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Mutter ruiniert nach Tod meines Vaters auch mein Leben

Letztendlich musst du entscheiden, ob du sie besuchen willst oder nicht. Wenn du nicht willst, dann ist das dein gutes Recht, und es kann dich niemand zwingen sie zu besuchen.

Lass dich doch nicht immer so bedrängen zu irgendwas, wenn du das nicht willst, dann willst du nicht, ganz einfach.

Und da kann sie noch so verrückt spielen, aber wenn du nicht willst, muss sie das akzeptieren.

Es ist dein Leben, und nicht ihres.

Mache genau das was du für richtig hältst.

Wie gesagt es kann dich niemand zwingen, und wenn es ihr und dir noch so Leid tut, wenn du nicht willst, willst du nicht, und wirst deine Gründe haben.

Und wenn sie dann verrückt spielt, ist das nicht deine Sache, sondern ihre. Jeder ist für seine Handlungen selber verantwortlich.

Lebe dein Leben, und nicht den anderen ihres.

Hoffe ich konnte dir helfen.
 
Mich macht das irgendwie traurig, wenn ich lese, dass du schon solche bösen Gedanken hast, in denen du dir wünschst, dass deine Mutter irgendwo runterspringt, damit du deine Ruhe hast.

Sicher soll man auch sein eigenes Leben leben. Aber regelmäßiger Kontakt zur Familie/Besuche hindern einen ja nicht daran.

Ich versteh das schon, meine Oma ist eine schwierige Person und seit dem Tod meines Opas wurde das auch ganz und gar nicht besser. Inzwischen sag ich schon öfter mal nein und lass mich nicht mehr so bedrängen, außerdem wohne seit letztem Jahr wieder weit weg. Trotzdem möchte ich Kontakt halten und meine Familie regelmäßig sehen.

Zu meinem Opa meinte ich damals am Telefon, dass ich ganz bald zu Besuch komme, ich dachte ich nehme mir halt in den nächsten Wochen mal ein paar Tage Urlaub und fahre hin. In der Woche nach unserem Telefonat ist er gestorben, zu dem Wiedersehen kam es nicht mehr, da hab ich bis heute dran zu knabbern, weil ich es so gemerkt habe im Gespräch wie sehr sich das wünscht und ich es versprochen hatte. Könnte ich die Zeit zurück drehen würde ich den Hörer auflegen und sofort mein Zugticket buchen.
Hatte davor schon mal längere Zeit kaum Kontakt zur Familie, weil wir als ich grad 19 war verkracht auseinander gingen, dann habe ich gesehen wie schnell das gehen kann, dass ein geliebter Mensch mal nicht mehr da ist und das war auch so der Punkt, wo ich mir gesagt habe, dass ich den Kontakt pflegen möchte und mich nicht noch mal so extrem distanzieren mag.

Letztendlich ist es deine Entscheidung und wie gesagt bedrängen lassen muss man sich nicht und man darf auch mal nein sagen...aber dein Text klingt wirklich so.....kalt und böse.
 
Wenn man bedenkt dass die Mutter erst 67 ist und das evtl. noch 20 oder 30 jahre so weitergehen kann wenn keine grenzen gesetzt werden, kann ich es schon nachvollziehen dass es sich anfühlt als würde das eigene Leben ruiniert werden.
Ich habe ähnliches durch und es hat sich auch ähnlich angefühlt.
Wenn man dabei ist ein eigenes Leben aufzubauen und eine eigene Familie zu gründen (hast du auch Kinder?), hat einen Job, kann so eine zusätzliche Verpflichtung schon zermürben.
Nicht jeder hat gleich viel Energie. Manch einer möchte sich am Wochenende von der stressigen Woche erholen oder möchte lieber was mit der Familie machen.
Vor allem schlimm, wenn man der einzige Ansprechpartner ist. Das ist ganz schön viel Druck.
Die Mutter ist mit 67 noch in einem Alter, wo man durchaus noch selbständig sein Leben bestreiten kann.
Dass sie nicht mehr fahren mag kann ich verstehen, aber dann die einzige Tochter zu verpflichten mag der einfachste weg sein, aber ältere Leute die sich langweilen wollen oft nicht begreifen dass die jüngeren noch mehr Verpflichtungen haben und oft durchaus ausgelastet sind.
Ich würde auch sagen du solltest eine klare Linie ziehen.
Lass dich nicht mehr verpflichten.
Ab und zu solltest du deiner Mutter den gefallen tun (so wie es für dich richtig ist) aber sie muss auch andere Varianten akzeptieren z.b. dass die verwandten mal sie besuchen oder dass ihr euch alle mal z.b. bei dir trefft oder dass sie eine andere Möglichkeit sucht hinzukommen.
Wie gesagt. Sie ist 67 und noch kein Pflegefall.
 
Hallo zusammen,

na ja, die „Kritik“ an der TE in allen Ehren.

Wenn sie es aber so empfindet, dass es sie „ruiniert“, sollte man es doch ernst nehmen, oder ??

Insbesondere, …. Sie erwähnt darüber hinaus, dass auch sonst „Kritik“ von Mutters Seite kommt.

"Du weißt genau dass ich alleine bin, da könntest du wenigstens einmal die Woche vorbei kommen!" …..

Darüber hinaus, schrieb TE:

erwartet sie ständig von meinem Mann und mir, dass wir etwa alle drei Wochen gemeinsam ihre verbliebene Familie in Hamburg besuchen.


Also ich erkennen da nicht unbedingt „schändliches, verachtenswertes“ Verhalten von der TE.

Wissen wir, wie die „Besuche bei den Verwandten in Hamburg“ so ablaufen. Sind sie gar nur auf „ich bring die Schrabnell dorthin und fahr dann wieder nach Hause um sie Abends wieder ab zu holen …. beschränkt ??

Oder wird gar „erwartet“, dass Tochter (mit Anhang) doch die kurze Zeit (10 Uhr Morgens bis 22 Uhr Abends) incl. Mann und incl. evtl. eigenen Kindern dort zu verbringen hat ??

Alle drei Wochen, Samstags, mit allen. Wobei man VIELLEICHT selbst nen Einzelhandelsgeschäft (etc.) betreibt, z.B. ??

Urteilen ??

ICH nicht .

Gruß

Udo
 
.......ich schließe mich an, ich sehe hier keinerlei hasserfüllten Gedanken bei der TE - sie macht ihrem Herzen Luft und das soll und kann sie auch hier, dafür ist dieses Forum gedacht.

Sicher kann eine routinemäßig erzwungene Verpflichtung zur Belastung führen und auch ihre Mutter kann nicht ständig in das Leben der Erwachsenen Tochter eingreifen, hier fehlt es auf beiden Seiten an Einfühlungsvermögen und Verständniss füreinander. Mutter und Tochter sind sich wohl sehr ähnlich, jeder drängt auf die eigene Bedürfnisbefriedigung.
Hier sollte man wirklich zusammen einen Kompromis finden, der beide Seiten zufrieden stellt......bevor man zu Aktionen greifen muss, wie in meinem vorigen Beitrag als Möglichkeit erwähnt.
 
Ich habe ein großes Problem mit meiner Mutter (67). Seit mein Vater vor zwei Jahren gestorben ist, erwartet sie ständig von meinem Mann und mir, dass wir etwa alle drei Wochen gemeinsam ihre verbliebene Familie in Hamburg besuchen.

Das liegt ca 50km von uns entfernt und ich habe da eigentlich recht wenig Lust zu. Als mein Vater noch gelebt hat, wurde ich auch nie gefragt ob ich mitwill. Allerdings hat meine Mutter zwar einen Führerschein, aber Angst davor, so weite Strecken zu fahren. Dementsprechend erwartet sie dann immer von uns, dass wir mit ihr hinfahren.

Wenn ich dann mal sage, dass ich was anderes am Wochenende vorhabe, hagelt es sofort Vorwürfe, dass ich egoistisch sei und sie so viel für uns tun würde, wir ihr aber nicht mal einen kleinen Gefallen tun könnten, dass ich die Familie "zerstören" würde, weil ich sie "boykottiere" indem ich sie nicht hinchauffiere und ähnliches.

Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, warum denn unsere Verwandtschaft nicht einfach mal hierher kommt. Antwort : mir ist es lieber so, dann komme ich mal raus und muss hinterher nicht aufräumen.

Die Sache ist, dass sie uns unsere neue Küche mit dem Erbe meines Vaters komplett bezahlt hat (von sich aus, ohne dass wir danach gefragt hätten) und jetzt wohl der Meinung ist, wir stünden deshalb für immer in ihrer Schuld.

Ich kann aber auch nichts dafür, dass sie die letzten 45 Jahre nur auf meinen Vater fixiert gewesen ist und jetzt alleine dasteht. Ich habe mein eigenes Leben und es kotzt mich gerade mächtig an, dass ich nur etwa 10 Autominuten von ihr entfernt wohne und von ihrer Seite somit immer eine gewisse Erwartungshaltung da ist. ("Du weißt genau dass ich alleine bin, da könntest du wenigstens einmal die Woche vorbei kommen!")

Manchmal habe ich ernsthaft schon so böse Gedanken.. Sie heult mich zB auch immer voll, dass das Leben für sie keinen Sinn mehr hätte ohne meinen Vater, sie an nichts mehr Spaß hat und dass sie ja gottseidank schon 67 ist und hofft, dass es mit 70 dann "rum" ist und ähnliches.
Ich denke dann jedesmal, wenn es doch so schlimm und unerträglich ist und du sowohl Therapie als auch alles andere ablehnst, dann spring doch bitte einfach irgendwo runter, dass ich endlich meine Ruhe hab vor den Vorwürfen und dem Gejammer und mein Leben normal weiterführen kann.

Eigentlich traurig dass es so weit schon gekommen ist, aber sie zerstört auf diese Weise mein ganzes Leben und merkt es noch nicht mal. Reden kann man mit ihr auch nicht vernünftig, sobald sie was zu hören kriegt das ihr nicht passt, wird sie laut und ausfallend und schreit dann jedesmal "DAVON WILL ICH NIX HÖREN, VERSCHWINDE!" und das wars.

Danach ruft sie irgendwann wieder an und tut als ob nix gewesen wäre. Ich würde am liebsten manchmal komplett den Kontakt abbrechen, aber dann plagt mich doch wieder das schlechte Gewissen, da sie ja außer mir niemanden mehr hat (ich bin Einzelkind) und der Rest der Verwandtschaft eben auch nicht permanent "verfügbar" ist.

Könnt ihr mir irgendwas raten?

Hallo Neevi1985,

was spricht denn dagegen, dass du einmal die Woche deine Mutter besuchst. Den Tag kannst du ja bestimmen, nicht deine Mutter. So läuft es zumindestens bei uns. Meine Mutter lebt im Pflegeheim. Aber vorher war es auch schon so.
Ich wurde sogar schon von meinem einen Geschwisterteil verbal angegriffen, dass 1x die Woche zu wenig wäre. Und ich meine Mutter aus dem Pflegeheim nachmittags abzuholen hätte und mit ihr was zu unternehmen hätte. Was ich aber persönlich zeitlich überhaupt nicht schaffe. Weder beruflich noch privat. Arbeite bis auf einen Tag bis in den Nachmittag hinein. Und muss mich noch um mein behindertes Kind kümmern. Und habe ich noch genug Termine.
Deswegen bleibt auch nur dieser Tag, wo ich nur bis mittags arbeite. Da fahren wir zu meiner Mutter. Anders geht es nicht. Deswegen bin ich der Meinung, besuche bitte deine Mutter an einem Tag, den du bestimmst.

Und wegen den Verwandtenbesuch, da denke ich mal, dass sollte auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Verwandtschaft kann auch mal ruhig bei deiner Mutter vorbeikucken. Und wenn deine Mutter wieder dran ist zur Verwandtschaft zu fahren, dann fahrt ihr da hin. Dann ist es nicht alle 3, sondern alle 6 Wochen.

Was die Einsamkeit deiner Mutter anbetrifft, sprech sie doch einfach mal auf Aktivitäten an. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass sie ehrenamtlich tätig wird. Vielleicht gibt es ja in der Nähe eine fitte Seniorentruppe, wo sie sich anschließen kann. Je mehr sie um die Ohren hat, desto weniger wird sie sich eventuell beklagen, dass sie sich einsam fühlt.

Und was ich so lese, so ein schlechtes Verhältnis könnt ihr nicht haben. Narzissmus kann ich in deinen Zeilen nicht feststellen. Deine Mutter ist irgendwie nur einsam. Und sie muss auch etwas tun, um daraus zu kommen.

LG Jedi
 
Deine Mutter bräuchte einen Therapeuten zum Ausheulen.
Vielleicht hilft ihr auch eine Seniorenfreizeitgruppe oder Trauergruppe.
Sie könnte sich auch einen Hund anschaffen.

Setze ihr klare Grenzen und sage oder schreibe ihr was dich stört .
Teile ihr mit welche Veränderung erwartest..
Sage ihr, dass dich ihre zahlreichen Vorwürfe so belasten.

Du kannst sie einmal in der Woche anrufen oder 1 x im Monat oder mal für eine gewisse Zeit ganz den Kontakt abbrechen, wenn du dich von ihr gequält fühlst und sie nicht bereit ist sich zu verändern.
Du könntest deine Tel Nr wechseln...
 
Du könntest auch auswandern. Weit weg, damit du deine Mutter bloß nicht besuchen musst.

Bei dem Thread und manchen Antworten, wunder ich mich nicht, warum unsere Gesellschaft immer kälter und böser wird.

Sogar der eigenen Mutter wird der Tod gewünscht, weil sie als lästig empfunden wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mutter ist Mutter und man sollte froh sein, sie zu haben.Negative Gedanken haben wir alle mal, ob es gegen den eigenen Ehemann oder gegen die Elternteile geht.Aber einer Mutter den Tod zu wünschen, weil sie alle drei Wochen mal zu ihrer Verwandschaft fahren moechte, ist grauenvoll!!Was sind denn alle drei Wochen?
Meine Eltern haben alles, was in ihrer Möglichkeit bestand, getan, um uns zu helfen.Jetzt sind wir dran, ihnen ein wenig was zurückzugeben!!Traurig, dass du so denken kannst.Und meine Mutter war auch ein einsamer Samariter, die sich nur für Mann Kinder aufgeopfert hat und sich nicht um Freunde und Verwandschaft kümmerte!
 

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