Ausnahmsweise
Sehr aktives Mitglied
Womöglich (bitte nicht wohlmöglich, das Wort gibt es nicht) empfindet man eine Beziehung irgendwann als so unerträglich, dass die Singlewohnung wie das Paradies erscheint.
Es muss schon ein gewisser Leidensdruck vorhanden sein, damit man Bequemlichkeiten aufgibt für etwas Ungewisses, Neues.
Bei mir kommt da vermutlich meine zu stark ausgeprägte Unabhängigkeit ins Spiel, um in dieses "man" nicht reinzufallen.
Um mich zu verändern, muss ich nicht erst deutlich leiden. Mich treibt auch viel die Neugierde auf Neues, auch wenn in Veränderungen immer auch Schmerz und Verlust liegt; ich lasse dabei ja auch Liebgewonnenes zurück.
Ich hätte sicher nichts gegen jemanden, der mir dabei folgen würde (in eine eigene Wohnung!), ausbremsen lassen möchte ich mich aber nicht.
Da wird's dann aber langsam utopisch, wenn so ein Anspruch zum Rest käme.
Ein Partner ist nett, etwas, das ich sehr genieße, aber nichts, das ich so unbedingt brauche, dass ich dafür zu vielen Abstrichen bereit wäre.
Ich mag verpartnerte Zeit, ich mag Singlezeit. Wenn das komisch ist, dann bin ich komisch. Für mich ist das ok.