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Neue Grundsteuer - wird es für Eigentümer und Mieter teurer?

Bei der Grundsteuer geht es darum, ob man für den Ort, an dem man sein Lager aufschlägt - egal ob als Mieter oder Eigentümer - vom Staat abkassiert werden darf, das ist quasi eine "Bodennutzungssteuer".

Es gibt übrigens auch steuerbefreite Grundstücke, nämlich solche die gemeinnützigen Zwecken dienen - für Kirchen und andere gemeinnützige Zwecke, etwa gemeinnützige (müssen als solche rechtlich eingetragen sein) Kindergärten, Rotes Kreuz und andere Organisationen.
Auch Flächen die den Gemeinden selber gehören, Straßen die der Öffentlichkeit dienen, Grünflächen und Biotope sind häufig befreit, oder Wälder die keine Nutzwälder sind. Landwirtschaften sind eh eine Ausnahme wie bereits beschrieben, da die hauptsächlich nach dem Ertrag bewertet werden und weniger nach den Flächen an sich.
Ansonsten ist aber so ziemlich alles irgendwo grundsteuerpflichtig. Auch Gewerbebetriebe mit ihrem Firmengelände samt Hallen, Büros und so weiter.
 
Das ganze ist mal wieder ein symbolischer Akt. An die wirklich Reichen geht man eh nicht ran, also mal wieder an die (gutverdienende) Mittelschicht.

Wobei die Regierung nichts dafür kann, dass die Grundsteuer neu ausgearbeitet werden muss.

Das hat man dem zu verdanken, der dagegen geklagt hat bzw. dagegen, dass die Grundsteuer aus den alten Einheitswerten berechnet wurde.

Leider hat er ja gewonnen.

Billiger wird es sicher nicht werden.
 
Der Kläger wollte meines Wissens eigentlich darauf hinaus, daß die Grundsteuer für eigengenutzte Grundstücke ganz abgeschafft wird. Was er natürlich nicht bekommen hat. Und eine Neubewertung könnte für viele Häuslesbesitzer zum finanziellen Bumerang werden, wenn sie zukünftig mehr zahlen müssen, weil das Haus irgendwann renoviert, mit Zentralheizung und Isolierglasfenstern ausgestattet wurde und dergleichen mehr und darum im Mietwert heute deutlich teurer anzusetzen ist als im vergleichbaren Wert von 1964.
 
Die Freibeträge für Kapitalanlagen sind genauso ein Witz wie dass jeder Immobilienbesitzer für seine Immobilien den gleichen Prozentsatz zahlen muss.

Fair empfände ich z.B. selbstbewohnte Immobilien von der Steuer zu entbinden oder meinetwegen die ersten 200.000 € an Wert. Wird aber nicht kommen. Immobilienhaie mit Immobilienvermögen von 100 Mio € zahlen prozentual das gleiche wie Oma Else.

Bei der "Einheitsbewertung" werden die Grundstücke miteinander verglichen, nicht die Eigentümer, denn der Eigentümer kann jederzeit wechseln. Gleiche Grundstücke mit gleichen Wohnflächen, gleicher Ausstattung, gleichem Baujahr und so weiter kosten die gleiche Grundsteuer, egal ob Eigennutzer oder in Vermietung durch einen Immobilienhai. Das ist imho gerecht.

Eine Steuerentbindung für Eigennutzer würde die Gemeinden immense Steuereinnahmen kosten, diese Beträge müßten sie dann mit anderen Kostenerhöhungen wieder kompensieren. Eigentum bedeutet eben Verantwortung, auch in der Form, daß jeder bestimmte Steuern entrichtet, die in anderer Form der Allgemeinheit wieder zugute kommen. Ob Mehrwertsteuer für den Konsum, oder Grundsteuer fürs Wohnen.
Bei der Grundsteuer bleibt es zumindest in der "Familie" sprich der eigenen Gemeinde.
 
Nein, er war nicht einverstanden, dass sich manche ungerecht behandelt fühlten und deshalb den aktuellen Wert haben wollten.

So ist es nun auch.

https://www.tagesspiegel.de/politik...-grundsteuer-urteil-alle-angeht/21160770.html

Und damit wird es höchstwahrscheinlich teurer für alle, denn wie gesagt, viele Grundstücke sind wertmäßig seit 1964 (im Osten seit 1935? Keine Ahnung) nicht mehr angepaßt worden an den realen, aktuellen Zustand.

Da der heutige Zustand aber üblicherweise höherwertiger ist mit Zentralheizungen, Energieausweis, Badezimmer oder wenigstens Dusche in jeder Wohnung, Isolierglasfenstern und so weiter, lauter Sachen die anno 1964 noch keineswegs zur Standardausstattung gehörten, werden die anzusetzenden Werte wahrscheinlich deutlich steigen.
Die zu erwartende Einspruchsflut in den festsetzenden Stellen möchte ich nicht miterleben. (Werde ich aber vermutlich.)

Vielen Dank auch an den/die verantwortlichen Kläger, die diese Büchse der Pandora leichtsinnig geöffnet haben. :mad:
 
Für den sogenannten "fussvolk", dazu ich auch gehöre, wird meistens eh alles teuerer, ob es um die Miete, NK geht oder bloss die Lebensmittel.:mad:
klar, die Kasse muss irgendwie gefüllt werden, nicht?

Ich habe vor 3 Jahren eine Genossenschaftswohnung mirzugelegt, der Zweck ist- man zahlt eine deftige Anzahlung, aber danach istdie miete relativ niedrig uns stabil. Kaum hingezogen, schon ging die Miete in die Höhe? Warum , frage ich mich bei nagelneuem Haus...?
 
Für den sogenannten "fussvolk", dazu ich auch gehöre, wird meistens eh alles teuerer, ob es um die Miete, NK geht oder bloss die Lebensmittel.:mad:
klar, die Kasse muss irgendwie gefüllt werden, nicht?

Ich habe vor 3 Jahren eine Genossenschaftswohnung mirzugelegt, der Zweck ist- man zahlt eine deftige Anzahlung, aber danach istdie miete relativ niedrig uns stabil. Kaum hingezogen, schon ging die Miete in die Höhe? Warum , frage ich mich bei nagelneuem Haus...?
Ist die Warmmiete höher geworden oder die Kaltmiete?

Möglicherweise haben die Nebenkostenzahlungen sich erhöht.
 
Und damit wird es höchstwahrscheinlich teurer für alle, denn wie gesagt, viele Grundstücke sind wertmäßig seit 1964 (im Osten seit 1935? Keine Ahnung) nicht mehr angepaßt worden an den realen, aktuellen Zustand.

Da der heutige Zustand aber üblicherweise höherwertiger ist mit Zentralheizungen, Energieausweis, Badezimmer oder wenigstens Dusche in jeder Wohnung, Isolierglasfenstern und so weiter, lauter Sachen die anno 1964 noch keineswegs zur Standardausstattung gehörten, werden die anzusetzenden Werte wahrscheinlich deutlich steigen.
Die zu erwartende Einspruchsflut in den festsetzenden Stellen möchte ich nicht miterleben. (Werde ich aber vermutlich.)

Vielen Dank auch an den/die verantwortlichen Kläger, die diese Büchse der Pandora leichtsinnig geöffnet haben. :mad:

Klar wird es teurer. Möchte ich wetten.

Und solche wie den Kläger gibt es immer wieder.

War doch beim Abwasser dasselbe. Das wäre auch nie geändert worden und die Niederschlagswassergebühr nie extra erhoben worden, wenn nicht einer mit Garten geklagt hätte, weil er meinte, dass er gegenüber anderen benachteiligt gewesen wäre.

Billiger ist es für den auch nicht geworden. Für viele andere aber teurer.
 
Bei Genossenschaftsmieten können die Nebenkosten evtl. abhängig vom Leerstand stark schwanken, denn viele Kosten fallen immer in ähnlicher Höhe an, egal wie viele Leute im Haus wohnen. Auf je mehr Mitbewohner sich die Kosten verteilen, um so weniger muß der einzelne zahlen - wenn aber so Dinge wie etwa der Wasserverbrauch nicht individuell für jede Wohneinheit abgerechnet werden, kann es auch teurer werden, wenn einer in seiner Wohnung eine ganze Großfamilie unterbringt mit entsprechend viel Wasserverbrauch und trotzdem nicht mehr zahlt als der Single von nebenan.
 

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