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ohne Weg

RunForAlone

Neues Mitglied
Hi erstmal.

Warum ich dies tue ist mir nicht bewusst!

Ich bin geboren und das erste woran ich mich erinnerte, war ein erbärmliches Kinderheim im Osten Deutschlands.
Gewalt war an der Tagesordnung.Jeden Tag.Nach viereinhalb Jahren kam ich nach Westdeutschland,.......warum auch immer.
Zum ersten mal sah ich meine Mom.Es waren wohl die einsamsten Jahre meines Lebens.Als Kind selbstständig auf zu stehen und pünktlich zur Schule zu erscheinen war sehr schwer.
Noch schwerer war es alleine am Abend ins Bett zu gehen.
So vergingen Jahre.
Erst mit neun Jahren kam ich zu einer Pflegefamilie in den Schwarzwald.
Meiner Mom war es zuviel.So suchte sie die Flucht in einer Straftat um mich los zu werden.Was ihr auch gelang.
Schmerzlich erinnere ich mich an diese Ersatz Familie.
Einmal saß ich 4 Tage ohne Essen da.Sie schlugen mich immer und immer wieder.Meine Hilferufe an ein Jugendamt verhallten.Bis diese Pflegefamilie die Schnautze von mir voll hatten.
Danach wurde es erträglicher.
Da war ich schon 14.
Doch heute quälen mich andere Dinge.
Mir ist bewusst das ich sehr schüchtern und ängstlich in allen Lebenslagen bin, für den Rest meines Lebens.
Nun frag ich mich wer mein Vater war.
Er war das andere Blut das sich in mir vereint.
Ich suchte eine Weile und traf auf einen jungen der unter Androhung seines Lebens ein 15 jähriges Mädchen köpfte und 4 mal ihren enthaupteten Kopf in die Luft werfen musste und fangen musste.Wenn er ihn fallen ließe würden sie ihn töten.
Ein anderer Junge beschrieb, wie er mit verbundenen Augen auf ein Schwein schießen musste.Nach dem vierten mal sah er seinen Vater blutend vor sich liegen.
Dies geschah aus dem Land, in dem ich eine Familie vermuten könnte. Väterlicher Seits.
Ich hab nur noch Angst und weiß nicht wo ich weitermachen soll.Dieses Leben ist kaput und ein anderes gibt es nicht.
Da ist keine Hoffnung.
Ich weiß noch nicht mal warum ich es hier schreib.
Vielleicht hat jemand ja aufbauende Worte, die helfen könnten.

Lg
 

Hallo RunForAlone,

schau mal hier: ohne Weg. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Dir kann doch egal sein wo du her kommst. Die einzige Frage, die dich, meiner Meinung nach weiter bringen kann, ist die was du jetzt bist, oder noch viel besser: Was willst du werden???
 
Ich verstehe das sehr gut, dass einem vergangene, schreckliche Erlebnisse sehr lange verfolgen können. Aber du solltest alle Kraft aufwenden, um diesen Gedanken zu entfliehen, wenn nötig brauchst du dazu therapeutische Unterstützung. Veränderung kommt nur dann, wenn du dein Denken auf die Zukunft ausrichten kannst.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.
 
Dir kann doch egal sein wo du her kommst. Die einzige Frage, die dich, meiner Meinung nach weiter bringen kann, ist die was du jetzt bist, oder noch viel besser: Was willst du werden???

Ich glaube das ist so nicht ganz richtig, denn jeder möchte eines Tages wissen woher er kommt, wo seine Wurzeln sind. Die Suche nach dem WARUM. Ich finde er muss es wissen um überhaupt eine Chance auf ein vernünftiges Leben haben zu können, denn die Fragen "wer, was, wann, wie, warum...." werden ihn immer quälen und werden ihm immer für einen Neuanfang im Wege stehen.

Das einzige was ich dir dazu raten kann, dass du dir jemanden nimmst, dem du vertraust, der mit dir diesen Weg zurückgeht um zu sehen woher du kommst, der aber für dich da ist und dich am Ende wieder umdreht und mit dir wieder zurückkommt. Es muss jemanden geben, der dir hilft der Vergangenheit den Rücken zuzukehren und möglichst weit sich davon zu distanzieren. Und denke immer mit jedem Schritt den du vorangehst, entfernst du dich einen deiner Vergangenheit. Man kann seine Vergangenheit nicht auslöschen, aber man kann es verhindern in ihr zu leben.

Was du erlebt hast ist mehr als menschenunwürdig, gar keine Frage, aber du lebst und du weißt, dass das alles FALSCH war. Nutze diese gute Eigenschaft von dir. Viele die das erlebt haben sind nicht im Stande sich anders zu verhalten.
 
@Angel

Ja, das ist vielleicht sogar besser.

Verdrängung ist wohl auch nicht immer so sinnvoll. Wenn man auf dem Schritt der Bewältigung auf diese Weise vorankommt, ist es vllt. besser als krampfhaft versuchen alles hinter sich zu lassen.
 
Das einzige was ich dir dazu raten kann, dass du dir jemanden nimmst, dem du vertraust, der mit dir diesen Weg zurückgeht um zu sehen woher du kommst, der aber für dich da ist und dich am Ende wieder umdreht und mit dir wieder zurückkommt. Es muss jemanden geben, der dir hilft der Vergangenheit den Rücken zuzukehren und möglichst weit sich davon zu distanzieren. Und denke immer mit jedem Schritt den du vorangehst, entfernst du dich einen deiner Vergangenheit. Man kann seine Vergangenheit nicht auslöschen, aber man kann es verhindern in ihr zu leben.

Ehrlich gesagt sehe ich keinen unterschied zwischen deiner und meiner Meinung, du benutzt nur andere und mehr Worte. Ich bin heute etwas ungeduldig, mmh.

Letztlich bleibts sich gleich wieso man seine Vergangenheit zurücklässt, feststehen dürfte, man muss es, damit es weiter geht.
 
Ehrlich gesagt sehe ich keinen unterschied zwischen deiner und meiner Meinung, du benutzt nur andere und mehr Worte.

sorry, aber wenn ich ANDERE Worte benutze, dann habe ich auch eine andere Meinung. Du sagst ihm kann es egal sein woher er kommt, ich sage, es ist wichtig zu wissen wo man herkommt. Also unterschiedlicher kann eine Meinung wohl kaum sein, oder??? 😕😕
 
sorry, aber wenn ich ANDERE Worte benutze, dann habe ich auch eine andere Meinung. Du sagst ihm kann es egal sein woher er kommt, ich sage, es ist wichtig zu wissen wo man herkommt. Also unterschiedlicher kann eine Meinung wohl kaum sein, oder??? 😕😕

Wenn er es ersteinmal weiß wird es ihm egal sein, läuft also aufs Gleiche raus, du denkst man müsse seine Zeit verschwenden nach dem Ursprung zu suchen und dann weiter gehen, ich denke das man sich das getrost sparen kann, weil es so oder so darin endet, dass er sich selbst sehen, entwickeln und denken muss.

Ich sage nicht es ist alles gleich, ich habe nur die Gemeinsamkeiten hervorgehoben, wenn du dich über die verschiedenen Gangarten zum gleichen Ziel aufregen möchtest wirst du das auch ohne mein Zutun erreichen. Ich mag Streit nicht, ich mag Zank nicht und ich mag es nicht wenn es so etwas dann auch noch für solche Kleinigkeiten gibt.

Erleichtert es dich nicht auch ein wenig, dass du nicht mit jedem Menschen kämpfen musst? Ist es nicht auch entspannend, wenn der andere einfach mal einlenkt? Geht es dir wirklich nur darum dich möglichst von meiner Meinung mit deiner Meinung abzusetzen? Wie soll dann jemals Einigung entstehen?

Aber zurück zum Thema:
Er kann sich weiter fragen wo er her kommt oder lässt es. Er kann seine Vergangenheit aufgeben oder er lässt es. Er kann aus seinem kaputten Leben in ein angenehmes zufriedenes Leben wechseln oder er lässt es. Aber es stehen ihm immer wenigsten zwei Möglichkeiten offen, und im Wesentlichen geht es mir genau darum: Er hat die Möglichkeit es zu ändern, unabhängig davon welchen Weg er wählt, kann er etwas ändern und insofern ist ihm tatsächlich zu helfen, wäre dies nicht der Fall würde es keinen Sinn machen hier irgendetwas schreiben zu wollen um jemand anderem zu helfen.

In diesem Sinne
Ganz Liebe Grüße
 
Angel.

Dir und allen anderen erstmal danke für eure Worte.

Es ist nicht nur die Vergangenheit.Sondern quälender ist die Frage auf der Suche vielleicht existierender Verwandten.
In Deutschland sind keine.
In meinem anderem Land kann ich auf die schon beschriebenen Dinge stoßen.Es geht mir so ans Herz.
Was ist wenn ich jemanden finden sollte und nur einen toten Menschen auffinde?Wie soll ich das Anfangen.Ich weiß gar nicht wie und wo ich suchen soll.
Für mich ist es sehr wichtig geworden zu wissen wer ich bin.
Ich dachte Jahrelang das es doch egal sei woher ich komm.
Aber so ist es nicht.Oft seh ich kleine Kinder auf der Strasse ,die schreiend zu ihrer Mom und ihrem Dad laufen.
Das konnte ich nie.
Ich muss damit leben.Aber ich will nicht das ein Halbgeschwister dies und noch schlimmeres erleben muss.Keiner sollte das.
Es ist die Ungewissheit was ich finden werde und noch nie in dem Land war.Aber jemanden zu finden dem ich verwandt bin ist doch spannend und würde mir zeigen nicht allein zu sein.
 
@JanTella
sorry wenn du dich von mir angegriffen gefühlt hast. Ich möchte weder hier noch sonst irgendwo einen Streit vom Zaun brechen, aber wenn man seine Meinung nicht vertreten darf, dann sollte man wohl besser garnichts von sich geben. Aber auf solche Leute trifft man leider öfter, und treiben einen in ihrer Krise noch ein Stück tiefer, denn man glaubt ja ohnehin schon alles falsch zu machen und wenn man dann noch angegriffen wird, weil man seine Meinung unterstreicht ohne dem anderen überhaupt etwas Böses zu wollen, dann hat man wieder versagt...
Weniger ist oft mehr....

@RunForAlone
Wenn du es für dich tun musst, dann solltest du es tun, aber geh den Weg nicht allein. Gerade weil du nicht weißt auf wen oder was du treffen wirst, solltest du jemanden haben, der dir hilft wenn dich etwas aus der Bahn wirft.
Egal wen oder was du finden wirst, denk immer daran, dass dies alles geschehen ist OHNE das du etwas dafür kannst. Du darfst dir niemals die Schuld geben an das wo andere versagt haben.
 

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