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Nach 12 Jahren Arbeit und 5 Arbeitgebern einfach die Schnauze voll

Hattest Du jeweils nach den Kündigungen wieder einen neuen Anschlussjob oder hast Du einfach so gekündigt, ohne etwas Neues gehabt zu haben?

Bist Du im Moment ohne Arbeitsstelle?

Es gibt korrekt und weniger korrekte.
Wenn es für dich absolut unmöglich ist so weiterzumachen, kündige und nimm dir eine Auszeit.
Ich gehe mal davon aus, dass du nach 12 Jahren Arbeit nicht wenig Geld gespart hast.
Falls nicht, wirst du trotzdem nicht verhungern.

Ich denke darauf wird es hinauslaufen, nur wen ich an die Zukunft denke sehe ich da echt nicht korrektes mehr kommen.
 
Obwohl der Durchschnittsdeutsche im Schnitt 3800 brutto angeblich verdient, wenn ich einfach mal 2500 in den Raum werfe, stehen die meisten Chefs auf rollen die Augen und zeigen mir wo die Tür ist - kein Witz!

3.8k sind der Durchschnitt, aber nicht der Mittelwert. Der Mittelwert um z.B. zur Mittelschicht zu gehören liegt lt. ZEIT Online für einen Singlehaushalt bei 1.4k
 
Stimme meinen Vorrednern zu. Kommt auf den Arbeitgeber drauf an. Ich hatte zwei AG bisher die äußerlich gut aussahen. Innerlich Start-up Athmosphäre und coole Kollegen. Aber der eine war Teilweise öffentlicher Dienst und hatte es nicht so mit Karrierechancen und Förderung. Und der andere ist in einer Branche unterwegs, der komplett die Struktur fehlt. D.h. keinerlei AN-freundliche Planung bzw. bei über 150 AN gab es keinen Personaler.
Oft sind es die kleineren Dinge die stören, die anfangs zuübersehen sind, aber im Nachhinein nicht aushaltbar sind.

Du wirst schon wieder was finden. Oft gehört Hartnäckigkeit und ein wenig Glück dazu. Obwohl bezüglich des Gehaltes durchaus oft die Vorstellung weit auseinander gehen. In einer teuren Stadt reichen als Single auch keine 1400 €/ Brutto aus. Davon kann man durchaus nicht mal die Wohnung zahlen. Vlt. einen langen Fahrweg in Kauf nehmen.
 
Es mag für einige komisch klingen, aber die optimalen Arbeitsverhältnisse fand ich nur zu DDR-Zeiten.
Klar mussten auch wir zum Teil 12 Stunden arbeiten, aber es hat Spass gemacht - es gab weder Mobbing noch inkompitente Chefs. Allgemein war das Arbeitsumfeld intelligenter, mag auch daran liegen, das Weiterbildung unentgeldlich gefördert wurde.
Ok - das ist Vergangenheit - aber ich komme nicht drum herum - zu vergleichen.

Ich habe mehere Berufe und mehere Weiterbildungen und von daher konnte ich in vielen Branchen "reinschnuppern".
Zu mehr ist es meist auch nicht gekommen, außer das ich so meine Studien machen konnte.
Arbeitgeber, die ihre Machtposition missbrauchen, weil sie meist nicht mehr als Macht zu bieten haben, mit dem Druckmittel der Arbeitslosigkeit in der Hinterhand. Mitdenken, Vorausdenken nicht erwünscht - man könnte ja zu viel sehen und verstehen.
Aufgrund meines Potenzials schaffte ich es immer relativ schnell, eine bessere Position zu erhalten - aber der Preis war mir zu hoch.......noch mehr in ein Abhängigkeitsverhätlnis zu geraten. Das will und wollte ich nie.

Sicher mag es auch Arbeitplätze geben, so wie sie Kassiopeia beschreibt - aber das sind wohl Glücksfälle der ganz besonderen Art und eher die Ausnahme als die Regel.

Inzwischen sehe ich es so, wie viele es praktiziert haben - weg aus Deutschland - könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde auch das Weite suchen. Die Welt ist groß und Deutschland zu begrenzt, um sich arbeitsmäßig ausleben zu können.
 
Sicher mag es auch Arbeitplätze geben, so wie sie Kassiopeia beschreibt - aber das sind wohl Glücksfälle der ganz besonderen Art und eher die Ausnahme als die Regel.
Das jetzige Arbeitsverhältnis war im Grunde schon von Anfang an super.

Andere habe ich mir aber auch zurecht gebogen. Es gab Streit, Auseinandersetzungen, Drohungen seitens des AG , die ich habe abtropfen lassen und gekontert und am Ende war es so , wie ich es wollte. Da muss man das ganze langfristig sehen , gute Nerven haben und aushalten können.

Desweiteren habe ich schon immer im Vorstellungsgespräch ganz klar zum Ausdruck gebracht, was ich möchte und wie ich mir den Arbeitsplatz vorstelle.

Das ist der Sinn eines Vorstellungsgesprächs.

Und am Ende konnte ich mich dann auch auf die Versprechungen berufen.
 
Und der Durchschnitt ist maßgeblich. Also passt es mit den 3.8k

Warum soll der Durchschnitt maßgeblich sein. Klar klingt der deutlich besser als der Mittelwert aber er ist eben auch deutlich weiter an der gelebten Realität vorbei.

Mittelwert heißt Mittelwert weil er eben die wirkliche Mitte alle Gehälter wiederspiegelt. Wenn man bedenkt das etliche davon aus unqualifizierter Arbeit sind darf man sich natürlich guten gewissens ein ordentliches Stück drüber Positionieren. Z.B. bei den 2500 € die genannt wurden.

Der Durchschnitt wird aber von Leuten verfälscht die 10 000 + Brutto im Monat verdienen. Sich den als Maßstab zu setzen und zu sagen ich muss in der Richtung verdienen oder wenn ich weniger verdiene bin ich unterbezahlt ist dann an der Realität vorbei. Kann man machen, da werden aber einige ziemlich unglücklich weil es eben ne Hausnummer ist die in einigen Berufen nie erreichbar ist.

Es gibt online für jeden Beruf Gehaltstabellen. An denen kann man sich ansonsten orientieren.
 
Warum verfälschen die Gutverdiener das Bild? Die gehören genauso zu diesem Land wie die Geringverdiener.

Und wenn ich wissen will wo ich mit meinem Vollzeitgehalt stehe, muss ich es mit allen Vollzeitgehältern in diesem Land vergleichen.

Und dann komm ich im Durchschnitt auf 3.8k. Und nur dieser Wert ist maßgeblich.

Ernsthaft?

Natürlich gehören Gutverdiener zu D deswegen werden sie ja auch im Mittelwert wie im Durchschnitt berücksichtigt.
Beide System berücksichtigen bei der selben Datenlage auch die selben Gehälter.

Wenn die Datengrundlage Vollzeitgehälter in D sind dann vergleichst du dich bei Median und Durchschnitt mit den Vollzeitgehältern in D.

Beim durchschnitt verfälschen die Gutverdiener aber das Bild weil hier eben einzelne unverhältnismäßig hohe Gehälter die Zahlen verzerren. Das ist eine Frage der gewichtung einzelner Werte.

Bsp:

1500
1500
1800
2000
15000

Median: 1800
Durchschnitt : 4360

Beide Berücksichtigen die Gutverdiener und in beiden Fällen heben sie den Schnitt an. Aber beim Median von von 1650 auf 1800 und beim Durchschnitt von 1700 auf 4360. Das meine ich mit verfälschen.

Wenn ich wissen will wo ich mit meinem Vollzeitgehalt stehe vergleiche ich mich entweder mit meiner Berufsgruppe oder mit dem Median.
Ich vergleiche mich wenn ich wissen will wie mein Vermögen ist ja auch nicht mit Millionären sondern z.B. mit meinem Freundeskreis oder meiner Stadt oder ggf dem Median meiner altersgruppe.

Der Durchschnitt hier 4360 sagt rein garnichts aus über den verdienst der breiten Masse sondern er sagt lediglich aus das es eine kleine Gruppe gibt die sehr sehr gut verdient.
 
Ernsthaft?

Wenn, wie in deinem Beispiel, 20% aller Vollzeit AN 15.000 verdienen, dann ist das nunmal nicht zu ignorieren sondern relevant wenn ich mein Gehalt nunmal mit allen vollzeit AN in Deutschland vergleiche. Ich vergleiche ja eben nicht nur mit meinem Freundeskreis, sondern mit allen. Auch den Gutverdienern.
15-000 Euro per Jahr ist echt albern
 
Ernsthaft?

Wenn, wie in deinem Beispiel, 20% aller Vollzeit AN 15.000 verdienen, dann ist das nunmal nicht zu ignorieren sondern relevant wenn ich mein Gehalt nunmal mit allen vollzeit AN in Deutschland vergleiche. Ich vergleiche ja eben nicht nur mit meinem Freundeskreis, sondern mit allen. Auch den Gutverdienern.

Das Beispiel ist eben das, ein Bsp. um zu zeigen wie die Rechnung aussieht bzw. wie die Verfälschung ist.

In der Realität sind die wirklich hohen gehälter eher 1 % bis max 5 %.

Und anscheinend hast du es noch immer nicht verstanden. Der Median berücksichtigt die selben Gehälter wie der Durchschnitt. Deine Aussage zum vergleichen mit den Gutverdienern macht keinen Sinn.

Die werden nicht ausgegrenzt sondern in ein Verhältnis gesetzt indem gesagt wird wir reihen alle AN in D nacheinander auf und nehmen die Mitte. Damit bekommen wir das Gehalt wo genau 50 % aller AN (hier aller Vollzeit AN inkl. Gutverdiener) weniger verdienen. Realitätsnaher geht es nicht wenn man alle Gehälter in D berücksichtigen will.

Aber wenn es dir Spaß macht kannst du dich natürlich gerne mit jemandem vergleichen der 20 000 im Monat verdient und dann jammern das man als XYZ eben NIE auch nur annähernd so viel verdienen wird.
Oder man kann sich mit dem Median vergleichen und feststellen das man zu den bestbezahlten 20 % des Landes gehört.
 
Was ist denn wenn ich selbst zu den top 20% gehöre?

Ich will mit allen VZ AN vergleichen. Punkt.

Das ist klar. Die Frage ist ob du dafür den Median oder den Durchschnitt nutzt.

Du verstehst es wirklich nicht.
Vollzeit AN ist eine Datenmenge, genauso wie Blumenarten, Größe aller Männer in NRW usw.
MEdian und Durchschnitt sind verfahren diese Daten auszuwerten. Ich kann aus der selben Datenmenge z.B. Vollzeit AN den Median und den Durchschnitt ermitteln.

Du hast genau die selben Ausgangsdaten aber andere Ergebnisse. Eines der Ergebisse liefert die die Mitte aller AN (50 % verdienen weniger) das andere den Durchschnitt.

Beide Verfahren vergleichen dich mit allen VZ AN wenn die Daten die ausgewertet werden die der VZ AN sind.

Wenn du zu den top 20 % aller VZ AN gehörst kann es sein das du damit unter dem Durchschnitt liegst. Theoretisch ist beides möglich. Es kommt nur darauf an wie weit der Durchschnitt vom Median abweicht.

Bsp:

1500
1500
1500
1500
1800
1800
2000
2000
2100 !!!!
20000

Median: 1800
Durchschnitt: 3570

Du verdienst 2100 und bist damit in den TOP 20 % aller Vollzeit AN
Damit liegst du mit deinen deutlich unter dem Durchschnitt aber offensichtlich über dem Median.

Beides vergleicht dich mit allen Vollzeit AN.
Lt. dem einen Ergebnis verdienst du deutlich mehr als 50 % aller AN. Lt. dem anderen hast du es nichtmal geschaft den Durchschnitt zu erreichen.
 

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