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Nach dem Tot der Mutter kein Kontakt mehr

(....)
Soll ich nun mit dem Wissen um ihre Krankheit alles auf sich beruhen lassen ???

Herzliche Grüße B.

Ich kenne Eure gemeinsame Geschichte nicht und bin "weder in ihren noch in Deinen Schuhen gelaufen".

Ich kann nur von mir erzählen.... . Als ich einmal schwerst erkrankt war, da hätte ich meinen Bruder nicht sehen wollen. Nicht etwa, weil ich nichts für ihn empfinde. Das entspräche nicht der Wahrheit. Sondern weil ich mich auf mein Überleben und das Überleben meiner Kleinstfamilie konzentrieren wollte und musste, - und nicht auf sein Überleben oder auf Altes, was schon zuvor nicht lösbar war. Letzteres hätte ich einfach als zusätzliche Belastung in einer ohnehin verdammt schwierigen Situation empfunden.
Hätte mein Bruder mir, nachdem ich aus meiner schweren Krankheit heraus war, gesagt: "Ich habe an Dich gedacht, wollte Dich aber nicht noch zusätzlich belasten und denke, wir haben doch noch etwas miteinander gemeinsam und etwas zu klären, miteinander.... ", so hätte ich mich gefreut, damals.

Wer auch immer Dich über die Krankheit Deiner Schwester (unter dem Gebot der Verschwiegenheit) informiert hat, wird dies mit einer (wie auch immer gearteten) Absicht getan haben... . Hatte Deine Schwester der Person gegenüber denn gesagt, sie würde Kontakt zu Dir wünschen? Oder/und ist der Kontakt der Wunsch des oder der Informantin?


LG
Landkaffee
 
... sein eigenes Gewissen zu erleichtern ... ... indem er nun ploetzlich versucht, wieder Kontakt aufzunehmen. Ohne Krebsdiagnose der Schwester haette die TE sicher weiterhin keinen Kontakt gewuenscht ...

Hallo Pelle, ich finde es unfair der TE sowas zu unterstellen. Schreibt sie doch ...

... Ab und an aber dachte ich immer mal wieder über das Geschehene nach und wollte zu ihr und mich mit ihr aussprechen ...


... Weil vielleicht angesichts des Todes ein Umdenken und/oder Verzeihen möglich ist? ... Wenn die Kranke die Schwester nicht sehen will, muss man akzeptieren. Aber Hilfe anbieten .... das wãre mein Weg.

Das sehe ich auch so und halte es für beide wichtig, dass sie sich nochmal begegnen.

Was kaputt ist, ist kaputt. Da ändert auch kein Krebs was dran. ... Und die arme Frau kriegt zusätzlich zum Krebs noch einen Herzkasper, weil der ganze alte Mist wieder hochgeschwemmt wird...

Was für dich richtig war - da will ich gar nicht dran rütteln, missversteh mich da bitte nicht, Monarose - muss aber nicht zwangsweise auch bei der TE und ihrer Schwester so sein. Einen Versuch ist es doch Wert. Frieden zu schließen kann sich auch durchaus positiv auf die Schwester auswirken und wenn sie es partout nicht möchte, muss die TE es respektieren und sich wieder zurück ziehen.
 
Hm, schwierig. Vielleicht ist nicht ganz unwichtig, weshalb ihr euch zerstritten habt und wer was dazu beigetragen hat. Ich hatte solche Fälle auch in der Verwandtschaft und fand es in deren Fall recht unnötig sich nie wieder zu versöhnen und dann irgendwann nur noch Todesnachrichten voneinander zu hören. Aber nun gut.

Du könntest einen Mittelweg versuchen und ihr einen Brief schreiben. Das ist für sie nicht so belastend wie deine direkte Gegenwart und sie kann entscheiden, ob sie den Brief lesen und auf ihn reagieren will oder nicht. Und es ist ja nicht so, als wärst du nur an einer Aussöhnung interessiert weil sie jetzt plötzlich krank ist, wenn ich das richtig verstanden habe.
 
Liebe TE,

keiner von uns Forenschreibern weiß, was der eigentliche Auslöser dieses Zerwürfnisses war. Der Tod der Mutter? Aber was geschah davor oder danach? Ihr seid doch Schwestern! War das Erbe der Auslöser?

Du möchtest ihr die Hand reichen und hast Angst, dass sie sie zurückweist. Für Dein eigenes Wohl würde ich Dir auch raten, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Vielleicht auch erst einmal per Brief...
 
"...Jetzt aber habe ich erfahren das sie an Krebs erkrankt ist und für sie nicht mehr viel Zeit zum Leben bleibt. Ich weiß auch das ich das eigentlich nicht wissen soll und sie mich wohl offensichtlich nicht sehen will."

Zitat Ende.

Du sollst es nicht wissen und sie will dich nicht sehen.
Wenn deine "Quelle" seriös ist, dann respektiere ihren Wunsch.
Auch ein krebskranker Mensch hat doch das Recht, ernstgenommen zu werden.
 
Nun habe ich so viele Meinungen und Ratschläge gelesen und danke jeden einzelnen dafür.
Meine Informantin ist meine eigene Tochter sie ist befreundet mit der Tochter meiner Schwester. Ich denke ich sollte den Wunsch meiner Schwester respektieren und nicht den Kontakt suchen.
 
Nun habe ich so viele Meinungen und Ratschläge gelesen und danke jeden einzelnen dafür.
Meine Informantin ist meine eigene Tochter sie ist befreundet mit der Tochter meiner Schwester. Ich denke ich sollte den Wunsch meiner Schwester respektieren und nicht den Kontakt suchen.

Irgendwann wird klar: alles hat einen Anfang und ein Ende.

Familienzusammenhänge können so kompliziert werden.... .


Ich weiss nach wie vor nicht, was DEIN guter oder richtiger Weg ist. Der für Dich und Deine Angehörigen.


Eines weiss ich sicher: ohne Schmerz, wird kein Weg sein.


Ich wünsche Euch allen Kraft zum Leben!!!



LG
Landkaffee
(die sich selber gerade im Abschied von lieben Menschen und mehr befindet, nun gerne aus diesem Thread ausklingt. Bitte um Dein Verständnis!)
 

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