Ich bin mittlerweile wirklich verzweifelt. In meiner Schulzeit hatte ich nie Probleme und ich wurde stets für meinen Fleiß und meine Arbeitsbereitschaft gelobt. Erste Zweifel ergaben sich in einem Praktikum in der 9. Klasse, welches ich in einer Gärtnerei absolvierte. Die dortige Chefin machte mich schon am ersten Arbeitstag klein und irgendwann war ich so verunsichert, dass ich nur noch Fehler machte. Mein Gehirn war immer in Alarmbereitschaft, da es fest damit rechnete gleich wieder angemeckert zu werden. Da aber einige andere Schüler schon schlechte Erfahrungen in der Gärtnerei machten, dachte ich mir nichts dabei.
Ein paar Jahre später meine erste Ausbildung als Steuerfachangestellte und merkte schnell, dass es mir nicht lag. Von den meisten Kollegen und der Chefin wurde ich gemobbt. Es ging mir so schlecht, dass ich das erste Mal daran dachte mein Leben zu beenden. Ich meldete mich in einer Tagesklinik an und es half mir meine Selbstmordgedanken los zu werden.
Ich entwickelte in der Tagesklinik eine berufliche Alternative und befinde mich seitdem in der Ausbildung zur Kinderpflegerin (Vorstufe zur Erzieherin). Auch wenn der Beruf sehr herausfordernd sein kann, bin ich mit meiner Wahl sehr glücklich. Jeden Tag erlebe ich etwas Neues mit den Kindern und ich bekomme sehr viel Wertschätzung zurück. Zumindest von den Kindern und teilweise auch den Eltern (mit einigen habe ich nichts zu tun als Auszubildende). Leider fühle ich mich unter den Kolleginnen überhaupt nicht wohl. Ich werde von Beobachtungen ausgeschlossen, während diese mit einem Praktikanten geteilt werden. Angebote und Projekte, die ich mit den Kindern mache werden nicht anerkannt und stattdessen zerrissen. Ich bekomme immer nur gesagt, was ich falsch mache und nicht wie ich es richtig mache.
Bei meinem ersten Angebot saß meine Praxisanleiterin dabei und ich war so nervös, dass alles falsch lief. Während des zweiten Angebotes hatte meine Praxisanleiterin keine Zeit. Ich führte das Angebot nur vor meiner Lehrerin durch und es lief hervorragend. Meine ganze Unsicherheit war wie weg geflogen und ich konnte es richtig genießen. Während der Reflexionsrunde konnte ich ihre Kritik gut annehmen. Sie war wertschätzend, nachvollziehbar und hat mich persönlich weiterzubilden gebracht.
Schulisch läuft es ausgezeichnet. Ich stehe in fast allen Fächern auf einer 1. Meinen Kindergarten interessiert es wenig. Für sie bin ich faul und desinteressiert. Ich interagiere viel mit den Kindern und mag es trotzdem sie zu beobachten
Dabei ist es für mich schon anstrengend genug jeden Tag aufzustehen. Ich habe oft keine Kraft, ständig Kopfschmerzen und investiere wirklich viel in meine Ausbildung.
Mein Umfeld sieht leider überhaupt nicht wie schlecht es mir geht. Neulich war ich auf einem Konzert von meiner Lieblingsband und mein erster Gedanke war, dass ich bestimmte Lieder auf meiner Beerdigung spielen lassen möchte. Ich habe mich noch nie zu dieser Gesellschaft zugehörig gefühlt. Schon oft genug musste ich mir anhören wie schlecht und wertlos ich bin. Das ich nie ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen konnte, versteht sich von selbst. Selbst meine eigenen Eltern haben mich immer mit Anderen verglichen und als schlechter empfunden.
Ich bin erst in meinen 20ern, aber habe keine Lust mehr noch mehr Zeit auf dieser Welt zu verplempern. Arbeit ist nunmal der größte Teil des Lebens und durch die Inflation kann ich mir nichtmal mehr meine Freizeit schön gestalten. Ich wüsste beruflich auch gar nicht, was ich anderes machen möchte. Aber wie es aussieht bin ich nicht als Erzieherin geeignet, obwohl es angeblich so dringend gesucht wird.
Es ist alles nur noch ätzend. Ich weiß nicht welchen Rat ich mir erhoffe. Gerade plane ich wieder in Gedanken meine Beerdigung durch, wie andere ihre Hochzeit. Irgendwie ist es beruhigend und weniger kitschig.
Ein paar Jahre später meine erste Ausbildung als Steuerfachangestellte und merkte schnell, dass es mir nicht lag. Von den meisten Kollegen und der Chefin wurde ich gemobbt. Es ging mir so schlecht, dass ich das erste Mal daran dachte mein Leben zu beenden. Ich meldete mich in einer Tagesklinik an und es half mir meine Selbstmordgedanken los zu werden.
Ich entwickelte in der Tagesklinik eine berufliche Alternative und befinde mich seitdem in der Ausbildung zur Kinderpflegerin (Vorstufe zur Erzieherin). Auch wenn der Beruf sehr herausfordernd sein kann, bin ich mit meiner Wahl sehr glücklich. Jeden Tag erlebe ich etwas Neues mit den Kindern und ich bekomme sehr viel Wertschätzung zurück. Zumindest von den Kindern und teilweise auch den Eltern (mit einigen habe ich nichts zu tun als Auszubildende). Leider fühle ich mich unter den Kolleginnen überhaupt nicht wohl. Ich werde von Beobachtungen ausgeschlossen, während diese mit einem Praktikanten geteilt werden. Angebote und Projekte, die ich mit den Kindern mache werden nicht anerkannt und stattdessen zerrissen. Ich bekomme immer nur gesagt, was ich falsch mache und nicht wie ich es richtig mache.
Bei meinem ersten Angebot saß meine Praxisanleiterin dabei und ich war so nervös, dass alles falsch lief. Während des zweiten Angebotes hatte meine Praxisanleiterin keine Zeit. Ich führte das Angebot nur vor meiner Lehrerin durch und es lief hervorragend. Meine ganze Unsicherheit war wie weg geflogen und ich konnte es richtig genießen. Während der Reflexionsrunde konnte ich ihre Kritik gut annehmen. Sie war wertschätzend, nachvollziehbar und hat mich persönlich weiterzubilden gebracht.
Schulisch läuft es ausgezeichnet. Ich stehe in fast allen Fächern auf einer 1. Meinen Kindergarten interessiert es wenig. Für sie bin ich faul und desinteressiert. Ich interagiere viel mit den Kindern und mag es trotzdem sie zu beobachten
Dabei ist es für mich schon anstrengend genug jeden Tag aufzustehen. Ich habe oft keine Kraft, ständig Kopfschmerzen und investiere wirklich viel in meine Ausbildung.
Mein Umfeld sieht leider überhaupt nicht wie schlecht es mir geht. Neulich war ich auf einem Konzert von meiner Lieblingsband und mein erster Gedanke war, dass ich bestimmte Lieder auf meiner Beerdigung spielen lassen möchte. Ich habe mich noch nie zu dieser Gesellschaft zugehörig gefühlt. Schon oft genug musste ich mir anhören wie schlecht und wertlos ich bin. Das ich nie ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen konnte, versteht sich von selbst. Selbst meine eigenen Eltern haben mich immer mit Anderen verglichen und als schlechter empfunden.
Ich bin erst in meinen 20ern, aber habe keine Lust mehr noch mehr Zeit auf dieser Welt zu verplempern. Arbeit ist nunmal der größte Teil des Lebens und durch die Inflation kann ich mir nichtmal mehr meine Freizeit schön gestalten. Ich wüsste beruflich auch gar nicht, was ich anderes machen möchte. Aber wie es aussieht bin ich nicht als Erzieherin geeignet, obwohl es angeblich so dringend gesucht wird.
Es ist alles nur noch ätzend. Ich weiß nicht welchen Rat ich mir erhoffe. Gerade plane ich wieder in Gedanken meine Beerdigung durch, wie andere ihre Hochzeit. Irgendwie ist es beruhigend und weniger kitschig.