gehandelt? Ich versuche einfach zu hinterfragen und bin dabei ehrlich zu mir.

Wenn dabei herauskommt dass ich ein Idiot war und Scheiße gebaut habe, gehe ich hin und entschuldige mich aufrichtig - was ich beispielsweise bei 2 Menschen hier im Forum schon getan habe.

Ich bemühe mich, ehrlich zu mir selbst zu sein. Und ich habe auch kein Problem damit, mich zu entschuldigen.

Außerdem lebe ich eh lieber im Frieden mit Menschen.

Aber wenn da eben einfach nichts ist ...

Und wenn dabei herauskommt dass die Anschuldigungen mir ggb. ungerechtfertigt und an den Haaren herbeigezogen sind, weiß ich, was ich von dem Menschen zu halten habe. Er hat mit seinem Verhalten / seinen Worten letztlich eine Aussage über sich selbst getroffen.

Und dann kickt man denjenigen aus seinem Leben.
So einfach ist das. 😉

Dafür hast du meine Bewunderung. Ich quäle mich da echt mit. Denke dauernd drüber nach, was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt. Es nimmt mir sehr viel Freude am Leben, weil ich dauernd über meine Fehler grüble.

Und selbst wenn ich was falsch gemacht habe, kann man dann nicht einfach sagen, du bist ein A*******, belästige mich nie wieder? Dann weiß ich was Sache ist, dann kann ich an mir arbeiten oder auch sagen, sorry, aber so bin ich und so bleib ich. Aber ständig nach dem Fehler im System suchen zu müssen ...

Da kommt das Opfer in mir durch. Einerseits das Gefühl von "ich bin sowieso nichts wert", dann eben auch, dass mir eingehämmert wurde, dass ich "böse und für die Menschen schädlich bin". Und letztendlich ein starkes Versagensgefühl. Ich war als Kind immer darauf angewiesen, die Gefühle von Menschen lesen zu können, ihnen nach dem Mund zu reden, um mich selbst zu schützen. Da an der Stelle zu versagen, ist lebensgefährlich.

Sicher, ich bin viel selbstbewusster, viele Wunden sind geheilt, aber es ist eben noch nicht alles froh und bunt. Da sind noch immer viele schädliche Muster in mir. Und das ist eines.


Danke, dass ihr mir zuhört und antwortet. Da gibt es gerade leider nicht so viele Menschen, die ich um Rat fragen kann/will. So vielen von meinen Freunden geht es eh grad mies, die brauchen nicht noch meinen Müll.


Tuesday
 
Zitat:
Ich quäle mich da echt mit. Denke dauernd drüber nach, was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt. Es nimmt mir sehr viel Freude am Leben, weil ich dauernd über meine Fehler grüble.


Kann das sehr gut nachvollziehen. Man frägt sich warum und findet keine Antwort. Irgendwann wird es ein Kreislauf, der einen immer mehr nach unten zieht. Aber das weißt Du ja sicherlich alles. Wahrscheinlich ist es auch so, dass man damit sein ganzes Leben lang kämpfen muss. Ich bin irgendwann mal zum Entschluss gekommen, dass mir das Grübeln nicht hilft, sondern die ganze Sache nur verschlimmert. Also muss man es akzeptieren - soweit das geht - und Versuchen das Beste daraus zu machen. Die Ängste annehmen und zu sich selber stehen. Tolle Sprüche, ich weiß. Aber so wie man über sich selber grübelt aus Unsicherheit und Angst, kann man auch Lernen das Gegenteil zu praktizieren. Ist ein Konditionierungsprozess. Und irgendwann wird es selbstverständlicher und es funktioniert und man denkt darüber nach, wie man sich selber nur so quälen konnte. Ganz aber wird man es wohl nicht los, man kann nur besser damit umgehen.

Zitat
Und selbst wenn ich was falsch gemacht habe, kann man dann nicht einfach sagen, du bist ein A*******, belästige mich nie wieder? Dann weiß ich was Sache ist, dann kann ich an mir arbeiten oder auch sagen, sorry, aber so bin ich und so bleib ich. Aber ständig nach dem Fehler im System suchen zu müssen ...


Ständiges Grübeln führt Dich nur dorthin, wo Du nicht hinwillst und wo der Zweifel, Unsicherheit und Angst lauert. Wenn das Grübeln zum Zwang wird, solltest Du dagegen etwas unternehmen. Es nimmt Dir nur Deine Energien.


Da kommt das Opfer in mir durch. Einerseits das Gefühl von "ich bin sowieso nichts wert", dann eben auch, dass mir eingehämmert wurde, dass ich "böse und für die Menschen schädlich bin". Und letztendlich ein starkes Versagensgefühl. Ich war als Kind immer darauf angewiesen, die Gefühle von Menschen lesen zu können, ihnen nach dem Mund zu reden, um mich selbst zu schützen. Da an der Stelle zu versagen, ist lebensgefährlich.

Du klingst nicht böse, sondern gefühlsempfindsam. Daraus ergibt sich bei Dir anscheinend auch Gerechtigkeitssinn. Nun Du bist eine Ausnahme, Deine Umwelt ist nicht so wie Du und das ist doch das Problem. Eine Sensbilität steht einer Abgestumpftheit gegenüber, die auch noch versucht Deine Gefühle gegen Dich zu instrumentalisieren. Ich würde einfach sagen, dass Du du selber bleiben solltest (was anderes wäre eh Schwachsinn), aber Du nach Wegen suchen solltest, negaitve Gefühle abzublocken. Diejenigen die das zu dir sagen, wollen sich entweder selber "höher stellen" oder dich nur "verletzen". Das solltest Du nicht zulassen.
 
Mir geht es hier nicht um etwas Politisches, sondern um Privates.

Da lädt man einen Menschen in sein Leben ein, teilt seine Gedanken und Gefühle mit dieser Person, lässt ihn teilhaben am eigenen Leben, öffnet ihm den Weg zu den eigenen Freunden, tauscht sich über Lebenskonzepte aus und bekommt den Eindruck, der Mensch denkt ganz ähnlich.

Man steht diesem Menschen in schwierigen Zeiten bei, sorgt sich um ihn, man lacht und weint zusammen. So lässt man trotz aller Enttäuschungen in der Vergangenheit wieder Vertrauen zu.

Dann von heute auf morgen werden keine Mails mehr beantwortet.

Man wundert sich etwas, vermutet nichts Böses, macht sich eher Sorgen. Bis man erfährt, diese Person gehört jetzt zu denen, die man vorher noch gemeinsam in Frage gestellt hat. Okay, man wundert sich noch ein wenig mehr, hat aber irgendwie Hoffnung, nun ändert sich was in dem Laden. Weil auf die Person, so denkt man, kann man sich ja verlassen.

Und was passiert?

Von einem Tag auf den anderen hat die Person genau die gleichen abwertenden Sprüche drauf. Sie zeigt, dass sie sich für was Besseres hält und sie kriecht denen tief in den A****, die sie gestern noch abgelehnt hat.

Vorbei der Wunsch, "denen da oben" aufzuzeigen, wie abgehoben sie sind. Stattdessen straft sie dich ab dafür, dass du genau das tust, was die Person bisher immer unterstützt hat, offen deine Meinung sagen. Gestern fand sie es noch unmöglich, dass man in gewissen Kreisen die Wahrheit nicht aussprechen darf, heute ist es die Person selbst, die dir den Mund verbietet.

Das ist so widerlich. Ich kann gar nicht sagen, wie ekelig ich das finde. Ich fühl mich getäuscht, hintergangen und es macht mich in der Tat krank.

Was muss man für ein Mensch sein, wenn man sich hinterhältig in das Leben eines Menschen einschleicht und ihm gut Freund vorspielt, sein Vertrauen erschleicht und ihn dann eiskalt fallen lässt, ihn gedankenlos verletzt, weil man jetzt ja zu den anderen gehört?

Für mich ist das ein verabscheuungswürdiges, kriecherisches Verhalten, das ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen kann. Wie kann man von einem Tag auf den anderen alles vergessen oder verleugnen, wofür man gestern noch eingestanden hat?



Tuesday


hallo
soetwas habe ich mal mit meiner schwester (!) erlebt und ich dachte lange zeit das ICH etwas falsch gemacht habe. lange habe versucht ihr wieder näher zu kommen, doch ich stellte irgendwann fest, das sie es nicht nur mit mir so machte,das half mir dann zu sagen, ich kann nichts machen ausser sie aus meinen leben zu streichen,weil sie einfach so ist. sich drehen wie das blatt im winde und dasein wos am meisten zu holen gibt für einen. so sieht es für andere aus. doch ich habe feststellen müssen,das es anders ist. es sind oft menschen die an ihre eigenen gefühle nicht ran kommen, wie sollen sie da weite wege mit anderen gehn?....ohne gefühle zu leben ,sie zuzulassen und zu zeigen, kann keinerlei beziehung auf dauer bestehen, so zeihen diese menschen weiter,wenn eine bestimmte stufe der beziheung erreicht ist. manchmal die das sie auch was geben müssten von sich. weils sies nicht können,gehen sie zum nächsten...
eigentlich tun diese menschen mir leid.

ich weiss nict ob man das auf die person münzen kann,die dich tief getroffen hat mit ihrem verhalten,aber sich zu sagen,das man daran nicts ändern kann, eben auch oft weil der andere nicht will oder es garnicht kann, hilft dir eventuell,dich zu verabschieden und weiter zu gehn.
mir tat das damals unendlich weh und ich habe viele male versucht meiner schwester klar zu machen, wie sie mich behandelt hat,wie sie mir gegenüber tritt und acuh anderen. doch sie wollte oder besser gesagt sie konnte es nicht verstehen, wollte nicht,denn dann hätte sie ihren eigenen schutzmantel ausziehen müssen. ich denke im grunde haben diese menschen auch nru angst. angst sich zu zeigen und wieder verletzt zu werden.sie können gefühle nicht zulassen.oftmals kennen sie sie nicht einmal,können nichts an sich selbst ranlassen.

so sind sie eben mit vielen menschen zusammen ,aber nie wirklich bei einem.schade für sie. schade für uns,doch wir können da nichts dran ändern und wenn man sich selbst sagen kann,ich habe alles versucht, dann sollte man auch bereit sein zu gehen,um seiner selbst willen.

ich habe mich von ihr distanziert,weil ich eben eine sackgasse sah und selbstschutz wichtig fand.

manche dinge können wir nicht ändern,so auch andere menschen oftmals nicht im innern treffen.das ist traurig,aber ist so.das zu akzeptieren hilft dir vielelicht weiter gehen zu können. ich wünsche es dir.🙂
 
Aber wenn da eben einfach nichts ist ...

...dann ist da eben einfach nichts. Zieh dir doch nicht jeden Schuh an - wer weiß, was im Kopf des anderen vorging? Menschen sind dermaßen hochkomplex...

Dafür hast du meine Bewunderung. Ich quäle mich da echt mit. Denke dauernd drüber nach, was habe ich falsch gemacht, wo habe ich versagt. Es nimmt mir sehr viel Freude am Leben, weil ich dauernd über meine Fehler grüble.

Ich denke, selbstkritisch zu sein ist eine edle Eigenschaft, aber es hat auch Grenzen. Und diese wichtige & gesunde Grenze heisst "Selbstschutz". Wenn du dich durchleuchtet hast und zu dem Entschluß gekommen bist, definitiv keinen Fehler begangen zu haben, kannst du weiterhin mit dir im Reinen sein. Du hast alles gegeben, wozu du zu geben imstande bist, also gibt es auch keine "Schuld".

Und selbst wenn ich was falsch gemacht habe, kann man dann nicht einfach sagen, du bist ein A*******, belästige mich nie wieder? Dann weiß ich was Sache ist, dann kann ich an mir arbeiten oder auch sagen, sorry, aber so bin ich und so bleib ich. Aber ständig nach dem Fehler im System suchen zu müssen ...

Hättest du tatsächlich einen Fehler begangen und dieser andere Mensch wäre ein echter Freund der Wert auf dich legt, würde er konstruktiv mit dir über deinen Fehler sprechen und dir nicht vor dem Kopf stossen. Das würde ich zumindest von jemandem erwarten, den ich als Freind betitle.

Und da er dir das offenbar nicht getan hat, ist das doch auch eine Aussage über ihn, oder? Ich meine - ohne jetzt die exakten Hintergründe zu kennen - vielleicht hat derjenige nur auf eine günstige Gelegenheit gewartet, dich abzuservieren? Womit ich dir jetzt aber keinen Floh ins Ohr setzen will!

Deine eigene Meinung über dich ist das Wichtigste, nicht, was andere über dich denken oder dir über dich selbst verkaufen wollen. Wer steckt denn in deiner Haut?

Da kommt das Opfer in mir durch. Einerseits das Gefühl von "ich bin sowieso nichts wert", dann eben auch, dass mir eingehämmert wurde, dass ich "böse und für die Menschen schädlich bin". Und letztendlich ein starkes Versagensgefühl. Ich war als Kind immer darauf angewiesen, die Gefühle von Menschen lesen zu können, ihnen nach dem Mund zu reden, um mich selbst zu schützen. Da an der Stelle zu versagen, ist lebensgefährlich.

Deine Kindheit ist aber lange vorbei und du bist nicht mehr auf das Wohlwollen anderer Menschen angewiesen. Die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinversetzten und ihre Gefühle lesen zu können, ist sehr wertvoll - sie darf (sollte) dich aber nicht daran hindern dich abzugrenzen, wenn du erfährst dass jemand nicht gut für dich ist und dir schadet.

Da gibt es gerade leider nicht so viele Menschen, die ich um Rat fragen kann/will. So vielen von meinen Freunden geht es eh grad mies, die brauchen nicht noch meinen Müll.

Wir alle tragen doch unseren Packen, irgendwo, irgendwie. Es kann aber einander viel helfen und stützen, wenn man die Probleme zumindest doch mal untereinander bespricht und sich austauscht. Das ist oftmals sowieso leider das Einzige, was man untereinander tun und sich geben kann - eine Aussprache, Mitgefühl, Verständnis, eine Schulter zum Anlehnen. Die Arbeit, die eigene Situation zum Positiven zu verbessern, bleibt aber ohnehin bei einem selbst.

Aber das stärkt auch - je mehr Situationen man meistert, desto besser für einen selbst.

Grüße,
Rock
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben