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Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schlecht

Niele255

Mitglied
Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schlecht

Hallo. Ich trage ein Problem mit herum. Im Grunde lässt sich dies nicht nur auf direkte Freunde übertragen, sondern auch allgemein sobald man im weiteren Umfeld von irgendwelchen Erfolgsstories hört.

Vielleicht nenne ich 1-2 Beispiele.

Meine Freundin und ich haben mit Mitte 30 relativ "normale" Jobs und kommen einigermaßen klar. Große Sprünge sind nicht drin.

Wir haben ein befreundetes Pärchen, er beim Daimler, sie bei einer Porsche Tochterfirma.
Beide sind 5 bzw. 8 Jahre jünger als wir.

Sie waren im April in Panama, jetzt 2 Wochen Kroatien, direkt im Anschluss nochmals 1 Woche Teneriffa, im Herbst geht es 3 Wochen in die USA. Beide haben offensichtlich ständig Urlaub, denn es geht bei jedem Treffen immer um dieses Thema. Beide wirken aber so als würden sie sich auf der Arbeit kein Bein rausreißen.

Wir arbeiten relativ hart für unser Geld und können uns nichtmal ansatzweise mehrere Urlaube im Jahr leisten.

Ein anderes Paar kauft jetzt gerade eine zweite Wohnung, sozuzusagen als Geldanlage, ein weiteres Paar befindet sich seit Mai auf USA-Rundreise, wieder ein anderes bezieht jetzt grade deren Haus.

Wäre da nicht noch eine Freundin, die ganz normal im Einzelhandel arbeitet, wäre ich längst vom Glauben abgefallen. ABER: neuen Typen kennengelernt, der natürlich auch regelmäßig für die Firma mit dem Stern im Auslandseinsatz ist, kommt beim Kennenlernen mit 30 gleich mal mit dem Porsche daher.

Auf deutsch gesagt: ich komme mir manchmal vor wie im falschen Film, fast wie etwas gedemütigt. Und es fällt mir zunehmend schwerer dies zu verbergen. So sind mir schon 1-2 Mal diverse Sprüche herausgerutscht um den nächsten Urlaub oder den Sportwagen entprechend ironisch zu kommentieren. Dabei fühle ich mich natürlich nicht wirklich wohl und riskiere auch die Freundschaften.

Ständig gehen mir die "Anderen" im Kopf herum. Wie machen die das, warum habe ich diese Situation nicht, warum bin ich bzw. sind wir beide weniger als die? Das geht schon so weit, dass ich Angst vor Treffen habe, es könnte wieder irgendjemand was "Besonderes" machen. Natürlich vermiese ich mit dem Vermeidungsverhalten dann irgendwann die sozialen Kontakte. Aber ich fühle mich immer so schrecklich zweitklassig, da es sich bei den anderen immer alles so verdammt perfekt anhört. Sobald jemand mit irgendeinem Erfolg daherkommt ist bei mir die Stimmung im Keller.

Ich weiß dass Neid ein schlechter Charakterzug ist, aber was soll ich tun wenn man immerzu das Gefühl hat als einzigster "weniger" zu sein, und sich dabei noch frägt warum alle anderen, nur ich nicht?
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Eine blöde Frage:

Kannst Du Dich nicht in der Mobilfa mit Stern bewerben? (ernsthaft gefragt). Größere Unternehmen zahlen besser als kleine.

Ich kenne es auch ein wenig. Ich bin nicht neidisch, aber ich weiß, daß ich mich einige Zeit auch gewundert habe.

Hinzu kommt auch noch, daß ich studiert habe und z.B. eine Freundin nicht. Sie hat sich allerdings eine Eigentumwohnung gekauft. Ich weiß aber auch, daß sie nach der Arbeit anschaffen gegangen ist. Diesen Preis will ich nicht bezahlen. Dann hat sie einen Mann kennengelernt, der auch ganz gut verdient und auch schon Häuser hat. Die haben sich jetzt auch noch ein Haus gekauft und fahren auch in den Urlaub. Ich lebe in 65 qm einer Wohnungsbaugesellschaft. Ich habe natürlich auch Geld zurück gelegt. Eine Immobilie war irgendwie nie mein Ding, zumal ich meistens immer Single war und ich mich irgendwie nicht wohlgefühlt hätte. Wollte mir immer die Möglichkeit offen lassen, wieder in eine andere Stadt zu ziehen. Auf jeden Fall steht meine Freundin auch besser da. Allerdings hetzt sie auf Ausländer. Sie will nicht, daß es ihr im Alter schlecht geht. Sie hat schließlich dafür gearbeitet. Nein, so will ich auch nicht enden. Ich erlebe dies als einfältig.

Eine andere Freundin hat nicht mal eine Ausbildung, aber dafür ein Haus, wie ihre anderen beiden Geschwister auch. Die Eltern buttern drauf.

Ich könnte auch nicth in einem Haus leben, in dem umherum alles so spießig schön sein soll. In so einer Gegend lebte ich mal. Ich bin ganz neurotisch geworden und habe mich erst wieder erholt, als ich in einer ganz normalen Gegend gezogen bin.

Eine Freundin reist auch immer so viel und ich frage mich auch, woher sie soviel Urlaub bekommt. Der Mann ist auch sehr reich.

Lange Rede kurzer Sinn: irgendwie paßt mein Leben zu mir. Ich komme mir auch manchmal etwas komisch vor. Aber ich bin arm aufgewachsen, ich weiß gar nicht, ob das damit viell. zusammen hängt.


Ich meine, daß man sein Leben ein Stück weit auch akzeptieren sollte. Es gibt Menschen, die unschuldig im Knast sind oder die im Krieg geboren werden, Frauen, die sich in der Öffentlichkeit nicht im T-Shirt zeigen dürfen. Ich genieße trotzdem mein Leben und ganz ehrlich? Die besten Dingen waren immer die, die spontan und wenig Geld gekostet haben.


Ich weiß nicht, ob die Menschen, die durch die USA reisen immer glücklich sind? Glücklicher als Du und ich? Muß gar nicht sein. Okay, ich reise auch gerne und viel, wobei ich mich in der Regel in Europa aufhalte. China und USA sind mir unsympatisch. Ich müßte immer an die Death row denken. Ja, ich weiß, die Menschen haben dort Kapitalverbrechen begangen, aber ich finde es schlimm, wenn ein Staat nacheifert. Ich weiß nicht.

Mein Post wird Dir nicht viel bringen - wahrscheinlich. Die Sache ist, die ich ausdrücken möchte, daß Du gucken solltest, was Du bzw. ihr wirklich wollt.


Aber nicht nur das Wollen ist entscheidend, sondern daß man sich auch im Klaren darüber sein sollte, daß alles seinen Preis hat. Ich weiß nicht, was Dein Freund genau bei der Fa mit Stern macht. Ich komme aus einer Stadt mit einer Automobilfirma, die einen Stern hat. Ich fand offen gestanden, die Jobs immer langweilig. Ich arbeite im Krankenhaus, wenig Geld (in der Pharma Fa könnte ich doppelt so viel verdienen), aber mein Job schließt Patientenkontakt, Auswertungen und Weiterentwicklung mit ein. Ich möchte mit einem Menschen, der bei D. arbeitet nicht tauschen.

Aber nochmal gefragt: Warum bewirbt ihr Euch nicht in einer großen Fa, die besser bezahlt? Man muß auch shcon aktiv werden, wenn man Geld haben möchte. Mitte 30 ist noch ein gutes Alter sich fortzubilden, wobei eine Fortbildung auch nicht immer eine Garantie für mehr Geld ist.


Viell. sind andere auch bereit, Kredite aufzunehmen. Ich bin ja auch nicht dieser Typ, der auf Pump lebt. Aber es gibt den Trend ja, daß alles in Raten gezahlt wird. Ich meine, eh alles nur Buchgeld. Die Kreditinstitute freuen sich. Vergeben Kredite, obgleich die ja eigentlich das bare Geld nicht haben...aber das ist wieder ein anderes Thema. Ich weiß nicht, ob ich alles, was zum System dazu gehört, mitmachen muß….Kaufen kaufen kaufen Sie für 1000 Euro und bezahlen Sie nur 900 Euro...Vera**** können die sich selbst. Sorry...

Also, wenn Du genauso viel Geld haben möchtest, solltest Du viell. wirklich gucken, wie die das machen. Weiterbilden, Bewerben in größeren Unternehmen....

Es herzigt Dich

Kolya
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Hm, das kommt mir doch sehr bekannt vor. In meinem Bekanntenkreis haben mich alle, obwohl ich da einer mit der ältesten bin, längst überholt. Ein paar Beispiele: der eine ist 26, hat grade nach dem Studium in einer großen Firma angefangen und ist mit 4300 netto (!) eingestiegen. in zwei Jahren dürften das dann gut 5000 sein. Obwohl ich zehn Jahre älter bin und auch studiert habe, verdiene ich nicht einmal die Hälfte. Ein anderer Bekannter hat nur eine Bürokaufmann Ausbildung, war aber in 2018 schon 4 mal im Urlaub: Thailand, USA, Norwegen, Südafrika. Insgesamt etwa 9 Wochen. Wer bekommt so viel Urlaub?? Wer kann solche Fernreisen bezahlen? Es ist mir schleierhaft. Ein Freund hat sich erst vor einem halben Jahr selbstständig gemacht, und statt erst einmal den Laden langsam aufbauen zu müssen und bekannt zu werden, brummt es vom ersten Tag an und er hat Aufträge, die er gar nicht alle schafft. Ach ja, und ein anderer hat mal eben 50.000 Euro vom Opa geeerbt. Ein Bekannter von einem Freund ist auch erst 25, arbeitet jetzt nach dem Studium in Hamburg in einer Steuerkanzlei, wo seine Kunden Google, Facebook und Siemens heissen, also wo die ganz große Kohle fliesst - übrigens auch für ihn. 4000 hat er knapp netto - mit 25. Und die hellste Leuchte ist er ganz sicher nicht, das merkt man schon nach ein paar Minuten Gespräch.
Ich glaube, dass hier in Deutschland einfach der Anteil der Leute, die ganz dick verdienen und die sich alles leisten können, in den letzten Jahren rasant angestiegen ist. Hinzu kommt eine riesen Masse, die vererbt wird, dann noch jede Menge Mauschelei und Vitamin B. So trickst man sich nach oben.
Und was das Thema Kredit angeht: Die Banken geben größere Summen nur, wenn man auch entsprechend verdient und die Bonität stimmt. Ausserdem muss das Geld ja auch verdient werden, um die recht hohen monatlichen Raten zu zahlen. Nein, Kredite sind nicht der Grund, warum immer mehr Menschen so an vielen vorbeiziehen.
Wenn ich so nachdenke, dann fühle ich mich auch immer wie im falschen Film. Ehrlich gesagt fällt mir schon gar keiner mehr ein, der nicht deutlich erfolgreicher und wohlhabender ist als ich selber. Und wer ein bisschen Menschenkenntnis hat aufgrund seines Alters z.B., der merkt auch ganz schnell, dass diese Leute mit ihrem Leben sehr zufrieden sind und mitnichten ein hohles Leben führen nach dem Motto: viel Geld und Erfolg, aber ohne Sinn und Zufriedenheit. Das möchte man sich als nicht-Erfolgreicher vielleicht einreden, aber so ist es zumindest bei all den Menschen, die ich kenne, nicht.
Fazit: Die Welt ist mehr als ungerecht. Versuche, daran etwas zu ändern, scheitern oft. Vielleicht auch deshalb, weil den Benachteiligten auch die psychische Stärke irgendwann fehlt. Wer immer der Kleine bleibt und sieht, wie andere an ihm vorbeiziehen, der braucht schon viel Kraft und Selbstvertrauen - aber das hat eben nicht jeder und lässt sich nicht herbeizaubern. Ein Stück weit sind wir hier auch Opfer unserer Gene und der Kindheit/Erziehung.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Das Wichtige ist doch nicht wer wieviel verdient. Ich kenne Leute , die tausende von Euro im Monat verdienen und es auch an der Zufriedenheit mangelt, weil dann die Zeit fehlt, daran die Familie zerbrochen ist usw. usw.

Schau auf Dich, was Du hast und Dich zufrieden stellt.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Hallo Nevis,

du schilderst exakt meine Gedanken.

Und auch ich bin mir sicher, dass vom Intellekt her keiner von denen wesentlich "besser" ist als ich. Entweder hat man einfach das "Richtige" gemacht, geerbt, gemauschelt oder wie auch immer.

Das Schlimme ist tatsächlich dass die Psyche darunter leidet. Denn man fühlt sich sowas von im falschem Film, dass man seine eigene Situation andauernd hinterfragt und am Liebsten mit Gewalt ändern würde. Vor allem wenn man genau weiß dass der andere einfach nur durch "Glück" im warmen Nest sitzt und sich gewiss keinen rausreißen muss.
Wenn man dann einige Monate auf einen Urlaub spart, den der andere mal eben als Zweit-oder Dritturlaub macht, verliert man vollends den Glauben.

Andererseits kommen im TV ständig Dokus über zunehmene Armut in Deutschland.
Kenne ich also einfach nur die "falschen" Leute? Ansonsten könnte ich das kaum glauben.

Ja, es ist zugegebenermaßen das schlechte Gefühl nicht mithalten zu können, die ewige Frage warum es bei mir anders gelaufen ist, und blöderweise dann eben noch das Risiko es sich mit diesen "Freunden" zu versauen, denn meine schlechte Laune bei solchen Themen kann ich nicht verbergen. Kann mir auch manchmal unterschwellige Kommentare nicht verkneifen - natürlich aus Neid und auch Wut über mich selbst.

Das eine oder andere Mal habe ich sogar Treffen abgesagt weil ich mir nicht schon wieder irgendwelche Erfolgsgeschichten geben wollte. Das Ergebnis ist eine steigende permanente Unzufriedenheit und Abkapselung von anderen, nach dem Motto: bleib lieber für dich dann kommst du nicht in diesen "Konkurrenzkampf". Es reicht im Grunde bei einem Geburtstag eingeladen zu sein, wo naturgemäß Leute dabei sind die man nicht kennt. Die Frage nach dem berühmten "was machst du so" bleibt da nie aus. Und ich selbst brauche eigentlich gar nicht fragen, weil ich weiß was kommt: mein Diplom, mein Haus, mein Daimler, meine perfekte Familie.

Ja, das nagt sehr an mir und ich fühle mich eigentlich wertlos, ich mache mir innerlichen Druck auch so weit kommen zu müssen, da es ansonsten alles keinen Sinn hat.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Mir ist es eigentlich egal, was andere haben oder tun.

Man muss doch selbst zufrieden sein mit seinem Leben.

Und einen Haufen Geld zu haben, bedeutet nicht, dass sonst alles glatt läuft im Leben und dass diejenigen immer zufrieden sind.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Vielleicht hast du Olli, mit dem Begriff "Konkurrenzdenken" einen wichtigen Begriff genannt. Es kann schon sein dass ich durch mein Umfeld überhaupt erst auf die Gedanken gekommen bin immer mehr sein zu müssen, bzw. mich weniger zu fühlen.

Natürlich würde es von denen ja keiner zeigen welche Entbehrungen oder Nachteile das alles hat. Es sieht für einen außenstehenden einfach immer so perfekt aus, als wäre man selbst nur zu blöd gewesen das "Richtige" zu tun.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Hallo Niele!

Wie verhalten sich denn diese Paare Euch gegenüber?
Schauen sie auf euch herab, machen abwertende Bemerkungen, oder ähnliches?

Die Tatsache, dass Ihr immer noch befreundet seid, lässt mich aber vermuten, dass die finanziell besser Gestellten nicht annähernd so ein Problem mit der Situation haben, wie Du selbst.
Vielleicht schätzen sie Euch sogar als langjährige Freunde sehr. Und zwar genau so wie ihr seid.

Und dann liegt das Problem vom Neid, der ja wie Du selbst sagst eine schlechte Tugend ist, ganz bei Euch allein. An Euer eigenen Einstellung.

Neid vergiftet vor allem das eigene Leben.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Hallo Amory. Wenn ich ehrlich bin, so direkt kommen eigentlich keine abfälligen Bemerkungen. Zumindest nicht im Sinne von "warum seid ihr nur.." Auch dass sie sich jetzt als was Besseres vorkämen kann ich so eigentlich nicht sagen.

Sie reden eben oft (natürlich unüberlegt, weil es für sie eben ganz normal ist) über solche Dinge, die dann speziell bei mir eben das Ganze wieder triggern. Ich gebe ja auch zu, dass es ein persönliches Problem ist, sonst würde ich hier nicht um Hilfe suchen.

Es kann halt sein dass man sich eigentlich verabredet um einen lustigen Abend zu verbringen, und der 4te Urlaub im Jahr meine Stimmung schnell nach unten drückt, so dass ich Mühen habe dies zu verbergen weil ich mir innerlich sage: das kann doch einfach alles nicht wahr sein. Klar bin ich neidisch aber eben auch wütend weil ich eben nicht in der gleichen Position bin zu sagen "ach wir gehen im Herbst ja auch nochmal 3 Wochen"....

Ich spüre in mir Konkurrenzdruck und Unwohlsein, was sicher nicht förderlich für die Freundschaften ist.
Mir fällt selbst einfach keine Lösung ein, da eigentlich jedes Treffen mit irgendwelchen Leuten wieder die Ängste hervorruft dass es sich wieder bestätigen wird, dass ich von allen am Wenigsten bin/kann. Das Resultat ist dann Rückzug, Lustlosigkeit und das Vermeiden überhaupt was zusammen zu machen. Es sind ja sowieso alle besser wie ich und haben das erfülltere Leben. Es ist wie ein Eingeständnis der Unterlegenheit gegenüber den anderen.

Die Stimmung zwischen mir und dem Partner ist dann meist nach solchen Situationen auch mies, wenn es dann wieder Diskussionen darüber gibt, weil ich mit uns selbst unzufrieden bin.
 
AW: Neid und Unwohlsein in Gegenwart von erfolgreicheren "Freunden". Fühle mich schle

Vor einigen Jahren wollte ich auch mehr verdienen. In meiner damaligen Firma ging es gehaltsmäßig nicht weiter. Also habe ich mir einen neuen Job besorgt. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Inzwischen bin ich zufrieden. Ich habe zwar keine 5k netto, aber das ist mir inzwischen auch völlig egal. Einige meiner Bekannten verdienen wesentlich mehr als ich, andere weniger. Natürlich hätte ich gerne mehr, aber wieder Bewerbungen schreiben? Nein. Aufsteigen in eine höhere Ebene mit Führungsverantwortung? Nein, das möchte ich auch nicht (mehr). Das wäre mir zuviel Stress 😀
 

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