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Nach Master eine Stelle im CallCener annehmen

befaana

Mitglied
Hallo,


ich habe Ende September meinen Masterabschluss in einem geisteswissenschaftlichen Fach gemacht und danach eine Stelle gefunden, die mich jedoch fertig gemacht hat, daher musste ich kündigen.


Ich könnte jetzt wahrscheinlich bei einem sehr großen Call-Center als Customer Service Representative einsteigen, wobei ich dabei mit Firmenkunden zu tun hätte. Ich denke mir aber, dass Call Center Call Center bleibt und ich schon vorher die Stelle, die auch im Servicebereich angesiedelt war (allerdings bei einer Bank) wegen zu viel Druck kündigen musste.


Die neue Stelle wäre in einer Stadt, die dafür berüchtigt ist, dass die Mieten teuer und Wohnungen oder Zimmer im Allgemeinen schwer zu finden sind. Ich müsste zudem in eineinhalb Monaten anfangen und dafür sogar umziehen. Ich kenne auch keinen bei dem ich länger unterkommen könnte.


Ich persönlich denke, dass die Gefahr einer weiteren Kündigung oder eines Rausschmisses bei der Stelle groß wäre und ich habe ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache. Allerdings habe ich schon eine Lücke von 7 Monaten wenn man die Stelle bei der Bank weglässt.


Was meint ihr dazu? Es lieber lassen oder annehmen?
 

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B

Beachs

Gast
Wenn du jetzt schon ein schlechtes Gefühl hast, fehlt es dir im Job bestimmt auch an Motivation das beste daraus zu machen. Ich meine, es hängt alles davon ab und wenn der Job dann auch noch so stressig wird oder was anders schief geht, dann war alles umsonst.

Ich meine, eine längere Lücke ist besser als wieder kündigen zu müssen.
 

lapinoskoff

Mitglied
Ich würde es nicht machen. Call Center ist die Hölle, die nächste Kündigung ist vorprogrammiert. Dort wirst du nie so viel bekommen, dass Du Dir in einer Stadt wie Berlin oder München eine Wohnung leisten kannst. Da Du auch niemanden hast, bei dem Du vorübergehend unterkommen kannst würde ich es noch weniger machen.
 

Sebastian_R

Mitglied
Ich würde nicht für einen Job im Call-Center umziehen, wenn ich nicht zufällig eh schon Bekannte am neuen Wohnort hätte, oder dort grundsätzlichen die Perspektiven für die Job-Suche viel besser sind. Mit einem master - egal in was - sollte es möglich sein, einen besseren Job zu finden.
 

Fragende1804

Mitglied
Ich bin Volljuristin und habe eeewig versucht, eine Stelle als Rechtsanwältin zu finden, was nichts wurde, weil ich Berufsanfängerin war und dazu noch zu schüchtern in den vielen Vorstellungsgesprächen, die ich wahrnahm. Nach etwa 200 Bewerbungen und juristischen Praktika, in denen ich von Anwälten ausgenutzt wurde, indem ich einen Monat lang umsonst für sie arbeitete und danach zwar ein super Zeugnis bekam, aber nicht die in Aussicht gestellte Anstellung, habe ich entnervt einen Job in einem Call Center angenommen, das Inkasso betreibt. Der Job war ätzend und dazu schlecht bezahlt, hat aber dazu geführt, dass ich aufgrund dieser Erfahrung nach 9 Monaten einen Job in einem Inkassobüro bekam, von wo aus ich nach weiteren 6 Monaten über Kontakte des dortigen Chefs eine Stelle als Anwältin in einer Kanzlei bekam, wo ich nun seit 2 Jahren bin. Aufgrund meiner gemachten Erfahrung denke ich daher, dass du die Stelle annehmen solltest. Es ist immer besser, sich aus einer Stelle heraus neu zu bewerben als als Arbeitslose. Man muss die Zeit im Call Center einfach als zu überbrückende Durststrecke sehen, bis man was Besseres hat. Außerdem tun sich durch den neuen Job und den neuen Wohnort vielleicht neue Perspektiven oder Chancen auf. Abgesehen davon wird der Druck, den das Arbeitsamt oder Jobcenter auf einen ausübt, mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit immer größer. Ich würde daher unbedingt versuchen, die Abhängigkeit vom Amt zu beenden, bevor die dich unter Androhung von Leistungskürzungen zwingen, für einen deiner Qualifikation nicht entsprechenden Job ans andere Ende der Republik zu ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tom_Vienna

Mitglied
Ich würde einen Job im Callcenter vielleicht als Übergangslösung in Erwägung ziehen (auch ich war fast 1,5 Jahre arbeitslos, obwohl ich studiert habe, und kann daher sehr gut nachvollziehen, was du gerade durchmachst), aber für so einen Job würde ich niemals in eine andere Stadt ziehen.

Auch wenn sich das jetzt leicht sagt, aber bitte gib nicht auf, du wirst schon noch den richtigen Job finden! Glaub mir, ich war vor einem halben Jahr in der gleichen Situation und kann sehr gut verstehen, wie verzweifelt du gerade bist - aber der Tag, an dem du den richtigen Job findest, wird kommen! :)
 
Es klingt, als ob die Nachteile für dich die Vorteile überwiegen. Ich würde mich auf dieses Gefühl verlassen und ganz ehrlich – für ein Call Center würde ich auch nicht in eine überteuerte Stadt ziehen wollen.

Vielleicht solltest du deine freie Zeit lieber mit einer/einem Weiterbildung/Zusatzqualifikation/ehrenamtlichen Tätigkeit/Praktikum/Nebenjob füllen, sofern es dir möglich ist. Dann minimierst du deine Lücke und erhöhst auch deine Chancen, in einen Beruf einzusteigen, der deinen Wünschen und deiner Qualifikation entspricht.

Gib auf jeden Fall nicht auf!
 

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