Am 28. Juli diesen Jahres ist nach nur 3 Ehejahren und nur 6 Jahren Beziehung meine Mann nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Ich liebe ihn sehr und stelle mir immer wieder vor, wie es wäre, wenn die Haustür aufginge und er in seiner gewohnt fröhlichen Art rufen würde: "Ich bin wieder da!".
Es kommt mir vor, als sei mir ein Stück meiner Seele und meines Lebens geraubt worden. Wahrscheinlich ist es auch so.
Wir hatten es in der kurzen Zeit nicht immer leicht, es uns aber so schön wie möglich gemacht.
Mein Mann ist 16 Jahre älter als ich und hat aus seiner ersten Ehe 2 erwachsene Söhne, zu denen der Kontakt nicht besonders gut war. Seine Frau hatte ihn damals verlassen, ohne dass er was wusste und der jüngste Sohn ist noch 2 Jahre bei seinem Papa geblieben. Mein Mann hat die erste Zeit noch immer um seine Frau gekämpft und gehofft, dass sie sich wieder zusammenrauft und zu ihm zurück kommt. Er konnte nie gut alleine sein.
Als wir uns kennen lernten, sind wir sehr schnell zusammen gezogen und seine Ex und der ältere Sohn hatten damit ihre Probleme und auch den Kontakt zu uns gemieden.
Über die Trennung ist mein Mann hinweg gekommen, aber nie ganz, dass seine Kinder sich nicht wirklich für sein Leben interessierten, obwohl auch schon 2 Enkelkinder da waren.
Der schlimmste Schlag für ihn war aber, als es mit seiner Firma immer schlechter lief und er von seinem Mitgesellschafter eiskalt abserviert wurde, weil er keine finanziellen Mittel mehr für die Sanierung aufbringen konnte.
Das hat auch wahrscheinlich dazu geführt, dass sein gesundheitlicher Zustand immer schlechter wurde.
Er kam genau 5 Wochen vor seinem Tod wegen einer harmlosen Sache ins Krankenhaus und dort hat man nach und nach festgestellt, dass er schon sehr krank war. Nach 2 Wochen Aufenthalt auf Normalstation kam er auf die Intensiv, wurde nach 1 1/2 Wochen künstlich beatmet und ins Koma versetzt.
Was mich sehr wütend daran macht ist, dass es niemand vom Klinikpersonal für notwendig empfunden hat, mich vor dem Eingriff, der nicht notfallmäßig durchgeführt werden musste, noch anzurufen. Ich hätte noch so gerne mit ihm gesprochen, denn aus dem Koma ist er leider nicht mehr erwacht.
Diese Wut ist es auch, die mich fast verzweifeln lässt. Die Trauer ist natürlich auch da und Hilflosigkeit. Ich bin zwar einerseits froh, dass er nicht länger leiden musste, denn er wäre wahrscheinlich ein Pflegefall geworden und das wäre für ihn schlimmer als alle Schmerzen gewesen, dennoch frag ich mich ständig: Warum? Warum ist es uns nicht vergönnt gewesen noch viele Jahre gemeinsam zu verbringen und uns unser Leben schön zu gestalten?
So viel Elend das in den letzten Monaten passiert ist und jetzt noch das. Ich glaube an Gott, aber er scheinbar nicht mehr an mich, sonst hätte er das nicht zugelassen. Ich bin jetzt alleine und habe auch keine richtige Lust mehr ohne meinen Schatz zu leben, weil es für mich keinen Sinn mehr macht in einem großen Haus alleine zu sein. Klar bekomme ich von meiner Familie Unterstützung, aber die können mir nicht meine Traurigkeit nehmen oder mir meine Fragen beantworten und vor allem nicht meine große Liebe wieder bringen.
Mit Sicherheit geht es vielen hier so und mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht.
Danke!
Es kommt mir vor, als sei mir ein Stück meiner Seele und meines Lebens geraubt worden. Wahrscheinlich ist es auch so.
Wir hatten es in der kurzen Zeit nicht immer leicht, es uns aber so schön wie möglich gemacht.
Mein Mann ist 16 Jahre älter als ich und hat aus seiner ersten Ehe 2 erwachsene Söhne, zu denen der Kontakt nicht besonders gut war. Seine Frau hatte ihn damals verlassen, ohne dass er was wusste und der jüngste Sohn ist noch 2 Jahre bei seinem Papa geblieben. Mein Mann hat die erste Zeit noch immer um seine Frau gekämpft und gehofft, dass sie sich wieder zusammenrauft und zu ihm zurück kommt. Er konnte nie gut alleine sein.
Als wir uns kennen lernten, sind wir sehr schnell zusammen gezogen und seine Ex und der ältere Sohn hatten damit ihre Probleme und auch den Kontakt zu uns gemieden.
Über die Trennung ist mein Mann hinweg gekommen, aber nie ganz, dass seine Kinder sich nicht wirklich für sein Leben interessierten, obwohl auch schon 2 Enkelkinder da waren.
Der schlimmste Schlag für ihn war aber, als es mit seiner Firma immer schlechter lief und er von seinem Mitgesellschafter eiskalt abserviert wurde, weil er keine finanziellen Mittel mehr für die Sanierung aufbringen konnte.
Das hat auch wahrscheinlich dazu geführt, dass sein gesundheitlicher Zustand immer schlechter wurde.
Er kam genau 5 Wochen vor seinem Tod wegen einer harmlosen Sache ins Krankenhaus und dort hat man nach und nach festgestellt, dass er schon sehr krank war. Nach 2 Wochen Aufenthalt auf Normalstation kam er auf die Intensiv, wurde nach 1 1/2 Wochen künstlich beatmet und ins Koma versetzt.
Was mich sehr wütend daran macht ist, dass es niemand vom Klinikpersonal für notwendig empfunden hat, mich vor dem Eingriff, der nicht notfallmäßig durchgeführt werden musste, noch anzurufen. Ich hätte noch so gerne mit ihm gesprochen, denn aus dem Koma ist er leider nicht mehr erwacht.
Diese Wut ist es auch, die mich fast verzweifeln lässt. Die Trauer ist natürlich auch da und Hilflosigkeit. Ich bin zwar einerseits froh, dass er nicht länger leiden musste, denn er wäre wahrscheinlich ein Pflegefall geworden und das wäre für ihn schlimmer als alle Schmerzen gewesen, dennoch frag ich mich ständig: Warum? Warum ist es uns nicht vergönnt gewesen noch viele Jahre gemeinsam zu verbringen und uns unser Leben schön zu gestalten?
So viel Elend das in den letzten Monaten passiert ist und jetzt noch das. Ich glaube an Gott, aber er scheinbar nicht mehr an mich, sonst hätte er das nicht zugelassen. Ich bin jetzt alleine und habe auch keine richtige Lust mehr ohne meinen Schatz zu leben, weil es für mich keinen Sinn mehr macht in einem großen Haus alleine zu sein. Klar bekomme ich von meiner Familie Unterstützung, aber die können mir nicht meine Traurigkeit nehmen oder mir meine Fragen beantworten und vor allem nicht meine große Liebe wieder bringen.
Mit Sicherheit geht es vielen hier so und mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht.
Danke!