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Neue Gasheizung, extremer Verbrauch, Gründe?

G

Gast

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Hi,

wir haben im Sommer auf eine moderne Gasheizung umgestellt und merken nun wo die Heizsaison voll in Gange ist, dass wir einen wirklich extremen Verbrauch haben.

Ich halte mich nicht für sehr naiv was sowas angeht, mit hohem Verbrauch habe ich schon gerechnet aber DAMIT nicht.

Hoch deshalb weil:

- grosses Haus (240 m2 plus 160m2 Dachgeschoss)
- altes Haus
- Dach zur Hälfte nicht ausgebaut/unisoliert
- dadurch kalter Flur
- 3 Räume einfach verglast

Allerdings ist unser kW-Verbrauch im Vergleich zur alten Heizung (kein Gas) sehr gestiegen, wie kann das angehen? Die benötigten kW müssten doch gleich bleiben, nur mit anderem Heizmedium?

Konkret ist es so dass wir derzeit pro Monat knapp unter 600 Kubikmeter Gas verfeuern!!! Frage: kann das ausser den oben genannten baulichen Gründen auch anlagentechnische Gründe haben (schlecht eingeregelt, Rohrisolierungen usw.) Eigentlich sollte eine moderne Gasheizung ja nicht "Dauerfeuer" geben, oder?
 
Was war denn die alte Heizung für eine?
Generell sollte man schon dämmen, zumindest Dach und erdberührte Flächen, es geht sonst buchstäblich zum Fenster raus.
Zum Vergleich: wir heizen derzeit nur mit Holzbriketts, haben 2 Vollgeschosse mit jeweils 90 qm (Decken jeweils 2,60 Meter), aber Isoglas und gedämmte obere Geschoßdecke. Außenwände ungedämmt unten (Massiv) und oben Holzständerbau, also gedämmt.
Wir verheizen 1 Packung Briketts zu 10 Kilo (2 Euro) pro Tag, damit wird die untere Etage auf 24° geheizt, oben sind es nur 17 Grad, da derzeit kein Ofen da ist (kommt aber die Woche).
Dh haben wir derzeit Heizkosten von 60 Euro im Monat für einen Altbau von 180 qm beheizter Fläche, was ich extrem wenig finde.
Eine Gasheizung würde aber sehr viel höhere Kosten verursachen, da der Ofen eben heizt was er kann (8 kW), die Heizung aber einen Thermostat hat, der Dauerfeuer gibt, bis die eingestellte Raumtemperatur erreicht ist.
Es wäre dann zwar gleichmäßiger warm (haben jetzt ja auch keine Heizkörper sondern nur eine punktuelle Wärmequelle) aber die Heizkosten wären sicherlich um ein Vielfaches höher.

Das Haus hatte vorher Nachtspeicheröfen, da hatte jeder soviel KW wie jetzt der eine Ofen und es waren 9 Stück!
Die alle an und die Heizkosten wären sicher auch um das 5fache höher gewesen.

Im Bad haben wir einen Heizlüfter zusätzlich, der beim Duschen angemacht wird und so gut wie nix verbraucht. Da ich die Stromkosten ja alle 2 Wochen aufschreib, seh ich direkt, was der Heizlüfter verbraucht - praktisch nichts, er läuft aber eben auch nur bei Badbenutzung. Eine Dauerheizung würde da sehr viel mehr verbrauchen.

Kw ist nicht gleich Kw. Es kommt auf die Heizart an. Und es ist wichtig, daß die neue Heizung auf Vollast läuft, wegen der Effizienz, aber die Nennleistung der Heizung unbedingt an den Wärmebedarf angepaßt wird. Es werden meist überdimensionierte Heizungen eingebaut, die dann auf Sparflamme laufen und dabei extrem an Effizienz verlieren.

Wurde denn eine Heizlastberechnung gemacht?
Für unser Haus wären 15 kw beispielsweise absolut ausreichend (inkl. Warmwasser!), Heizungen in dem Bereich gibt es aber kaum, die meisten haben um die 20 kw und mehr.
Wir werden uns nächstes Jahr einen Pelletkessel mit 15 kw anschaffen (einer der wenigen in diesem Bereich) der hat unter Vollast dann auch über 90% Wirkungsgrad.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich würde auch einen Fachmann fragen.

Davon abgesehen - ich heize auch mit einer Gasheizung und der Verbrauch ist im Winter wirklich hoch, zumindest kommt es mir so vor. Mein Zimmer heize ich nie wärmer als 18 Grad, sonst heize ich gar keinen Raum, und doch muss ich bei winterlichen Temperaturen draußen beim Grundversorger im Monat 40-50 Euro Heizkosten blechen. Ich hab keine Ahnung, wieviel es wäre, wenn ich auf 22 Grad heizen würde (will ich auch gar nicht wissen, da zieh ich mich lieber warm an). Hohe Fenster und schlechte Isolierung tun ihr übriges. ABER: Dafür hat man dann eben ab Mitte März gar keinen Verbrauch mehr, und deswegen ist es aufs ganze Jahr gerechnet immer noch im Rahmen.
 
Bin zwar kein Fachmann, aber einfach verglaste Fenster und ein unisoliertes Dachgeschoss lassen schon sehr viel wärme entweichen und wärme steigt bekanntlich nach oben. Demenstprechend kann so die gewünschte Temperatur nur erreicht werden, indem stärker geheizt wird, was widerum einen höheren Verbauch als Folge hat?
 

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