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Mutter und Schwiegervater gestorben

Sarah83

Neues Mitglied
Hallo an alle,

mein Schwiegervater und meine Mutter sind beide am gleichen Tag verstorben. Mein Mann und ich gehen derzeit durch die Hölle….
Die Umstände könnten kaum unterschiedlicher sein. Mein Schwiegervater ist lange krank gewesen, es war über Jahre hinweg klar das er die Krankheit nicht überlebt. Das letzte Jahr war gezeichnet von Krankenhaus und Notfällen und Verabschiedungen und Berg hoch und runter….Sein Tod war am Ende nicht nur eine Erlösung für ihn, sondern auch für die Familie - natürlich sitzt der Verlust und der Schmerz tief…
Meine Mama ist an Corona erkrankt, das volle Programm mit Krankenhaus, Intensivstation, künstliches Koma, Beatmung bis zum Tod…

Beide sind am gleichen Tag verstorben… Mein Mann und ich stecken in der gleichen Situation, wir haben ein Elternteil verloren. Dennoch sind die Umstände und Situationen völlig anders. Wir versuchen uns gegenseitig halt und Kraft zu geben, wir merken jedoch das wir an unsere Grenzen stoßen. Jeder steckt in einer anderen Phase, jeder nimmt die Situation für sich anders wahr…. Gibt es Ratgeber oder Bücher die den Tod von zwei geliebten Menschen thematisieren? Wir merken das wir oft aneinander vorbeireden und anders wahrnehmen was gerade passiert…. Wir müssen auch für unsere gemeinsame Tochter (4 Jahre) irgendwie stark sein…

Danke für Tipps und Ideen…
 
Mein herzliches Beileid, das ist ja ganz schlimm. Es gibt sicher Bücher und auch Trauergruppen, da würde ich mal googeln. Und wenn es nicht mehr feht, kann man auch eine Zeitlang Psychopharmaka nehmen, um dem Schmerz etwas die Spitze zu nehmen.

Alles Liebe
 
Liebe Sarah,
mein Mitgefühl für eueren Verlust.
Ja, leider ist kein Mensch auf die Wucht der Gefühle vorbereitet, die Trauer auslöst. Es ist heftig und unendlich schmerzhaft.
Ihr habt beide den Tod eines Elternteils zu verarbeiten. Wie der Mensch damit umgeht, wie er versucht, mit seiner Trauer fertigzuwerden, ist allerdings sehr unterschiedlich.
Wundere dich nicht, wenn du und dein Mann da sehr unterschiedlich Strategien der Verarbeitung entwickeln.
Die einen reden darüber, manche verkriechen sich, manche versuchen es zu verdrängen.
Ihr könnt euch sicher gegenseitig Halt geben. Aber im Endeffekt muss jeder für sich seinen Verlust verarbeiten und das dauert leider seine Zeit. Nehmt euch die Zeit, die notwendig ist, um zu trauern.
Und seit bitte nachsichtig zueinander. Wer trauert, hat häufig das Bedürfnis, allein zu sein, oder ist gereizt oder was auch immer..

Es gibt eine unüberschaubare Menge von Trauerliteratur. Ich bin damals in die Stadtbücherei gegangen und habe mich durch die gesamte Abteilung gelesen. Manche interessanten Gedanken, aber nichts, was mir nachhaltig im Gedächtnis blieb.
Alles Liebe
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein herzliches Beileid. Ich wünsche euch alles Gute. Buch hab ich leider nicht, aber ich kenne eine Bekannte die ihre Mutter verloren und danach ein spezielles Erlebnis hatte. Falls es dir hilft kannst du mich anschreiben. Falls nicht dann wünsche ich dir einfach so viel Kraft.
 
Hallo an alle,

mein Schwiegervater und meine Mutter sind beide am gleichen Tag verstorben. Mein Mann und ich gehen derzeit durch die Hölle….
Die Umstände könnten kaum unterschiedlicher sein. Mein Schwiegervater ist lange krank gewesen, es war über Jahre hinweg klar das er die Krankheit nicht überlebt. Das letzte Jahr war gezeichnet von Krankenhaus und Notfällen und Verabschiedungen und Berg hoch und runter….Sein Tod war am Ende nicht nur eine Erlösung für ihn, sondern auch für die Familie - natürlich sitzt der Verlust und der Schmerz tief…
Meine Mama ist an Corona erkrankt, das volle Programm mit Krankenhaus, Intensivstation, künstliches Koma, Beatmung bis zum Tod…

Beide sind am gleichen Tag verstorben… Mein Mann und ich stecken in der gleichen Situation, wir haben ein Elternteil verloren. Dennoch sind die Umstände und Situationen völlig anders. Wir versuchen uns gegenseitig halt und Kraft zu geben, wir merken jedoch das wir an unsere Grenzen stoßen. Jeder steckt in einer anderen Phase, jeder nimmt die Situation für sich anders wahr…. Gibt es Ratgeber oder Bücher die den Tod von zwei geliebten Menschen thematisieren? Wir merken das wir oft aneinander vorbeireden und anders wahrnehmen was gerade passiert…. Wir müssen auch für unsere gemeinsame Tochter (4 Jahre) irgendwie stark sein…

Danke für Tipps und Ideen…
Hallo, erst mal mein herzliches Beileid. Sowas haut verdammt rein und bringt die Welt zum Wanken ein Zweifeln an Gott an Zweifeln an allem aber... das Leben für Euch geht irgendwie weiter... Wir haben 1998 beide unsere Mutter verloren innerhalb 4 Wochen. Schwiegermutter hatte Hepatitis starb 1 Juli. Meine Mutter an Krebs am 8 August..... im gleichen Jahr folgten noch beide meiner Großtanten und somit auch noch das Elternhaus das weg war. Es war eine sehr schlimme Zeit. Man dachte wirklich der Tod metzelt alles nieder.... 2 Jahre nach meiner Mutter verstarb auch noch mein Vater am Sekundentod alle wurden nicht alt.
Doch heute kann ich Dir sagen das die Trauer viele Gesichter hat. Der eine sieht es als Erlösung vom Schmerz der andere kommt damit nicht klar das gerade die Mutter fehlt.... Mir haben vor allem Bücher geholfen die das Leben nach dem Tod beschreiben. Zu Wissen sie sind noch da, nicht wirklich weg und der glaube an Gott. Obwohl ich mehr als 1x damit gehadert habe so ist doch er unser Erlöser unsere Hoffnung unser Führer und Leiter. Bücher zb von Dr. Raymond Moody, Elisabeth Kübler Ross, ganz wertvoll waren für mich die Bücher von Jams van Praagh. Bis ich selbst bei einem Medium landete ... Mir haben die Bücher sehr geholfen was nicht heißt das es bei Euch ebenso ist. Ich weis nur das jeder anders trauert, jeder braucht dazu seine Zeit. Meine Schwester zb konnte ein halbes Jahr nicht um meinen Vater weinen obwohl es so furchtbar für sie war. Ich hab das nicht verstanden damals aber heute schon. Versucht Eurer Tochter zu liebe zusammen zu halten trotz der Trauer in eine Richtung zu sehen ihr als Familie. Meine Tochter war damals gerade 1 Jahr alt und weist du was inzwischen ist unsere Familie so viel größer mit Schwiegerkinder, Enkel usw... die Familie hat sich wieder vergrößert und neue Menschen kamen ins Leben. Es ist wunderbar, jedoch der Verlust von unseren Eltern wird immer auch teil unseres Lebens sein. Es wird irgendwann leichter, aber es vergeht nie. Viel Kraft und Liebe für Euch ....das Leben geht immer weiter....
 
Liebe Sarah

Euren Verlust tut mir unendlich leid. Wenn ich deinen Beitrag lese, dann lese ich daraus auch sehr viel Liebe. Liebe zu deinem Mann und Liebe zu eurer Tochter. Diese Liebe schenkt euch auch Kraft. Ich stell mir jedoch auch vor, dass du deinen Mann und er dich wahrscheindlich nicht so unterstützen könnt wie ihr es gerne würdet, weil ihr beide selber trauert. Das ihr wahrscheindlich beide relativ dünnhäutig seit, was nicht einfach ist. Vielleicht ist es auch so, dass ihr euch in eurer Trauer, aus Liebe, zurückhaltet weil ihr nicht belasten wollt... Ich weiss es nicht, ich stelle mir nur vor wie es sein könnte. Das Männer und Frauen unterschiedlich trauern macht das ganze auch nicht einfacher. Habt ihr Kontakt zu einem Trauerbegleiter? Vielleicht kann er oder sie euch beide einzeln und als Paar/Familie unterstützen. Eine Anlaufstelle könnten die Krankenhäuser sein, ich vermute mal die haben Adressen von Trauerbegleiter in eurer Nähe.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Liebe und wenn du willst darfst du jederzeit schreiben.

liebe Grüsse

Lavendula
 

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