Kannja
Aktives Mitglied
Hey... Also ich bin jetzt echt nur noch ratlos und platt... War vorgestern beim Hausarzt wegen meiner immer schlimmer werdenden Depression, bzw. weil ich ja jetzt definitiv in eine Klinik möchte, um endlich etwas an meiner Situation ändern zu können. Und so wie sich die Ärztin äußerte, habe ich null Chancen in eine Klinik zur Therapie zu kommen...:wein:
Muss dazu sagen, dass meine eigentliche Hausärztin nicht da war, sondern nur die andere Ärztin mit der sie in einer Gemeinschaftspraxis ist... ich hatte aber keine Wahl als trotzdem jetzt einen Termin zu machen, weil ich ja auch die Krankschreibung für die Arbeit brauchte. Also schilderte ich - in Kurzfassung, da sie sehr hektisch war - jener Ärztin meine Lage und die Vorgeschichte die dazu führte. Sagte auch klar, dass ich einfach nicht mehr kann, keine Nacht mehr schlafe, mich hundeelend fühle, nur müde, schlapp und traurig... und vor allem wie lange das schon so geht. Ihre erste Reaktion war aber "Ist denn bei Ihnen überhaupt die Diagnose Depression gestellt worden, oder legen Sie sich das nur selbst zurecht?" und fuhr fort, dass man überhaupt erstmal durch einen Neurologen/Psychiater klären lassen müsse, OB ich überhaupt Depressionen HABE. Und wenn dem so sein sollte, dann bräuchte ich auf jeden Fall in erster Linie Medikamente - ohne würde eh gar nichts gehen.
Ich glaub ich fall' vom Stuhl... ich hab jahrelange, extrem niederschlagende Traurigkeit hinter mir, heftige Schicksalsschläge, bin nur noch antriebslos, müde und habe kaum noch soziale Kontakte - aber es ist ja dennoch zweifelhaft ob ich überhaupt eine Depression habe???
Ich hab dann mehrfach gesagt, dass ich gern in eine Klinik gehen möchte und dies momentan für den einzig richtigen Weg für mich halte, weil es eben so schlimm ist und ich ernsthaft daran arbeiten möchte, aber Hilfe dabei brauche. Doch eine ausgesuchte Klinik dieser Art zur Psychotherapie winkte die Ärztin gleich total ab - ohne richtige Begründung. Sie fragte noch wörtlich (ohne mich dabei wenigstens anzugucken) ob ich mich jetzt akut umbringen wolle und schlug ansonsten nur vor ich könne eventuell in die Psychiatrie des regional zuständigen Krankenhauses gehen um mich dort in erster Linie erstmal auf Medikamente einstellen zu lassen. Dieses Krankenhaus, bzw. speziell die Psychiatrie dort hat einen extrem schlimmen Ruf und selbst bei der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle riet man mir massiv davon ab und stattdessen zu einer psychosomatischen Therapie von 6-8 Wochen in einer Klinik die ich mir selbst aussuche und die zu mir passt. Außerdem wurde mir gesagt, dass auf jenen psychiatrischen Auffangstationen solcher Krankenhäuser im Grunde gar keine Psychotherapie stattfindet - nur Medikamente und ruhig gestellt werden... Das hilft mir doch nicht?!😕:wein:
Auch das mit dem auf Medikamente setzen ist mir sehr suspekt. Jedenfalls wenn NUR das die Antwort auf all meine Probleme sein soll. Ich habe ja bereits Mirtazapin ausprobiert und habe mich dabei überhaupt nicht mehr lebensfähig gefühlt... Schwindel, Benommenheit, noch viel extremere Müdigkeit als so schon. So schaffe ich erst recht mein Leben nicht mehr - habe so ja schon große Schwierigkeiten meinen Alltag zu packen. Zudem leide ich ja unter einer Stoffwechselstörung (PCO-Syndrom) mit Insulinresistenz: Das bedeutet ich halte eine extrem strenge Diät, mit der ich mich über die letzten Monate hinweg sehr mühsam um einige Kilos heruntergehungert habe. Nicht nur aus Eitelkeit, sondern weil beim PCO-Syndrom komplizierte Wechselwirkungen im Körper dafür sorgen, dass man a) massiv zu Übergewicht neigt und dieses kaum abbauen kann, aber b) genau jenes Übergewicht die sonstigen Symptome in einem Teufelskreis immer weiter verschlimmert. Ich habe es so mühsam nun zu einem Normalgewicht geschafft und habe endlich z.B. einen fast normalen Zyklus - worüber ich unendlich froh bin, da ich später auch mal Kinder haben möchte... zumal das PCO-Syndrom neben Unfruchtbarkeit auch ein enorm vergrößertes Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Krebs etc mit sich bringt und den Körper vermännlichen lässt. Das einzige was dagegen hilft ist die strikte Vermeidung von Übergewicht bzw. eine straffe Gewichtsreduktion. Durch Psychopharmaka nehmen jedoch die meisten normalen Menschen schon extrem zu - wie wäre das dann erst mit meinem ohnehin kranken Stoffwechsel und der Insulinresistenz? Ich glaube kaum, dass ich dank Psychopharmaka glücklicher werde, wenn dafür meine körperliche Krankheit massiv verschlimmert wird und meine ganzen, hart erarbeiteten Verbesserungen damit binnen kürzester Zeit zunichte gemacht werden. Versteht mich nicht falsch: Wenn ein Arzt mir hierbei richtig zuhören und dem entsprechend VORSICHTIG möglichst individuell geeignete Psychopharmaka verschriebe, würde ich sie natürlich ausprobieren. Aber ich habe bislang den Eindruck man sagt "Depression" und bekommt daraufhin einfach das erstbeste Medikament aufs Auge geklatscht. Folgen und Nebenwirkungen: egal! Als ich z.B. jetzt der Ärztin mitteilte wie funktionsunfähig und schlecht ich mich mit dem Mirtazapin gefühlt hatte, sagte sie einfach, dass ich mit den Nebenwirkungen nunmal leben müsse. Punkt. Kann es das wirklich sein???
Übrigens habe ich direkt nach dem Tod meines Vaters vor zwei Jahren schonmal auf Anraten einer Notfall-Psychologin versucht so einen psychosomatischen Klinikaufenthalt zur Trauerbewältigung zu bekommen - grade weil ich ja völlig ohne jeden Rückhalt von Anfang an ganz allein damit und komplett überfordert und verzweifelt war. Ich bin damals zu DREI verschiedenen Hausärzten mit der Bitte um ein Schreiben welches ich jenem Antrag an die Krankenkasse hätte beilegen müssen. Und von allen dreien wurde ich pauschal abgewiesen - ich hätte sowieso keine Chance auf Genehmigung. Punkt. Wieso stellen sich die Ärzte von vornherein so dagegen? Überall hängen jetzt Broschüren des "Bündnis gegen Depression" aus, überall sind hoffnungsvoll und groß die Sätze "Depressionen sind behandelbar, vertrauen sie sich ihrem Arzt an!" in den Wartezimmern zu lesen... Doch wenn man dies dann wirklich tut, wird man eigentlich nur abgeschmettert bzw. auf Medikamente verwiesen - das war's. Ich hab langsam das total hilflose Gefühl, dass ich nirgendwo Hilfe bekommen werde... mir ist irgendwie schon fast alle Hoffnung darauf, dass sich meine Lage bessern könnte genommen. :wein:🙁😕
Könnt Ihr mir bitte helfen? Was kann ich bloß tun um doch in eine für mich geeignete Klinik gehen zu können? Kennt sich einer von Euch vielleicht mit der Antragsstellung aus oder dem rechtlichen Teil dahinter?
Muss dazu sagen, dass meine eigentliche Hausärztin nicht da war, sondern nur die andere Ärztin mit der sie in einer Gemeinschaftspraxis ist... ich hatte aber keine Wahl als trotzdem jetzt einen Termin zu machen, weil ich ja auch die Krankschreibung für die Arbeit brauchte. Also schilderte ich - in Kurzfassung, da sie sehr hektisch war - jener Ärztin meine Lage und die Vorgeschichte die dazu führte. Sagte auch klar, dass ich einfach nicht mehr kann, keine Nacht mehr schlafe, mich hundeelend fühle, nur müde, schlapp und traurig... und vor allem wie lange das schon so geht. Ihre erste Reaktion war aber "Ist denn bei Ihnen überhaupt die Diagnose Depression gestellt worden, oder legen Sie sich das nur selbst zurecht?" und fuhr fort, dass man überhaupt erstmal durch einen Neurologen/Psychiater klären lassen müsse, OB ich überhaupt Depressionen HABE. Und wenn dem so sein sollte, dann bräuchte ich auf jeden Fall in erster Linie Medikamente - ohne würde eh gar nichts gehen.
Ich glaub ich fall' vom Stuhl... ich hab jahrelange, extrem niederschlagende Traurigkeit hinter mir, heftige Schicksalsschläge, bin nur noch antriebslos, müde und habe kaum noch soziale Kontakte - aber es ist ja dennoch zweifelhaft ob ich überhaupt eine Depression habe???
Ich hab dann mehrfach gesagt, dass ich gern in eine Klinik gehen möchte und dies momentan für den einzig richtigen Weg für mich halte, weil es eben so schlimm ist und ich ernsthaft daran arbeiten möchte, aber Hilfe dabei brauche. Doch eine ausgesuchte Klinik dieser Art zur Psychotherapie winkte die Ärztin gleich total ab - ohne richtige Begründung. Sie fragte noch wörtlich (ohne mich dabei wenigstens anzugucken) ob ich mich jetzt akut umbringen wolle und schlug ansonsten nur vor ich könne eventuell in die Psychiatrie des regional zuständigen Krankenhauses gehen um mich dort in erster Linie erstmal auf Medikamente einstellen zu lassen. Dieses Krankenhaus, bzw. speziell die Psychiatrie dort hat einen extrem schlimmen Ruf und selbst bei der sozialpsychiatrischen Beratungsstelle riet man mir massiv davon ab und stattdessen zu einer psychosomatischen Therapie von 6-8 Wochen in einer Klinik die ich mir selbst aussuche und die zu mir passt. Außerdem wurde mir gesagt, dass auf jenen psychiatrischen Auffangstationen solcher Krankenhäuser im Grunde gar keine Psychotherapie stattfindet - nur Medikamente und ruhig gestellt werden... Das hilft mir doch nicht?!😕:wein:
Auch das mit dem auf Medikamente setzen ist mir sehr suspekt. Jedenfalls wenn NUR das die Antwort auf all meine Probleme sein soll. Ich habe ja bereits Mirtazapin ausprobiert und habe mich dabei überhaupt nicht mehr lebensfähig gefühlt... Schwindel, Benommenheit, noch viel extremere Müdigkeit als so schon. So schaffe ich erst recht mein Leben nicht mehr - habe so ja schon große Schwierigkeiten meinen Alltag zu packen. Zudem leide ich ja unter einer Stoffwechselstörung (PCO-Syndrom) mit Insulinresistenz: Das bedeutet ich halte eine extrem strenge Diät, mit der ich mich über die letzten Monate hinweg sehr mühsam um einige Kilos heruntergehungert habe. Nicht nur aus Eitelkeit, sondern weil beim PCO-Syndrom komplizierte Wechselwirkungen im Körper dafür sorgen, dass man a) massiv zu Übergewicht neigt und dieses kaum abbauen kann, aber b) genau jenes Übergewicht die sonstigen Symptome in einem Teufelskreis immer weiter verschlimmert. Ich habe es so mühsam nun zu einem Normalgewicht geschafft und habe endlich z.B. einen fast normalen Zyklus - worüber ich unendlich froh bin, da ich später auch mal Kinder haben möchte... zumal das PCO-Syndrom neben Unfruchtbarkeit auch ein enorm vergrößertes Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Krebs etc mit sich bringt und den Körper vermännlichen lässt. Das einzige was dagegen hilft ist die strikte Vermeidung von Übergewicht bzw. eine straffe Gewichtsreduktion. Durch Psychopharmaka nehmen jedoch die meisten normalen Menschen schon extrem zu - wie wäre das dann erst mit meinem ohnehin kranken Stoffwechsel und der Insulinresistenz? Ich glaube kaum, dass ich dank Psychopharmaka glücklicher werde, wenn dafür meine körperliche Krankheit massiv verschlimmert wird und meine ganzen, hart erarbeiteten Verbesserungen damit binnen kürzester Zeit zunichte gemacht werden. Versteht mich nicht falsch: Wenn ein Arzt mir hierbei richtig zuhören und dem entsprechend VORSICHTIG möglichst individuell geeignete Psychopharmaka verschriebe, würde ich sie natürlich ausprobieren. Aber ich habe bislang den Eindruck man sagt "Depression" und bekommt daraufhin einfach das erstbeste Medikament aufs Auge geklatscht. Folgen und Nebenwirkungen: egal! Als ich z.B. jetzt der Ärztin mitteilte wie funktionsunfähig und schlecht ich mich mit dem Mirtazapin gefühlt hatte, sagte sie einfach, dass ich mit den Nebenwirkungen nunmal leben müsse. Punkt. Kann es das wirklich sein???
Übrigens habe ich direkt nach dem Tod meines Vaters vor zwei Jahren schonmal auf Anraten einer Notfall-Psychologin versucht so einen psychosomatischen Klinikaufenthalt zur Trauerbewältigung zu bekommen - grade weil ich ja völlig ohne jeden Rückhalt von Anfang an ganz allein damit und komplett überfordert und verzweifelt war. Ich bin damals zu DREI verschiedenen Hausärzten mit der Bitte um ein Schreiben welches ich jenem Antrag an die Krankenkasse hätte beilegen müssen. Und von allen dreien wurde ich pauschal abgewiesen - ich hätte sowieso keine Chance auf Genehmigung. Punkt. Wieso stellen sich die Ärzte von vornherein so dagegen? Überall hängen jetzt Broschüren des "Bündnis gegen Depression" aus, überall sind hoffnungsvoll und groß die Sätze "Depressionen sind behandelbar, vertrauen sie sich ihrem Arzt an!" in den Wartezimmern zu lesen... Doch wenn man dies dann wirklich tut, wird man eigentlich nur abgeschmettert bzw. auf Medikamente verwiesen - das war's. Ich hab langsam das total hilflose Gefühl, dass ich nirgendwo Hilfe bekommen werde... mir ist irgendwie schon fast alle Hoffnung darauf, dass sich meine Lage bessern könnte genommen. :wein:🙁😕
Könnt Ihr mir bitte helfen? Was kann ich bloß tun um doch in eine für mich geeignete Klinik gehen zu können? Kennt sich einer von Euch vielleicht mit der Antragsstellung aus oder dem rechtlichen Teil dahinter?