erstens: Stimme EU-Frank zu, wenn man am Thema vorbei schreibt, ist eine 6 gerechtfertigt. Es hilft nichts, alles, was man irgendwie aufgeschnappt hat einfach rauszuspülen und dann zu erwarten, dass das eine gute Note gibt. Klasse statt Masse. Man muss sowieso in der Lage sein, die wichtigen Punkte schnell zu erörtern, ohne ins Labern zu kommen.
zweitens: Ethink-unterricht, richtig gemacht, ist sehr lehrreich und ist auch nicht ersetzbar. Ich konnte mich nie beschweren und habe so sehr viel über Staatstheorie, menschliches Miteinander, die Geschichte der Philosophie, Debattieren, Menschheitsgeschichte allgemein und vor allem über das Bilden und Vertreten einer eigenen Meinung gelernt. Ethik klärt einen über verschiedene Ansichten auf und regt dazu an, sich eigene zuzulegen. Wichtig fand ich auch das Diskutieren aktueller Themen (Krieg, Gentechnik), sowie das Thema Aggression und Determination oder was Recht und Gerechtigkeit bedeuten. (dazu Beispiele aus der Vergangenheit, aus Diktaturen usw.)
Sagt mir mal bitte, wo man noch darüber etwas lernen könnte, wenn man nicht gerade ein totaler Bücherwurm ist? Die meisten Kinder kriegen ja eh von zu Hause keine richtige Erziehung mehr mit, selbes gilt für Wertevermittlung. Ethik ist außerdem wichtig für Leute, die vllt nicht totale Mathe-Profis sind, die sehen dann, wenn sie sich gut beteiligen, dass sie noch andere Fähigkeiten haben, die genauso wichtig sind.
In Ethik, wird einem auch nicht, wie in Religion, irgendein Zeug erzählt, woran man dann Glauben muss und es wird ein Überblick über alle Religionen gegeben, gerade kulturell ist das sehr interessant. Sry aber wer sagt "Ethik braucht man eh nicht", scheint einfach wahnsinnig desinterresiert an seiner Umgebung und seiner Geschichte zu sein. Vieles versteht man danach nämlich auch besser und das Gehirn kommt auch mal zum Zug beim Abwägen und philosophieren. Immer fein 1+1 ausrechnen kann jeder, richtig nachdenken ist nochmal was anderes.