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Nur oberflächliche Freundschaften ... :(

iuris

Mitglied
Hi,

ich wollte auf diesem Weg mal fragen, ob es auch anderen so geht wie mir...

Alle Freundschaften, die ich habe, empfinde ich größtenteils als oberflächlich und das macht mich traurig. Ich halte mich selbst, für eine gute Freundin, versuche für meine Freunde immer da zu sein und regelmäßigen Kontakt zu halten.

Dennoch herrscht in meinem Leben anscheinend das Phänomen, dass das was ich meinen Freunden gebe nur in geringem Maße zurückkommt. Ich habe eine Vermutung, warum das so ist.

Ich bin nicht wie die meisten, ich rauche nicht und trinke auch keinen Alkohol, was mich in der Schule natürlich immer ein wenig ausgegrenzt hat. Ich finde das affig, aber es war halt so. Momentan bin ich 21 und in der Umwelt hat sich bei den meisten noch nicht viel geändert. Nach dem Abi haben meine Freunde und ich mit dem Studium angafangen, einge natrülic auch etwas weiter weg. Jetzt setzt sich das leidige Thema fort. Ich bin nicht der Typ, der gern auf Partys geht und bis in die Nacht feiert. Ich sitze stattdessen lieber gemütlich einer Bar und trinke was (alkoholfreies 😉 ), aber auch eher selten, weil ich es mir nicht leisten kann. Aber da lernt man eben keine Leute kennen. Und das wird das Problem sein. 🙁

Habe früher auch Sport gemacht, aber dafür habe ich einfach keine Zeit-> Jurastudium und Hund, den ich nach der Trennung meiner Eltern zu mir genommen habe. Und den kann ich nicht noch extra viel allein lassen.

Es macht mich traurig, dass ich anderen Menschen so viel geben will und von denen einfach so wenig zurückkommt.
 
das was du beschreibst, kenne ich sehr gut.
ich habe früher in freundschaften auch immer gegeben und nicht viel zurück bekommen. jetzt habe ich damit aufgehört...und ich bekomme seitdem viel mehr, als vorher.
jetzt wird sich bei mir gemeldet und nicht andersrum.
das kann man natürlich erst dann so machen, wenn einem ein großteil der menschen egal ist...aber nach vielen enttäuschungen, sind mir viele menschen egal geworden. und damit lebe ich persönlich besser!

lg moma
 
Mir ging es bis vor einiger Zeit auch sehr ähnlich. Obwohl ich rauchte und zwischendurch auch mal in discos war oder mal was getrunken hab, fühlte ich mich als aussenseiterin. Allerdings habe ich schon früh gemerkt, dass man nur ausgenutzt wird, wenn man alles gibt, was man hat. Mit einem Zitat : es ist geil, ein A******* zu sein, möchte ich wie mein/e Vorgänger/in nochmal bestätigen, dass dir die leute scheißegal sein müssen, damit du mehr bekommst als du gibst.

MfG eXXtReMfAll
 
Danke! Schlimm ist meistens ja nur, das die anderen gar nicht mitbekommen, wie sie einen behandeln. Aber naja!

Ich bin inzwischen auch soweit, dass ich niemandem mehr hinterhertelefoniere und frage, wie es geht. Bringt mir auch nix, außer, dass ich mich hinterher umso mehr ärgere!
 
Ich wage zu behaupten, dass 80% dessen, was die Menschen als Freundschaften bezeichnen, bei mir nur in der Kategorie bessere Bekanntschaft oder vielleicht noch Freundschaft 2. Klasse landen würden.
Das hat die Folge, dass ich leider sagen muss, dass ich keine wahren Freunde habe und wohl auch nie hatte.

Ich geb dir folgenden Tipp:
Ändere nicht deine Wertvorstellungen, sondern schau einfach, wie viel Wert eine Freundschaft hat und gib nicht mehr, als du bekommst.
Ich sage ja gerne, die Zahl 3 sollte nicht überschritten werden. Du rufst 3 mal jemanden an und es kommt kein Gegenanruf? Dann ist spätestens jetzt der Punkt nicht mehr anzurufen. (Besser ist 2, aber 3 ist Schmerzgrenze 😉 )
Vielleicht triffst du ja doch einmal auf jemanden, der den Rang wahrer oder vielleicht auch bester Freund wert ist.
Wär doch schade, wenn du dann zu keiner solchen mehr fähig wärst.
Gibt viel zu wenig Menschen, die nicht nur wissen, was echte Freundschaft ist, sondern ihnen auch etwas daran liegt und wissen, wie man sie lebt 😉
 
Das ist wirklich wahr! Mein Vati hat mal gesagt, wenn du in deinem Leben einen wirklich wahre/n Freund/in gefunden hast, dann kannst du dich glücklich schätzen!
 
mir ging es auch immer so wie dir und bei meiner tochter ist es leider ganz genauso. ich selbst habe mich mit zunehmenden alter damit abgefunden, aber wenn ich meine tochter sehe, dann bricht es mir oftmals oft das herz.

für sie ist freundschaft: tag und nacht für den anderen da sein. aber das kriegt sie halt nicht zurück, im gegenteil. sie wird meistens nur ausgenutzt. sie ist sehr allein und das tut mir weh, weil ich ihr nichts raten kann.

ich persönlich habe den glauben, dass ich mal eine richtige freundin oder freund kennenlerne verloren. ich habe viele bekannte, nette kollegen, mit denen ich hin und wieder was unternehme. mehr erwarte ich nicht mehr und damit geht es mir einfach besser.

meine tochter allerdings hängt sich jedesmal wieder in eine "freundschaftliche beziehung" voll rein, nur damit sie wieder enttäuscht wird.

ich drücke dich mal ganz lieb und hoffe, dass auch du deine erwartungen an andere menschen soweit zurückschrauben kannst, dass du gut damit leben kannst.
 
Meine Einstellung ist zwiegespalten. Ich habe die Hoffnung auf eine wirklich gute Freundin noch nicht aufgegeben, aber will mich auch nicht mehr so "emotional" binden, solange ich nicht merke, dass die andere Seite mich ebenfalls als Freundin schätzt.
Danke für alle eure Beiträge! Ich fühle mich mit meinem Problem jetzt nicht mehr so allein! 🙂
 

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