Hallo Tina,
Hm, was soll man dazu sagen??? . . . kann ein erst 15 Jahre andauerndes Leben schon den Bach runter gegangen sein?
Ich kann dir nichts raten - ich erzähl dir mal einfach nur, was mir so einfällt:
. . . . ich denke nach, wie es mit 15 so war . . . phuuu, ständig Ärger mit den Eltern, die kein Verständnis für meine Art mich zu kleiden, zu reden, zu denken, zu sein, hatten.
Ständig irgendwie verknallt - ständig Liebeskummer - ständig Nervenkitzel wegen der Schule - Ärger über Freundinnen, die dann doch keine waren, wenn es drauf an kam - keine Ahnung, was das Leben so bringen wird . . . .
Nein, ich möchte ganz sicher nicht noch Mal 15 sein!
Aber das ist doch nur der Anfang des Lebens . . . der zaghafte Beginn des 'auf eigenen Beinen stehens' - Mensch Tina, wie kann etwas den Bach runter sein, was noch gar nicht richtig angefangen hat ?!
Du schreibst, dass es doch eh keinen interessiert was du denkst, fühlst, willst . . . . glaubst du das wirklich?
Und wenn dem wirklich so ist - - - ist das ein Grund sich das Leben zu nehmen? Weil sich die anderen nicht für dich interessieren?
Ich glaube schon auch, dass es in vielen Familien nicht wirklich liebevoll zugeht - jeder hockt in irgendeiner Ecke und glotzt in die Röhre, in die playstation, ins Handydisplay . . . . es ist kaum noch ein Mensch für den Anderen da - Hilfsbereitschaft wird zur Seltenheit - aber . . . .
Aber warum nicht Mal einen Anfang wagen?! Versuch doch Mal die anderen Menschen so zu behandeln, wie du behandelt werden möchtest.
Frag doch Mal deine Mutter: Mama, geht es dir gut?
Ich kenne das Gefühl, sich ungeliebt, unbeachtet und völlig nutzlos zu finden - aber das ist mein Gefühl - dafür können die anderen nichts!
Zum glücklich sein braucht's nicht viel Geld - da braucht's manchmal nur ein wenig Eigeninitiative, den Mut nach vorne zu sehen, nicht nachtragend zu sein . . .
Ist es von einer 15jährigen zu viel verlangt, sich Mal als gutes Vorbild für andere zu versuchen?
Liebe Grüße
von Brigitte