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Neuanfang oder Weiterbildung

Steve77

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

ich versuche meine Situation kurz zusammenzufassen. Ich bin dipl. Bioinformatiker, bin 37 Jahre alt und bin sehr verzweifelt was meine Berufswahl angeht. Ich arbeite für ein mittelständisches IT-Unternehmen, also reine Informatik. Da ich damals keine Anstellung in der Bioinformatik gefunden habe, habe ich den Job in der iben genannten Firma angenommen. Eigentlich finde ich die reine Arbeit am PC nicht sehr toll und auch die ganzen Nerds die darin aufgehen mag ich überhaupt nicht.
Das einzige was mich immer aufrechterhalten hat in der Firma, ist die Gemeinschaft mit einigen Kollegen. Wir machen zusammen sehr viel Sport, Laufen und Kampfsport. Etwas zu finden im Sportbereich, mit dem man Geld verdienen kann, ist sehr schwer, wie ich mir habe sagen lassen :-(
Ich bin seit ca 8 Jahren in er Firma, irgendwie habe ich es immer geschafft mich mit den Freizeitaktivtäten abzulenken (und natürlich meine Freundin). Aber ich merke immer mehr das es bald nicht mehr geht, ich mache einen langweiligen stupiden Job, tag ein tag aus. Zu meinem Chef brauche ich nicht zu gehen, den interessiert das nicht wirklich, oder er sagt, alles klar ich kümmere mich und es passiert nichts.

Ich habe mich jetzt schon lange mit dem Thema auseinandergesetzt. War schon bei Berufsberatern, der eine kostete 300 Euro, gebracht hat mir das aber nicht wirklich etwas. Es kam nur heraus, sie sind kein Nerd, sie müssen was tun, Lehrer wäre eine gute Sache. Aber das ist auch leichter gesagt als getan und ob das wirklich das Richtige ist. Außerdem muss ich ja auch Geld verdienen, die Miete, Rechnungen usw. müssen bezahlt werden.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Einen Neuanfang wagen? Wenn ich z.B. daran denke, die Nerds in der Firma nicht sehen zu müssen (abgesehen von meinen sportlichen Kollegen) geht mir das Herz auf. Andererseits mache ich mir natürlich Gedanken, was man sonst machen könnte. Im Sportbereich gibt es ja leider nicht so viele Jobs, in denen man auch Geld verdienen kann.
Ich lerne aber auch gerne dazu, vielleicht wäre ja auch eine Weiterbildung, ein Fernstudium oder ähnliches etwas. Ich vermittle auch gerne mein Wissen an andere Leute. Vielleicht würde ich so auch wieder Spass finden an der Arbeit.

Ich weiß, es ist irgendwie jammern auf hohem Niveau aber ich bin verzweifelt und vielleicht könnt ihr mir helfen. Wenn ich mir überlege, den jetzigen Job noch 30 Jahre machen zu müssen..:-(

vielen Dank schon mal

Steve
 

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Steve77

Neues Mitglied
Hi Rafael,

Danke für deine Antwort. Der Gedanke zurück in die Forschung (dort habe ich auch meine Diplom arbeit geschrieben), ist ein wunderbarer Gedanke. Allerdings müsste ich da fast noch wieder ein Studium absolvieren. Bei der jetzigen Arbeit kommt es mir so vor als würde man verdummen. Ich kann irgendwie alles aber nur so ein bisschen.

Danke für den Hinweis. Ich werde mich mal schlau machen, vielleicht kann ich ja als Gasthörer an einer FH/Uni noch mal etwas in die Richtung belegen. Ich denke ich muss da jetzt was machen. Wie ich bereits geschrieben hatte, wenn ich mir überlege, dass ich den jetzigen Job noch 30 Jahre machen soll, dann wird mir schlecht.


Und nichts gegen Nerds, es gibt auch nette Nerds:) Ich glaube mich "kotzt" meine derzeitige Situation so an, dass ich die Leute nicht mag, denen das auch noch Spaß macht.


viele Grüße
Steve
 

Steve77

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die Ermutigenden Kommentare.
Ich denke es geht vielen so wie mir und sind unglücklich mit ihrem Job. Das Schwierigste ist glaube ich loszulegen und sich aus seiner Komfort Zone zu bewegen.
Habt ihr da Methoden, wie das am besten klappen könnte?

viele Grüße
Steve
 

Darknessgirl

Aktives Mitglied
Entscheidend ist, dass du dein Können niemals anzweifelst. Und wenn etwas schiefgeht, was sicher mal passiert, dann ist das normal, nimm es hin. Um wirklich gut und perfekt zu sein, braucht es eben lange Jahre und viel Erfahrung. Wichtig ist, dass du dann wieder aufstehst und weitermachst.

"Flügel wachsen einem nur, wenn man den Mut hat und springt.
Wer Angst hat vor dem Fall, muss sein ganzes Leben kriechen..."
 

Krips

Mitglied
Im Bereich Biologie sind die Jobaussichten misserabel und selbst promovierte Biologen arbeiten nicht selten als befristete und unterbezahlte Laborkraft. Wenn du in diese Richtung tendierst, würde ich die Finger davon lassen.
 

Steve77

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

ich bin es wieder. Ich melde mich, da ich das Problem irgendwie nicht in den Griff bekomme.
Es sind jetzt mehrere Wochen vergangen, als ich mein Problem hier gepostet habe und nun habe ich mangels Motivation und Verzweiflung so gut wie gar nichts gemacht, die Stimmung und Laune wird immer düsterer und schlechter.
Ich weiß nicht wie ich am besten anfangen soll etwas zu ändern, ich bin so unmotiviert (oder vielleicht auch ängstlich), dass mir schon der Gedanke daran mich damit beschäftigen zu müssen, schlechte Laune bereitet.
Wie bekomme ich mein Motivations Angstproblem in den Griff. Ich weiß, dass sich etwas ändern muss, aber ich kann es nicht, ich weiß auch nicht warum das so ist. Sehr konfus, ich weiß.
Ich befürchte dass es soweit gehen wird, dass ich gezwungen bin irgendetwas zu machen, bevor ich meinen Job verliere oder so und das wird etwas sein was mir mich noch unglücklicher machen wird.

Hat jemand eine Idee was man in einer solchen Situation machen kann?

viele Grüße
Steve
 

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