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On-Off-Beziehung: ich kann nicht mehr!

Hier wieder Gast1:

das hast du wirklich sehr gut ausgedrückt und so ist es nämlich auch. Die Schläge sind psychisch, hier liegt eine Art der psychischen Gewalt vor. Und nur weil man die Folgen dieser Schläge nicht sehen kann, sind sie nicht weniger schlimm. Oft muss man noch Jahre damit kämpfen.

Ich habe mich so wie du im Internet sehr ausgiebig informiert und schlussendlich auch durch meinen Therapeuten das Feedback bekommen, dass das Verhalten nicht normal ist. Dass man damit entweder leben muss und sich wahrscheinlich auf Dauer selber verliert oder geht.

Mein Freund hat das immer so empfunden als müsste er mir gegenüber Rechenschaft ablegen weshalb er solch ein Verhalten an den Tag legt, dabei wollte ich einfach, dass er mir partnerschaftlich seine Gefühle mitteilt, damit ich ihn besser verstehen kann. Denn sowas macht ja eine Partnerschaft aus, man ist ein Team, man redet miteinander und erzählt einander, was einen bewegt. Vermutlich wird er nie auf diese Ebene kommen.

Freu dich über die Funkstille! Nach 2 Wochen bin ich leider echt schon wieder an dem Punkt meine Gefühle unter Kontrolle zu halten, denn ich komme zwar so klar, fühle mich nicht alleine, aber ein wenig vermissen tu ich ihn schon.
 
@Gast 2: Ja. Nein. Doch! Opferrolle! Leider noch etwas...Ich weiß es bringt nix, meistens bin ich ja auch bei klarem Verstand, genieße meine Freiheit, genieße die Natur, genieße meine Selbstbestimmung, mein Dasein. Aber manchmal, und ich hoffe, das nimmt einfach von allein ab, ich kann nicht so viel dagegen tun - kommen sie, die Gedanken. Groll, Trauer, Wut.
Ich bin so enttäuscht, ich fühle mich ausgenutzt, unfair behandelt. Ich habe Angst, immer in diesem Gefühl stecken zu bleiben. Ich denke so oft, ich hab das nicht verdient, ich bin doch "gut", aber scheinbar war diese Lektion nötig für mich. Sie anzunehmen, dauert wohl noch etwas.

@Gast 1: Tja, letztendlich haben meine Recherchen mir nichts gebracht, rein gar nichts. Bin ziemlich sicher zu dem Schluss gekommen, es ist Borderline, aber er hatte null Einsicht oder Interesse, sich überhaupt irgendetwas durch zu lesen oder anzuhören. Im Gegenteil: ich bin ja die Kranke, diejenige, die einer Therapie bedarf (und dahin hat er mich dann ja auch fast gebracht).
Und das ist dann auch das größte Problem, das ich sehe. Hätte er wenigstens in einem klaren Moment erkannt, es ohne Hilfe nicht zu schaffe oder in irgendeiner Form, dass er mich vor sich schützen muss in solchen Momenten...

Ach, was solls.

Aber es hilft sehr, das Schreiben hier. Ich danke euch!
 
Noch eine Frage, Gast 1: Was meinst du mit deinem letzten Absatz?

Bei mir ist es oft so gewesen, dass ich nach der ersten kurzen Panik darüber, dass er weg war, durchaus auch Erleichterung verspürte. Und dann schleicht sich nach ein paar Tagen immer stärker die Sehnsucht zurück.
Aber ich versuche mich da in die richtigen Gedankengänge zu lenken: Was, wenn er wieder da wäre, wir uns wieder versöhnten? Spätestens eine Woche später wäre ich wieder genau an dem selben Punkt wie heute.
Zwischendurch habe ich mich selber hinters Licht geführt und mir gesagt, ach was, ich genieße das jetzt, solange er da ist, wenn er wieder geht, geht er halt. Aber mein leidet immer wieder aufs neue, ich weiß nicht. Eine Wunde, die einem immer wieder aufs neue zugefügt wird und nicht verheilen kann.

Ich will es jetzt wirklich radikal mit Abstand versuchen, ich habe keine Hoffnung mehr. Nur, dass die Zeit irgendwann diese scheiß Sehnsucht verschwinden lässt.

Drecks Gefühle, echt. Wozu braucht man die...?
 
hier Gast1:

Mit meinem letzten Absatz meine ich genau das, was du mit deinem letzten Kommentar beschrieben hast. Irgendwie kommt manchmal einfach diese Sehnsucht durch und ich muss mir momentan wirklich immer sehr heftig ins Gedächtnis rufen, dass, wenn er wieder da wäre, es vielleicht eine Woche ganz schön wäre, ich aber dann wieder am selben Punkt angelangt würde. Er würde wieder ohne Gründe gehen und ich würde wieder bei mir auf dem Bett sitzen und weinen und mich fragen, wieso ich das verdient habe.
Er würde mich bei der nächsten Situation wieder schlimm beleidigen, würde egoistisch sein.
Wahrscheinlich erzählt er gerade seinen ganzen Freunden und seiner Familie was für ein schlechter Mensch ich bin, ich wäre ja streitsüchtig (seine Worte) und wäre einfach krank (auch seine Worte; ich kenne diese Anschuldigungen auch sehr gut). Nun ich leide wirklich an einer leichten Depression mittlerweile, was einfach damit zusammenhängt, dass ich in dieser Beziehung nie genug für mich eingestanden bin. Für meine Bedürfnisse, die immer als zu viel abgewiesen wurden. Es macht sich wie bei dir im Kleinen bemerkbar zurzeit. Ich kann endlich die Filme schauen, die ich gerne schauen wollte, ich muss meine Tagesplanung nicht ständig an seine anpassen, weil er sich nicht an Absprachen halten konnte, ich muss mir sein Gejammer über sein Leben nicht anhören, Verbesserungsvorschläge meinerseits wurden immer abgewehrt, weil ich mich dann aber auch bitte nicht einmischen sollte usw.

Doch mir geht es eigentlich gut, nur diese komischen Gefühle manchmal ... mal bin ich traurig, mal wütend, dann auch irgendwie erleichtert ... von allem etwas
 
An mein Herz, Gast1 !

Aber mal ehrlich, dann denke ich nach der Trauer und der Wut auch irgendwann wieder, ne, das solls jetzt noch nicht gewesen sein. Keine Lust, mein restliches Leben im 2-Wochen-Rythmus weinend auf dem Bett zu sitzen.

Ich bin eine tolle Frau und da draussen gibt es noch viele tolle Männer und eines Tages...wer weiß. Aber mit dem? Ne!
 
Mich hat es gerade voll erwischt...

Zugegeben, nicht die feine Art, ich hab mir ein Fake Account bei Facebook und Tinder zugeleget und ein bisschen spioniert. (schäm) Wir sind ins Gespräch gekommen, er wusste nicht, wer ich bin.

Seine Sätze über unsere Beziehung sind soooo krass: ich hätte ihn nie geliebt, es wären alles nur leere Worte gewesen, nur Lügen, es wäre die Hölle für ihn gewesen!

Ich bin kurz davor, ihn anzurufen, kann mich bitte jemand dringend zur Raison bringen?
 
Hi,

wenn es ihm Spaß macht zu lügen, lass ihn doch. Es genügt doch wenn du weißt wie es wirklich war... warum hast du überhaupt spioniert? Beim letzten Beitrag hatte ich irgendwie das Gefühl, das Ding wäre durch für dich.
Mit solchen Aktionen allerdings, wirst du wohl nicht den Absprung schaffen.
Lass ihn ziehen und lebe dein Leben... egal was er behauptet.
 
Ach keine Ahnung, dumme Neugier. In Verbindung mit Langeweile und Übermut. Aber meine Freundin hat mir schon den Kopf gewaschen und das Tief ist rum.

Die Liebe kriegt man halt nicht so schnell aus seinem Herzen und wenn man sowas liest, gibt es einem schon einen Stich.

Ich weiß ja was richtig ist. Und was ich theoretisch zu tun habe...Das war ein kurzer, schwacher Moment und ich habe meinen Preis sofort dafür bezahlt.

Ich WILL den Absprung und ich WERDE ihn schaffen. Punkt.

Aber danke...
 
Ich würde dir raten, den Fake-Account sofort (!) zu löschen.

Du scheinst mir ein Mensch zu sein, der sich selber wertschätzt und um seine Schönheit weiß. Aber dieser Mensch tut das nicht. Du hast versucht mit ihm zu reden... sogar damit klar zukommen, aber es ändert sich nichts, weil er sich nicht ändern will. Es ist das Schwerste auf der Welt, aber lass ihn los. Es gibt soviele Menschen, die respektvoll miteinander umgehen. Es gibt soviele Menschen, die dich glücklich machen können. Das ist es wirklich nicht wert. Wenn du ihn entgültig loslässt, gibst du der Sonne die Chance, eines Tages wirklich aufzugehen.

Viel Kraft dabei 🙂
 
Ja, ich habe bereits meine Spuren verwischt und alles gelöscht.

Ich glaube, kurzes Schwächeln ist verzeihbar, es ging mir wirklich nicht um die Nähe, sondern um mal zu horchen, (wieder vergewissern) wie er tickt. Und er ist krank, krank, krank, soviel ist gewiss.

Und ja, mein Leben ist schön, ich bin es auch und in 99,9 Prozent der Zeit bin ich froh, dass er weg ist. Und wenn ich mal Sehnsucht habe, greife ich nicht nach dem Telefon oder schreibe ihm, sondern bitte um Hilfe.

Vielleicht geht das auch noch eine gute Weile so...


Ich danke euch fürs Mut machen und unterstützen!
 

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