Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass emotionaler Missbrauch nur in Form von Wutausbrüchen und ständigem Geschrei, Abwertung und Dauerkritik auftritt. Diese Darreichungsformen sind lediglich die am einfachsten erkennbaren. Andere Formen emotionalen Missbrauchs sind zwar weniger offenkundig, aber ebenso verheerend. Hierzu gehören u.a.: Respektlosigkeit, Unhöflichkeit, Herablassung, Bevormundung, ständige Kritik, Verurteilung, beleidigende „Witze“, Lügen, „Vergessen“, Vertrauensbrüche, Fallen und Verzerrungen der Vergangenheit.
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> Außenstehende erleben den Gefühlstäter meist als anständigen, erfolgreichen, sensiblen, ruhigen und bestenfalls unauffälligen Menschen. Gegenüber seiner Partnerin ist er jedoch häufig kontrollierend, egozentrisch, hyperkritisch, zwanghaft, kindisch und bösartig. Die Wahrheit ist: Gefühlstäter sind oft beides. Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen dem Menschen, den sie liebt und dem Menschen, der ihr schadet, der die Partnerin zutiefst verwirrt.
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> Seine emotionalen Gewaltakte sind sogar häufig selbst durchsetzt mit Beteuerungen seiner Liebe, dass sie „das Beste ist, was ihm jemals passiert sei“, und dass er endlich anfangen will, sie entsprechend zu behandeln. Dies führt zu weiterer Verwirrung. Sie hofft und hofft, dass, wenn sie genug „tut“, wenn sie ihm genug gibt, er aufhören wird, sie zu verletzen, und dass seine liebevolle, umsorgende Seite wieder auftaucht. Leider ist dies ein Trugschluss der einzig und allein dazu führt, dass die Partnerin viel zu lange in der Beziehung ausharrt.
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> Je mehr Zeit eine Frau in einer Beziehung mit einem Gefühlstäter verbringt, desto mehr wird sie anfangen, an sich selbst, ihren Handlungen und ihrem Glauben zu zweifeln. Es ist das Ziel eines emotionalen Täters, sie glauben zu machen, dass sie seine Grausamkeiten verdient und dass sie eine Veränderung im Beziehungsgeschehen nur durch eine Änderung ihres Verhaltens bewirken kann. Es ist seine Absicht ihr das Gefühl zu vermitteln, dass sie der Grund für beinahe alle Beziehungsprobleme ist, dass SEIN missbräuchliches Verhalten lediglich eine Reaktion auf IHRE (fehlerhafte) Person sei, und somit akzeptabel ist.
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> Es ist anscheinend recht üblich, dass Männern, denen ihr missbräuchliches Verhalten von ihrer Partnerin vorgeworfen wird, die Schuld der Frau zuschieben und behaupten, sie sei die Täterin. Möglicherweise setzt er an dieser Stelle Hinweise auf den Umstand ein, dass er selber während seiner Kindheit missbraucht wurde, als Beweis, dass ER also das Opfer ist. Tatsächlich ist es wahr, dass Gefühlstäter sehr häufig selber während ihrer Kindheit Missbrauchsopfer waren und emotional und/oder physisch missbräuchliche Eltern hatten
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> Emotionale Gewalt tritt in verschiedenen Farben, Formen und Intensitäten auf. Die subtileren Akte sind am schwierigsten zu erkennen, da die Zeitabstände zwischen liebevollem, umsorgendem Verhalten und emotionaler Grausamkeit Wochen, teilweise sogar Monate betragen können. Trotzdem ist jemand, auch wenn er zwei bis drei Monate am Stück liebevoll und umsorgend ist, dann aber plötzlich Akte emotionaler Gewalt vollbringt, nicht besser als ein Partner, der seine Frau nur einmal alle paar Monate schlägt. Die Schmerzen, Unsicherheit, Zweifel und Traurigkeit auf Seiten seines Opfers sind die gleichen, mit dem Unterschied, dass die entstanden Blessuren im Inneren des Opfers entstehen, und viel langsamer heilen als ein blauer Fleck
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> Viel häufiger kommt es allerdings vor, dass der Gefühlstäter die Darstellung der Ereignisse und Vergangenheit insofern „modifiziert“, dass die Partnerin die vermeintliche Verantwortung für jegliche Beziehungsprobleme trägt. Dies stiftet erhebliche Verwirrung bei der Partnerin, - und es ist sein Ziel die Dinge so darzustellen, als sei sie verwirrt und/oder verrückt. Sollte sie es „wagen“, sich gegen sein Verhalten zu wehren oder es gar als missbräuchlich zu bezeichnen, wird er diese Wahrheit abwehren, indem er sie als überreagierend und/oder hypersensibel darstellt. Dies trägt zu der empfundenen Verwirrung und dem Schmerz der Partnerin bei.
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> Die Wahrheit ist: Es gibt bessere Beziehungen. Kein Mensch hat es nötig, in einer Beziehung auszuharren, in der er/sie mit Respektlosigkeit oder emotionaler Grausamkeit behandelt und traktiert wird, völlig egal wie selten derartige Akte an ihn/ihr verübt werden
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> Ein Gefühlstäter kann DICH dazu bringen, auszurasten, um zu beweisen, wie gesund ER ist, und er kann Dir implizit (Augenrollen ist hier sehr effektiv) oder explizit eine Nachricht wie die folgende vermitteln: „Siehst Du, Du rastest schon wieder aus, heulst und schreist. Ich brauche keine professionelle Hilfe, Du brauchst sie."
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> In der Regel sind es genau diese Interaktionen, die öffentlich stattfinden. Er ist geschickt: Außenstehende sehen, wenn sie überhaupt etwas mitbekommen, nur Deine Reaktion, und nicht die Misshandlung, durch die sie ausgelöst wurde.
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> Häufig fühlt es sich für die Betroffene so an, als wären ihr alle Rettungsleinen entzogen worden, als würde sie langsam verrückt, weil keiner Ihr glaubt, dass dieser charmante, „nette“, hilfsbereite, erfolgreiche Mann so unglaublich psychologisch grausam und absichtlich verletzend ist.
> Nähe und Distanz.
> Eine sehr beliebte Strategie dieses Typus ist das „komm her, geh weg“ Spielchen. Er droht subtil damit, Dir seine Zuneigung zu entziehen, und lässt Sätze fallen, deren Zweck es ist, Dich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Damit erzielt er den Effekt, dass Du als seine Partnerin Dich in der Beziehung verunsichert fühlst. Dies wiederum spielt ihm insofern direkt in die Hände, als dass er Dich nun als „zu bedürftig“ (klammerig) bezeichnen kann.
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> Sollte er sich, wider Erwarten tatsächlich bereit erklären, sie zu unterstützen, wird er es ihr fingerdick aufs Brot schmieren, wird immer wieder erzählen, wie sehr es ihn überanstrengt und dass er es nur für sie tut. Diese Mitleidsmasche wird er bis zum Erbrechen durchexerzieren, um ihr Schuldgefühle dafür zu vermitteln, dass sie eine derart schwere Last auf seine Schultern gelegt hat
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> Mach mich glücklich!
> (D)ein Gefühlstäter wird versuchen, seiner Partnerin die Verantwortung für seine Glückseligkeit zu übertragen. Egal ob durch direkte Kommentare oder implizite Aussagen, er wird versuchen, Dich glauben zu machen, dass er nicht zufrieden ist, dass DU daran schuld bist, und dass DU es „heilmachen“ sollte.
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> Das Problem daran ist, dass egal was Du tust oder sagst, es wird nie genug sein, und es wird ihn nie zufrieden stellen.
> Solltest Du tatsächlich so weit gehen und ihn damit konfrontieren, dass sein Verhalten hochgradig irrational ist, wird er Dir schnell weiszumachen versuchen, dass DEINE vermeintlichen Kommunikationsfehler der Grund für sein Verhalten sind. Es ist immer Deine Schuld, wenn Du nicht erraten konntest, was er brauchte oder wollte.
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> Er wird sein Verhalten auf Dich projizieren und darauf bestehen, dass es ihm schlichtweg unmöglich war, mit Dir über das zu sprechen, was ihn letztendlich störte, schließlich warst DU zu heftig, zu kritisch, zu wütend, zu urteilend oder zu bedürftig.
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> Zieh Dir den Schuh nicht an. Das sind SEINE Themen. Nicht Deine.
> Die Sache mit dem „Vergessen“.
> Der Gefühlstäter muss nicht zwangsläufig offen lügen. Es ist weitaus effektiver, Vereinbarungen oder Versprechungen zu „vergessen“, insbesondere dann, wenn sein „Vergessen“ sie schmerzt. „Vergessen“ kann auch dazu dienen, der Partnerin durch die Blume mitzuteilen, dass die Dinge, die ihr wichtig sind, ihn ganz einfach nicht interessieren
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> Double Standards“ werden auch angelegt, wenn es um die objektive Beurteilung affektiver Reaktionen geht. Es ist völlig ok, wenn ER wütend und laut wird. Tust Du es, wird er DIR misshandelndes Verhalten vorwerfen.
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> Schuld und Sühne, Teil I
> Gefühlstäter erwarten, dass man ihnen ihre „Fehler“ (= missbräuchliches Verhalten, Manipulation, usw.) vergibt. Selbstverständlich sind diese seine „Fehler“ nicht seine Schuld, schließlich weiß sie doch, wo seine „Knöpfe“ liegen, und hat sie „absichtlich“ gedrückt, oder sie hat IRGENDetwas getan, das ihn dazu gebracht hat, sie zu verletzen.
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> Gleichzeitig sind sie aber nicht in der Lage, ihren Partnerinnen deren Fehler zu vergeben. Jeder Mensch macht Fehler, ihre jedoch sind unverzeihlich und werden noch Monate später hervorgezogen um sein Verhalten zu legitimieren.
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> Veränderung?
> Gefühlstäter erwarten, dass sich ihre Partnerinnen für sie ändern. Allerdings ist es völlig egal, wie sehr sie sich ändern (verbiegen), es wird nie genug sein und er wird ihr immer mehr abverlangen
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> Subtile Botschaften.
> Es kann durchaus auch vorkommen, dass er von ihr vorgeschlagene Aktivitäten ablehnt, später aber das Vorgeschlagene mit anderen Menschen unternimmt – und ihr davon erzählt. Die subtile Botschaft in diesem Verhalten: „Du bist es nicht wert, dass ich … mit Dir unternehme. Andere Menschen sind es allerdings.“
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> Provokation.
> Abwertung und Herablassendes Verhalten sind i.d.R. sehr beliebte und effektive Taktiken um seine Partnerin zu manipulieren und zu verletzen. Letztendlich ist sie sowohl Ventil als auch Ziel seiner Wut. Liefert sie ihm von sich aus keine „Angriffsfläche“, kommt es häufig vor, dass er sich unhöflich, bewusst unsensibel, herablassend und/oder bevormundend verhält, oder sie schlichtweg ignoriert. Wenn die Partnerin auf dieses Verhalten verletzt reagiert und es zu einer Diskussion kommt, hat er den gesuchten Grund: ER kann jetzt wütend auf SIE sein, weil SIE die Diskussion und somit den Streit angefangen hat.
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> Es kommt noch besser: Häufig wirft er IHR dann vor, IHN emotional zu misshandeln und dass IHRE Wut auf seine Respektlosigkeiten und Grausamkeiten hochgradig missbräuchlich sei. Dies ist alles Teil seiner Machtspielchen und vor allem Teil des missbräuchlichen Kreislaufes.
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> Es ist ein Teil dieses Machtspielchens, dass er Dich so lange triezt und auf Deinen Schwachpunkten herumhackt, bis er Dich so weit "hat", dass Du die Selbstkontrolle verlierst, in Tränen ausbrichst, wütend wirst und/oder ihn anschreist. Sobald Du Deine Stimme erhebst, wird er darauf bestehen, dass DU die Täterin bist.
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> Kauf ihm diesen Schwachsinn nicht ab, - und glaub kein Wort davon. Sicherlich gibt es bessere Wege, die Situation zu bewältigen als selber wütend und laut zu werden, aber wahrscheinlich wurdest Du bereits einem Übermaß an psychologischer Kriegsführung ausgesetzt, in die Enge getrieben und reagierst einfach nur noch verteidigend.
> Erwarte kein Mitgefühl.
> Eine weitere beliebte und vor allem ultimativ destruktive Strategie ist es, die Gefühle der Partnerin entweder zu ignorieren, abzuweisen oder desinteressiert zu registrieren – insbesondere dann, wenn diese Gefühle mit einer (absichtlichen?) Versetzung durch den Partner „zusammenhängen“. In diesem Fall wird er wahrscheinlich versuchen die Tatsachen insofern zu verdrehen, als dass seine Tat entweder ein „Versehen“ war oder eigentlich dazu dienen sollte, der Partnerin zu „helfen“.
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> Wahrscheinlich versucht er zusätzlich, ihr zu vermitteln dass es überhaupt GAR NICHT in Ordnung ist, dass sie sich wütend, verletzt oder anderweitig getroffen fühlt; sollte sie es TROTZDEM wagen, derartige Gefühle zu haben, sind es eben „ihre Gefühle“ – und nicht sein Problem. Es liegt nicht in seiner Verantwortung auch nur den geringsten emotionalen Schaden bei ihr zu reparieren.
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> Zu dieser Taktik kann auch gehören, dass er Lippenbekenntnisse von vermeintlicher Verantwortung ablegt, letztendlich aber NICHTS tut, um ihren Schmerz zu lindern und sogar deutlich sagt, dass er nichts tun kann oder wird um „Wiedergutmachung“ anzustreben. (Vermutlich ist er sowieso meistens damit beschäftigt, sie für all ihre „Vergehen“ zu „bestrafen“.) Sollte sie darauf bestehen, dass er Verantwortung übernimmt und Wiedergutmachung anstrebt, wird er ihr aller Wahrscheinlichkeit nach vorwerfen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit er sich schuldig fühlt. Aus seinem Mund kommend klingt es dann, als sei „Schuld“ gleichbedeutend mit Schande. Implikation: SIE ist der Täter. Nicht er. *gähn*
> Ein „normaler“ Partner würde, wenn er die Gefühle seiner Gefährtin zufällig verletzt, sich nicht weigern, sie zu trösten. Er würde ihr helfen, den emotionalen Schaden zu reparieren; und vor allem würde er den gleichen Fehler NICHT regelmäßig wiederholen.
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> Die Gegenseite der Medaille ist außerdem, dass Gefühlstäter permanent gelobt werden wollen, wenn sie zur Abwechslung einmal „gute“ Dinge für ihre Partnerin tun. Ein deutliches Zeichen, dass positives, partnerschaftliches Verhalten für diese Menschen alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.
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> Jemandem mitzuteilen, ihre Gefühle wären “ihr Problem“ hinkt in diesem Fall ganz gewaltig. Vertrauen innerhalb einer Beziehung bedeutet auch, Deinem Partner insofern zu vertrauen, dass er Dich respektiert und Deine Gefühle achtet. Wenn jemand Dein Vertrauen missbraucht und Dich emotional misshandelt, dann ist das NICHT DEIN PROBLEM. Es war auch nicht „Dein Fehler“, Deinem Gegenüber ursprünglich vertraut zu haben. ER ist schuld daran, Dein Vertrauen missbraucht zu haben, - und Deine Gefühle nachträglich gegen Dich einzusetzen.
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> Du bist Schuld an seiner Gewalt.
> In seinem Streben nach Kontrolle und Überhand wird Dein „Partner“ wahrscheinlich versuchen, Dir implizit oder explizit zu vermitteln, dass Du ihm schließlich „erlaubst“ sich missbräuchlich zu verhalten, oder sein missbräuchliches Verhalten zumindest auslöst. Leider verfallen viele „Opfer“ dem Irrglauben, dass dieser Müll der objektiven Realität entspricht.
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> Alles kann ein „Auslöser“ für ihn sein, inklusive der Weigerung der Partnerin kleinbeizugeben. Zeigst Du auch nur das kleinste Anzeichen von Schuldgefühlen, wird er Dich genau an dieser Stelle packen und sie bis aufs Mark ausmerzen.
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> Seiner Ansicht nach liegt es in der Verantwortung der Frau, ihn nicht mit „auslösendem Verhalten“ zu „provozieren“. Fazit: „DU musst Dein Verhalten ändern, dann wird alles gut.“
> Paartherapie
> Solltest Du es tatsächlich schaffen, Deinen „Partner“ dazu zu bewegen, eine Beratungsstelle mit Dir aufzusuchen (letztendlich ist er ja anscheinend der Meinung, alles sei Dein Problem … Ihr bräuchtet keine Hilfe… Ihr könnt Eure Problem besser alleine lösen), wird Dein „Liebster“ alles versuchen, um vor dem Paartherapeuten als Opfer dazustehen, als würdest DU ihn quälen; oder zumindest, dass seine „Ausfälle“ einmalige Ausrutscher waren, - selbstverständlich begründet in Deinen „Vorlagen“.
> Vergiss nicht: Er tut nichts ohne Grund und Selbstzweck. Für jeden „Gefallen“ erwartet er eine Gegenleistung. Natürlich kann man auch nicht von ihm erwarten, offen zu sagen, WAS er sich als Gegenleistung wünscht. Solltest Du ihm allerdings nicht genau die Gegenleistung liefern, DIE er sich gewünscht hat, hat er wieder einen Grund für weiteres missbräuchliches Verhalten, schließlich bist doch so undankbar und geizig. Sollte es irgendwann zur Trennung kommen (Glückwunsch!) wird er Menschen in Eurem Umfeld bevorzugt erzählen, dass er ja SO viel für Dich getan hat und wie unendlich UNDANKBAR Du Dich doch ständig gezeigt hast. Selbstverständlich wird er derartiges auch lange vor einer Trennung verbreiten.
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> Wie beinahe alle Gewalttäter (und Psychopathen, aber dies nur am Rande) kann er der Gefühlstäter unendlich charmant sein. Genau das macht es seinen Opfern so schwer, sich aus dem Netz zu lösen. Außenstehende kennen vermutlich nur seine Schokoladenseiten, und nicht seine Unhöflichkeit, Grausamkeit, Gemeinheit, Abwertung, Herablassung und Brutalität, die sich i.d.R. nur hinter geschlossenen Türen – und nur gegenüber seiner Partnerin abspielt.
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> Selbstgerechtigkeit.
> Emotional misshandelnde „Partner“ sind oft über alle Maßen selbstgerecht. Sie finden immer Gründe, ihr Verhalten zu begründen, - natürlich liegen diese Gründe im Verhalten ihrer Partnerin. Auf diese fixiert er sich und besteht darauf, dass SIE sich ändern müsse, damit die gemeinsame Beziehung besser läuft.
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> Entschuldigung?
> Gefühlstäter HASSEN es, sich zu entschuldigen. Wenn sie sich tatsächlich einmal dazu durchringen kann man i.d.R. davon ausgehen, dass er das, wofür er sich entschuldigt hat, sowieso wieder tut. Schlimmer noch: er weiß es selber und wird es so hindrehen, dass Dein Bestehen auf eine Entschuldigung lediglich ein Versuch sei, IHN nachträglich zu beschuldigen: „Du willst dass ich mich entschuldige und verspreche es nie wieder zu tun; damit Du, wenn ich es dann doch tue, anklagend mit dem Finger auf mich zeigen und mich verurteilen kannst.“ Hierbei handelt es sich vor allem um eine Projektion; Gefühlstäter scheinen bisweilen regelrechte Projektionsfetischisten zu sein: Sie übertragen ihre Probleme und ihr negatives Verhalten auf ihre Partnerin um daraus IHR Problem zu machen. Sie drehen die Dinge so hin, als wäre ihre Partnerin „böse“, weil sie nicht nur Entschuldigungen und Mitgefühl verlangt, sondern auch noch ein Versprechen, dass er an seinen Problemen arbeitet.
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> Nicht seine Schuld.
> Da er seine Probleme i.d.R. auf seine Partnerin projiziert ist es für ihn auch nicht nötig einzusehen, dass ER irgendwelche Probleme hat. Stattdessen beschuldigt er seine Partnerin des Missbrauchs, insbesondere dann, wenn sie sein missbräuchliches Verhalten als solches identifiziert hat. Zusätzlich wird er so vielen „gemeinsamen“ Freunden wie nur möglich erzählen, wie furchtbar kontrollierend und missbräuchlich SIE doch sei. Sein Ziel: Sie rechtzeitig von potentieller Unterstützung abzuschneiden.
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> ER ist das unschuldige Opfer
> ...das jegliches Fehlverhalten und jegliche Provokation abstreitet. Oft geht er soweit, ein öffentliches Drama zu inszenieren rund um seine Trauer darüber, dass seine böse Partnerin ihn verlassen oder vor die Tür gesetzt hat, - „nach allem was er für sie getan hat…“. Meisterlich und vor allem Mitgefühlheischend spielt er die Rolle des ungerecht behandelten Opfers
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