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Offenes Gruppenkonzept in der Kita- Katastrophe

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Die Kita ist doch keine Erstaz für eine Familie. Sicherlich kommt es auch immer auf die Umsetzung diese Konzepts an, aber ich würde es wirklich nicht als Aufbewahrungsstelle bezeichnen.


Nein, ist sie nicht, aber eine Erzieherin sollte schon Werte vermitteln und auch ein Stück weit erziehen und das kommt mir mit dem offenen Gruppenkonzept zu kurz. Ich sehe völlig ein, wenn Jugendliche in der Oberstufe ihre Leistungskurse wählen, aber 3 Jährige sind mir da einfach noch zu klein.
Hier ist die Erzieherin eher sowas wie der Präsentationsmensch eines Teleshoppingsenders.
Kommt sicher auch im einzelnen darauf an, aber ich halte nicht viel davon.

An 2 Wochentagen kann ich mir das vorstellen, aber nicht ständig.

Das finde ich genauso schrecklich wie jemand, der sein Kind mit 3 anziehen lässt was es will. Das Entscheidungen treffen sollten Kinder ja auch lernen dürfen, aber dabei sollte man sie doch schon begleiten können.


Wer hat denn früher mit uns, mir gebastelt? Wir haben selber unsere Kreativität entwickelt, sind selbst darauf gekommen, dass man sich bestimmte Dinge selbst basteln musste, wenn man sie haben wollte, aber nicht hatte.



Trotzdem hat mir und meinen Freunden als Kind ein Erwachsener Impulse gegeben. Auch beim basteln. Kinder lernen ja von den Älteren. Ein Kind fällt ja nicht vom Himmel und bringt sich alles selbst bei. Ich hatte selbst eine Erzieherin, die sehr mütterlich war und uns Kindern immer wieder Inspirationen gab und auch mal half, wenn wir Schwierigkeiten hatten. Von allein wäre ich z.B. nicht auf die Idee gekommen Kastanien zu sammeln und sie zu Herbsttieren zusammenzufügen. Kreativität muss man bei Kindern ja auch entfalten und fördern.

Ein Kind sollte auch Kind sein dürfen und kein kleiner Erwachsener sein, der mit 3 schon bestimmt, welche Farbe das nächste Auto hat oder wohin die Familie in den Sommerurlaub fährt.

Vor allem kommt es darauf an, wie man es umsetzt.

Auf jeden Fall. Ich finde den Grundgedanken hinter diesem Konzept sehr gut. Nur würde ich mein Kind ungern in eine Kita geben, in der das Konzept an 5 Tagen die Woche umgesetzt wird. Mir fehlt hier einfach die individuelle Förderung. Mein Sohn ist z.B. laktoseintolerant. War er schon in der Kita. Ich frage mich, wie die Erzieher das da unterscheiden wollen. Mit 3 hatte mein Kind nämlich noch kein Bewusstsein für seine Allergie. Der hätte auch Milcheis angenommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Allergien etc gab es zb Zettel in der Küche, sowie im „Speiseraum“.

Natürlich gibt es auch Angebote für die Kinder umd es heißt nicht das die Kinder den ganzen Tag machen können was sie wollen. Wenn. Kind zb gar nicht bastelt wird es von den Erziehern zb auch mal aufgefordert was auszuschneiden.

Zu Infoweitergabe , man läuft als Erzieher, wenn man zb auf Klo etc geht auch mal aneinander vorbei, da wird es z.B dann weiter gegeben . Und in ganz dringenden Fällen wurde daheim angerufen. Also bei uns kamen immer alle Infos an.

Natürlich findet auch in so einer Kita Schulvorbereitung statt, die großen sind doch was besonderes. Man ist doch stolz ein Vorschulkind zu sein. Einmal die Woche nachmittags hatten die Kinder Vorschulturnen, vormittags ( ich glaub 2 mal die Woche) ihre Vorschulgruppe , wo dann zb Arbeitsblätter etc bearbeitet wurden, mit den großen wurden Ausflüge zur Feuerwehr, Zoo, Bücherei etc gemacht.

Es gab auch Angebote nach Alter wie zb die Waldwoche ( n 1 j ist nicht so gut zur Fuß wie n 6 jährigem) u natürlich würde je nach Altersstufe was anderes gemacht. Und einstudiert wurde auch einiges zb Krippenspiel zu Weihnachten, st, martinslieder usw

und wenn ich mich recht erinnere gab es zb auch jeden Morgen einen gemeinsamen Morgenkreis, wo im gro.ßen Kreis das statt fand, was e sonst im Stuhlreihen gibt.
 
Kann das sein, dass das auch von der Kita abhängt?

In der Kita meiner Nichte, scheinen sie das nämlich wirklich die ganze Woche zu machen.

Gestern habe ich eine Patientin gesprochen, deren Enkelin in einer anderen Kita auch mit offenem Gruppenkonzept ist und die machen das nur an 3 Tagen die Woche😕
 
solche Konzepte stehen und fallen mit der Motivation derer, die es umsetzen sollen. Geschlossenes, halboffenes und offenes Gruppenkonzept können toll oder ganz gruselig sein - oder ganz viel dazwischen.

Der Kindergarten meines Kindes hat ein halboffenes Konzept: jedes Kind hat eine/n BezugserzieherIn (die Erzieherinnen überwiegen deutlich, sie haben aber auch mehrere Erzieher).
Es hat auch jedes Kind eine feste Gruppe, in der der Morgenkreis gemacht, gegessen und bei Bedarf gewickelt wird.
Drei Erzieher sind fest in jeder Gruppe mit 20 Kindern, an verschiedenen Tagen kommt ein Erzieher aus einer anderen Gruppe, zweimal in der Woche eine Erzieherin, die speziell mit den Vorschulkindern spielt.
Ansonsten dürfen die Kinder in andere Gruppen gehen und dort spielen, auf den Spielplatz (die älteren ohne Aufsicht, die kleinen nur, wenn eine Aufsicht draußen ist) und irgendwie haben sie immer ungefähr im Blick, wer gerade wo ist.

In jeder Gruppe gibt es eine "Station", die es in den anderen Gruppen so nicht gibt. In der Gruppe meines Kindes ist es eine große, toll ausgestattete Mal- und Papierbastelstation.
Geht im kleinen Umfang auch in den anderen Gruppen, aber bei "uns" kann man sich halt mit Wasserfarben, Kleister, Aufklebekram und Glitzer auf ganz großem Format auslassen.
Es gibt eine Erzieherin, die toll schminken kann und ab und an rast da dann ein Tiger oder so herum, es gibt eine Märchenerzählerin, in zwei offenen Gruppen arbeiten zusätzliche Heilpädagoginnen, damit nicht jedes Kind mit Problemen in eine I-Gruppe muss.

Bringen und Holen ist in einer Art Gleitzeit, Mittagsschlaf ist optional (auch fürs einzelne Kind).

Ausnahme sind die Integrationsgruppen, in denen deutlich mehr Struktur herrscht und die sehr geschlossen sind.

Da es eine wirklich riesige städtische Kita ist, ist da vielleicht auch einfach genug Personal, um das Konzept zu tragen. Wenn der Krankenstand zu hoch ist, werden auch schon mal die Vorschüler aus mehreren Gruppen zusammengefasst und die Kleinen auch und etwas geschlossener gearbeitet und bestimmte Dinge gehen halt nicht.

Mein Kind findet es großartig! Morgens motzt es immer übers frühe Aufstehen und "ich geh in keinen Kindergarten!", aber spätestens am Tor der KiTa ist die Laune wieder bestens.
 
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