Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Hallo zusammen
Jeder, der ein Grundstück besitzt, muss sie zahlen: Die Grundsteuer. Die Zahlungsaufforderung kommt einmal im Jahr von den Gemeinden. Doch beinahe jeder Eigentümer zahlt einen anderen Betrag – selbst in einer Straße können Unterschiede bestehen. Grund dafür sind komplizierte Einheitswerte und regional unterschiedliche Hebesätze. Zahlen muss am Ende auch der Mieter, auf den die Steuer umgelegt wird.
In 2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: Es muss ein neues Bewertungsverfahren her!
Es soll zudem einfach werden - das hört man doch gerne, doch wird es auch gerecht oder einfach nur teurer?
Bei einem Treffen Anfang Februar war Scholz (SPD) der Union und einigen Länderkollegen weit entgegengekommen. Er schwächte seine ursprünglichen Pläne ab, die Grundsteuer künftig jeweils aus der Nettokaltmiete, der Wohnfläche, dem Baujahr des Hauses, der Grundstücksfläche und dem regionalen Bodenrichtwert berechnen zu lassen.
Ein Hausbesitzer aus dem teuren Stuttgart wäre so deutlich stärker zur Kasse gebeten worden als einer aus dem menschenleeren Oderbruch an der Grenze zu Polen. Das lehnten die Union und mehrere Länder aber ab und argumentierten, das Wohnen in gefragten Lagen so noch teurer werde.
Problem: Je nach Steuermodell, könnte es für einige Eigentümer und Mieter erheblich teurer werden:
https://www.welt.de/finanzen/immobi...ie-wird-ungerecht-oder-teuer-Oder-beides.html
War da was mit privater Altersvorsorge? Nach den Nullzinsen auf dem Sparbuch, dem dennoch unverändert klein gehaltenen Sparerfreibetrag für den Aktiensparer, geht es nun auch noch ans Häuschen.
So weit zur bejammerten Altersarmut, deren Bekämpfung angeblich eines der obersten Gebote ist.
Im Durchschnitt zahlen Haushalte in den 100 größten deutschen Städten heute 470 Euro pro Jahr für die Grundsteuer, Tendenz stark steigend. Das erhöht Mieten, macht aber auch Eigentumsbildung und -unterhaltung schwerer.
Also für jemanden, der sein Häuschen bewohnt!
Für einen Vermieter heißt die Lösung meistens einfach: Miete erhöhen. Je nachdem wie also Grundsteuerbeträge steigen werden, werden Mieten weiter steigen, Glückwunsch! 🙄
Verlierer im Steuerwettkampf -so prophezeihe ich- werden kleine Eigentümer und Mieter sein. Die Bevölkerungsgruppe, die auch bei der Altersvorsorge und der Vermögensbildung auch heute schon die Verlierer sind.
Jeder, der ein Grundstück besitzt, muss sie zahlen: Die Grundsteuer. Die Zahlungsaufforderung kommt einmal im Jahr von den Gemeinden. Doch beinahe jeder Eigentümer zahlt einen anderen Betrag – selbst in einer Straße können Unterschiede bestehen. Grund dafür sind komplizierte Einheitswerte und regional unterschiedliche Hebesätze. Zahlen muss am Ende auch der Mieter, auf den die Steuer umgelegt wird.
In 2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: Es muss ein neues Bewertungsverfahren her!
Es soll zudem einfach werden - das hört man doch gerne, doch wird es auch gerecht oder einfach nur teurer?
Bei einem Treffen Anfang Februar war Scholz (SPD) der Union und einigen Länderkollegen weit entgegengekommen. Er schwächte seine ursprünglichen Pläne ab, die Grundsteuer künftig jeweils aus der Nettokaltmiete, der Wohnfläche, dem Baujahr des Hauses, der Grundstücksfläche und dem regionalen Bodenrichtwert berechnen zu lassen.
Ein Hausbesitzer aus dem teuren Stuttgart wäre so deutlich stärker zur Kasse gebeten worden als einer aus dem menschenleeren Oderbruch an der Grenze zu Polen. Das lehnten die Union und mehrere Länder aber ab und argumentierten, das Wohnen in gefragten Lagen so noch teurer werde.
Problem: Je nach Steuermodell, könnte es für einige Eigentümer und Mieter erheblich teurer werden:
https://www.welt.de/finanzen/immobi...ie-wird-ungerecht-oder-teuer-Oder-beides.html
War da was mit privater Altersvorsorge? Nach den Nullzinsen auf dem Sparbuch, dem dennoch unverändert klein gehaltenen Sparerfreibetrag für den Aktiensparer, geht es nun auch noch ans Häuschen.
So weit zur bejammerten Altersarmut, deren Bekämpfung angeblich eines der obersten Gebote ist.
Im Durchschnitt zahlen Haushalte in den 100 größten deutschen Städten heute 470 Euro pro Jahr für die Grundsteuer, Tendenz stark steigend. Das erhöht Mieten, macht aber auch Eigentumsbildung und -unterhaltung schwerer.
Also für jemanden, der sein Häuschen bewohnt!
Für einen Vermieter heißt die Lösung meistens einfach: Miete erhöhen. Je nachdem wie also Grundsteuerbeträge steigen werden, werden Mieten weiter steigen, Glückwunsch! 🙄
Verlierer im Steuerwettkampf -so prophezeihe ich- werden kleine Eigentümer und Mieter sein. Die Bevölkerungsgruppe, die auch bei der Altersvorsorge und der Vermögensbildung auch heute schon die Verlierer sind.