Also, was du auf jeden Fall tun solltest ist, wieder selbst Kontakte aufzubauen. Du bist doch nicht auf ihn angewiesen, um deine Freizeit zu gestalten. Du hast dein eigenes Leben.
Also wäre es eventuell eine Lösung, wenn du ihm einfach versuchst klar zu machen, dass es für dich in Ordnung ist, dass er auch Zeit mit Freunden (ohne dich) verbringt, er dir gegenüber diesen Wunsch aber normal äußern soll.
Dann unternimmt er etwas mit seinen Freunden und du etwas mit deinen. Völlig normal und absolut in Ordnung. Und dann ist's umso schöner, wenn ihr wieder mal was nur zu zweit macht.
Mal ganz davon abgesehen, denke ich aber auch, dass es dich belastet, weil du diesen Umschwung nicht verstehst. Eventuell einfach mal mit ihm darüber reden.
Ich denke aber, dass sein Verhalten nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen ist. Nach einer längeren Beziehung ist es normal, dass man auch mal wieder Zeit für sich möchte.
Und wie gesagt: Wenn ihr das Ganze etwas ausgewogener gestaltet passt das.
Es gibt viele Möglichkeiten sich das zu erklären, beispielsweise ist die Beziehung nicht mehr ganz so frisch wie damals. Früher hatte er wahrscheinlich sorge dich verlieren zu können, und jetzt genießt er die scheinbare Sicherheit, dass er dich sicher hat. Ich vermute einfach das sich eine gewisse Normalität eingeschlichen hat. Das muss nicht heißen das er dich nicht mehr liebt.
Trotzdem finde ich es nicht fair von ihm, nichts zu tun um die Probleme zu klären. Du hast versucht es ihm zu erklären und eigentlich sollte er noch wissen was das für ein Gefühl ist in Unsicherheit zu leben. Er reagiert anscheinend nicht wirklich, und das finde ich egoistisch und ignorant. Für eine stabile Beziehung gehören immer noch zwei...
Du hast dich sehr an ihn gebunden, und jetzt wo er wieder selbständiger wird, solltest du es auch versuchen. Es ist ein Lernprozess wie zuvor auch. Du musst wieder anfangen deinen Alltag selbständiger zu gestalten, da mit meine ich, Sachen ohne ihn zu machen und ihn nicht überall einzubinden. Er macht das selbe, und du hast das gleiche Recht. Es würde nicht bedeuten du liebst ihn weniger, es würde höchstens bedeuten du fängst wieder an mehr dich selbst zu lieben, und das ist nicht verkehrt. Deine Lebensqualität ist nicht nur abhängig von deinem Freund, das darf es nicht.
Und ihn jetzt zu nerven, ist nur kontraproduktiv. Lass ihm seine Freiheit aber nimm dir die Selbige.
Jeder Mensch hat ein anderes Freiheitsbedürfnis und es kann sein, dass dein Freund einfach mehr Zeit für sich braucht, als du.
Nun, eben, unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, einige brauchen halt viel Nähe, andere nicht.
Du scheinst das eine zu wollen, er das andere - hm... Nicht unbedingt ne ideale Situation.
Wenn er es versuchen will, okay, aber ich würd mir da nicht allzu grosse Hoffnungen machen, dass das dann dauerhaft wird - er kann ja auch nicht aus seiner Haut...
Schonmal was von Kompromissen gehört?
Ach ja, wahrscheinlich sieht deine Vorstellung von Kompromissen so aus:
Kompromisse gehören in eine Beziehung, ganz klar... aber nur, wenn der Mann die Kompromisse eingeht, die Frau soll auf all seine Rechte ganz klar bestehen und alle seine Meinungen durchsetzen.
Hmm... ich bin ja eigentlich auch immer dafür Kompromisse zu schließen, aber hier frag ich mich, ob das was bringen kann.
Wie soll er schließlich auf dich zugehen, wenn er einfach nicht so ausgeprägt das Bedürfnis nach Nähe hat?
Ich find du solltest dir echt mal Gedanken drüber machen dich zu trennen.
Es ist eine kleine Spirale: Der eine fühlt sich eingeengt, zieht sich mehr und mehr zurück, worauf der andere mit noch mehr klammern reagiert, weil die Angst noch größer wird und so ist er immer genervter usw. Das gilt es zu durchbrechen.