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Gast
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Hallo,
ich hoffe, mir kann jemand ein paar gute Tipps geben, bei uns in der Firma kündigt sich rabiater Kahlschlag an.
Kurz zu mir, ich bin seit fast 18 Jahren in dem Unternehmen, bin alleinerziehend.
Unserer Firma ging es lange Zeit gut, aber die Krise eben...
Seit zwei Jahren rote Zahlen. Im letzten Herbst wurde das 13. Gehalt gestrichen, das Insolvenz-Gespenst ging um. Kurz danach bekamen wir neue Besitzer und neue Chefs.
Alle sind sich sicher, dass die Neuen längst ihre Konzepte und Personalpläne in der Schublade haben, dass in Kürze rund ein Viertel der Leute gekündigt wird.
Einigen von uns werden jetzt Vertragsänderungen "angeboten". Es geht unter dem Strich immer um Gehaltskürzungen bzw. schlechtere Arbeitsbedingungen oder Verpflichtung zu unbezahlter Mehrarbeit. Diese Absichten sind natürlich verschleiert, steht da ja nicht drin, sie bekommen künftig weniger Geld. Aber z.B. sollen sich jetzt alle verpflichten, bis zu 80 Stunden umsonst zu arbeiten, dafür wird für alle weiteren Überstunden kräftig gezahlt. Ist natürlich klar, dass die Mehrarbeit so auf die Leute verteilt wird, dass jeder auf maximal 80 Stunden drüber kommt.
Gehaltserhöhungen haben wir alle seit fast zehn Jahren nicht mehr bekommen.
Bei dem 13. Gehalt stand unverhohlen die Drohung im Raum, unterschreiben oder raus. Jetzt wurde noch nicht wieder gedroht, aber wenn man so eine Verpflichtung zu unbezahlten Überstunden nicht unterschreibt - können die einen dann eigentlich rauskanten? Ich hab mich bisher immer recht sicher gefühlt, was meinen Job angeht. Lange dabei, hab immer gut gearbeitet, trotz der Kinder im Schnitt nur drei Tage krankheitsbedingt gefehlt, wobei es immer wegen der Kinder war und die Firma dann die Tage vom Gehalt abzieht (nicht erst ab dem zehnten Tag, ab dem ersten). Jetzt hab ich langsam die blanke Angst. Woanders bewerben habe ich letztes Jahr schon probiert, aber spätestens im Vorstellungsgespräch war zu merken, dass kaum ein Chef einer Alleinerziehenden zutraut, den Job zu 100 Prozent gut zu machen. Und dass man mit zwei Kindern in zehn Jahren weniger Ausfall hat als manch anderer in einem Jahr, scheint genauso unglaublich zu sein wie zweimal hintereinander den Lotto-Jackpot knacken.
Also - muss ich das unterschreiben? Und sollte ich mich jetzt dringend Rechtsschutz-versichern?
Danke!
ich hoffe, mir kann jemand ein paar gute Tipps geben, bei uns in der Firma kündigt sich rabiater Kahlschlag an.
Kurz zu mir, ich bin seit fast 18 Jahren in dem Unternehmen, bin alleinerziehend.
Unserer Firma ging es lange Zeit gut, aber die Krise eben...
Seit zwei Jahren rote Zahlen. Im letzten Herbst wurde das 13. Gehalt gestrichen, das Insolvenz-Gespenst ging um. Kurz danach bekamen wir neue Besitzer und neue Chefs.
Alle sind sich sicher, dass die Neuen längst ihre Konzepte und Personalpläne in der Schublade haben, dass in Kürze rund ein Viertel der Leute gekündigt wird.
Einigen von uns werden jetzt Vertragsänderungen "angeboten". Es geht unter dem Strich immer um Gehaltskürzungen bzw. schlechtere Arbeitsbedingungen oder Verpflichtung zu unbezahlter Mehrarbeit. Diese Absichten sind natürlich verschleiert, steht da ja nicht drin, sie bekommen künftig weniger Geld. Aber z.B. sollen sich jetzt alle verpflichten, bis zu 80 Stunden umsonst zu arbeiten, dafür wird für alle weiteren Überstunden kräftig gezahlt. Ist natürlich klar, dass die Mehrarbeit so auf die Leute verteilt wird, dass jeder auf maximal 80 Stunden drüber kommt.
Gehaltserhöhungen haben wir alle seit fast zehn Jahren nicht mehr bekommen.
Bei dem 13. Gehalt stand unverhohlen die Drohung im Raum, unterschreiben oder raus. Jetzt wurde noch nicht wieder gedroht, aber wenn man so eine Verpflichtung zu unbezahlten Überstunden nicht unterschreibt - können die einen dann eigentlich rauskanten? Ich hab mich bisher immer recht sicher gefühlt, was meinen Job angeht. Lange dabei, hab immer gut gearbeitet, trotz der Kinder im Schnitt nur drei Tage krankheitsbedingt gefehlt, wobei es immer wegen der Kinder war und die Firma dann die Tage vom Gehalt abzieht (nicht erst ab dem zehnten Tag, ab dem ersten). Jetzt hab ich langsam die blanke Angst. Woanders bewerben habe ich letztes Jahr schon probiert, aber spätestens im Vorstellungsgespräch war zu merken, dass kaum ein Chef einer Alleinerziehenden zutraut, den Job zu 100 Prozent gut zu machen. Und dass man mit zwei Kindern in zehn Jahren weniger Ausfall hat als manch anderer in einem Jahr, scheint genauso unglaublich zu sein wie zweimal hintereinander den Lotto-Jackpot knacken.
Also - muss ich das unterschreiben? Und sollte ich mich jetzt dringend Rechtsschutz-versichern?
Danke!