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nichts zu tun bei der Arbeit

Sollilja

Aktives Mitglied
Hallo Forum,

wer hat tolle Tipps, wie man den Arbeitstag rumkriegt, wenn man extrem wenig zu tun hat?
Gegenüber meinen Kollegen im Büro versuche ich nicht mehr, den Schein zu wahren, aber Strickzeug mitbringen käme wohl trotzdem nicht so gut an :).
Ich habe es bisher mit dem Lesen von Nachrichtenseiten probiert, aber nachdem ich nun über ziemlich viele Dinge up to date bin, ist das auch langweilig.

Warum habe ich so wenig zu tun - ich befinde mich sozusagen auf einer "Parkposition" mit nur sehr eingeschränktem Aufgabenbereich. An der Behebung der Ursache arbeite ich (sprich - Suche nach einem neuen Job), aber im schlechtesten Fall werde ich die Zeit bis zum Ende meiner sechsmonatigen Kündigungsfrist absitzen müssen.
Ich habe ca. 2/3 der Zeit nichts zu tun. Ich habe letzte Woche sowohl meinen Vorgesetzten, auch den Vor-Vorgesetzten darauf angesprochen. Geändert hat das aber bisher fast nichts. (Die denken, dass die Aufgaben, die sie mir übertragen, länger dauern...). Abends bin ich immer total müde und erschöpft, obwohl ich ja fast nichts gearbeitet habe. Auch am Wochenende kann ich mich deshalb zu kaum irgendwas aufraffen. Das kann kein Dauerzustand sein.. Die Option "Krankmeldung" möchte ich aber erst ziehen, wenn ich einige andere Dinge geregelt habe.

(Bitte keine Hinweise im Sinne von "freu dich doch" - ich kenne auch die umgekehrte Situation mit "zuviel zu tun" :).)

Vielen Dank für etwas Brainstorming.

Sollilja
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sollilja,
du könntest z.B. hier im Forum anderen Leuten
guten Rat geben :)

Oder eine Fremdsprache lernen, ein gutes Spiel
machen, ein Buch schreiben, Forschung betreiben,
irgend etwas, das dich interessiert oder dir Spaß
macht.

Es gibt ja auch gute Tutorials auf YouTube, wo
man z.B. seine Kenntnisse in einem Fachthema
oder einem Computerprogramm vertiefen kann;
wer weiß, was du in nächster Zeit so brauchen
könntest. Oder lies ein E-Book am Bildschirm -
das sieht auch nach Arbeit aus ;)

Viele Grüße,
Werner
 
D

Dr. Rock

Gast
In solchen Leerlaufphasen versuche ich immer mich zu informieren, bzw. mich etwas fortzubilden, gehe auf einschlägige Seiten die Informationen liefern die ich für meinen Job brauche, kopiere sie in Word und lese sie dann oder ich drucke sie aus, wenn denn möglich.

So kann man solche Phasen, finde ich, recht produktiv überstehen. :)
 

ABVJoGo

Aktives Mitglied
Ich hatte diesen Zustand ungefähr 2 1/2 Jahre - das wurde mit der Zeit auch immer drastischer. Anfangs kann man sich tatsächlich gut selbst beschäftigen, mit Dingen die auch im Interesse der Firma sind. Z.B. Verbesserung der Arbeitsprozesse durch Automatisierung (bin ja SW-Entwickler u.A. ^^)

ABER auf Dauer ist das Mist - ich war am Rande eines sogenannten Bore-Outs - das ist quasi das Gegenteil vom Burn-Out, mit den gleichen Symptomen. Auch ich hatte das in persönlichen MA-Gesprächen jedes Mal angesprochen. Es wurden auch kurzfristige Maßnahmen ergriffen - wie z.B. paar Aufgaben in einem anderen Technologie-Bereich bei uns. Nunja, das waren auch nur "Workarounds" für das eigentliche Problem - zufrieden ist man dann trotzdem nicht, da man sich selbst aus Fachkarrieren-Sicht ja nicht weiterentwickeln kann.

Als ich dann mit massiven Schlafproblemen zu kämpfen hatte und irgendwann nicht mehr konnte, musste ich die Notbremse ziehen und habe mit meinem Chef-Chef ein Eskalationsgespräch geführt. Allerdings war das auf einem konstruktiven Level - bin ja auch Know How-Träger bei uns. Als Lösung habe ich die interne Versetzung in einen anderen Bereich gewählt - hatte auch mehrere Möglichkeiten, die ich durch Gespräche mit den jeweiligen Abteilungsleitern näher beleuchtet hatte. Resultat: Passt perfekt, macht wieder richtig Spass - Nebeneffekt: durch meinen Weggang aus der alten Abteilung wurde schon ein ziemlich großes Loch gerissen, so dass sie sich gerade bissl umstrukturieren ... da bewegt sich auf einmal was, wer hätte das gedacht.

Vielleicht wäre das ja auch was für Dich - man muss nicht immer einen anderen Arbeitgeber suchen. Wenn der aktuelle Arbeitgeber gut ist - Gehalt, Kollegen, sonstige Zufriedenheit - und es intern andere Möglichkeiten gibt, dann lohnt es sich, dem nachzugehen. Man muss das natürlich beim Vorgesetzten ansprechen und muss offen für neue Dinge sein.
 

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