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Neubeginn

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Ich denke, den wichtigsten Teil des Weges hat man schon geschafft, wenn man sich diese Frage stellt. Einfach in diese Richtung weitergehen.
Früher dachte ich, man sollte einen Schlussstrich ziehen und die Vergangenheit vergessen, aber das funktioniert wohl nicht. Man braucht die guten Zeiten, um darauf aufzubauen und die schlechten, um sich zu erinnern, was man ändern wollte..
Ach ja, was vielleicht auch hilft: etwas Abstand zu Menschen zu halten, die einen immer wieder runterziehen. Ist aber vielleicht manchmal schwierig.
LG
 

Hallo Roselily,

schau mal hier: Neubeginn. Hier findest du vielleicht was du suchst.

bei mir ist es so, dass ich manchmal da steh und mich frage, wo wollte ich hin...???

Ach, ja, kerngesund sein, hübsch wohnen, mit dem beschäftigt sein, was mir liegt, wofür ich gebaut bin, mit netten Leuten zusammen sein, glücklich sein.

Spätestens dann geh ich Fenster putzen, oder zieh die Schuhe an, mach etwas, das diesen Zielen entgegenkommt- denn, falls wer in meine Wohnung kommt, zwecks Zusammensitzen, da möcht ich stolz sein und dazu gehört nun mal Ordnung um sich. Das fühlt sich alleine schon komplett gut an, wenn man rund um sich "Gesundheit" hat- statt Chaos und Müll und eben verschmierte Sicht nach draußen.
Dann sag ich mir, es ist alles viel schwerer, wenn man sich nicht mehr bücken kann, nicht mehr aufstehen kann, sich nicht mehr flexibel bewegen kann, also bau ich da vor und mach was dafür. So ist es auch mit meinem eigenen Aussehen- oh Gott, ich kann nicht zusagen, das Treffen geht nicht, ich kann nicht mitkommen, denn...ich habe keine Wanderschuhe, keinen Badeanzug, kein Kleid, in dem ich mich wohl fühle, wenn man sich zum Essen trifft im Gasthaus.
Ich bin praktisch zumindestens vorbereitet, falls ich mich verlieben sollte in wen, oder falls mir ein Job zusagt, oder eine Reise ansteht, oder man mich spontan zu sich bittet.
""Ähhh, mir geht es nicht gut"", das verschiebe ich meist auf später- weil alleine wegen der Grundaufgaben, die anstehen schon keine Zeit ist, darüber nachzudenken. Meine finanzielle Situation muss ja auch gut aufgestellt sein, von nichts kommt nichts- so sage ich mir vor und das motiviert immer. Spätestens da sehe ich wieder, wo es lang geht, was der nächste Schritt ist. Das ist wie: du möchtest es besser haben? Dann los, auf gehts- wie - da kann man sich ja beraten lassen, wenn einem selbst nichts einfällt.
 
Liebe Tsunami, es kann schon sehr, sehr entspannen und hilfreich sein, wenn man stehen bleibt, gar nichts macht, sich mal nur erholt und in die Luft guckt und mit dem zufrieden ist, dass nichts passiert.
 
Mal angenommen, wir wären vollkommen versackt im Leben, wie machen wir alles besser?
Ich würde sagen, wir können es besser machen, indem wir Schritt für Schritt in eine Richtung gehen, bzw. Dinge tun, die uns richtiger oder besser erscheinen und indem wir uns Zeit lassen mit uns selbst und geduldig sind.

Man "versackt" meiner Meinung nach nicht von heute auf morgen. Wenn man feststellt, dass man "plötzlich" irgendwo feststeckt, ist das meist das Ergebnis eines langen Weges. Demnach ist es auch nichts, was man von einer Sekunde auf die andere wie mit einem Fingerschnippen ändern kann.
 
Was mir auch immer wieder auffällt, mir kann das ganz schön gut tun, zwischendrin mal total abzusacken, sich diesem Feeling hinzugeben und wenn ich das so richtig ausgekostet habe, dann gehts erfrischt wieder zum Tagwerk.
Vielleicht brauchen wir das sogar.
 
Ich zoome manchmal Verwandte und Bekannte, denen es recht schlecht geht, her, und überlege, was denen helfen würde.
Meiner Ansicht nach befinden die sich in einer Art hypnotischem Zustand. Sie wissen nichts mehr vom Lachen, oder Kichern, vom Plaudern, Schauen, Sehen.. vom Leben außerhalb ihrer Welt, das haben sie vergessen. Reden hilft da oft gar nicht, sie hören einen nicht, sie sind im Blick leer und man dringt nicht vor zu ihnen- wie Wachkoma- mir kommt das aber oft vor, als würden sie schmollen, unendlich beleidigt sein und das übergehe ich. Ich bin hier, setz mich her und trink mit dir Tee, mindestens zwanzig, fuffzig Minuten stelle ich mich blöd und merke nicht, dass du schmollst, für mich bist du wie sonst auch und so geh ich mit dir um...im Sinne von: depressiv oder nicht, du kannst auch normal sein, so lange harre ich, bis mindestens ein normaler Blick aus den Augen kommt- das ist, wie wenn die Synapsen wieder den Weg gefunden hätten aus der Zone, wo es nur finster ist. Brücken legen, falls diese eingerissen sind, das ist meine Strategie.
 
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