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Niemand ist wirklich anders, alle sind gleich

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Hallo liebe TE,

bitte korrigiere mich, wenn ich mich irren sollte, aber wenn ich mich recht erinnere bist du doch diejenige, die immer über "den einen Mann" schreibt, der dir wohl mal Versprechungen gemacht hat oder mit dem du mal in einer (eher toxischen) Beziehung warst.
Du adressierst viele deiner Tagebucheinträge an diese Person.
Ich denke, dass deine Sicht auf die Welt viel mit dieser Erfahrung zu tun hat und dass du weit davon entfernt bist, darüber hinweg zu sein.

Dann möchte ich noch das Thema Foren, speziell Hilfe Foren ansprechen:

Es wird dir nicht entgangen sein, dass viele Leute hier hier auf dieser Plattform mit ziemlichen Problemen zu kämpfen haben.
Entgegen der Meinung vieler User auf diesem Board, vertrete ich eher die Ansicht, dass Menschen mit starken Problemen im Idealfall von gesunden Leuten mit realistischer Weltsicht gestützt werden sollten. Probleme addieren oder (im worst case) multiplizieren sich oft. Sicher, oft ist am Anfang viel Verständnis da, eben weil man die Gedankenwelt des anderen teilt.
Aber früher oder später wird klar, dass das es eben auch kein Lösungsansatz ist, denn wo die gleichen Barrieren vorherrschen, kann es für keinen einen Fortschritt geben. Das Konstrukt scheitert, oft mit tieferen Verletzungen als zuvor. Kommt dir das bekannt vor?
Genau diese Erfahrung hast du jetzt wohl ein bis mehrmals gemacht.

Ich fürchte, was jetzt kommt, hast du schon oft gehört oder auch gelesen:

Suche dir eine gute Therapie für dein Problem mit der Einsamkeit. Arbeite an dir mit professioneller Hilfe. Suche eben nicht weiter nach Gleichgesinnten und ähnlich problembehafteten Menschen.

Lege deine Ablehung gegenüber "normalen" Menschen ab, sprich solchen, die nicht deine Leiden teilen und versuche dich diesen Menschen zu nähern.

Mehr kann ich dir da nicht raten. Veilleicht ein bisschen wenig, denkst du jetzt.
Aber es wäre zumindest ein neuer Lösungsansatz, als auf einem Hilfe-Board auf eine Art "Seelenverwandten" zu hoffen.
Versuche es.
 
die immer über "den einen Mann" schreib
Ja. Die bin ich. Ich hatte ihm das Tagebuch "Über dich" gewidmet.


dass deine Sicht auf die Welt viel mit dieser Erfahrung zu tun hat und dass du weit davon entfernt bist, darüber hinweg zu sein
Nein. Also ich bin noch nicht über ihn hinweg. Aber ich bin auf einem guten Weg dahin.

Suche eben nicht weiter nach Gleichgesinnten und ähnlich problembehafteten Menschen.
Ja. Das alles ist tatsächlich nichts neues für mich. Früher wollte ich nur mit kaputten Menschen zutun haben. Ich wollte auch einen kaputten Partner, mit der romantischen Vorstellung dass wir uns gegenseitig retten können.
Mittlerweile will ich immer noch Kontakte zu anderen Betroffenen aber welche die weiter sind als ich und mich somit mehr fördern als behindern. Ich weiß oft nicht wie ich mit Normalos umgehen soll. Mir kommt es vor als müsste ich mich stark verstellen und auf jedes Wort achten. Und das will ich einfach nicht mehr.

Aber mein Problem ist ja auch, dass Betroffene mich oft gar nicht verstehen. Dass ich der Außenseiter der Außenseiter bin. Darum geht es doch im Thread. Dass ich bei beiden Gruppen nicht ankomme. Es scheint als würde ich etwas ausdünsten dass Ihnen zeigt, dass ich zu keinem gehöre.

Lege deine Ablehung gegenüber "normalen" Menschen ab
Das versuche ich. Es sickert dann doch immer wieder raus. Aber wohl eher eine Wut auf alle Menschen. Verursacht durch meine ganzen Erfahrungen.

Jetzt bin ich ein wenig einsam-selbstgewählt
Das werd ich niemals schaffen.

Wir sind soziale Wesen.
Ja. Leider.
 
Daran hab ich keinen Zweifel.
Dennoch gibt es parallelen. Anknüpfung. Nur bei mir eben nicht.
Doch bei dir gibt es die auch
Stell es dir mal so vor:
Wie ein riesiges Puzzle.
Nicht jedes Teil passt zu jedem....manchmal muss nan länger suchen,bis man das passende Teil oder passende Teile findet.
Nicht passende Teile,versuchen " reinzuquetschen"ist wenig sinnvoll.
Einige sehen nur ähnlich aus.
 
Hallo Gats,

verzeih mir, ich will Dir nichts unterstellen, aber folgender Satz begleitet mich seit vielen Jahren: "Einsamkeit ist das einzige Gefängnis, bei dem die Türklinke innen ist". Soll heißen: so oft muss ich an mir feststellen, dass ich Einsamkeit dann durchbrechen kann, wenn ich immer wieder und jeden Tag etwas dagegen tue. Meine grundsätzliche innere Haltung ist die Vorsicht und der Rückzug und genau das macht mich einsam. Ich kann Nähe bewirken und andere Signale aussenden, aber das ist für mich immer eine Überwindung, deren ich mir bewusst sein muss, sonst fällt meine Gefängnistür von alleine ins Schloss.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Deine Prioritäten freier setzen und Deine Gedanken mit der Zeit besser lenken kannst, denn womit Du Dich beschäftigst bindet auch Deine Kraft und Deine Zeit. Wenn Du Zeit und Kraft auf etwas verwendest, das Dich für längere Zeit nicht voran bringt, dann wird es Zeit, dies zu ändern.
 
Deine Überschrift, die mich sehr ansprach, weil ich selbst auch genau das auch denke: "Alle Menschen sind gleich", wurde dann leider durch deinen Eingangsthread minimiert.
Denn du selbst hebst dich aus dieser Equalität heraus!
Wie passt das bitte für dich zusammen?
 
Du hast viel mitgemacht und soviel Schlimmes erlebt. Natürlich prägen Deine Erfahrungen Dein Denken und Du wirst jetzt vermutlich immer und immer wieder denken, dass Du einsam bist, nirgendwo rein passt und keinen findest.

Aber solche Gedanken prägen Deine Gefühle und ziehen auch genau das an, was Du nicht willst: nämlich weiterhin Einsamkeit.

Wäre es eine Möglichkeit für dich, dich ehrenamtlich zu engagieren: Tierheim, Alterheim, Kinder vorlesen: anderen helfen und weniger um Dich selbst kreisen? Oder z.b. eine buddhistische Meditation machen und da einen Kursus machen? Es gibt bestimmte Formen der buddhistischen Meditation:
Tonglen oder Metta Meditation, wo man auch mit dem Leiden arbeitet und meditiert.

Je mehr man immer und immer wieder über bestimmte Probleme nachdenkt, löst man sie nicht, sondern man fühlt sich in dieser Zeit natürlich immer wieder schlecht.

Damit will ich Deine Probleme und erfahrungen nicht minimieren, aber vielleicht wäre es gut, wenn Du Deinen Fokus auf andere Dinge richtest und weniger grübelst und mehr tust an dingen, die schön sind. oder eben helfen.
 
@Binchy
Ich hab Depressionen und soziale Ängste und bin froh wenn ich es schaffe eine neue Serie anzufangen. Ehrenamt hab ich vor Jahren mal versucht und es war eine Katastrophe. Ich will etwas machen dass mir Spaß macht. Und Ideen hätte ich auch. Aber Zeit & Geld stimmen halt leider nicht. Und Motivation ist gleich 0
 
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