M
Meli-2009
Gast
Tja, dass Mitgefühl diffamiert wird, Schwamm drüber...
Dass es dir geht, wie es dir geht, glaub ich dir gern. Und dass du von diesem Punkt aus denkst, es wäre besser, es ginge nicht weiter, auch. Und eben an dem Punkt hatten mich deine Postings nachdenklich gemacht, weil ich das während meiner Therapie meinem Thera sehr oft gesagt habe - bei einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, die ich habe, ist das eben eines der Symptome, dass man keine Hoffnung sieht, dass einem nichts mehr Sinn zu machen scheint, die Emotionen verflachen, etc. - Mein Therapeut war mindestens so hartnäckig wie ich, indem er mir immer wieder antwortete, dass ich das HEUTE so sehe, und dass ich aber gar nicht wüsste, wie sich das Leben noch entwickeln wird...
Und ja, er hatte Recht. Viele, viele Probleme, die ich früher hatte, sind komplett verschwunden - es kommt mir geradezu wie Zauberei vor, dass ich jetzt so glücklich sein kann, so zufrieden mit allem... das ist nicht etwa dank einer Gehirnwäsche passiert🙂, wie du vielleicht denken könntest...
Es ist passiert dadurch, dass ich anfing, mich einzulassen auf Menschen.
Es ist passiert durch die Liebe und Güte, die mir geschenkt wurde - auch vom Thera, aber auch von meinen Freunden.
Es ist passiert, weil ich jeden Tag hart daran gearbeitet habe, in der Therapie die Güte und Liebe auszuhalten - meine ganze Seele schrie vor Schmerzen, denn nichts tut mehr weh, als wenn Eis taut, man denkt, man überlebt die Verzweiflung nicht, die Sehnsucht nicht, die Trauer darüber, dass es das alles nicht gab, als es das hätte geben sollen (in der Kindheit) nicht, es war zeitweise wirklich die Hölle, das alles zu fühlen.
Aber irgendwie... ich weiß nicht, wie das genau vor sich geht, das hat was von Alchemie, Magie, Wunder - ich weiß, dass es durch die Therapie passierte, aber wie? Das kann ich nicht erklären - jedenfalls hat sich alles, aber auch restlos alles verwandelt, mein Leben ist so, als hätte jemand das Schwarze daraus weggezogen, wie so die Grauschleier in der Waschmittelwerbung... ganz komisch, echt.
Wenn du jetzt stirbst, gibst du dem Weltengedächtnis bei deinem Tod nur das, was du bis jetzt erfahren hast... und stattdessen könntest du dem vielleicht später einmal auch total viel Freude und Güte und Dankbarkeit zufügen, wenn du die Möglichkeit findest, zu arbeiten mit der Seele und mit den Menschen.
Und ja, ich bin mitfühlend. Das halte ich für eine positive Eigenschaft. Mir sind halt auch Menschen wichtig, die ich nicht kenne - wir alle sind eins, sagen die Mystiker doch.
LG
Meli
Dass es dir geht, wie es dir geht, glaub ich dir gern. Und dass du von diesem Punkt aus denkst, es wäre besser, es ginge nicht weiter, auch. Und eben an dem Punkt hatten mich deine Postings nachdenklich gemacht, weil ich das während meiner Therapie meinem Thera sehr oft gesagt habe - bei einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, die ich habe, ist das eben eines der Symptome, dass man keine Hoffnung sieht, dass einem nichts mehr Sinn zu machen scheint, die Emotionen verflachen, etc. - Mein Therapeut war mindestens so hartnäckig wie ich, indem er mir immer wieder antwortete, dass ich das HEUTE so sehe, und dass ich aber gar nicht wüsste, wie sich das Leben noch entwickeln wird...
Und ja, er hatte Recht. Viele, viele Probleme, die ich früher hatte, sind komplett verschwunden - es kommt mir geradezu wie Zauberei vor, dass ich jetzt so glücklich sein kann, so zufrieden mit allem... das ist nicht etwa dank einer Gehirnwäsche passiert🙂, wie du vielleicht denken könntest...
Es ist passiert dadurch, dass ich anfing, mich einzulassen auf Menschen.
Es ist passiert durch die Liebe und Güte, die mir geschenkt wurde - auch vom Thera, aber auch von meinen Freunden.
Es ist passiert, weil ich jeden Tag hart daran gearbeitet habe, in der Therapie die Güte und Liebe auszuhalten - meine ganze Seele schrie vor Schmerzen, denn nichts tut mehr weh, als wenn Eis taut, man denkt, man überlebt die Verzweiflung nicht, die Sehnsucht nicht, die Trauer darüber, dass es das alles nicht gab, als es das hätte geben sollen (in der Kindheit) nicht, es war zeitweise wirklich die Hölle, das alles zu fühlen.
Aber irgendwie... ich weiß nicht, wie das genau vor sich geht, das hat was von Alchemie, Magie, Wunder - ich weiß, dass es durch die Therapie passierte, aber wie? Das kann ich nicht erklären - jedenfalls hat sich alles, aber auch restlos alles verwandelt, mein Leben ist so, als hätte jemand das Schwarze daraus weggezogen, wie so die Grauschleier in der Waschmittelwerbung... ganz komisch, echt.
Wenn du jetzt stirbst, gibst du dem Weltengedächtnis bei deinem Tod nur das, was du bis jetzt erfahren hast... und stattdessen könntest du dem vielleicht später einmal auch total viel Freude und Güte und Dankbarkeit zufügen, wenn du die Möglichkeit findest, zu arbeiten mit der Seele und mit den Menschen.
Und ja, ich bin mitfühlend. Das halte ich für eine positive Eigenschaft. Mir sind halt auch Menschen wichtig, die ich nicht kenne - wir alle sind eins, sagen die Mystiker doch.
LG
Meli