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Nur mal ein paar Gedanken...

Acromantula74

Sehr aktives Mitglied
(vorab: ich hab´s mal zu den "Berufen" gepackt - falls es besser in den Bereich "Trauer" passt, bitte einfach verschieben).

Vor ein paar Tagen ist eine ehemalige Kollegin verstorben.

Da sie schon länger in Rente war, kannte ich sie zum Glück nicht mehr dienstlich, sondern hab sie nur ein paarmal bei Betriebsfeiern gesehen.

Sie muss, was ich so gehört habe, ziemlich entsetzlich gewesen sein (mein Chef beschönigt das als "sie war halt von der alten Schule"). Sie hatte damals dafür gesorgt, dass eine weitere Kollegin Magengeschwüre bekommen hat und nahezu jeden Tag heulend nach Hause ging... ein anderer Kollege wollte wegen ihr sogar den Beruf ganz aufgeben. 🙄 Diverse Azubis sollen beinahe auf Knien darum gebettelt haben, nicht in ihre Abteilung zu müssen.

Und trotzdem wird sie in den Nachrufen als ganz toller Mensch dargestellt, als DIE Mitarbeiterin überhaupt, die von den Kollegen hoch geschätzt wurde usw.

Und ich frag mich immer wieder - warum ist das so? Warum wird auch der größte Stinkstiefel nach seinem Ableben als superguter Mensch dargestellt? Ist es nur der bekannte Grundsatz "über die Toten nichts Schlechtes" oder steckt noch was anderes dahinter?
 
Vielleicht so eine Art Angst post mortem?

Andererseits, sie muss nicht unbedingt ein Stinkstiefel gewesen sein. Vielleicht war sie einfach nur korrekt? Hatte einen hohen Maßstab und den auch von anderen verlangt?

Sowas finde ich durchaus sympathisch, aber ich weiß auch, dass viele Leute damit nicht klar kommen. Bei uns gibt es auch so eine Kollegin, die stark polarisiert. Ich weiß, dass viele vor ihr Angst haben und ich weiß auch, dass sie manchmal ungerecht ist. Sie arbeitet sehr hart und kriegt Wutanfälle, wenn andere rumschlampen. Man muss keine super Ergebnisse vorweisen, aber wehe, man hat sich erkennbar keine Mühe gegeben 😉

Vielleicht war diese Frau auch so jemand und die, die weinen, sind mit dem Druck nicht klar gekommen?
 
Nein, so eine war sie leider nicht...

Sie hatte ihre "Lieblinge" (alles Männer) - mein Chef war u.a. einer - und die durften sich ALLES erlauben, selbst wenn sie mal geschlampt haben, war das alles halb so schlimm - aber wehe, einer der Nicht-Lieblinge (fast nur Frauen) hatte sich einen winzigkleinen Schnitzer erlaubt, da wurde erbarmungslos gebrüllt. 🙁

Von den Kollegen geht daher auch nur mein Chef mit zur Beerdigung.
 
Naja, wäre auch irgendwie doof wenn dann im Rundlauf oder so steht "In Gedenken an Kollegin ..., ihres Zeichens Kotzbrocken vom Dienst, wir zünden jetzt eine Kerze an und sind froh, dass wir sie los sind"

🙄😉
 
Naja, wäre auch irgendwie doof wenn dann im Rundlauf oder so steht "In Gedenken an Kollegin ..., ihres Zeichens Kotzbrocken vom Dienst, wir zünden jetzt eine Kerze an und sind froh, dass wir sie los sind"

🙄😉
eben, genauso kannst du die Anzeige nämlich nicht schreiben.
"Immer freundlich lächeln" auch wenn es heuchelei ist.
 
Dass man in Todesanzeigen nix Schlechtes über den Verstorbenen schreibt, ist irgendwo klar. Wobei ich es besser fände, man verzichtet ganz auf so eine Anzeige, wenn den Menschen wirklich nicht ausstehen konnte. Dann muss man auch nicht heucheln.
 

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